Wo ist Carlos Montúfar?
Daniel Kehlmann · 2009
Wie geht ein Romancier mit Historie und Erfindung um? Hat der Roman als Gattung Zukunft? Welche eigenen Werke würde man auf eine einsame Insel mitnehmen? Und ist «Der Herr der Ringe» große Literatur? Mit eigenen und fremden Büchern beschäftigt sich Daniel Kehlmann in diesen Essays, mit Autoren aus Europa und Amerika, mit dem Handwerk des Schreibens und dem Abenteuer des Lesens.
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„Sie haben mal ein Essay geschrieben, der ist in einem Essay, wann ist das auch, zu erwerben noch. Wo ist Carlos Montufar? Und das habe ich mir deswegen gemerkt, weil sie darin sehr ausführlich im Einstieg beschreiben, wie sie mal Gauss' Arbeitsstätte besuchen, den Telegrafen sich anschauen.“
Wegner erwähnt einen Essay von Kehlmann, in dem dieser beschreibt, wie er bei einem Besuch an Gauss' Arbeitsstätte feststellte, dass die Telegrafenkommunikation zwischen Gauss und seinem Assistenten, wie er sie im Roman schildert, in der Realität so nie hätte funktionieren können. Der Essay dient als Beleg dafür, wie frei Kehlmann mit historischen Fakten umgeht.
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