Heute-Journal
Das Heute-Journal ist eine Nachrichtensendung, die Horst Kerkeling als Beispiel für seinen Drang nutzt, Orte und Umgebungen sofort einordnen zu müssen. Wenn er im Fernsehen eine Stadtsilhouette sieht, deren Zuordnung nicht offensichtlich ist, wird er von innerem Zwang getrieben, die Lösung herauszufinden – ein Verhalten, das sein Umfeld manchmal zur Verzweiflung treibt.
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„Man ist ja einfach schlecht gelaunt, wenn man schlecht gelaunt ist. Man ist politisch inkorrekt, man isst, was man möchte, man sitzt im Pyjama auf der Couch, guckt das Heute-Journal vom Vortag und isst Cornflakes. Das ist authentisch und das ist halt null spannend.“
Sophie Passmann beschreibt authentisches Privatleben als unspektakulär: im Pyjama auf der Couch sitzen, Cornflakes essen und das Heute-Journal vom Vortag schauen. Sie nutzt das als Argument, warum Authentizität in der Öffentlichkeit überbewertet wird.
„Und womöglich etwas in einem Teich, in dem ja auch schon andere ganz schönen fischen, nämlich die öffentlich-rechtlichen, was Informationen angeht mit Tagesschau, Heute-Journal, Tagesthemen und jetzt kommt dann auf einmal RTL direkt.“
Jauch nennt das Heute-Journal als eines der etablierten öffentlich-rechtlichen Nachrichtenformate, mit denen RTL Direkt nun konkurrieren muss. Er verweist auch auf die Moderatoren Slomka und Kleber als Maßstab.
„Bin aus Rom zurückgeflogen, landete hier in Berlin, habe glaube ich sogar noch ein Heute-Journal-Interview oder so gemacht. Und dann auf dem Weg nach Hause oder als ich zu Hause reinkam, rief Karl-Josef Laumann an.“
Jens Spahn erzählt vom Karnevalsdienstag, an dem er morgens die gemeinsame Kandidatur mit Armin Laschet verkündete, dann nach Rom zum Gesundheitsministertreffen flog und abends zurück in Berlin ein TV-Interview beim Heute-Journal gab – am selben Tag, als der erste große Corona-Ausbruch in Heinsberg bekannt wurde.
„Wenn beispielsweise so ein Interview kommt im Heute-Journal und man sieht im Hintergrund nur die Silhouette einer deutschen Stadt und es ist nicht sofort erkennbar München, Hamburg, Berlin oder Köln, dann bin ich sofort auf der Suche und sage, ich will das jetzt sofort wissen.“
Kerkeling beschreibt seinen Drang, Orte und Umgebungen sofort einordnen zu müssen. Das Heute-Journal dient als Beispiel: Wenn er im Hintergrund eines TV-Interviews eine Stadtsilhouette sieht, muss er sofort herausfinden, welche Stadt es ist – ein Verhalten, das seinen Mann manchmal verrückt mache.
„eine Kommilitonin von mir aus dem Publizistikstudiengang, der wurde damals das Heute-Journal angeboten, im ZDF, die hat Nein gesagt“
Judith erzählt ein Beispiel für Frauen, die große Chancen ablehnen – eine Kommilitonin lehnte die Moderation des Heute-Journals ab.
„Wo der Fokus sehr drauf liegt, ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Also wenn wir uns jetzt diese Debatte anschauen um Heute-Journal, KI, ARD, glaube ich gerade, Bericht aus Berlin.“
Im Gespräch über Medienkritik und öffentlich-rechtliches Fernsehen erwähnt der Sprecher die KI-Kontroverse beim Heute-Journal als Beispiel dafür, wie öffentlich-rechtliche Sender durch ihren Umgang mit Fehlern Angriffsfläche bieten. Er kritisiert die erste Pressemitteilung, in der der Vorfall als 'technischer Fehler' heruntergespielt wurde.
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