Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat (Civil Disobedience)
Henry David Thoreau
„Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“ ist ein 1849 erstmals abgedruckter Essay von Henry David Thoreau. Der Originaltitel lautete zunächst The Resistance to Civil Government, in der ersten Werkausgabe wurde daraus Civil Disobedience und später On the Duty of Civil Disobedience.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (1)
„Aber das Interessante an zivilen Ungehorsam ist eben die berühmteste Schrift. Das ist die von Henry David Thoreau. Jetzt sind wir in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika. Auf jeden Fall war er ein leidenschaftlicher Verfechter des zivilen Ungehorsams. Dass er gesagt hat, es gibt eine Moral, die wichtiger und höher ist, als die Pflicht, die ich gegenüber dem Staat habe.“
Precht stellt Thoreaus Essay als die zentrale Rechtfertigungsschrift für zivilen Ungehorsam vor: Der Mensch ist zuerst seinem Gewissen und erst an zweiter Stelle dem Staat verantwortlich. Er ordnet den historischen Kontext ein – Thoreaus Kampf gegen Sklaverei und den Mexiko-Krieg – und merkt an, dass die genauen Umstände seiner Steuerverweigerung historisch umstritten sind.
Ähnliche Medien
Walden
Henry David Thoreau
Walden first published in 1854 as Walden; or, Life in the Woods) is a book by American transcendentalist writer Henry David Thoreau. The text is a reflection upon the author's simple living in natural surroundings. The work is part personal declaration of independence, social experiment, voyage of spiritual discovery, satire, and—to some degree—a manual for self-reliance. Walden details Thoreau's experiences over the course of two years, two months, and two days in a cabin he built near Walde...
Der Mythos des Sisyphos
Albert Camus
Camus' philosophisches Essay über das Absurde der menschlichen Existenz. Er erforscht die paradoxe Weisheit, dass Erfüllung und Glück trotz der scheinbaren Sinnlosigkeit des Lebens möglich sind – wie bei Sisyphus, der zur ewigen Wiederholung verdammt ist.
Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation
Ernst-Wolfgang Böckenförde · 1995
Böckenfördes klassisches Werk zur Säkularisation des Staates analysiert die Paradoxie, dass der freiheitliche Rechtsstaat auf Werte angewiesen ist, die er selbst nicht erzwingen kann. Das berühmte Böckenförde-Diktum verdeutlicht, warum Demokratie auf kulturellen und moralischen Grundlagen beruht, die außerhalb ihrer eigenen institutionellen Reichweite liegen und daher besonders schutzbedürftig sind.
Zum ewigen Frieden
Immanuel Kant · 2022
Kants 1795 veröffentlichte philosophische Schrift entwickelt ein Konzept für dauerhaften Weltfrieden. Er argumentiert, dass stabiler Frieden zwei Bedingungen erfordert: alle Staaten müssen freiheitliche Republiken sein und ein Völkerbund muss legitime Kriegshandlungen regulieren. Diese grundlegende Schrift wurde zur Grundlage für die Charta der Vereinten Nationen.