Heribert Prantl: Warum Sozialstaat und Demokratie zusammengehören - Meinung

Unverdient

Heribert Prantl

Marlene Engelhorn, eine 31-jährige Wienerin und Erbin von 25 Millionen Euro aus der BASF-Familie, hat den größten Teil dieses Vermögens über einen von ihr organisierten Bürgerrat an 77 Organisationen verteilt. Nach sechswöchigen Beratungen entschieden 50 Bürger aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen über die Verteilung der Gelder. Heribert Prantl argumentiert in seinem Meinungsartikel, dass die Erbschaftssteuer eine zentrale Gerechtigkeitsfunktion hat: Sie soll verhindern, dass sich Gesellschaft in immer reichere und ärmere Schichten spaltet. Engelhorns freiwillige Umverteilung demonstriert, dass Sozialstaat und Demokratie zusammenhängen – wer extrem ungleich verteilte Vermögen zulässt, gefährdet die demokratische Stabilität.

Unverdient

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Erwähnungen (1)

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:19:34
„Ich habe noch einen Artikel dabei, und zwar aus der Süddeutschen Zeitung. Von einem Herrn, der heißt Heribert Prantl und war lange Jahre stellvertretender Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung und Hauptkommentator. Und das ist auch ein Kommentar, und zwar vom Juni 24. Da geht es unter der Überschrift Unverdient um eine Millionenerbin, die ihr Geld verschenkt.“

Sabine Rückert liest ausführlich aus einem Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung vor, der die freiwillige Entreichung der Millionenerbin Marlene Engelhorn würdigt und die mangelhafte Erbschaftsbesteuerung in Deutschland und Österreich kritisiert. Der Artikel wird als modernes Pendant zum Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus herangezogen.

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