Über die Bücherverbrennung und die Banalität des Wegsehens

Hannah Arendt · 2010

Zurzeit werden die unwiderruflich letzten Prozesse gegen Nazikriegsverbrecher geführt. Täter und Opfer zählen nur noch wenige Überlebende, bald schon wird dieses Kapitel der Rechtsgeschichte abgeschlossen sein. Welcher Art waren die Täter und worin besteht die Legitimität gegen sie gerichtlich vorzugehen? In diesem historischen Moment sollte man sich noch einmal der Anfänge einer langen Auseinandersetzung vergewissern: Hannah Arendt (1906-1975) war als Berichterstatterin des Eichmann-Prozesses t...

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Erwähnungen (1)

Alles gesagt?
🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:36:36
„War das nicht 1934 oder 1936, hat man ja in der Opernplatz Bücher in Riesenbergen abgebrannt und die Leute sind vorbeigelaufen, wie das Hannah Arendt beschreibt, und sind am nächsten Morgen aufgestanden und wieder zum Job gegangen.“

Elíasson spricht über Berlins unzureichende Aufarbeitung seiner Vergangenheit und zitiert Hannah Arendt als Beschreiberin der Gleichgültigkeit bei den Bücherverbrennungen. Ein konkreter Werktitel wird nicht genannt — die Beschreibung passt thematisch zu Arendts Arbeiten über Totalitarismus und die Banalität des Bösen.

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