Ich liebe euch doch alle (Volkskammer-Rede)
Erich Mielke · 2007
Die Kunste der DDR und deren Entstehungshintergrunde sind ein fortwahrendes Faszinosum, da sie in mehrfacher und zum Teil auch gegensatzlicher Weise kunstlerische Praxis als asthetisches und politisches Handeln begreifbar machen. Dem Anspruch der gesellschaftlichen und politischen Wirksamkeit, die der historische Gegenstand in so hartnackigem Masse einfordert, kann sich die geisteswissenschaftliche Beschaftigung nicht entziehen und muss daher die politischen und gesellschaftlichen Kontexte mit b...
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„Da war er nicht mehr ganz Herr seiner Sinne. Aber ich liebe doch die Menschen. Er hat gar nicht verstanden, was ihm da widerfährt.“
Lanz und Precht sprechen über Politiker, die keine Gefühle zeigten. In diesem Zusammenhang fällt der Name Mielke, dessen berühmter Gefühlsausbruch in der Volkskammer am 13. November 1989 – 'Ich liebe euch doch alle' – als ironisches Gegenbeispiel dient: der einzige öffentliche Gefühlsmoment eines Mannes, der sonst nicht für Emotionen bekannt war.
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