Laudatio auf Jürgen Habermas
Alexander Gauland (für Walter Wallmann)
Laudatio des hessischen Staatssekretärs Alexander Gauland auf Jürgen Habermas für Ministerpräsident Wallmann. Ein ideologischer Brückenschlag: Die hessische CDU hatte Habermas lange für den Deutschen Herbst und die RAF mitverantwortlich gemacht. Die Rede symbolisiert Gaulands damalige intellektuelle Offenheit gegenüber der Frankfurter Schule.
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„Gauland hat für Walter Weimann eine Laudatio auf Jürgen Habermas geschrieben. Und das ist insofern bedeutsam, als die hessische CDU zu den Leuten gehörte, die Habermas im Verdacht hatten, den Deutschen Herbst und die RAF letztlich irgendwie exkulpiert, zugelassen und so weiter zu haben. Also da die Hand auszustrecken, zu Habermas und der Frankfurter Schule [...] das war die Hand über den Graben gereicht.“
Lau schildert eine wenig bekannte Episode aus Gaulands Vergangenheit als Staatssekretär in Hessen: Er verfasste für Ministerpräsident Walter Wallmann eine Laudatio auf Jürgen Habermas. Das war für die hessische CDU, die Habermas und die Frankfurter Schule für den Deutschen Herbst mitverantwortlich machte, ein bemerkenswerter Brückenschlag — und zeigt, wie weit Gauland einmal vom späteren AfD-Rechtsausleger entfernt war.
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