Israel
67 Medien · 2 Episoden · Seite 1 von 2
Medien (67)
Alltag im Ausnahmezustand
Richard C. Schneider · 2018
Ein Sachbuch über Israel, das anhand von fünf zentralen Thema-Komplexen die politische und gesellschaftliche Realität des Landes erklärt. Basierend auf jahrelanger persönlicher Erfahrung vor Ort, bietet das Werk eine fundierte Perspektive auf die komplexen Verhältnisse im Nahen Osten.
Antideutsche in Connewitz (Zeitmagazin-Artikel)
Mohamed Amjahid
Sie hassen Deutschland, stehen fest an der Seite Israels und lehnen jede Kritik an den USA ab. "Antideutsche" nennt sich diese Gruppe. Was sind das für Leute?
Artikel über Antideutsche im Zeitmagazin
Mohamed Amjahid
Sie hassen Deutschland, stehen fest an der Seite Israels und lehnen jede Kritik an den USA ab. "Antideutsche" nennt sich diese Gruppe. Was sind das für Leute?
Artikel über Israel und Netanyahu im Feuilleton der ZEIT
Zeruya Shalev
Zeruya Shalev, israelische Schriftstellerin, beschreibt im ZEIT-Feuilleton vom März 2023 Netanyahus politischen Wandel als tiefen Verrat an Israel. Anlass waren die Massenproteste gegen die Justizreform, die ab Januar 2023 das Land erschütterten. Shalev vergleicht Netanyahu mit dem biblischen Bild des eifersüchtigen Ehemanns, der aus Liebe zur Macht bereit ist, das Land zu zerstören. Der Artikel ist ein persönlicher Essay einer renommierten israelischen Autorin, die den Schmerz über den Zerfall demokratischer Werte in ihrer Heimat literarisch fasst.
Artikel über Netanyahu und Israel
David Grossman
Die israelische Schriftstellerin Zeruya Shalev analysiert im ZEIT-Feuilleton vom 9. März 2023 Benjamin Netanjahu und seine Rhetorik. Sie beschreibt, wie Netanjahu sich alttestamentlicher Prophetensprache bedient, um seine Machtpolitik zu legitimieren. Der Beitrag erschien im Kontext der massiven Proteste gegen Netanjahus Justizreform, die Israel im Frühjahr 2023 erschütterten. Shalev, bekannt durch Romane wie 'Liebesleben', verbindet in dem Essay ihre literarische Sensibilität für Sprache mit einer politischen Analyse des israelischen Premierministers.
Artikel über Zwei-Staaten-Lösung und Marwan Barghouti
Daniel Cohn-Bendit
Daniel Cohn-Bendit analysiert im Spiegel die Zwei-Staaten-Lösung des Nahostkonflikts und die zentrale Rolle von Marwan Barghouti – zu einer Zeit, als dieser Name in Deutschland noch völlig unbekannt war. Der Artikel belegt Cohn-Bendits langjährige Expertise in Nahostfragen.
Aussage zu religiöser Erzählung der Siedlungspolitik
Yuval Noah Harari
Yuval Noah Hararis These zur israelischen Siedlungspolitik besagt, dass religiös-nationale Narrative wichtiger sind als praktische Wohnraum-Gründe. Der Artikel erläutert, wie territoriale Ansprüche im Westjordanland primär durch kulturelle und religiöse Identitätserzählungen begründet werden. Dies ist relevant, weil es zeigt, dass rein praktische Lösungsansätze das Kernproblem des Konflikts nicht adressieren.
Aussage zum Pyrrhus-Sieg Israels
Moshe Zimmermann
Die Arbeitspartei hat sich selbst entsorgt, Schinui gewinnt eine Schlacht im Kulturkampf, Scharon sitzt in der Zwickmühle, und das Volk ist ratlos: der israelische Historiker Mosche Zuckermann im Interview mit SPIEGEL ONLINE über Hintergründe und Folgen der Parlamentswahl in Israel.
Bucketlist
Nia Eli
Experimentelles Theaterstück von Nia Eli über Traumatisierung und Orientierungslosigkeit nach dem 7. Oktober. Das Stück verzichtet auf explizite Nennung des Datums, nutzt Bucketlisten-Konzepte, um die emotionalen Nachwirkungen und existenzielle Verunsicherung zu erforschen.
Darf Israel das?
Hamed Abdel-Samad, Philipp Peyman Engel
Gesprächsbuch zur israelischen Nahostpolitik. Ein Dialog zwischen zwei Perspektiven über die Grenzen und Legitimität der israelischen Außenpolitik im Nahostkonflikt und der zentralen Frage nach ethischen und politischen Grenzen einer Außenpolitik.
Das war meine Rettung
Interview mit der israelischen Theaterautorin und Regisseurin Yael Ronen im ZEITmagazin. Sie berichtet über ihre Entscheidung, Israel zu verlassen und in Berlin mit ihrem palästinensischen Mann zu leben. Im Gespräch erzählt Ronen von ihrer transformativen Erfahrung mit Ayahuasca in Peru, die sie als persönliche Rettung beschreibt.
Der große Basar
Daniel Cohn-Bendit · 2017
Franz Walter blickt in kritischen Analysen zurück auf die lange Geschichte sozialer Bewegungen, politischer Ideologien, parlamentarischer Parteien und ihrer charismatischen Anführer. In seiner fast die letzten 100 Jahre deutscher Politik umfassenden Rückschau setzt er sich mit den unterschiedlichen Spielarten rebellischer Jugendbewegungen ebenso auseinander wie mit radikaldemokratischen Konzeptionen, den großen politischen Ideen und Strömungen des Liberalismus, Konservativismus und Sozialismus u...
Die Biografie Gottes
Jack Miles · 1995
Traditionelle Religionen sind vor langen Zeiten entstanden und spiegeln frühere zeit-geschichtliche Gesellschaftsverhältnisse, die selten durch Merkmale unserer heutigen Zeit, z. B. demokratische Prinzipien, charakterisiert sind. Der meistens absolute 'Wahrheit'sanspruch von Religionen erschwert inhaltliche Veränderungen. Das heißt auch, dass heutzutage autoritäre Denkmuster in Religionen weit verbreitet sind. Im protestantischen Bereich haben sich vor allem seit dem 18. und 19.
Die ersten Israelis. Die Anfänge des jüdischen Staates
Tom Segev
Analytische Geschichte der Gründungsjahre Israels, die die mythologische Geschichtsschreibung der Gründergeneration kritisch hinterfragt. Als Werk der 'Neuen Historiker'-Bewegung dekonstruiert es nationale Mythen und bietet eine differenzierte Perspektive auf die Entstehung des jüdischen Staates.
Die sieben Koffer
Edgar Keret · 2016
Das Literarische Quartett ist eine Literatursendung des Zweiten Deutschen Fernsehens, bis 2001 koproduziert vom ORF. Ursprünglich von Dieter Schwarzenau und Johannes Willms konzipiert, wurde sie vom 25. März 1988 – zunächst im Rahmen des Kulturmagazins Aspekte – bis 14. Dezember 2001 ausgestrahlt. Im Rahmen der Sendung besprach ein Quartett von Literaturkritikern aktuelle Buchveröffentlichungen.
Diva
Dana International
Dana International ist eine israelische Sängerin, die 1998 als Transgender-Künstlerin mit ihrem ESC-Sieg einen historischen Meilenstein für Trans-Sichtbarkeit schuf. Böhmermann würdigt dieses Erbe, indem er den Song bewusst in der hebräischen Originalversion auf seine Playlist aufnimmt und zieht damit eine Parallele zu Nemos jüngstem Sieg für die Non-Binary-Community. Der Song steht symbolisch für die fortlaufende Bedeutung von Representation und künstlerischer Authentizität in der Musikgeschichte.
Dossier in der ZEIT zum 7. Oktober
Das ZEIT-Dossier analysiert die übersehenen Warnsignale, die dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober vorangingen und von israelischen Behörden nicht richtig gedeutet wurden. Der Artikel befasst sich mit den Auswirkungen des Anschlags auf die israelische Bevölkerung und dem erschütterten Vertrauen in den Staat als Garant der Sicherheit. Es wird untersucht, welche Informationen vorlagen und hätten richtig interpretiert werden können, um die Katastrophe zu verhindern.
Drehen Sie sich um, Frau Loth
Ephraim Kishon · 2004
Ephraim Kishons satirisches Debüt machte ihn mit einem Schlag berühmt. Wie kein anderer vor ihm nimmt er mit Scharfblick die kleinen Schwächen und Verrücktheiten des israelischen Alltags aufs Korn.
Edgar Keret (Bücher)
Edgar Keret · 2016
»Die Stimme der nächsten Generation«, sagt Salman Rushdie über Etgar Keret. In seinem bisher persönlichsten Buch erzählt der israelische Autor Etgar Keret von seinem Leben als Vater und als Sohn. Es sind glückliche und einzigartige sieben Jahre: Angry Birds und Raketenangriffe, alles muss man dem Kleinen erklären, den man beschützen will, wie man selbst behütet wurde; und langsam wird man zum Hüter des eigenen Vaters ...
Ein li eretz acheret (Ich habe kein anderes Land)
Ehud Manor
Das Gedicht „Ein li eretz acheret" von Ehud Manor ist ein Klassiker der israelischen Kultur und Identitätssymbol, das die unbedingte emotionale Bindung an Israel ausdrückt – die Unmöglichkeit, sich ein anderes Heimatland vorzustellen. Im Kontext von Sarah Levys neuem Buch wird dieser Titel zur Kontrastfolie: Während Manor von existenzieller Heimatlosigkeit spricht, betont Levy ihre Position als Einwanderin, die theoretisch noch die Wahl zwischen Ländern hat.
Eine Geschichte von Ephraim Kishon (über Wunder in Israel)
Ephraim Kishon · 1972
Humorvolle Geschichtensammlung des israelischen Schriftstellers Ephraim Kishon, die die israelische Mentalität und Staatsplanung durch absurde Anekdoten illustriert. Kishons zentrale These: In Israel gehören Wunder zur normalen Erwartung des Alltags, nicht zur Ausnahme. Die Geschichten bieten einen unterhaltsamen Zugang zur israelischen Kultur und Geschichte, besonders relevant für das Verständnis des israelischen Nationalcharakters und der Mentalitätsgeschichte des Landes.
FAZ-Interview (deutsch-israelische Beziehung)
Der Artikel behandelt ein FAZ-Interview mit einem israelischen Autor zur deutsch-israelischen Beziehung. Der Autor kritisiert, dass die Beziehung zu unkritisch ist und fordert eine ehrlichere gegenseitige Auseinandersetzung statt blinder Unterstützung. Er wünscht sich, dass Israel aus dem Holocaust Lehren der Menschlichkeit für sein gegenwärtiges Handeln zieht.
Fernsehserie von Noa Ben Artzi-Pelossof
Noa Ben Artzi-Pelossof
Fernsehserie der israelischen Juristin und Regisseurin Noa Ben Artzi-Pelossof, Enkelin des ermordeten Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin. Das Werk dokumentiert ihre künstlerischen Arbeiten neben ihrer erfolgreichen Karriere als Staatsanwältin. Die Serie zeigt die vielfältige professionelle Ausrichtung einer Angehörigen der israelischen Politikdynastie und ihre Arbeiten für das israelische Fernsehen.
Fünf Wörter für Sehnsucht
Sarah Levy · 2022
Eine Reise nach Tel Aviv verändert Sarah Levys Blick auf Israel – aus dem Urlaubsort ihrer Kindheit, Heimat ihrer jüdischen Familie und Konfliktschauplatz wird ein Sehnsuchtsort voller Wärme und inspirierender Begegnungen. Mit 33 entscheidet sie, ihr Leben in Hamburg hinter sich zu lassen, und zieht nach Tel Aviv. Inmitten der Corona-Pandemie durchlebt sie Mentalitätsklüfte, frustrierende Sprachlosigkeit und das liebevolle Chaos israelischer Familientreffen.
Geschichte Israels in der Antike
Bernd U. Schipper · 2018
Ob Mose, David, Salomo oder das Babylonische Exil – die Geschichte Israels stellt sich heute völlig anders dar als noch vor einigen Jahren. Bernd U. Schipper rekonstruiert auf der Grundlage von außerbiblischen Quellen und archäologischen Funden die Geschichte des antiken Israel neu. So geraten Städte, Ereignisse, Tempel und Kulte Israels in den Blick, von denen die Bibel nichts weiß.
Geschichten über Babel
Maxim Biller · 2019
Während alle anderen Passagiere der "Bessarabia" an Deck stehen und das Auftauchen der kleinen weißen Häuser von Tel Aviv am Horizont feiern, liegt Max seekrank in seiner Kajüte. Seine Gedanken kreisen um das Zurückgelassene und das Kommende, die Freunde und Gefährten in der alten, gefährlich gewordenen Heimat.
Grabrede für Yitzhak Rabin
Noa Ben Artzi-Pelossof
Die Grabrede der 18-jährigen Noa Ben Artzi-Pelossof für ihren verstorbenen Großvater Yitzhak Rabin gilt als eine der bewegendsten Reden der israelischen Geschichte. Sabine Rückert würdigt in ihrem Artikel die emotionale Kraft dieser Rede, die sogar als bewegender als die Auftritte des US-Präsidenten Clinton und des jordanischen Königs beschrieben wird. Die Rede zeigt die persönliche Bindung zwischen Großvater und Enkelin und ihre tiefe Trauer um den ermordeten israelischen Premierminister.
Hatikva
Die haTikwa (hebräisch הַתִּקְוָה ha-Tiqwah bzw. unpunktiert und Plene התקווה, ‚die Hoffnung‘; auch Hatikva oder Hatikvah geschrieben) ist die Nationalhymne des Staates Israel. Der Text entstammt, in gekürzter Form, dem 1878 verfassten Gedicht Tikwatenu („Unsere Hoffnung“) von Naphtali Herz Imber (1856–1909).
Heute über den Linden
Maxim Biller
für die Zeit heißt "Über den Linden", die neuste Folge "Morbus Israel" (25.6.) wurde nach einigen Stunden von Zeit-Online gelöscht ("mehrere Formulierungen, die nicht den Standards der ZEIT entsprechen"), deshalb hier der vollständige Text zur Information: "Kommt ein Deutscher ...
Hymne des Friedens (Shir LaShalom)
Shir LaShalom (Hymne des Friedens) ist ein israelisches Lied, das zum Symbol der Friedensbewegung wurde. Seine weltweite Bekanntheit verdankt es vor allem der Friedenskundgebung vom 4. November 1995 in Tel Aviv, bei der der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin das Lied öffentlich sang – kurz vor seiner Ermordung. Das Lied steht seither als kraftvolles Zeichen für Friedenssehnsucht und die historische Chance einer Friedensregelung im Nahost-Konflikt.
I am not a hero - Mein Leben (zweibändige Autobiografie)
Joschka Fischer
Fischers zweibändige Autobiografie dokumentiert sein Leben und seine politische Karriere mit besonderem Fokus auf seine Zeit als Außenminister. Der Podcast-Host empfiehlt das Werk explizit für die detaillierte Darstellung einer kritischen diplomatischen Situation in Israel nach dem Anschlag am Delfinarium, die Fischer persönlich gestaltete. Das Buch bietet Hörer mit Interesse an deutscher Außenpolitik und Fischers Rolle in dieser Epoche umfassende Hintergrund-Informationen.
Ihr bleibt die Kinder eurer Eltern
Henryk M. Broder
Henryk Marcin Broder (Eigenbezeichnung Henryk Modest Broder; * 20. August 1946 in Katowice, Polen) ist ein deutscher Publizist und Buchautor. Broder schrieb nach der Schulzeit für Konkret, die Frankfurter Rundschau und die St. Pauli-Nachrichten. Von 1995 bis 2010 schrieb er hauptsächlich Kolumnen und Polemiken für das Magazin Der Spiegel und für die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel. Seit 2011 ist er für Die Welt, Welt am Sonntag und Welt Online tätig.
Interview im Spiegel
Yishai Sarid
Der Spiegel-Artikel behandelt ein Interview mit dem israelischen Schriftsteller Yishai Sarid über die Erinnerung an den Holocaust und deren Auswirkungen auf die Gegenwart. Sarid beschreibt sein Werk nicht als politisches Manifest, sondern als Darstellung der düsteren Realität, mit der Israelis täglich konfrontiert sind. Der Artikel beleuchtet die Spannung zwischen historischer Erinnerungsschuld und gegenwärtigen Bedrohungen, denen sich Israel gegenübersieht.
Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Yishai Sarid
Das FAZ-Interview behandelt die Familiengeschichte eines Mannes mit ukrainischen Wurzeln, dessen Familie nach Palästina auswanderte und sich vom Namen Schneider zu Sarid umbenannte, nachdem Familienangehörige von Deutschen erschossen wurden. Der Interviewte reflektiert kritisch über die deutsch-israelische Beziehung und charakterisiert diese als zu eng und künstlich geprägt.
Interview in der Neuen Zürcher Zeitung
Yishai Sarid
Sein Vater war ein prominenter Vertreter der Friedensbewegung, aber Yishai Sarid begann seine eigene Berufslaufbahn in der Armee. Diese Erfahrung prägte seinen Erstling; sein neuer Roman beschwört die Monster der Erinnerung.
Interview mit Benjamin Netanyahu
Paul Ronzheimer
Die Bild-Zeitung veröffentlichte im September einen Artikel über angebliche Pläne von Hamas-Chef Sinwar mit den Geiseln, der mehr als zwei Monate später international erhebliche Aufmerksamkeit bei Behörden, Richtern und Sicherheitsexperten auslöste. Nach der Publikation dieses umstrittenen Papiers ermitteln Behörden gegen das Boulevard-Blatt. Israelische Journalisten und Kollegen werfen der Bild vor, sich möglicherweise von Netanjahu politisch instrumentalisieren zu lassen. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen über die redaktionelle Unabhängigkeit des Axel-Springer-Verlags und die Verantwortung bei der Veröffentlichung von Geheimdokumenten auf.
Interview mit dem Bundeskanzler in der Süddeutschen Zeitung
Der Kanzler bereut sein Wort von der "Drecksarbeit" nicht und will auch weiterhin unverblümt über Außenpolitik sprechen
Jaffa Road
· 2021
Nach dem Erfolg von »Piccola Sicilia« nun der neue Roman von Bestseller-Autor Daniel Speck. »Jaffa Road« macht die menschliche Dimension eines der größten Konflikte der Welt emotional erfahrbar. »Es ist schlicht meisterhaft, wie Daniel Speck den hochkomplizierten Nahostkonflikt mit großer Kenntnis als packende und anrührende Familiengeschichte erzählt – ein absolutes Leseerlebnis.« Peter Münch, Süddeutsche Zeitung »Der Roman ist eine riesige Weltgeschichtsstunde und dabei so unangestrengt, so le...
Jerusalem, Ecke Berlin
Tom Segev · 2022
Ein außergewöhnliches Leben zwischen Israel und Deutschland Seine Eltern lernten sich am Bauhaus in Dessau kennen und flohen 1935 nach Palästina, in der verzweifelten Hoffnung, einst in die Heimat zurückzukehren. Tom Segev, 1945 in Jerusalem geboren, verlor den Vater im ersten arabisch-israelischen Krieg. Er und seine Mutter blieben daraufhin in Israel, doch sein deutsches Erbe sollte Segev nicht mehr loslassen.
Juden und Worte
Amos Oz · 2013
Juden und Worte bilden von jeher eine enge Verbindung. Amos Oz und seine Tochter Fania Oz-Salzberger, die als Historikerin lehrt, erkunden jüdische Wortwelten, Wörter, ihre alten wie neuen Bedeutungen, Auslegungen und Wandlungen, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Kontinuität im Judentum war immer ans mündlich geäußerte und geschriebene Wort geknüpft, an ein ausuferndes Geflecht von Interpretationen, Debatten, Streitigkeiten.
Kein anderes Land
Sarah Levy · 2025
Ein eindringlicher, persönlicher Bericht aus Israel und ein Plädoyer für die Menschlichkeit auf beiden Seiten eines zerstörerischen Kriegs. Ist das noch mein Land? Diese Frage stellt sich Sarah Levy, seit sie erlebt, wie Israels rechtsnationale Regierung die israelische Gesellschaft spaltet. Dann attackiert die Hamas das Land am 7. Oktober 2023. Auf brutale Weise ändert der Krieg das Leben, das die junge Mutter in Tel Aviv führt.
Keynote beim PEN-Kongress (Abdruck in der Süddeutschen Zeitung)
Etgar Keret
Der israelische Schriftsteller Etgar Keret hielt vor dem PEN Berlin einen Vortrag, in dem er sich mit den Lehren seines Vaters auseinandersetzte, besonders angesichts des Krieges seit dem 7. Oktober 2023. Keret erinnert sich an ein Gespräch aus seiner Kindheit, in dem sein Vater ihm eine prägende Lebensweisheit vermittelte: Es gebe keine schlechten und guten Zeiten, sondern nur schwierige und einfache Zeiten – und gerade die schwierigen seien diejenigen, in denen man am meisten über sich selbst lerne. Diese väterliche Einsicht, die zum Handeln auffordert, beschäftigt Keret seit Kriegsbeginn intensiv, da sie der aktuellen Situation angemessen erscheint. Der Vortrag reflektiert, wie persönliche Erfahrungen und familiäre Weitergabe von Werten in Zeiten von Krise und Krieg an Bedeutung gewinnen.
Leserbrief in der New York Times 1948 (gegen israelische Staatsgründung)
Hannah Arendt u.a.
Der Leserbrief dokumentiert Bedenken jüdischer Intellektuelle wie Hannah Arendt gegen die israelische Staatsgründung von 1948/1949. Die Unterzeichner warnten vor potenziellen Gefahren und Problemen, die sich aus dem Gründungsprojekt für die jüdische Bevölkerung ergeben könnten. Der Brief zeigt, dass kritische Positionen zur Staatsgründung nicht erst in jüngerer Zeit entstanden sind, sondern bereits von etablierten Denkern aus dieser Zeit vertreten wurden.
Memoiren
Chaim Weizmann · 1937
Memoiren mit einer prophetischen Warnung: Im Gespräch mit Ben-Gurion wird die Notwendigkeit eines neuen Verhältnisses zu den arabischen Völkern betont. Ohne Aussöhnung in den kommenden Jahrzehnten drohe Israel zu scheitern.
Memoiren von Chaim Weizmann
Chaim Weizmann · 1953
Autobiographisches Werk über die Gründung Israels und die Rolle des ersten Staatspräsidenten. Im Zentrum steht ein dokumentiertes Gespräch mit David Ben-Gurion über die politische Zukunft des jungen Staates und die zionistische Vision Israels.
Mit dem Rücken zur Wand
Arthur Koestler · 2021
Am 14. Mai 1948 endete das Britische Mandat über Palästina, und David Ben Gurion unterzeichnete noch am selben Tag die israelische Unabhängigkeitserklärung. Unmittelbar darauf erklärten die Nachbarstaaten Israel den Krieg. Die Zukunft des jungen Staates schien mehr als ungewiss.
Monster
Yishai Sarid
"The English-language debut of celebrated Israeli novelist Yishai Sarid is a fierce and harrowing tale of reckoning with the horror of the Holocaust, and how memory and the effort to preserve it can become an all-consuming monster. The narrator of Yishai Sarid's powerful novel is a young, initially reluctant Holocaust scholar working at Yad Vashem, Israel's memorial to the victims of the Holocaust.
New Day Will Rise
Yuval Raphael
New Day Will Rise (englisch, „Ein neuer Tag wird anbrechen“) ist ein Lied von Keren Peles und Tamir Hitman. Der von der israelischen Sängerin Yuval Raphael interpretierte Titel war der israelische Beitrag zum Eurovision Song Contest 2025 in Basel.
Paper zur Antisemitismus-Definition auf dem Verfassungsblog
Der Artikel untersucht die Implementierung der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus ins deutsche Recht aus rechtlicher Perspektive. Der Autor kritisiert, dass eine zu breite Definition die Vielfalt jüdischer Positionen gefährdet und Deutsche in die Rolle von Schiedsrichtern darüber setzt, was jüdischer Kritik erlaubt ist. Das Paper behandelt die Spannung zwischen dem Schutz vor Antisemitismus und dem Schutz der Meinungsfreiheit innerhalb jüdischer Gemeinschaften.
Profil über Benjamin Netanyahu
David Remnick
David Remnicks Porträt zeichnet Benjamin Netanyahu als politische Figur, die vor dem Hintergrund eines Krieges mit dem Iran nach einer Rehabilitation seiner Karriere strebt. Der Artikel analysiert den Triumphalism in Netanyahus Zirkeln und die sich entfaltenden Konsequenzen der regionalen Konflikte. Das ursprünglich in den 1990er Jahren verfasste Stück bietet eine historische Perspektive auf die Entwicklung des israelischen Premierministers und bleibt zeitlos relevant für das Verständnis seiner politischen Ambitionen.