San Paolo (Der heilige Paulus) — Drehbuch
Pier Paolo Pasolini · 2007
Pasolinis unrealisiertes Drehbuch verlegt die Paulus-Geschichte ins 20. Jahrhundert, mit New York und Paris an Stelle von Rom und Jerusalem. Auf Basis der Original-Apostelgeschichte-Texte hätte es die filmische Auseinandersetzung mit Evangeliumsgeschichte fortgesetzt, die 1964 mit der Matthäus-Verfilmung begann. Ein zwischen 1938 und 1966 angesiedeltes, ambitioniertes religiöses Kunstwerk.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (1)
„Die Szene stammt aus dem Drehbuch eines nie verwirklichten Films, 'Der heilige Paulus' sollte es heißen. Der italienische Regisseur Pier Paolo Pasolini wollte ihn vor 40 Jahren als konsequente Fortsetzung seiner Verfilmung des Matthäus-Evangeliums von 1964 drehen.“
Über Kurt Riechelmanns Text erfahren die Hörerinnen von Pasolinis nie realisiertem Filmprojekt: Er wollte die Paulus-Geschichte ins 20. Jahrhundert versetzen — mit New York statt Rom als Machtzentrum und Paris statt Jerusalem. Pasolini verwendete die Originaltexte der Apostelgeschichte und verband sie mit der Zeitspanne 1938–1966.
Ähnliche Medien
Il vangelo secondo Matteo
Pier Paolo Pasolini · 1965
Um die Zeitenwende wird in Palästina dem Juden Joseph im Traum eine Botschaft vermittelt: Seine Partnerin Maria wird, von Gott bewirkt, den Erlöser Jesus gebären. Als das eintritt, muss das Kind vor König Herodes gerettet werden, der einen prophezeiten jüdischen Herrscher fürchtet. Erwachsen geworden sucht Jesus den Endzeit-Prediger Johannes auf, der ihn neben anderen im Fluss Jordan tauft.
Der Mythos des Sisyphos
Albert Camus
Camus' philosophisches Essay über das Absurde der menschlichen Existenz. Er erforscht die paradoxe Weisheit, dass Erfüllung und Glück trotz der scheinbaren Sinnlosigkeit des Lebens möglich sind – wie bei Sisyphus, der zur ewigen Wiederholung verdammt ist.
Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation
Ernst-Wolfgang Böckenförde · 1995
Böckenfördes klassisches Werk zur Säkularisation des Staates analysiert die Paradoxie, dass der freiheitliche Rechtsstaat auf Werte angewiesen ist, die er selbst nicht erzwingen kann. Das berühmte Böckenförde-Diktum verdeutlicht, warum Demokratie auf kulturellen und moralischen Grundlagen beruht, die außerhalb ihrer eigenen institutionellen Reichweite liegen und daher besonders schutzbedürftig sind.
Zum ewigen Frieden
Immanuel Kant · 2022
Kants 1795 veröffentlichte philosophische Schrift entwickelt ein Konzept für dauerhaften Weltfrieden. Er argumentiert, dass stabiler Frieden zwei Bedingungen erfordert: alle Staaten müssen freiheitliche Republiken sein und ein Völkerbund muss legitime Kriegshandlungen regulieren. Diese grundlegende Schrift wurde zur Grundlage für die Charta der Vereinten Nationen.