BOOMERCRINGE #26
Jan Böhmermann, Olli Schulz
Die Episode startet mit Ollis Dauerfrage, ob hinter der Fernsehfigur Jan Böhmermann noch ein echter Mensch steckt. Jan kontert mit einer persönlichen Geschichte: Meli Kiyak hat ihn zu ihrem Abend „Meli Kiyak hat Kunst
„Ich frage dich hier direkt heute am Mittwoch, gleich subversiv, ich fang gleich an, gibt es überhaupt noch einen echten Jan Böhmermann? Gibt es denn noch einen menschlichen Kerngrund?“
Erwähnte Medien (11)
Meli Kiyak hat Kunst
Meli Kiyak
Regelmäßig wiederkehrende Kunstveranstaltungsreihe im Gorki-Theater Berlin. Meli Kiyak lädt Gäste ein, um über Kunst zu sprechen, während überraschende Auftritte und Performances auf der Bühne stattfinden. Ein Format, das künstlerischen Diskurs mit Live-Performances verbindet.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:02:47 „Melikijak hat mich eingeladen für ihren großen, regelmäßig wiederkehrenden Abend. Melikijak hat Kunst. Da lädt sie immer Gäste ein und dann wird gequatscht und es passieren tolle Sachen auf der Bühne.“
Jan Böhmermann berichtet von einem Abend im Gorki-Theater Berlin, zu dem ihn Meli Kiyak für ihre regelmäßige Veranstaltungsreihe eingeladen hatte. Es ist ein Format, bei dem Gäste über Kunst sprechen und überraschende Auftritte stattfinden.
Nationalgalerie
Nils Frevert
Nationalgalerie war die frühere Band des Hamburger Musikers Nils Frevert, mit der er zusammen mit einer erfolgreichen Solokarriere über 25 Jahre hinweg kontinuierlich hochwertige Musik abliefert. Obwohl Frevert nicht zur klassischen Hamburger Schule gezählt wird, ist er als prägender und lange aktiver Musiker seiner Stadt etabliert. Er gilt als unterschätztes Talent in der deutschen Musiklandschaft, dessen konstante künstlerische Qualität häufig übersehen wird.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:04:13 „Nils Frevert, der nie zur Hamburger Schule eigentlich dazugehörte, aber einfach ein Hamburger Musiker ist, der seit über 25 Jahren, seit 30 Jahren jetzt, das mag man gar nicht sagen, mit Nationalgalerie am Anfang, einfach Qualität abliefert.“
Im Gespräch über die Hamburger Schule und unterschätzte Musiker erwähnt Olli Schulz Nils Freverts frühere Band Nationalgalerie als Beleg für dessen lange, qualitativ hochwertige Karriere.
Pseudopoesie
Nils Frevert
"Pseudopoesie" ist der Titelsong des Musikalbums von Nils Frevert aus dem Vorjahr. Das Lied wird in einem Podcast erwähnt, wo Jan Böhmermann von einer überraschenden Live-Performance während einer Veranstaltung im Gorki-Theater berichtet. Der Song scheint emotional ansprechend und gut in Erinnerung geblieben zu sein.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:05:01 „Er hat Pseudopoesie gespielt, den Titelsong von seinem letzten Album von letztem Jahr. Und ich war ganz gerührt, konnte natürlich jede Zeile mitsingen und das war ein ganz toller Abend, es hat echt Spaß gemacht.“
Jan Böhmermann erzählt von einem Abend im Gorki-Theater bei Meli Kiyaks Veranstaltung, bei der überraschend Nils Frevert auf die Bühne kam und einen Song spielte. Böhmermann hatte zuvor seine Bewunderung für Frevert auf der Bühne ausgedrückt und war dann gerührt, als dieser tatsächlich erschien und den Titelsong seines letzten Albums spielte.
Daniel-Richter-Doku
Dokumentation über den deutschen Maler Daniel Richter, die sein künstlerisches Schaffen in seinem Atelier zeigt. Der Film dokumentiert nicht nur seine Arbeitsweise, sondern auch seine bewusste Selbstinszenierung beim Malen – ein interessanter Einblick in die Persönlichkeit und das kreative Selbstbewusstsein eines etablierten zeitgenössischen Künstlers.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:07:49 „Ich habe mir neulich diese Daniel-Richter-Doku mal angeguckt, wo der sich so selbst inszeniert. Der müsste auch einen Podcast machen, so gern, wie der sich reden hört, Daniel Richter.“
Im Gespräch über Kunst und Handwerk erwähnt Olli Schulz eine Dokumentation über den Maler Daniel Richter. Er kritisiert augenzwinkernd dessen Selbstinszenierung im Film – Richter sitze in seinem Atelier mit einem Vogel auf der Schulter und lasse sich beim Malen filmen.
Maggot Brain
Funkadelic
Maggot Brain ist ein Song der US-amerikanischen Funk-Band Funkadelic. Der Song erschien auf ihrem gleichnamigen Album im Jahre 1971. Die Originalaufnahme des Songs, der mehr als zehn Minuten lang ist, wird von einem langen Gitarrensolo von Eddie Hazel dominiert. Michael Hampton, der Nachfolger Hazels, nahm eine eigene Interpretation des Solos im Jahre 1978 auf. Diese zweite Version wurde ab dann auf allen Wiederveröffentlichungen der Band benutzt.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:22:59 „Und die dritte Platte, Maggot Brain, also Madengehirn von Funkadelic, ein sensationell modernes Cover, könnt ihr euch gerne mal angucken, fängt mit einem 10-minütigen Instrumental an. Und es ist ein Gitarrensolo. Und es ist nicht irgendein Gitarrensolo.“
Olli Schulz packt den Song auf seine 'Fidi und Bumsi'-Liste und erzählt ausführlich die Entstehungsgeschichte: George Clinton forderte Gitarrist Eddie Hazel auf, so zu spielen, als hätte er gerade erfahren, dass seine Mutter gestorben sei. Das Ergebnis ist laut Schulz eines der besten Gitarrensolos aller Zeiten – ein unbearbeiteter One-Take von 10 Minuten.
Baby Reindeer
Richard Gadd · 2024
Als ein erfolgloser Comedian einer verletzlichen Frau eine freundliche Geste zeigt, entwickelt sich eine quälende Besessenheit, die beider Leben zu zerstören droht.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:29:32 „Ich habe Baby Reindeer jetzt geguckt, übrigens auf der letzten Zugfahrt. Und? Alter, alter. Richtig gut. Richtig übel. Muss man sich echt antun wollen. Aber Baby Reindeer bei Netflix ist echt einer, der wirklich wahnsinnig gut.“
Jan Böhmermann erzählt, dass er die siebenteilige Netflix-Serie auf einer Zugfahrt durchgeschaut hat. Er beschreibt sie als richtig gut, aber auch richtig übel – eine wahre Geschichte über Stalking und sexuellen Missbrauch, geschrieben und gespielt vom Betroffenen selbst. Trotz Triggerwarnung bezeichnet er sie als ganz tolle Serie und möchte am Sonntag nochmal darüber sprechen.
The Talented Mr. Ripley
Patricia Highsmith
The first of the acclaimed Ripley novels, this clever psychological thriller introduces the reader to Tom Ripley and his extraordinary modus operandi. Accepting a commission from a wealthy businessman to travel to Italy in an attempt to convince his wayward son to return to the United States, Ripley gradually develops a plan to assume the young man’s identity along with his bank account.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:30:34 „Ripley ist eine neue Serie, es ist fantastisch bis jetzt. Haben wir ganz viele Leute, basiert auf dem Roman Mr. Ripley von Pritchard Highsmith und ist aber eine Abänderung.“
Olli Schulz empfiehlt die neue Serie Ripley und nennt dabei explizit die literarische Vorlage von Patricia Highsmith (er verspricht sich und sagt 'Pritchard'). Er hat die erste Folge gesehen und ist begeistert von der künstlerischen Umsetzung.
Ripley
· 2024
Ein Trickbetrüger gerät in die Welt der Reichen, als er einen Job in Italien annimmt. Um ein Leben zu führen, wie er es sich wünscht, muss er ein Netz aus Lügen spinnen.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:30:42 „Ich habe die erste Folge von Ripley geguckt und ich finde das grandios bis jetzt. Ripley ist eine neue Serie, es ist fantastisch bis jetzt. Haben wir ganz viele Leute, basiert auf dem Roman Mr. Ripley von Pritchard Highsmith und ist aber eine Abänderung, ich habe nur die erste Folge, ich will noch nicht zu viel sagen, wie es gefilmt ist, wie künstlerisch, wie großartig.“
Olli Schulz schwärmt von der neuen Serie Ripley, von der er bisher die erste Folge gesehen hat. Er hebt die künstlerische Qualität und die mutigen langen Einstellungen hervor, die sich in einer Zeit schneller Schnitte wohltuend abheben. Er empfiehlt die Serie auch Jan Böhmermann und freut sich auf die weiteren Folgen.
Mr. Ripley
Patricia Highsmith · 1957
The first of the acclaimed Ripley novels, this clever psychological thriller introduces the reader to Tom Ripley and his extraordinary modus operandi. Accepting a commission from a wealthy businessman to travel to Italy in an attempt to convince his wayward son to return to the United States, Ripley gradually develops a plan to assume the young man’s identity along with his bank account.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:30:54 „basiert auf dem Roman Mr. Ripley von Pritchard Highsmith“
Olli Schulz erwähnt den Roman als literarische Vorlage für die Serie Ripley
Alle Jubilare wieder
Dendemann
Der Rapper Dendemann aka Daniel Larusso aka Volker Racho aka Olaf Mitender heißt mit bürgerlichem Namen Daniel Ebel und stammt aus Menden, wo er zusammen mit dem Rapper Majubiese und dem Produzenten Carsten 'Boogie' Schulz seit 1993 mit der Band Arme Ritter aktiv war. Seine Markenzeichen sind seine kratzige Stimme und humorvolle, wortspielverliebte Raps, in denen meistens Geschichten aus dem Alltag beschrieben werden. Erstmals bekannt wurde er mit Arme Ritter
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:35:45 „Dendemann, einfach, komm, warum denn nicht auf die Fidi und Bumsi Playlist? Einfach alle Jubilare wieder von Dendemann himself. Jetzt drehen wir es mal auf ihn selber drauf. Alles Gute zum Geburtstag.“
Jan Böhmermann gratuliert Dendemann zum 50. Geburtstag und schlägt vor, dessen Song 'Alle Jubilare wieder' auf die Podcast-Playlist zu setzen – passend zum Anlass, da der Song sich thematisch auf Jubilare bezieht und nun auf den Künstler selbst gemünzt wird.
Eins Zwo (Debütalbum)
Eins Zwo (Dendemann & DJ Rabauke)
Das 1999 veröffentlichte Debütalbum des Duos Eins Zwo mit Dendemann gilt als Meilenstein des deutschen Hip-Hop. Mit innovativer Textqualität und beeindruckender Geschwindigkeit setzte es neue Standards und beeinflusste die gesamte deutsche Rap-Szene nachhaltig. Das Album markierte einen Wendepunkt weg von simplen Reimen hin zu anspruchsvoller Lyrik und wird von Künstlern wie Mudo als herausragende künstlerische Leistung anerkannt.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:36:20 „Aber als 1-2, ich glaube 1999 ihr Album rausgebracht haben, war das einfach mal ein anderes Level. Das hat alle anderen, also wirklich auch alle damals, ich glaube selbst Mudo hat irgendwo gesagt, das ist der krasseste Typ.“
Olli Schulz würdigt Dendemanns Frühwerk mit dem Duo Eins Zwo und deren Album von 1999 als Meilenstein des deutschen Hip-Hop. Er beschreibt, wie das Album ein völlig neues Level an Textqualität und Geschwindigkeit setzte und Dendemann damit die deutsche Rap-Szene nachhaltig veränderte – weg von simplen Reimen hin zu echter Lyrik.