Hotel Matze – Heidi Reichinnek – Was bedeutet es, links zu sein
#467

Heidi Reichinnek – Was bedeutet es, links zu sein

Hotel Matze / 16. Juli 2025 / 11 Medien

Matze Hielscher & Heidi Reichinnek

Heidi Reichinnek spricht offen über den Hype um ihre Person, den sie nüchtern einordnet — sie sei zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen und habe die nötigen Ressourcen gehabt. Sie erklärt, warum sie den Kapitalismus für gescheitert hält, plädiert für Umverteilung statt Privatisierung und analysiert schonungslos, warum die Linke das Vertrauen der Menschen verloren hat. Ihr Ziel: dass Bürgerinnen und Bürger den Staat wieder als Verbündeten begreifen, nicht als Gegner.

„Das soll jetzt nicht bedeuten, jeder kann es schaffen, weil das ist Bullshit. Das ist schon immer neoliberale Dreckspropaganda. Du brauchst die entsprechenden Ressourcen und die hatte ich.“
🗣 Heidi Reichinnek

Erwähnte Medien (11)

Alles gesagt? – Folge mit Heidi Reichinnek

Alles gesagt? – Folge mit Heidi Reichinnek

Wir befragen außergewöhnliche Menschen – so lange, bis sie selbst erklären, dass jetzt “alles gesagt” sei. Ein Gespräch kann also zwölf Minuten oder drei Stunden dauern. Die Interviewer, Christoph Amend, Editorial Director der ZEIT und Jochen Wegner, Chefredakteur der ZEIT, sind auf alles vorbereitet – und haben hunderte Fragen und meistens auch ein paar Spiele für ihren Gast dabei.

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:53:11 „Ich habe das gehört in dem Zeit-Podcast, was du über alles gesagt hast“

Matze bezieht sich auf einen früheren Auftritt von Heidi Reichinnek im Zeit-Podcast, in dem sie über die Puddingsuppe sprach

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Witches, Bitches and It-Girls

Witches, Bitches and It-Girls

Rebecca Endler · 2025

Wie verhalten wir uns, wenn alle Gewissheiten wegbrechen und es kein Netz mehr gibt, das uns auffängt? Der große, visionäre Roman »Die Unbehausten« der US-Amerikanerin Barbara Kingsolver über unsere Welt in Krisenzeiten entlässt uns trotz allen fundamentalen Wandels nicht ohne Hoffnung; die österreichische Autorin mit slowakischen Wurzeln Didi Drobna schreibt in ihrem autofiktionalen Roman »Ostblockherz« auf allen Ebenen eiskalt gegen Alltagsrassismus an – und ist dabei auch noch äußerst witzig!...

🗣 Heidi Reichinnek referenziert bei ⏱ 01:01:10 „Ich habe gerade Witches, Bitches and It-Girls von Rebecca Endler gelesen, total gutes Buch. Und die hat nochmal darüber gesprochen, wie gerade auch Frauen idealisiert werden, auf den Podest gestellt werden, nur um dann von diesem Podest genüsslich wieder runtergestoßen zu werden, weil sie diesem Ideal, was man von ihnen hat, halt nicht gerecht wird.“

Im Gespräch über Idealisierung von Personen des öffentlichen Lebens empfiehlt Heidi Reichinnek dieses Buch als augenöffnend. Es habe ihr verdeutlicht, dass das Muster – jemanden auf ein Podest zu stellen, um ihn dann genüsslich herunterzustoßen – ein wiederkehrender gesellschaftlicher Prozess ist, der besonders Frauen betrifft. Sie verbindet die Buchthese mit ihrer eigenen Erfahrung als Politikerin, die medial sowohl hochgejazzt als auch zerlegt wird.

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Störkraft

Störkraft

Störkraft

Störkraft war eine 1985 gegründete Rechtsrock-Band. Anfang der 1990er wurde sie durch Medienberichte die wohl bekannteste Band dieses Spektrums. Sie hat sich Mitte der 1990er Jahre aufgelöst.

🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:28:27 „Also es gab schon sowas wie Jugendzentren bei uns in Brandenburg, aber es gab überhaupt niemanden, der dafür zuständig war. Also es waren einfach, du kannst den Raum und da war aber wahnsinnig viel Alkohol und es lief Störkraft. Und es waren Konzerte natürlich.“

Matze Hielscher erzählt aus seiner eigenen Jugend in Brandenburg nach der Wende. In den Jugendzentren gab es keine Sozialarbeiter oder Prävention – stattdessen liefen Rechtsrock-Bands wie Störkraft, eine bekannte Neonazi-Band. Er bestätigt damit Heidi Reichinneks These, dass rechtsextreme Strukturen gezielt in die Lücken der fehlenden Jugendarbeit im Osten vorgestoßen sind.

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Moralspektakel

Moralspektakel

Philipp Hübl

Das Buch untersucht Narzissmus neu und argumentiert, dass Narzissten nicht in sich selbst verliebt sind, sondern von dem unmäßigen Wunsch erfüllt, von anderen bewundert zu werden. Die zentrale These: Narzissmus ist nicht Ich-Bezogenheit, sondern Ihr-Bezogenheit – eine fundamentale Uminterpretation des Konzepts.

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:36:24 „Ist das nicht nur einfach so ein Slogan, der gut klingt und der so ein interessantes, Philipp Hübel, der Philosoph, würde sagen, ein billiges moralisches Signal ist?“

Matze Hielscher hinterfragt den Linken-Slogan 'Kapitalismus überwinden' und greift dabei auf den Philosophen Philipp Hübl und dessen Konzept des 'billigen moralischen Signals' zurück – ein zentrales Konzept aus Hübls Buch 'Moralspektakel', in dem er analysiert, wie moralische Positionierungen oft mehr der Selbstdarstellung als dem tatsächlichen Handeln dienen.

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Im Grunde gut

Im Grunde gut

Rutger Bregman · 2020

Der Historiker und Journalist Rutger Bregman setzt sich in seinem Buch mit dem Wesen des Menschen auseinander. Anders als in der westlichen Denktradition angenommen ist der Mensch nicht böse, sondern, so Bregman, im Gegenteil: von Grund auf gut. Und geht man von dieser Prämisse aus, ist es möglich, die Welt und den Menschen in ihr komplett neu und grundoptimistisch zu denken. In seinem mitreißend geschriebenen, überzeugenden Buch präsentiert Bregman Ideen für die Verbesserung der Welt.

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:50:02 „Das glaube ich auch. Da gibt es auch Bücher rüber, von Rutger Breckmann zum Beispiel.“

Heidi Reichinnek spricht über ihr positives Menschenbild und ihren Glauben, dass Menschen besser sind als man manchmal denkt. Matze Hielscher stimmt zu und verweist auf Rutger Bregman (im Transkript als 'Breckmann' verschrieben), dessen Buch 'Im Grunde gut' genau diese These vertritt – dass der Mensch von Natur aus kooperativ und hilfsbereit ist.

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Kevin Kühnert Interview

Kevin Kühnert Interview

Kevin Kühnert ist im Oktober 2024 als Generalsekretär der SPD zurückgetreten. Damals hieß es, er sei krank. Nun hat er sich in einem Interview zu den wahren Gründen geäußert - dazu gehört auch Gewalt gegen Politiker.

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 02:04:36 „er hat dann ein Interview gegeben in der Zeit und sagte, er hat sich gefragt, was er eigentlich auf der Haben-Seite stehen hat“

Matze verweist auf Kevin Kühnerts Zeit-Interview nach seinem Rücktritt, in dem dieser über die magere Bilanz seiner politischen Arbeit reflektierte

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Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!

Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!

Alexandra Zykunow · 2022

»Wenn das Patriarchat kommt dann sagt es nicht ›Achtung, ich werde Dich unterdrücken‹, sondern es sagt: ›Toll, wie viel dein Mann dir zuhause hilft.‹ Alexandra Zykunov hat gesammelt, was wir uns nicht mehr anhören sollten. « Lara Fritzsche » Wütend, lustig und prägnant. Alexandra Zykunov erklärt patriarchale Muster so, dass sie alle verstehen und danach sofort abschaffen wollen.« Teresa Bücker Bullshitsätze wie »Viele Frauen wollen doch gar keine Karriere machen.« oder »Vermisst du dein Kind nic...

🗣 Heidi Reichinnek empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:14:27 „kann ich immer Alexandra Zykonow empfehlen, die hat zwei Bücher geschrieben, wir sind doch allerdings gleichberechtigt zum Beispiel, wo sie mit so ganz klassischen Vorurteilen aufräumt“

Heidi empfiehlt das Buch als Einstieg für alle, die sich mit dem Thema Gleichberechtigung beschäftigen wollen

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Look What You Made Me Do

Look What You Made Me Do

Taylor Swift

Look What You Made Me Do ist ein Song der US-amerikanischen Sängerin Taylor Swift. Er stellt die erste Auskopplung ihres sechsten Studioalbums Reputation dar. Die Veröffentlichung erfolgte am 25. August 2017 über „Big Machine Records“.

🗣 Heidi Reichinnek empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:17:41 „Look What You've Made Me Do, das ist dein Lieblingslied. Von ihr, ja. Das ist mein politisches Lied quasi.“

Matze Hielscher spricht Heidi Reichinnek auf Taylor Swift an. Sie bezeichnet 'Look What You Made Me Do' als ihr politisches Lied – am Wahlabend habe sie es im übertragenen Sinne auf ihre Partei bezogen: Alle hätten die Linke totgesagt, und trotzdem hätten sie es zurück in den Bundestag geschafft.

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Postmortem

Postmortem

Subway to Sally

Das Metalfest war bis 2014 ein in mehreren europäischen Staaten ausgetragenes mehrtägiges Musikfestival. Es fand in Deutschland, Kroatien, Österreich, Italien, der Schweiz, Tschechien, Polen und Ungarn jährlich im Sommer statt und wurde vom Veranstalter Rock The Nation ausgerichtet.

🗣 Heidi Reichinnek empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:18:39 „Mein Wahlkampfsong kam von Subway to Sally, Postmortem, das haben sie im Dezember rausgebracht, das Album, da gibt es die Single dazu. Das ist super, ich kann es nur empfehlen und das war mein Wahlkampfsong, weil sie da drin sind, Todgesagte leben länger.“

Heidi Reichinnek erzählt, dass sie im Wahlkampf morgens immer das Album bzw. die Single 'Postmortem' von Subway to Sally gehört hat. Die Zeile 'Totgesagte leben länger' habe perfekt zur Situation der Linken gepasst, die von vielen bereits abgeschrieben worden war. Sie empfiehlt das Lied ausdrücklich.

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Wir sind doch gleichberechtigt

Wir sind doch gleichberechtigt

Alexandra Zykunow · 2022

»Wenn das Patriarchat kommt dann sagt es nicht ›Achtung, ich werde Dich unterdrücken‹, sondern es sagt: ›Toll, wie viel dein Mann dir zuhause hilft.‹ Alexandra Zykunov hat gesammelt, was wir uns nicht mehr anhören sollten. « Lara Fritzsche » Wütend, lustig und prägnant. Alexandra Zykunov erklärt patriarchale Muster so, dass sie alle verstehen und danach sofort abschaffen wollen.« Teresa Bücker Bullshitsätze wie »Viele Frauen wollen doch gar keine Karriere machen.« oder »Vermisst du dein Kind nic...

🗣 Heidi Reichinnek empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:27:51 „Wenn man sich grundlegend mal mit dem Thema Gleichberechtigung beschäftigen will, kann ich immer Alexandra Zykonow empfehlen. Die hat zwei Bücher geschrieben, wir sind doch allerdings gleichberechtigt zum Beispiel, wo sie mit so ganz klassischen Vorurteilen aufräumt.“

Heidi Reichinnek empfiehlt Bücher zum Thema Gleichberechtigung. Sie hebt hervor, dass Alexandra Zykunow klassische Vorurteile auf nachvollziehbare Weise widerlegt, ohne mit Kampfbegriffen zu arbeiten. Sie findet die Bücher gut zum Verschenken, um Menschen an das Thema heranzuführen.

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Frauenliteratur

Frauenliteratur

· 1988

Frauenliteratur bezeichnet ein Genre sowohl belletristischer als auch essayistischer Literatur, die im weitesten Sinne als Literatur von Frauen, über Frauen oder für Frauen beschrieben werden kann. Mit Blick auf die äußerst wechselhafte, von verschiedenen literaturwissenschaftlichen und feministischen Paradigmen abhängige Begriffsgeschichte allerdings kann keines dieser Kriterien als vollkommen verbindlich aufgefasst werden.

🗣 Heidi Reichinnek referenziert bei ⏱ 02:28:20 „Es gibt auch eins, das nennt sich Frauenliteratur, deren Autorin ich vergessen habe, Asche auf mein Haupt. Die sich damit beschäftigt, warum zum Beispiel Literatur von Frauen überhaupt als Frauenliteratur bezeichnet wird und warum die so oft abgewertet wird.“

Heidi Reichinnek empfiehlt ein Buch mit dem Titel 'Frauenliteratur', kann sich aber nicht an die Autorin erinnern. Das Buch untersucht, warum Literatur von Frauen als 'Frauenliteratur' abgewertet wird. Reichinnek fand es 'phänomenal', weil es ein Thema behandelt, das sie zuvor einfach hingenommen hatte.

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