War Leben in der DDR nur Ballast? Professor fühlt sich falsch verstanden
Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung über Merkels DDR-Biografie
Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte in ihrer Rede zur Deutschen Einheit eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, weil diese ihr Leben in der DDR als „Ballast" darzustellen schien. Der Autor der Studie widerspricht nun Merkels Interpretation und fühlt sich missverstanden. Der Professor macht geltend, dass seine Forschung nicht dazu gedacht war, die DDR-Biographien von Menschen negativ zu bewerten, sondern differenzierte historische Analysen zu liefern. Der Vorfall zeigt die anhaltende Sensibilität beim Thema DDR-Vergangenheit und wie leicht wissenschaftliche Arbeiten in politischen Debatten verzerrt dargestellt werden können.
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„Sie, also Angela Merkel, die als 35-Jährige mit dem Ballast ihrer DDR-Biografie in den Wendetagen zur CDU kamen, konnte natürlich kein von der Pike auf sozialisiertes CDU-Gewächs altbundesrepublikanischer Prägung sein. Das stand in dieser Publikation der parteinahen Stiftung.“
Roman Pletter zitiert wörtlich aus einer Veröffentlichung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, in der Merkels DDR-Herkunft als 'Ballast' bezeichnet wurde. Merkel hatte diese Formulierung erst in ihrer letzten Rede als Kanzlerin zum Tag der Deutschen Einheit öffentlich thematisiert und beschreibt die Verletzung, die damit einherging.
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