Katarina Barley - Was steht für Europa auf dem Spiel
Matze Hielscher & Gäste
Katarina Barley erklärt im Gespräch, wie das Europäische Parlament funktioniert und warum die Europawahl am 9. Juni 2024 eine Richtungsentscheidung ist. Sie warnt eindringlich vor einem Europa der Vaterländer, wie es Rechtspopulisten propagieren, und sieht darin historisch nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Konflikt. Zwischen persönlicher Biografie einer deutsch-britischen Europäerin und scharfer Analyse des politischen Diskurses zeichnet sie ein Bild davon, was auf dem Spiel steht.
„Ein Europa der Vaterländer ist immer eins, was in Konflikte gerät mit anderen Vaterländern.“
Erwähnte Medien (8)
Interview im Spiegel
Yishai Sarid
Der Spiegel-Artikel behandelt ein Interview mit dem israelischen Schriftsteller Yishai Sarid über die Erinnerung an den Holocaust und deren Auswirkungen auf die Gegenwart. Sarid beschreibt sein Werk nicht als politisches Manifest, sondern als Darstellung der düsteren Realität, mit der Israelis täglich konfrontiert sind. Der Artikel beleuchtet die Spannung zwischen historischer Erinnerungsschuld und gegenwärtigen Bedrohungen, denen sich Israel gegenübersieht.
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:00:39 „Spielen wir das doch mal durch. Du hast gesagt im Spiegel, die Rechtspopulisten sind auf dem Vormarsch, sie wollen die EU von innen zersetzen. Was würde denn passieren, wenn der Vormarsch gelingt?“
Matze Hielscher bezieht sich auf ein Interview oder einen Beitrag von Katarina Barley im Spiegel, in dem sie vor dem Vormarsch der Rechtspopulisten in der EU warnte. Er nutzt das Zitat als Ausgangspunkt, um mit Barley ein Szenario durchzuspielen, was passieren würde, wenn die EU von innen zersetzt wird.
Interview mit Katarina Barley im Spiegel
Spiegel-Interview mit Katarina Barley über den Aufstieg von Rechtspopulisten in der EU. Barley warnt vor gezielten Versuchen, die EU von innen zu destabilisieren. Das Interview erörtert die potenziellen Folgen eines erfolgreichen Rechtsrucks auf die europäische Integration.
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:00:39 „Du hast gesagt im Spiegel, die Rechtspopulisten sind auf dem Vormarsch, sie wollen die EU von innen zersetzen. Was würde denn passieren, wenn die Rechten, wenn der Vormarsch gelingt?“
Matze Hielscher greift eine Aussage Barleys aus einem Spiegel-Interview auf, in dem sie vor dem Vormarsch der Rechtspopulisten in der EU warnte. Er nutzt das Zitat, um das Gespräch auf die konkreten Folgen eines Rechtsrucks im EU-Parlament zu lenken.
Interview im Zeitmagazin
Porträt von Katarina Barley im Zeitmagazin, das ihre Angstfreiheit und ihr Urvertrauen thematisiert. Der Artikel bildet die Grundlage für eine Diskussion über die Ursprünge ihres Selbstvertrauens.
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:20:29 „Du hast, ich meine, es war im Zeitmagazin gesagt, dass du sehr angstfrei bist und dass du so ein Urvertrauen hast. Woher kommt das?“
Matze Hielscher verweist auf ein Interview oder Porträt von Katarina Barley im Zeitmagazin, in dem sie als angstfrei beschrieben wurde und von einem Urvertrauen sprach. Er nutzt diese Aussage als Einstieg, um mit Barley über die Ursprünge ihres Selbstvertrauens und ihrer Angstfreiheit zu sprechen.
Nico-Semsrott-Interview in der Süddeutschen Zeitung
SZ-Interview mit dem ehemaligen Europaabgeordneten Nico Semsrott über seine Frustration mit der Machtlosigkeit im Europaparlament. Semsrott beschreibt den fehlenden Einfluss von Abgeordneten gegenüber Kommission und Rat – ein Kontrast zu Barleys Rechtfertigung ihrer politischen Rolle.
🗣 Matze Hielscher empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:01:50 „Es gibt ja noch jemanden anders, der in deiner Zeit in Brüssel war oder im Parlament war und das war der Nico Semprot. Und der hat neulich ein Interview gegeben in der SZ und da fand ich irgendwie einen Ausspruch oder fand ich was ganz Interessantes. Er sagt, im Parlament habe ich vor allem Machtlosigkeit erlebt.“
Matze Hielscher zitiert aus einem SZ-Interview mit dem Europaabgeordneten Nico Semsrott, in dem dieser seine Frustration über die Machtlosigkeit des Europaparlaments beschreibt. Hielscher nutzt das Zitat, um Barley mit einer Gegenposition zu konfrontieren – nämlich dass Abgeordnete sich rechtfertigen müssen, aber kaum Einfluss haben im Vergleich zu Kommission und Rat.
Interview mit Nico Semsrott in der Süddeutschen Zeitung
Nico Semsrott, Satiriker und ehemaliger EU-Abgeordneter, spricht in diesem SZ-Interview über seine Erfahrungen und wahrgenommene Machtlosigkeit im Europäischen Parlament. Das Interview wird als Gesprächsanlass zitiert, um den tatsächlichen Einfluss einzelner Parlamentarier zu hinterfragen.
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:01:50 „Es gibt ja noch jemanden anders, der in deiner Zeit in Brüssel war oder im Parlament war und das war der Nico Semprot. Und der hat neulich ein Interview gegeben in der SZ und da fand ich irgendwie einen Ausspruch oder fand ich was ganz Interessantes.“
Matze Hielscher zitiert aus einem SZ-Interview mit dem Satiriker und ehemaligen EU-Abgeordneten Nico Semsrott, in dem dieser seine Machtlosigkeit im Europäischen Parlament beklagt. Das Zitat dient als Gesprächsanlass, um Katarina Barley nach dem tatsächlichen Einfluss einzelner EU-Abgeordneter zu fragen.
SZ-Podcast zum Rechtsruck im EU-Parlament
SZ-Podcast über den Rechtsruck im Europäischen Parlament. Ein SZ-Korrespondent analysiert, wie sich die politische Zusammensetzung des nächsten EU-Parlaments nach rechts verschiebt und beleuchtet die Implikationen dieser Entwicklung für europäische Politik und Demokratie.
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:19:17 „Also ich habe heute ein Interview gehört noch, ich glaube, ja, es war in der SZ, ein Podcast, und da war ein Korrespondent von der SZ, der sagte, beim nächsten Mal wird es ein rechteres Parlament werden.“
Matze Hielscher bezieht sich auf einen SZ-Podcast, in dem ein Korrespondent prognostiziert, dass das nächste EU-Parlament weiter nach rechts rücken werde. Barley reagiert gereizt auf solche Prognosen und betont, dass die Wählerinnen und Wähler das entscheiden.
Correctiv-Recherche zum Geheimtreffen in Potsdam
Correctiv
Die Correctiv-Recherche über einen angeblichen Remigrations-Plan wird als auslösender Moment für Großdemonstrationen analysiert. Der Artikel dokumentiert die gesellschaftliche Mobilisierungswirkung dieser investigativen Berichterstattung und reiht sie als bedeutenden politischen Moment in den Kontext jüngerer Protestbewegungen ein.
🗣 Katarina Barley referenziert bei ⏱ 01:29:21 „Und diese Korrektivrecherche, deswegen bin ich denen so dankbar, weil die haben denen ein Stück weit die Maske vorm Gesicht genommen. Und wenn man das dann begreift, dann gehen die Leute auf die Straße. Die gehen ja auch nur in Deutschland auf die Straße, weil es nur hier diese Korrektivrecherche gegeben hat.“
Katarina Barley hebt die Correctiv-Recherche als entscheidenden Auslöser für die Massendemonstrationen gegen rechts in Deutschland hervor. Sie argumentiert, dass erst diese investigative Arbeit den Menschen die wahren Absichten der Rechtsextremen offenbart habe, was in anderen Ländern ohne vergleichbare Enthüllungen so nicht geschehen sei.
Jung & Naiv
Tilo Jung
Politik für Desinteressierte: Interviews, Talks und Shows. Uns gibt es nur dank eurer finanziellen Unterstützung https://paypal.me/jungnaiv Auf Youtube als Video, hier als Podcast - DE/EN - www.jungundnaiv.de
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:30:30 „Aber der Maximilian Krah, der war jetzt bei Jung & Naiv zu Gast und der erzählte da relativ unverblühend und auch stolz darauf, wie er in den letzten Jahren sein Netzwerk ausgebaut hat da und Verbündete gesucht hat und gefunden hat.“
Matze Hielscher verweist auf einen Auftritt des AfD-Politikers Maximilian Krah im Politik-Podcast Jung & Naiv, in dem Krah offen über seinen Netzwerkaufbau im rechten Spektrum gesprochen habe. Hielscher nutzt das als Beispiel dafür, wie strategisch die Rechten vorgehen, während die demokratischen Kräfte sich gegenseitig blockieren.