Alles gesagt? – Ólafur Elíasson, kann Kunst die Welt retten
#032

Ólafur Elíasson, kann Kunst die Welt retten

Alles gesagt? / 17. September 2020 / 61 Medien

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Ólafur Elíasson beschreibt sich als Compilation verschiedener Identitäten, die in Deutschland ein Land finden, das von Erwachsenen geleitet wird. Er erinnert sich an den Mauerfall zwei Wochen nach seinem Studienbeginn in Kopenhagen, als tausende Trabis an ihm vorbeifuhren, und reflektiert darüber, wie Wahrnehmung nur vorübergehende Wahrheiten zeigt. Seine raumfüllenden Installationen mit Wasserfällen und Strom seien schlecht zu verkaufen — dafür aber möglichst vielen Menschen in öffentlichen Räumen zugänglich.

„Wir sehen ja nur die vorübergehende Wahrheit, bis mal wieder eine Renaissance oder eine Revolution von mir aus.“
🗣 Ólafur Elíasson

Erwähnte Medien (61)

The Weather Project

The Weather Project

Ólafur Elíasson

Monumentale Lichtinstallation von Ólafur Elíasson in der Londoner Tate Modern (2003–2004), die eine künstliche Sonne aus Spiegeln und Neonleuchten schafft. Das bahnbrechende immersive Werk machte Elíasson zum internationalen Star der zeitgenössischen Kunstwelt.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:06:54 „Und spätestens im Jahr 2003, als er in der Londoner Tate eine riesige künstliche Sonne, deswegen ist es auch nicht so gut, dass wir Sonne als Schlusswort gehabt hätten, installiert hat, ist er zu einem internationalen Star der Kunstwelt geworden.“

Christoph Amend stellt Ólafur Elíasson vor und nennt die berühmte Sonnen-Installation in der Tate Modern von 2003 als den Wendepunkt, der ihn zum internationalen Kunststar machte. Das Werk wird als Meilenstein seiner Karriere eingeordnet.

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Little Sun

Little Sun

Ólafur Elíasson

Solarbetriebene mobile Kunstinstallation des isländischen Künstlers Ólafur Elíasson zur Überwindung von Energiearmut. Die portable Lampe verbindet ästhetische Gestaltung mit sozialem Aktivismus und zielt darauf ab, Millionen von Menschen in Regionen ohne funktionierendes Stromnetz Licht zu bringen.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:07:36 „Und schon vor einigen Jahren hat er die Little Sun erfunden, die kleine Sonne, eine kleine mobile Lampe, die mit Solarstrom funktioniert, und mit der er Millionen von Menschen in Afrika Licht bringen möchte, die in Gegenden und Ländern ohne funktionierendes Stromnetz leben.“

Im Rahmen der Vorstellung wird Little Sun als Beispiel für Elíassons Verbindung von Kunst und sozialem Aktivismus erwähnt – eine solarbetriebene Lampe, die Menschen ohne Stromzugang Licht bringen soll.

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V Artikel

Vanity Fair

Artikel über geschlechtsspezifische Unterschiede in der Selbstdarstellung. Männer definieren sich häufig über ihren Titel und ihre Position, während Frauen ihre konkrete Tätigkeit und Leistung betonen. Dieser Unterschied offenbart interessante Muster in der Karrierenkommunikation und Selbstwahrnehmung zwischen den Geschlechtern.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 00:09:21 „Ich habe gerade in Vanity Fair gelesen, dass ein Mann typisch sagt, sein Titel und eine Frau sagt, was sie tatsächlich tut.“

Elíasson bezieht sich auf einen Artikel über geschlechtsspezifische Unterschiede bei Selbstbeschreibungen

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Vanity Fair

Vanity Fair

US-amerikanisches Lifestyle- und Kulturmagazin von Condé Nast. Vanity Fair berichtet über Mode, Kultur, Gesellschaft und zeigt gesellschaftliche Phänomene kritisch auf. Das Magazin ist bekannt für tiefgründige Essays und investigativen Journalismus zu kulturellen und sozialen Themen.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 00:09:43 „Ich habe gerade in Vanity Fair gelesen, dass ein Mann typisch sagt, sein Titel und eine Frau sagt, was sie tatsächlich tut.“

Elíasson bezieht sich auf einen Artikel oder eine Beobachtung aus dem Magazin Vanity Fair über geschlechtsspezifische Unterschiede in der Selbstdarstellung: Männer nennen ihren Titel, Frauen beschreiben, was sie tatsächlich tun. Er nutzt das als Ausgangspunkt, um seine eigene Rolle als 'Künstler' vs. 'Aktivist' zu reflektieren.

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G Kunst

Galleria Prospettica (Palazzo Spada)

Francesco Borromini

Borrominis Galerieprospekt im Palazzo Spada ist eine berühmte Trompe-l'œil-Kolonnade, die durch optische Perspektivtäuschung Raum suggiert, wo keiner existiert. Für Künstler und Theoretiker wie Ólafur Elíasson bildet dieses Werk einen zentralen Anknüpfungspunkt zur Frage, wie Raumwahrnehmung historisch konstruiert wurde und wie Künstler diese Wahrnehmung manipulieren können. Das Interesse an Borrominis Werk verbindet sich hier mit kunsthistorischen Diskursen (Panofsky) über die Perspektive als kulturelle Erfindung, nicht als natürliche Sehweise.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 00:13:49 „Heute Morgen habe ich ein Bild oder Zeichnungen von Borrominis Trombleu gesucht. Ich habe mich total geärgert, weil ich das gestern irgendwie in der Hand hatte. Da habe ich das wieder im Netz finden müssen.“

Ólafur Elíasson beschreibt seinen Tagesablauf und erzählt, dass er sich morgens mit Borrominis Trompe-l'œil-Kolonnade beschäftigt hat, weil ihn die Geschichte der Perspektive wieder interessiert. Er verbindet dies mit seinem Panofsky-Buch und der Frage, wie Raumwahrnehmung historisch konstruiert wurde.

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Die Perspektive als symbolische Form

Die Perspektive als symbolische Form

Erwin Panofsky · 2005

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Kunsthistorisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: „Die Perspektive als ‚symbolische Form’", einer der bedeutendsten Texte Erwin Panofskys und eine der grundlegenden Schriften der Kunstgeschichte, ist keine leicht zugängliche und widerspruchsfreie Schrift.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 00:14:00 „Ich habe auch mein Buch von Panofsky von 47 gesucht, über die, was ist das, Überlegungen zu Perspektiven oder sowas heißt, den finde ich auch nicht, jetzt habe ich es wieder aufs Netz bestellt.“

Ólafur Elíasson erzählt von seinem Tagesablauf und davon, dass er sich gerade mit Perspektivtheorie beschäftigt. Er sucht sein Exemplar von Panofskys klassischem Werk über Perspektive von 1927 (er sagt '47', meint vermutlich eine Ausgabe), findet es nicht und bestellt es neu. Das Buch ist Teil seiner aktuellen künstlerischen Recherche zu Borrominis Trompe-l'œil.

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Six Years: The Dematerialization of the Art Object

Six Years: The Dematerialization of the Art Object

Lucy Lippard · 2023

In Six Years Lucy R. Lippard documents the chaotic network of ideas that has been labeled conceptual art. The book is arranged as an annotated chronology into which is woven a rich collection of original documents—including texts by and taped discussions among and with the artists involved and by Lippard, who has also provided a new preface for this edition.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 00:42:57 „Ich hatte mich schon für so eine Entmaterialisierung, ein ganz wichtiges Buch für mich, die Lucy Liebhardt, der hat geschrieben, glaube ich, 1987, die Dematerialisierung von der Objekt-Hudinat. Und das habe ich natürlich studiert in der Schule und so.“

Elíasson beschreibt, wie er als junger Kunststudent zur Arbeit mit Licht kam. Lucy Lippards Buch über die Dematerialisierung des Kunstobjekts war für ihn ein Schlüsselwerk, das ihn von der objektfixierten Kunst der 80er Jahre weg und hin zu ephemeren Materialien wie Licht führte. Er nennt es explizit 'ein ganz wichtiges Buch für mich'.

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Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Jules Verne · 2022

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde Jules Verne - Inhalt: Hauptfigur ist der eigenwillige Professor Otto Lidenbrock (etwa 58 Jahre alt), der in Hamburg lebt und dort am Johanneum Mineralogie und Geologie unterrichtet. Die Geschichte beginnt am 24. Mai 1863. In einem gerade erworbenen Manuskript von Snorri Sturluson (12.

🗣 Ólafur Elíasson erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:47:03 „Und von dort, wo meine Großeltern wohnten, hat man so über so einen kleinen Tal auf den Glacier Schneifelschirkul, wo Schüls Wern die Reise zum Inneren der Welt anfängt, mit Petra, Petua.“

Elíasson erzählt von einer prägenden Kindheitserinnerung auf Island während der Ölkrise 1973: Die Familie saß bei Kerzenlicht und blickte auf den Gletscher Snæfellsjökull, den Jules Verne als Einstiegspunkt für seine 'Reise zum Mittelpunkt der Erde' wählte. Die Erwähnung unterstreicht die mythische Aufladung der isländischen Landschaft in Elíassons Erinnerung.

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The Avengers

The Avengers

· 1961

John Steed und Emma Peel sind ein unschlagbares Agentenpärchen: Steed, ein Gentleman vom elegant gewellten Scheitel bis zur sündteuren Sohle, superintelligent und mit göttlichem Humor gesegnet. Emma Peel seine perfekte Ergänzung. Schlagfertig und supersexy. Drei Dinge braucht das taffe Duo, wenn es seine ungewöhnlichen Fälle löst: Schirm, Charme und Melone.

🗣 Ólafur Elíasson erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:48:01 „Und da sind wir reingegangen und in der späten 60er und der frühen 70er haben wir so diesen Avengers-Cartoons. Die haben ja nur noch so positive Nachrichten aus Amerika, alles so toll und so ein bisschen Avengers und Heroes, amerikanischen Heroes.“

Elíasson erzählt von seiner Kindheit auf Island, wo die Familie über die amerikanische Militärbasis in Keflavík deren Fernsehsignal empfangen konnte. Morgens schauten die Kinder aus der Nachbarschaft amerikanische Avengers-Cartoons – ein Kontrast zum abendlichen Kerzenlicht-Erlebnis. Er beschreibt dies humorvoll als 'imperialistisches Brainwash'.

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Kochbuch des Studio Olafur Eliasson

Kochbuch des Studio Olafur Eliasson

Studio Olafur Eliasson · 2016

A collection of 100 vegetarian recipes for the home cook that celebrates the communal spirit of cooking from the kitchen of internationally renowned artist Olafur Eliasson - who gathers his studio together every day for lunch to fuel the creative process. Beyond inspiration for shared meals, this book offers a glimpse into the work of his studio kitchen and its many visitors over the years. This is a wonderful book to sit with, page through, and be inspired by.

🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:54:04 „Du hast ja auch ein Kochbuch mit deinem Studio rausgegeben, Restaurants mit deiner Schwester gemacht, mit Viktoria.“

Christoph Amend erwähnt das Kochbuch im Kontext einer Überleitung zum Thema Essen und Catering

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Studio Olafur Eliasson: The Kitchen

Studio Olafur Eliasson: The Kitchen

Ólafur Elíasson · 1997

Das Buch dokumentiert kulinarische und gastronomische Projekte des Studios, die Kunst, Design und Kochen verbinden. Es präsentiert Restaurants und Küchenkonzepte, die zeigen, wie kreatives Denken in den kulinarischen Raum übertragen wird.

🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:54:22 „Ich meine, wir müssen heute sowieso noch über Kochen und Essen und Trinken reden. Du hast ja auch ein Kochbuch mit deinem Studio rausgegeben, Restaurants mit deiner Schwester gemacht, mit Viktoria.“

Christoph Amend leitet den kulinarischen Teil des Abends ein und erwähnt beiläufig, dass Elíasson zusammen mit seinem Studio ein Kochbuch veröffentlicht hat. Es dient als Überleitung zum Thema Essen und zum Catering des Abends.

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A Billion Black Anthropocenes or None

A Billion Black Anthropocenes or None

Kathryn Yusoff · 2018

Rewriting the “origin stories” of the Anthropocene No geology is neutral, writes Kathryn Yusoff. Tracing the color line of the Anthropocene, A Billion Black Anthropocenes or None examines how the grammar of geology is foundational to establishing the extractive economies of subjective life and the earth under colonialism and slavery.

🗣 Ólafur Elíasson empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:00:18 „Inhuman Geography. Dass das noch als Fach geht. Ich schaue kurz, ob ich das Buch hier habe. Er geht an die Bücherwand. Ich habe das Buch nicht. Von Catherine Youssef. Ein neues Buch lese ich gerade über.“

Elíasson empfiehlt ein Buch einer Geowissenschaftlerin, das er gerade liest, im Kontext seiner Beschäftigung mit Kulturgeografie

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I Buch

Inhuman Geography

Catherine Youssef

"Inhuman Geography" untersucht die kulturgeografischen Perspektiven auf Geologie und Naturwissenschaften. Das Buch erforscht, wie nicht-menschliche Faktoren und Materien unsere Landschaften und Kulturen prägen. Catherine Youssef bietet damit einen innovativen Ansatz, um die Beziehungen zwischen Mensch und Natur neu zu denken.

🗣 Ólafur Elíasson empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:00:34 „Da gibt es ja jetzt, in London... Das ist so fantastisch. Was ist das? Inhuman Geography. Dass das noch als Fach geht. Ich schaue kurz, ob ich das Buch hier habe. Ich habe das Buch nicht. Von Catherine Youssef. Ein neues Buch lese ich gerade über.“

Ólafur Elíasson erzählt von seiner intellektuellen Reise durch verschiedene Disziplinen – von der Phänomenologie über Soziologie bis zur Kulturgeografie. Er schwärmt vom Feld der ‚Inhuman Geography' und sucht spontan an seiner Bücherwand nach einem neuen Buch von Catherine Youssef, das er gerade liest. Es geht um Geologie und Naturwissenschaft aus kulturgeografischer Perspektive.

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Zur Farbenlehre

Zur Farbenlehre

Johann Wolfgang von Goethe · 2023

Dieses Buch ist eine Zusammenstellung von Texten und Tafeln, die von Johann Wolfgang von Goethe im Zusammenhang mit seiner Farbenlehre verfasst wurden. Es enthält eine Einführung in die Grundlagen der Farbenlehre sowie eine ausführliche Beschreibung der Farbenphänomene und ihrer Bedeutung für Kunst und Wissenschaft. Das Werk ist eine wichtige Quelle für alle, die sich für Farben und ihre Wirkung interessieren.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 01:04:33 „Goethe hat sich total aufgeregt in seiner Farbtheorie über die Vereinfachung von Newton und hat dann ganz viel Snicks nach unten in der Farbtheorie, nur um Newton zu nerven“

Elíasson diskutiert Goethes Farbtheorie im Kontext der Geschichte der Wahrnehmungsforschung und des Streits mit Newton

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Olympiastadion München (Zeltdach)

Olympiastadion München (Zeltdach)

Frei Otto

Frei Ottos ikonisches Olympiastadion München kombiniert innovative Zeltdach-Konstruktion mit revolutionärem Leichtbau-Konzept. Das 1972 fertiggestellte Bauwerk ist ein Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst und definiert organische Moderne durch seine eleganten, drapierten Stahlkabel-Membranstrukturen.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 01:10:52 „Der Freie Ortshoch zum Beispiel hat mich immer interessiert, der Münzen ins Stadion ist bekannt, aber auch sein ganzes Verfahren.“

Ólafur Elíasson spricht über die Zusammenarbeit mit dem Institut für Leichtbau in Stuttgart und die Bedeutung von German Engineering für seine Kunst. Er nennt Frei Otto und dessen berühmtes Münchner Olympiastadion als Beispiel für herausragende Ingenieurskunst, die ihn inspiriert hat.

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Geschichte und Eigensinn

Geschichte und Eigensinn

Alexander Kluge · 2001

Alexander Kluges klassischer Text aus den 1970er Jahren über Expertenkinder revolutioniert die Sicht auf Bildung: Kinder sind keine passiven Wissenskonsumenten, sondern aktive Co-Produzenten von Wissen. Diese pädagogische Idee wirkt bis heute nach und zeigt, wie kreatives und kulturelles Lernen durch Partizipation funktioniert. Kluges Ansatz wird in der zeitgenössischen Kunstvermittlung gespiegelt, wo auch Museumsbesucher zu Co-Autoren ihrer Erfahrung werden.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 01:30:52 „Alexander Kluge in der 70er hat ja über die Wissenschaft, also die Expertenkinder, einen berühmten Text geschrieben, was ja heute noch in der Pädagogik um einen Einfluss hat. Also dass der Kind als Nicht-Konsument von Wissen, aber ein Co-Produzent von Wissen.“

Elíasson spricht über die Wahrnehmung von Kindern und deren Fähigkeit, Wissen nicht nur zu konsumieren, sondern mitzuproduzieren. Er verweist auf Alexander Kluges einflussreichen Text aus den 70er-Jahren über 'Expertenkinder', der bis heute in der Pädagogik nachwirkt. Er zieht eine Parallele zu seiner eigenen Kunstauffassung, in der der Museumsbesucher ebenfalls Co-Produzent ist.

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Où atterrir? / Down to Earth

Où atterrir? / Down to Earth

Bruno Latour · 2025

Pandemics and Apocalypse rereads classical narratives of plague from the Bible (Exodus) and classical antiquity, both Greek (Homer, Thucydides, Sophocles) and Roman (Lucretius, Virgil, Ovid), through the Middle Ages (Dante, Boccaccio) and Modernity (Defoe, Manzoni, Artaud, Camus) as a basis for contemplating the significance of the recent Covid-19 pandemic. It concerns how we are to confront future pandemics and other inextricably related crises, notably those of an ecological nature.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 01:46:39 „Diesen Down-to-Earth, glaube ich, nennt es Latour. Also diese Begegnung mit seiner eigenen Welt hat die Wirklichkeit wieder wahrnehmbar gemacht. Auf einmal ist so eine One-to-One Scale angekommen.“

Elíasson beschreibt, wie die Corona-Pandemie dazu geführt hat, dass Menschen sich wieder stärker lokal verorten und ihre unmittelbare Umgebung wahrnehmen. Er verweist auf Bruno Latours Konzept des 'Down to Earth' – die Rückkehr zur eigenen lokalen Welt und die Wiederentdeckung menschlicher Beziehungen im direkten Umfeld.

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An Inconvenient Truth

An Inconvenient Truth

Al Gore · 2006

Nach den Ereignissen der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 hat sich Al Gore noch stärker dem Kampf gegen die globale Erwärmung gewidmet. Der Film zeigt Mitschnitte seiner in vielen Städten vorgestellten Präsentationen, in denen er seine Sicht auf wissenschaftliche und politische Aspekte der globalen Erwärmung vermittelt.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 01:48:12 „Und der erste, The Inconvenient Truth, bei Al Gore, das war ja eigentlich schon so eine Fear-Based-Gedichte. Aber der Al Gore selber ist einfach so hoffnungsvoll. Und daher hat es irgendwie komischerweise, so typical American-Gedichte.“

Im Gespräch über Verhaltenspsychologie und Klimabewusstsein unterscheidet Elíasson zwischen angstbasierten und hoffnungsbasierten Triggern für Verhaltensänderung. Er ordnet Al Gores Dokumentarfilm als eigentlich angstbasiert ein, merkt aber an, dass Gore selbst so hoffnungsvoll auftritt, dass der Film trotzdem eine positive Wirkung entfaltet. Er erzählt auch, dass er Gore persönlich kennengelernt hat und dieser sein Studio besucht hat.

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Wired Magazine (Artikel über Verhaltensveränderung)

Wired Magazine (Artikel über Verhaltensveränderung)

Der Artikel behandelt Verhaltensveränderungen bei digitalen Meetings und erforscht emotionale Konvergenz, also wie Teilnehmer unbewusst ihre Verhalten und Gefühlsausdrücke angleichen. Die Publikation analysiert diese psychologische Dimension von Videokonferenzen und zeigt, wie digitale Kommunikation unbewusst menschliche Interaktionsmuster verändert.

🗣 Ólafur Elíasson erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:53:09 „man kann es ganz gut in verschiedene Zeitschriften, da gab es in Wired Magazine verschiedene, da gab es in Washington Post, in FT auch einen großen Artikel über das Verhaltensveränderung“

Elíasson verweist auf verschiedene Publikationen, die sich mit der Forschung zu emotionaler Konvergenz in digitalen Meetings befassen

Zum Artikel bei Washington Post Details
Angelus Novus

Angelus Novus

Paul Klee

Paul Klees "Angelus Novus" ist ein ikonisches Gemälde, das einen Engel zeigt, der nach hinten blickt, während er vorwärts fliegt. Das Werk wird oft als Darstellung der Spannung zwischen Vergangenheit und Zukunft interpretiert und hat Walter Benjamins Geschichtsphilosophie inspiriert. Elíasson nutzt diese Metapher, um zu verdeutlichen, dass wir uns nicht von gestern leiten lassen können, sondern bewusst entscheiden müssen, welche Werte wir in die Zukunft tragen wollen – trotz unserer emotionalen Bindung an Traditionen und Rituale.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:02:39 „Wir sind ja nicht der Angelus, wie sagen wir, ich erwähne immer der Engel von Klee, was vorwärts, aber mit Blick nach hinten fliegt.“

Ólafur Elíasson nutzt Paul Klees berühmtes Bild – und die damit verbundene Geschichtsphilosophie Walter Benjamins – als Metapher dafür, dass wir nicht rückwärts leben können. Er warnt davor, die Werte von gestern unreflektiert in die Zukunft zu übertragen, obwohl wir an Ritualen hängen.

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Art Car BMW H2R

Art Car BMW H2R

Ólafur Elíasson

Olafur Elíassons Kunstprojekt mit BMW nutzt den H2R, ein Wasserstoff-Rennfahrtauto, um sich kritisch mit alternativen Mobilitätsformen und dem Wandel weg von der Dieselkultur auseinanderzusetzen. Das Werk verbindet zeitgenössische Kunstpraxis mit Ingenieurskunst und hinterfragt unsere Vorstellungen von nachhaltiger Technologie und Mobilität. Eine bedeutende Zusammenarbeit zwischen bildender Kunst und Automobilindustrie zu einem drängenden Zukunftsthema.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:11:02 „Ich hatte eine für mich sehr tolle Zusammenarbeit mit BMW. Ich habe so eine Art Car gemacht... da gab es dann diesen neuen Hydrogen, der Wasserstoffauto, was ein Rennfahrtauto war“

Elíasson beschreibt seine BMW-Art-Car-Zusammenarbeit als Auseinandersetzung mit Wasserstoffmobilität und Dieselkultur

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I Kunst

ICU

Ólafur Elíasson

Der isländische Künstler Olafur Eliasson verwirklicht im März 2026 in Salt Lake City die Installation "A symphony of disappearing sounds for the Great Salt Lake". Das Werk kombiniert eine Musikkomposition aus Feldaufnahmen bedrohter Tierarten der Region mit einer dynamischen Lichtprojektion auf einer großen erhobenen Kugel. Damit schafft Eliasson eine sinnliche Verbindung zwischen der Stadt und dem ökologisch gefährdeten See, um die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung seiner Rettung zu lenken. Parallel laufen Ausstellungen seiner Werke in Jakarta und Brisbane, die sich mit Wahrnehmung und Farbexperience auseinandersetzen.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:11:52 „diesen Beziehung, das heißt auch noch ICU, das war so wie so ein Auge und man guckt rein und sieht sich selber, man guckt raus und sieht die Leute“

Elíasson beschreibt seine Lichtinstallation für die Louis-Vuitton-Schaufenster, die das Verhältnis von Innen und Außen hinterfragte

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Glas als soziale Grenze

Glas als soziale Grenze

Richard Sennett · 2008

Richard Sennett, Soziologe und Urbanist an der London School of Economics, analysiert Glas als soziale Grenze in modernen städtischen Räumen. Seine These untersucht, wie materielle Strukturen wie Glasfassaden soziale Ungleichheit und Segregation prägen und die Wahrnehmung von öffentlichem Raum beeinflussen. Das Konzept ist relevant für das Verständnis zeitgenössischer Stadtentwicklung und ihrer sozialen Auswirkungen.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:13:55 „Nicht Umberto Eco, aber der in London, London School of Economics, ach der Tolle, das kommt vielleicht nachher. Der hat ja über der Glas als Social Border, dass der Mann von Saskia Sassen, die Soziologin.“

Elíasson versucht sich an den Namen Richard Sennetts zu erinnern, den er über seine Frau Saskia Sassen identifiziert. Er bezieht sich auf Sennetts These von Glas als sozialer Grenze – vermutlich aus dessen urbanistischen Schriften. Der konkrete Buchtitel wird nicht genannt.

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Farnsworth House

Farnsworth House

Ludwig Mies van der Rohe

Das Farnsworth House ist ein Meisterwerk der modernen Architektur von Ludwig Mies van der Rohe, das die duale Natur von Glas als Material demonstriert: Es schafft gleichzeitig Transparenz und räumliche Abgrenzung. Diese konzeptuelle Idee ist zentral für die künstlerische Arbeit von Olafur Elíasson, besonders bei seiner Louis-Vuitton-Installation ICU, die sich mit Glas als sozialer und visueller Grenze auseinandersetzt.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:14:21 „Die Idee war halt, dass dann natürlich immer die Ideen von der Mies und von der Richard, ne was heißt der, also die The Glass Pavilion von, jetzt fällt mir alle Namen nicht mehr ein, The Farnsworth House und The Glass Pavilion.“

Im Gespräch über seine Louis-Vuitton-Schaufensterinstallation ICU kommt Elíasson auf Glasarchitektur als soziale Grenze zu sprechen. Er verweist auf Mies van der Rohes Farnsworth House als Schlüsselwerk der Idee, dass Glas gleichzeitig Transparenz und Abgrenzung schafft.

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The Glass Pavilion

The Glass Pavilion

Architektonisches Glaswerk, das modernistische Ideale von Transparenz und offenen Räumen verkörpert. Vergleichbar mit dem Farnsworth House, illustriert die soziale Funktion von Glasarchitektur als Medium für Raumerlebnis und konzeptuelle Offenheit. Meisterwerk des Minimalismus und der functionalistischen Designphilosophie.

🗣 Ólafur Elíasson erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:14:21 „Die Idee war halt, dass dann natürlich immer die Ideen von der Mies und von der Richard, ne was heißt der, also die The Glass Pavilion von, jetzt fällt mir alle Namen nicht mehr ein, The Farnsworth House und The Glass Pavilion.“

Elíasson erwähnt den Glass Pavilion im selben Atemzug wie das Farnsworth House, als er über die soziale Funktion von Glasarchitektur spricht. Der genaue Architekt fällt ihm nicht ein – gemeint ist vermutlich Philip Johnsons Glass House oder Bruno Tauts Glaspavillon.

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Menil Collection

Menil Collection

Renzo Piano

Ikonisches Glasarchitektur-Museum von Renzo Piano in Houston für die Kunstsammlung der Familie de Menil. Das Gebäude verbindet innovative, transparente Architektur mit Kunstpräsentation und demonstriert Pianos Meisterschaft in der Beziehung zwischen Licht, Raum und Werkpräsentation.

🗣 Ólafur Elíasson erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:14:59 „Aber da gibt es ja der privaten Villa von Mrs. de Menil in Houston. Dann hat der Renzo Piano das Menil Museum aufgrund dessen Architekt.“

Im Kontext der Glasarchitektur-Diskussion erwähnt Elíasson Renzo Pianos Menil Museum in Houston als weiteres Beispiel für die Beziehung zwischen Architektur, Transparenz und Kunstpräsentation. Die Verbindung zur privaten Sammlung der de Menils unterstreicht sein Thema von privatem Mäzenatentum.

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Ü Buch

Über die Bücherverbrennung und die Banalität des Wegsehens

Hannah Arendt · 2010

Zurzeit werden die unwiderruflich letzten Prozesse gegen Nazikriegsverbrecher geführt. Täter und Opfer zählen nur noch wenige Überlebende, bald schon wird dieses Kapitel der Rechtsgeschichte abgeschlossen sein. Welcher Art waren die Täter und worin besteht die Legitimität gegen sie gerichtlich vorzugehen? In diesem historischen Moment sollte man sich noch einmal der Anfänge einer langen Auseinandersetzung vergewissern: Hannah Arendt (1906-1975) war als Berichterstatterin des Eichmann-Prozesses t...

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:36:36 „War das nicht 1934 oder 1936, hat man ja in der Opernplatz Bücher in Riesenbergen abgebrannt und die Leute sind vorbeigelaufen, wie das Hannah Arendt beschreibt, und sind am nächsten Morgen aufgestanden und wieder zum Job gegangen.“

Elíasson spricht über Berlins unzureichende Aufarbeitung seiner Vergangenheit und zitiert Hannah Arendt als Beschreiberin der Gleichgültigkeit bei den Bücherverbrennungen. Ein konkreter Werktitel wird nicht genannt — die Beschreibung passt thematisch zu Arendts Arbeiten über Totalitarismus und die Banalität des Bösen.

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Ms.

Ms.

Gloria Steinem

Gloria Steinem war eine bahnbrechende Feministin und Journalistin, die sich als Führungsperson der Frauenrechtsbewegung hervorgetan hat. Sie gründete in den 1970er Jahren das Magazin Ms., das die Anrede „Ms." als Alternative zu „Mrs." und „Miss." etablierte. Das National Women's History Museum dokumentiert ihre Rolle und ihren Einfluss auf die Frauenbewegung.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:49:51 „Gloria Steiner, die Feministin, ganz berühmt amerikanische Feministin. Das Magazin hieß dann auch so. Der hat ein Magazin gegründet in den 70er Jahren.“

Elíasson erklärt den Hintergrund der Serie Mrs. America und kommt auf Gloria Steinems feministisches Magazin 'Ms.' zu sprechen, das in den 1970er Jahren gegründet wurde und die Anrede 'Ms.' als Alternative zu 'Mrs.' und 'Miss' etablierte.

Zum Artikel bei Womenshistory.org Details
Mrs. America

Mrs. America

Dahvi Waller · 2020

Die Serie untersucht die Bewegung zur Ratifizierung des Gleichstellungsgesetzes und die unerwartete Gegenreaktion, die die politische Landschaft für immer veränderte.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:50:16 „Da gibt es doch diesen neuen Dokumentar. Miss America bei Cate Blanchett. Die Cate Blanchett, ja. Aber die spielt ja... Die Frau war zum Schluss mit Deb Regan.“

Elíasson erwähnt die Serie im Zusammenhang mit der Diskussion über Reagans Rücknahme von Frauenrechten in den USA

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Ms. Magazine

Ms. Magazine

Gloria Steinem

Gloria Steinem gründete das Ms. Magazine in den 1970er Jahren und prägte damit die moderne Frauenbewegung. Der Artikel würdigt ihre Rolle als einflussreiche Feministin und ihre Beiträge zur feministischen Literatur und Gesellschaftskritik.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:50:16 „Gloria Steiner, die Feministin, ganz berühmt amerikanische Feministin. Das Magazin hieß dann auch so. Der hat ein Magazin gegründet in den 70er Jahren.“

Elíasson erklärt den Hintergrund des feministischen Magazins Ms. im Zusammenhang mit der Serie Mrs. America

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The Archipelago City

The Archipelago City

Oswald Mathias Ungers · 2013

In the manifesto 'The City in the City - Berlin, a Green Archipelago', Oswald Mathias Ungers and a number of his colleagues from Cornell University presented the first concepts and intellectual models for the shrinking city. This critical edition contains a previously unpublished version of the manifesto by Rem Koolhaas.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 02:56:04 „Und da hat er das Apicillago von Berlin. Und der Ungers hatte in Berlin versucht, die Stadt einen Begrünungsplan zu machen. Lange vor der Klima und der ganze Bewusstsein über Ökologie, aber um eine Gleichbewertigung der Natur und Pflanzen und Menschen zu erreichen.“

Elíasson beschreibt ausführlich das visionäre Stadtplanungsprojekt von O.M. Ungers, das er zusammen mit Rem Koolhaas und Studenten an der TU Berlin und Stanford entwickelte. Das Konzept des 'Archipelago' – grüne Inseln in der Stadt – war seiner Zeit weit voraus und bildet für Elíasson ein Vorbild für seine eigene Vision eines begrünten Berlin.

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Beat Street

Beat Street

· 1984

Die Southern Bronx der 70er Jahre: Breakdancer, Rapper, Deejays und Graffiti-Künstler prägen das Bild eines von Bandenkriegen und Gewalt zerstörten Bezirkes. Sie bilden die Avantgarde einer neuen Tanz-, Musik- und Kunstkultur. Beat Street handelt von ihren Hoffnungen, der Trostlosigkeit und letztendlichen Triumphen. Schlüsselfiguren sind Kenny, ein Deejay und sein jüngerer Bruder Lee, seines Zeichens Breakdancer. Während Kenny und Lee ihre Künste perfektionieren, versucht Chollie, ein chronische

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:02:54 „Beat Street. Oder welcher Film war das? Nein, das war noch so zwei Jahre vor Beat Street. Beat Street war ja aus der Westküste. Das waren auch die frühen, ganz, ganz frühen Sachen von der Ostküste.“

Im Gespräch über frühe Hip-Hop-Filme grenzt Elíasson Beat Street zeitlich von Wild Style ab. Beat Street kam etwa zwei Jahre später und stammte laut ihm von der Westküste, während Wild Style die Ostküsten-Szene zeigte.

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Yo! MTV Raps

Yo! MTV Raps

Fab 5 Freddy · 1988

Legendäre MTV-Musikshow, die Hip-Hop und Rap ins amerikanische Mainstream-Fernsehen brachte. Die Serie präsentierte Musikvideos, Live-Performances und Künstlerinterviews in energiegeladener, kulturbewusster Weise und war Pionier für die Sichtbarkeit afroamerikanischer Hip-Hop-Kultur in den 1980ern und 90ern.

🗣 Ólafur Elíasson erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:03:09 „Das heißt, diesen einen Produzent, der Pfeffer Freddy in New York, was er später Yo! Raps auf MTV hatte, der hat kein Geld dann in Amerika finden können.“

Elíasson erwähnt die legendäre MTV-Sendung Yo! MTV Raps im Zusammenhang mit der Entstehungsgeschichte des Films Wild Style. Fab 5 Freddy, der später die Show moderierte, war an der Produktion des Films beteiligt und musste die Finanzierung außerhalb der USA suchen.

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Wild Style

Wild Style

Charlie Ahearn · 1982

Wild Style dokumentiert als erster Hip Hop Spielfilm überhaupt die Entstehungsphase einer völlig neuen Kulturform. Der Film wurde 1982 zu einer Zeit gedreht, als Künstler wie Fab Five Freddy, die Rock Steady Crew und Grandmaster Flash noch am Anfang ihrer Karrieren standen und thematisiert die Verbindung zwischen Underground-Kultur und kommerzieller Kunstwelt.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:03:45 „Da gibt es einen ganz früher Film, der heißt Wild Style. Das war sogar von WDR in Deutschland unterstützt. Und als Teenager, ganz jung, 14 oder so was, habe ich in einem kleinen Underground-Kino in Kopenhagen diesen Wildstyle-Film geguckt. Und die Musik war ja so unglaublich revelatorisch. Also es war wie eine Offenbarung für mich.“

Elíasson erzählt von seiner Jugend als Breakdancer in Kopenhagen. Der Film Wild Style war für ihn eine Offenbarung – er verband seine Jazz-Plattensammlung plötzlich mit der aufkommenden Hip-Hop-Kultur und gab ihm als Teenager eine neue Identität.

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X-Factor

X-Factor

· 2004

X-Factor war eine Castingshow, die in Deutschland nach Popstars und Deutschland sucht den Superstar etablierte sich und die Welle von Talentshows der 2000er Jahre prägte. Die Show war Teil einer neuen Fernseh-Landschaft, in der Musik-Wettbewerbe zum Massenphänomen wurden. X-Factor steht für die Popularisierung des Castingshow-Formats nach den Pionieren Popstars und DSDS.

🗣 Ólafur Elíasson erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:05:15 „Der Jury, da gibt es ja in Deutschland auch so, was heißt das, X-Factor oder sowas, berühmt zu werden mit ihm. Also totaler Schrott. Und dann einfach, Mick ist in der Jury seit vielen Jahren.“

Elíasson erwähnt die TV-Show X Factor beiläufig, als er von seinem alten Breakdance-Kumpel Mick erzählt, der inzwischen als Musikproduzent in der dänischen Version der Show in der Jury sitzt.

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Stormzy (Gospel-Song)

Stormzy (Gospel-Song)

Stormzy

Gospel-Song, der britische urbane Musik mit spirituellen Wurzeln verbindet. Reflektiert das Engagement für Communal Work und die Bedeutung in der jüngeren britischen Musikszene.

🗣 Ólafur Elíasson empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:07:58 „Momentan verfolge ich die Arbeit von Stormsea in England... der hat ja sehr viel Communal Work und hat ja gerade so ein Gospel-Lied, ich habe es jetzt vergessen leider“

Elíasson hebt Stormzys sozialen Anspruch und seine Bedeutung für die jüngere britische Musikszene hervor

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Comment vivre ensemble

Comment vivre ensemble

Roland Barthes · 2015

Dans la leçon inaugurale de cette chaire, on avait postulé la possibilité de lier la recherche à l'imaginaire du chercheur. On a souhaité, cette année, explorer un imaginaire particulier : non pas toutes les formes de "vivre ensemble" (sociétés, phalanstères, familles, couples), mais principalement le "vivre ensemble" de groupes très restreints, dans lesquels la cohabitation n'exclut pas la liberté individuelle ; s'inspirant de certains modèles religieux, notamment athonites, on a appelé cet ima...

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:13:18 „wo Roland Barth ja geschrieben hat in seinem wunderbaren Buch, es darum geht, dass wir wieder ausdenken, nachdenken, wie wir zusammenleben.“

Hans-Ulrich Obrist stellt in einer eingespielten WhatsApp-Sprachnachricht eine Frage an Ólafur Elíasson über die Stadt der Zukunft. Dabei verweist er auf Roland Barthes' Buch über das Zusammenleben als Rahmen für die Diskussion über neue urbane Modelle in der Covid-Krise.

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The City in the City: Berlin – A Green Archipelago

The City in the City: Berlin – A Green Archipelago

Oswald Mathias Ungers · 2013

In the manifesto The City in the City - Berlin: A Green Archipelago, Oswald Mathias Ungers and a number of his colleagues from Cornell University presented the first concepts and intellectual models for the shrinking city. In contrast to the reconstruction of the European city that was popular at the time, they developed the figure of a polycentric urban landscape.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:15:07 „Und da hatte Ungers in Berlin versucht, die Stadt einen Begrünungsplan zu machen... der Apilago von Berlin“

Elíasson beschreibt Ungers' visionäres Stadtplanungsprojekt mit Rem Koolhaas als Vorläufer heutiger ökologischer Stadtplanung

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Staying with the Trouble: Making Kin in the Chthulucene

Staying with the Trouble: Making Kin in the Chthulucene

Donna Haraway · 2016

In the midst of spiraling ecological devastation, multispecies feminist theorist Donna J. Haraway offers provocative new ways to reconfigure our relations to the earth and all its inhabitants. She eschews referring to our current epoch as the Anthropocene, preferring to conceptualize it as what she calls the Chthulucene, as it more aptly and fully describes our epoch as one in which the human and nonhuman are inextricably linked in tentacular practices.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:15:47 „Donna Haraway, ganz toll, die hat ein Buch gemacht, das heißt Staying with the Trouble. Und die Staying with the Trouble bezieht sich darauf, dass man einfach immer einfach präsent und tatsächlich sich mit seiner unmittelbaren Nähe und auch die Realität voranpasst.“

Auf die Frage von Hans-Ulrich Obrist nach der Stadt der Zukunft antwortet Elíasson mit Donna Haraways Buch als theoretischem Fundament. Die Idee des 'Staying with the Trouble' – präsent bleiben und sich aktiv mit der unmittelbaren Realität auseinandersetzen – verbindet er mit seiner Vision einer begrünten, progressiven Stadt Berlin.

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Down to Earth

Down to Earth

Bruno Latour · 2018

The present ecological mutation has organized the whole political landscape for the last thirty years. This could explain the deadly cocktail of exploding inequalities, massive deregulation, and conversion of the dream of globalization into a nightmare for most people. What holds these three phenomena together is the conviction, shared by some powerful people, that the ecological threat is real and that the only way for them to survive is to abandon any pretense at sharing a common future with t...

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:16:26 „Da gibt es auch von der Bruno Latour, der französische Soziologe, hat einige klimarelevante oder ökologische Bücher gemacht, aber eine ganz tolle, das heißt Down to Earth. Man soll einfach runtergucken, was ist unter unseren Füßen.“

Elíasson nennt Bruno Latours Buch als zweite zentrale Referenz neben Donna Haraway für sein Nachdenken über Ökologie und Stadt. Die einfache Botschaft – runterschauen, was unter unseren Füßen ist – verbindet er mit der Corona-Erfahrung und seinem unrealisierten Projekt einer Begrünung Berlins.

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Central Park

Central Park

Frederick Law Olmsted

Frederick Law Olmsted zählt zu den einflussreichsten Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Werk, der Central Park in New York, gilt als Meilenstein der Stadtplanung. Jenseits dieses berühmten Parks verwirklichte Olmsted ambitionierte ökologische Projekte wie den Emerald Necklace nördlich von Boston – ein grünes Infrastrukturnetzwerk, das seine utopische Vision einer nachhaltigen Stadtentwicklung verkörpert. Seine Arbeiten zeigen, wie großflächige landschaftliche Interventionen die Moderne prägen.

🗣 Ólafur Elíasson erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:18:40 „Das ist ja in Olmstedt, was ja Central Park in New York gemacht hat. Und Olmstedt hatte ja so einen ganz utopischen, großen ökologischen Plan nördlich von Boston oder Connecticut.“

Ólafur Elíasson erwähnt Central Park als Referenzpunkt, um Olmsteds Bedeutung als visionärer Landschaftsarchitekt einzuordnen, bevor er dessen radikalere ökologische Stadtplanungsprojekte wie den Emerald Necklace beschreibt.

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Emerald Necklace (Green Necklace)

Emerald Necklace (Green Necklace)

Frederick Law Olmsted

Frederick Law Olmsted schuf mit dem Emerald Necklace ein bahnbrechendes Grünflächensystem in Boston, das Olmsteds innovative Landschaftsarchitektur prägt und als bedeutender als der Central Park gilt. Das Projekt zeigt visionäre Ansätze zur Stadtgestaltung und beeinflusste nachfolgende Konzepte für die Stadt der Zukunft, wie Oswald Mathias Ungers' Begrünungspläne für Berlin.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:18:54 „Und der hatte ja den Green Necklace in Boston, Massachusetts gegründet. Der ist noch viel berühmter als der Central Park und so, der war ja schon sehr, sehr visionär.“

Im Kontext von Hans-Ulrich Obrists Frage nach der Stadt der Zukunft spricht Ólafur Elíasson über Olmsteds visionäre Landschaftsarchitektur. Er stellt den Emerald Necklace in Boston als noch bedeutender als den Central Park dar und verbindet ihn mit Oswald Mathias Ungers' Begrünungsplänen für Berlin.

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Candide

Candide

Voltaire · 2015

Candide ou l'Optimisme est un conte philosophique de Voltaire paru à Genève en janvier 1759. Il a été réédité vingt fois du vivant de l'auteurn 1, ce qui en fait un des plus grands succès littéraires français.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:21:50 „Wir müssen wieder, wie Voltaire am Ende von Herrn Condit gesagt hat, wir müssen wieder damit anfangen, unser eigener Garten zu begrünen. Wir müssen mit unserer eigenen Welt, und das ist das, was ich meine, staying with the trouble von Don Harry und Bruno Latour's Down to Earth.“

Elíasson zitiert Voltaires berühmten Schlusssatz aus Candide – 'wir müssen unseren Garten bestellen' – und verbindet ihn mit Haraways und Latours Denken zu einer Philosophie des lokalen Handelns. Die drei Werke bilden zusammen das intellektuelle Fundament seines Berliner Begrünungsprojekts.

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7000 Eichen

7000 Eichen

Joseph Beuys

Joseph Beuys' Kunstwerk „7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung" ist eines der bedeutendsten öffentlichen Kunstprojekte in Kassel. Zwischen 1982 und 1987 wurden 7000 Bäume, begleitet von je einer Basaltstele, über das gesamte Stadtgebiet verteilt – der erste und letzte Baum stehen vor dem Museum Fridericianum. Als „soziale Plastik" konzipiert, sollte das Werk den urbanen Raum ökologisch verändern und die Bürger in die Gestaltung ihrer Umwelt einbeziehen. Seit 2002 kümmert sich die Stiftung „7000 Eichen" um das pflegeintensive Kunstwerk, das seit 2004 unter Denkmalschutz steht und das Erscheinungsbild Kassels nachhaltig geprägt hat.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:24:25 „der Josef Beuys, der deutsche Künstler... Der hatte diesen Eichen, hier ist es nicht 5000 Eichen oder wie das heißt. In Kassel, in der Documenta.“

Elíasson beschreibt Beuys' Documenta-Projekt als Rückeroberung der Eiche von den Nationalsozialisten und als Vorbild für urbane Begrünung

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A Kunst

Artist Placement Group

John Latham / Barbara Stevini

Die Artist Placement Group war eine experimentelle Initiative, die Künstler in gesellschaftliche und politische Positionen integrierte. Das von John Latham und Barbara Steveni gegründete Konzept hinterfragte traditionelle Kunsträume und sah künstlerische Intervention als Chance zur gesellschaftlichen Veränderung. Das Modell gilt als historisches Vorbild für zeitgenössische Debatten über die Rolle von Künstlern als Agenten in Politik und Gesellschaft.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:25:23 „was ja John Latham und Barbara Savini sagten mit der Artist Placement Group. Ja, das künstler in gesellschaftlichen Situationen, sowohl in Firmen als auch in Regierungen.“

Hans-Ulrich Obrist erwähnt in seiner eingespielten Sprachnachricht die Artist Placement Group als historisches Vorbild für die Idee, Künstler in gesellschaftliche und politische Positionen zu bringen – im Zusammenhang mit der scherzhafen Frage, ob Ólafur Elíasson Präsident von Island werden sollte.

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The Moon

The Moon

Ólafur Elíasson / Ai Weiwei

Interaktive digitale Installation von Ólafur Elíasson und Ai Weiwei: ein virtueller Mond, auf dem Nutzer weltweit Graffiti schreiben konnten. Entstand während Ai Weiweis Hausarrest in China als Kunstwerk über Zensur und Meinungsfreiheit. Führte zu Diskussionen über unkontrollierte Inhalte und künstlerische Partizipation.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:40:36 „Und wir haben gemeinsam in der Internet ein Projekt gemacht, das heißt Mond, the Moon. Und das heißt, der Homepage ist moon, moon, moon, moon, also viermal das Mond. Und da hat man dann so einen Graffiti-Mond, wo man sich wie so Toiletten-Graffitis auf den Mond schreiben könnte.“

Elíasson beschreibt ein gemeinsames Online-Kunstprojekt mit Ai Weiwei, das während dessen Hausarrest in China entstand. Nutzer konnten weltweit Graffiti auf einen digitalen Mond schreiben. Das Projekt führte zu einer Debatte über Meinungsfreiheit, als Hakenkreuze auftauchten.

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Art is the highest form of hope

Art is the highest form of hope

Gerhard Richter · 2009

"This volume makes available a comprehensive selection of Richter texts, several published for the first time. These texts come from all periods of his career: letters and interviews; public statements about specific exhibitions; private reflections drawn from personal correspondence; answers to questions posed by critics; and excerpts from journals discussing the intentions, subjects, methods and sources of his work from various periods.

🗣 Ólafur Elíasson zitiert daraus bei ⏱ 03:47:19 „Gerhard Richter hat ja gesagt, Künstler ist der höchste Form von Hoffnung. Art is the highest form of hope.“

Elíasson zitiert Gerhard Richters berühmten Ausspruch über Kunst als höchste Form der Hoffnung im Zusammenhang mit Mary Robinsons Idee, dass Gerechtigkeit institutionalisierte Liebe sei. Beide Zitate dienen ihm als Beleg dafür, dass Kunst und Gerechtigkeit auf Hoffnung und Liebe gründen.

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The New Yorker-Profil über Ólafur Elíasson

The New Yorker-Profil über Ólafur Elíasson

Cynthia Zarin

Porträt des isländischen Künstlers Ólafur Elíasson von der preisgekrönten Journalistin Cynthia Sarin für The New Yorker. Der Artikel beleuchtet die Person hinter dem Künstler und seine Arbeitsweise, wobei Elíasson bewusst ein Gleichgewicht zwischen öffentlicher Sichtbarkeit und persönlicher Privatsphäre bewahrt. Ein tiefgehendes Profil, das die Spannung zwischen künstlerischem Schaffen und privatem Leben auslotschreibt.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:50:48 „die New Yorker ist ja vielleicht meine Lieblingszeitrift. Und dann war das so eine richtig tolle Journalistin, was wirklich unglaublich gut mit Wörtern war... Cynthia Sarin“

Elíasson erzählt, wie er sich beim New-Yorker-Profil vor der Journalistin schützen wollte und nicht zu viel Privates preisgeben wollte

Zum Artikel bei The New Yorker Details
Profil über Ólafur Elíasson

Profil über Ólafur Elíasson

Cynthia Salín

Olafur Eliasson ist ein isländischer Künstler, der 1995 sein Studio in Berlin gründete und seither mit interdisziplinären Teams an Installationen, Skulpturen und großflächigen Projekten arbeitet. Seine Werke wie "The Weather Project" in der Tate Modern oder die Eisberg-Installation "Ice Watch" erforschen die Relevanz von Kunst in der Gesellschaft und spielen häufig mit Wahrnehmung und Naturphänomenen. Eliasson hat in renommierten Museen wie dem Guggenheim und dem Tate Modern ausgestellt und realisiert sowohl intime Kunstprojekte als auch monumentale öffentliche Werke architektonischen Maßstabs. Seine Praxis erstreckt sich von Installation und Malerei bis zu Stadtinterventionen und Gebäudedesign wie der Harpa Concert Hall in Reykjavik.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:50:48 „Ja, weil ich, das war eine Frau von die New Yorker, das war so ein Profil in New York, das ist aber lange her. Nein, aber ich war so stolz, die New Yorker ist ja vielleicht meine Lieblingszeitrift. Und dann war das so eine richtig tolle Journalistin, was wirklich unglaublich gut mit Wörtern war.“

Elíasson erzählt von einem Porträt, das die Journalistin Cynthia Salín (im Transkript als 'Cynthia Sarin' wiedergegeben) für den New Yorker über ihn geschrieben hat. Er beschreibt, wie er sich bei dem Interview bewusst zurückgehalten hat, um sein Privatleben zu schützen – obwohl er die Journalistin und ihre Schreibkunst sehr bewunderte. Wegner hatte das Stück zunächst fälschlich der New York Times zugeschrieben.

Zum Artikel bei Olafureliasson.net Details
Thelma & Louise

Thelma & Louise

Ridley Scott · 1991

Louise Sawyer und Thelma Dickinson sind zwei Hausfrauen, die endlich mal aus ihrem öden Eintagsleben ausbrechen wollen. Sie beschließen spontan zu verreisen, um endlich mal frei zu sein. An einer Raststätte versucht ein Mann Thelma zu vergewaltigen, woraufhin Louise ihn erschießt. Statt der Polizei die Notsituation zu erklären, flüchten die Beiden vom Tatort. Von nun an sind Polizist Hal Slocumb und etliche Polizisten hinter ihnen her. Die biederen Hausfrauen werden zu gejagten Outlaws...

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 03:56:48 „Das ist ja wie Thelma und Louise, der Film damals, das war ja so toll, dass die zum Schluss da über den, um Gottes, ich habe ja nicht mal atmen können, dass die das so einen Scheiß erleben müsste, die zwei tolle Frauen, die sind dann über den Klüftel und dann tot. Lieber das, als in so einem Gefängnis zu leben.“

Im Gespräch über künstlerisches Risiko und die Bereitschaft, für Kunst alles zu riskieren, zieht Elíasson den Film Thelma & Louise als Metapher heran. Die Szene, in der die beiden Frauen lieber in den Abgrund fahren als sich zu ergeben, steht für ihn sinnbildlich für den Mut, den er sich auch von Künstlern wünscht.

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Experience or Interpretation: The Dilemma of Museums of Modern Art

Experience or Interpretation: The Dilemma of Museums of Modern Art

Nicholas Serota · 2000

Valerie Fletcher records the little-known history of the Hirshhorn Museum's garden and plaza, and provides a succinct overview of one hundred years of subjects and styles as represented in the Hirshhorn's sculpture collection. Her essay is followed by sumptuous photographs of the sculptures, which show the garden's changes through the seasons.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:00:23 „der vorletzte Direktor des ganzen Tate-Museums, der hatte einen frühen Buch Anfang der 90er, Interpretation or Experience“

Elíasson diskutiert das Buch im Kontext seiner Analyse, warum die Tate Modern so gastfreundlich und anziehend wirkt

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Interpretation or Experience

Interpretation or Experience

How do we see art? How is it displayed? One hundred years ago, art was displayed in a way intended to educate. Galleries reflected the curator's view of history at the expense of differing viewpoints. Today, not only do museums and galleries celebrate these differences of expression, they also welcome the collaboration of living artists, both in displaying art and providing a 'home' for artists' work, promoting an active dialogue between the present and the past. In an age where culture is more...

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:01:44 „Der nicht der jetzige, aber der vorletzte Direktor des ganzen Tate-Museums, der hatte einen frühen Buch Anfang der 90er, Interpretation or Experience, also Wahrnehmung oder Interpretation. Und die Wahrheit und die Wirklichkeit sind natürlich beide zugleich.“

Elíasson erwähnt ein Buch des vorletzten Tate-Direktors aus den frühen 1990er Jahren, das die Spannung zwischen emotionaler Wahrnehmung und intellektueller Interpretation in Museen thematisiert. Er nutzt es als Ausgangspunkt, um die progressive Museumsstrategie der Tate Modern zu erklären – eine Balance zwischen beiden Ansätzen, die das Museum so einladend mache.

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L'Oblique

L'Oblique

Claude Parent

L'Oblique war eine einflussreiche Architekturzeitschrift des Pariser Architekten Claude Parent aus den 1970er Jahren. Sie behandelt das Konzept der Schrägung und schrägen Flächen als gestalterische und theoretische Grundlagen in der Architektur. Die darin entwickelten Ideen zur physischen Destabilisierung von Räumen durch geneigte Ebenen hatten später nachweisbar Einfluss auf bekannte Bauwerke wie die Betonrampe der Londoner Tate Modern.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:08:31 „In der 70er gab es eine Zeitschrift von Claude Perrin, der Architekt in Paris. Ich glaube, das hieß »Le Oblique«. L'Ublique und Ublique ist ja wohl die Neigung oder die gelehnte Landschaft.“

Elíasson verweist auf die Zeitschrift 'L'Oblique' des Pariser Architekten Claude Parent (im Transkript als 'Claude Perrin' wiedergegeben) aus den 1970er Jahren. Die Publikation behandelte die Idee schräger Flächen und körperlicher Destabilisierung im Raum – ein theoretisches Fundament, aus dem laut Elíasson die berühmte Betonrampe der Tate Modern hervorgegangen ist.

Zum Artikel bei Theplanjournal.com Details
Nationalmuseum von Katar

Nationalmuseum von Katar

Jean Nouvel

Das Nationalmuseum von Katar in Doha ist ein Meisterwerk der modernen Architektur von Jean Nouvel. Das Museum zeichnet sich durch seine radikale Raumgestaltung aus: Kein einziger Boden ist flach, alle Flächen sind bewusst schräg angeordnet. Diese unkonventionelle Neigung erzeugt einen subtilen Diskomfort beim Besucher und stellt unsere Beziehung zu Raum und Körper fundamental in Frage – eine konzeptuelle Intervention, die Architektur als soziale und sensorische Erfahrung neu definiert.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:10:29 „War der Boden in der neuen Nationalmuseum von Jean Nouvel in Doha, in Katar. Was ja überall so leicht zurecht ist, das muss ich einfach sagen, das ist unglaublich. Das ist so schwierig zu verstehen. Wieso ist keiner Boden in diesem Riesenmuseum flach?“

Elíasson beschreibt das Nationalmuseum von Katar in Doha, entworfen von Jean Nouvel, als beeindruckendes Beispiel für schräge Böden in der Architektur. Kein einziger Boden in dem riesigen Museum ist flach – alle Tische haben unterschiedlich lange Beine. Dieser leichte Diskomfort beim Durchlaufen sei eine bewusste Re-Verhandlung der Beziehung von Körper und Raum.

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Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Holocaust-Mahnmal)

Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Holocaust-Mahnmal)

Peter Eisenman

Eisenmans Holocaust-Mahnmal in Berlin nutzt ein Feld aus geneigten Stelen, um durch körperliche Destabilisierung eine intensive emotionale Erfahrung zu schaffen. Der bewusst geneigte Boden zieht sich durch die gesamte Installation und führt dazu, dass Besucher die räumliche Verunsicherung unmittelbar körperlich erleben. Architekten wie Daniel Libeskind schätzen diese innovative Gestaltung als kraftvolle Demonstration, wie Architektur die menschliche Wahrnehmung beeinflussen kann.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:11:29 „Liebeskind sagt ja immer, ja, wäre ich Eisenmann gewesen mit der Friedhofer, fantastischer Friedhofer, dann hätte ich das ein bisschen schräger gemacht. Man sieht nicht, dass der Boden in der Friedhofer ist schräg. Und das ist so fantastisch, also diesen ganzen Säulen oder Kisten oder was es ist, aber es ist einfach unglaublich schräg.“

Im Rahmen seiner Ausführungen über schräge Böden und körperliche Destabilisierung in der Architektur erwähnt Elíasson Peter Eisenmans Holocaust-Mahnmal in Berlin. Er zitiert Daniel Libeskind, der den schrägen Boden des Stelenfelds als fantastisch lobt und betont, wie kraftvoll die körperliche Erfahrung sei, durch diese Installation zu gehen.

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Jüdisches Museum Berlin

Jüdisches Museum Berlin

Daniel Libeskind

Architektonisches Kunstwerk von Daniel Libeskind: Der Garten des Exils im Jüdischen Museum Berlin mit schrägen Säulen und geneigtem Boden erzeugt körperliche Destabilisierung und zwingt Besucher, ihre Selbstwahrnehmung im Raum neu zu bewerten – ein Konzept künstlerischer Intervention, das mit Claude Parents Theorie der Obliquität verbunden ist.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:11:55 „Viele Leute werden es bei der Jüdischen Museum in Berlin, in der Garten ist ja diesen schrägen Säulen, Liebeskind. Das ist unter die zwei wichtigsten Arbeiten von Sinkel und so weiter auch gesehen, in Bezug zu dem, wie man sich in der Welt selbst von außen wahrnehmen kann.“

Elíasson nennt den Garten des Exils im Jüdischen Museum Berlin von Daniel Libeskind als eines der wichtigsten Beispiele für architektonische Destabilisierung. Die schrägen Säulen und der geneigte Boden erzeugen eine körperliche Erfahrung, die den Besucher zwingt, sich selbst im Raum neu wahrzunehmen – ein Konzept, das Elíasson in Verbindung mit Claude Parents Theorie der 'L'Oblique' setzt.

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L'Oblique

L'Oblique

Claude Parent · 2023

Vivre à l'oblique reste la grande idée de l'architecte Claude Parent qu'il énonce comme la posture le plus naturelle pour l'homme. Les textes de cette publication expliquent et illustrent les possibilités illimitées de cette nouvelle prise de possession de l'espace qui met l'architecture en mouvement.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:12:34 „In der 70er gab es eine Zeitschrift von Claude Perrin, der Architekt in Paris. Ich glaube, das hieß Le Oblique.“

Elíasson verbindet Claude Parents Manifest über die schiefe Ebene mit der berühmten Rampe der Tate Modern als körperliche Destabilisierungserfahrung

Zum Artikel bei Archdaily.com Details
National Museum of Qatar

National Museum of Qatar

Jean Nouvel

Das Nationalmuseum von Katar in Doha ist ein architektonisches Meisterwerk von Jean Nouvel, das durch seine bewusst schrägen Böden definiert wird. Diese unebenen Flächen sind keine konstruktive Notwendigkeit, sondern ein gestalterisches Konzept der körperlichen Destabilisierung – sie zwingen Besucher, ihre Balance aktiv zu halten und prägen so das Erlebnis des Museums.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:12:34 „der Boden in der neuen Nationalmuseum von Jean Nouvel in Doha, in Katar. Was ja überall so leichtsrecht ist... Wieso ist keiner Boden in diesem Riesenmuseum flach?“

Elíasson beschreibt den schrägen Boden des Museums als bewusste architektonische Destabilisierung, die den Besucher körperlich herausfordert

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Holocaust-Mahnmal (Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

Holocaust-Mahnmal (Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

Peter Eisenman

Die subtile Schräge des Bodens in Peter Eisenmans Holocaust-Mahnmal wird hier als Gestaltungsmittel analysiert. Der Künstler Olafur Elíasson diskutiert, wie die bewusste Neigung den Besucher körperlich desorientiert und damit das Gedenken unmittelbar erlebbar macht. Die Architektur nutzt physische Wahrnehmung als emotionale Schicht.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:12:34 „Wäre ich Eisenmann gewesen mit dem fantastischen Friedhof, dann hätte ich das ein bisschen schräger gemacht. Man sieht nicht, dass der Boden in dem jüdischen Friedhof schräg ist.“

Elíasson zitiert Liebeskind über Eisenmans Holocaust-Mahnmal und die subtile Schräge des Bodens als körperliche Erfahrung

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Military Scratch

Military Scratch

Odelay ist das fünfte Studioalbum des US-amerikanischen Rockmusikers Beck. Es wurde im Juni 1996 von DGC (Geffen Records) und dem Indie-Label Bong Load Records veröffentlicht. Das eklektizistische Album gilt als Meilenstein der alternativen Musik der 1990er Jahre und wurde mit zwei Grammy Awards ausgezeichnet, darunter als Bestes Alternative-Album.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:17:05 „Und der Lied Military Scratch... Das hört sich ja nicht so gut an, aber das ist wirklich ein sehr, sehr toller Lied von der Wildstyle-Platte. Das ist einer meiner Lieblingslieder, das ist mir so wichtig.“

Im Kontext seiner Erinnerung an den Film Wild Style erwähnt Elíasson den Song 'Military Scratch' vom Wild-Style-Soundtrack als eines seiner Lieblingslieder. Das Stück repräsentiert für ihn die Hip-Hop-Kultur, die ihm als jungem Breakdancer half, eine Identität zu finden.

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Wild Style (Soundtrack)

Wild Style (Soundtrack)

Wild Style! ist ein 1982 gedrehter amerikanischer Spielfilm von Charlie Ahearn. Er gilt sowohl als der erste erfolgreiche Film aus der Hip-Hop-Szene als auch als international bedeutsam für deren Entwicklung. Unter anderem spielten Fab 5 Freddy, „Lee“ George Quiñones, die Rock Steady Crew, The Cold Crush Brothers, Rammellzee und Grandmaster Flash in dem Film mit. Der Soundtrack wurde fester Bestandteil vieler DJs der Szene und häufig gesamplet (z. B.

🗣 Ólafur Elíasson referenziert bei ⏱ 04:17:05 „Das hört sich ja nicht so gut an, aber das ist wirklich ein sehr, sehr toller Lied von der Wildstyle-Platte. Das ist einer meiner Lieblingslieder, das ist mir so wichtig.“

Die Wildstyle-Platte, also der Soundtrack zum Hip-Hop-Film Wild Style, wird von Elíasson als prägend für seine Jugend und Identitätsfindung beschrieben. Er nennt den darauf enthaltenen Song Military Scratch als eines seiner Lieblingslieder.

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