Check-In mit Philip Siefer – Handy-süchtig in München
Matze Hielscher & Philip Siefer
Zum ersten Mal nimmt Matze seinen Podcast nicht in Berlin auf, sondern in München — und Philip Siefer ist sichtlich erschöpft. Der Einhorn-Gründer hat den Januar als Meditationsmonat durchgezogen, täglich um 5:30 Uhr vor einer Gruppe gestanden und dabei das eigentliche Jahresanfangsritual mit seiner Frau verpasst: Innehalten, orientieren, planen. Sein echtes Jahresstart-Gefühl kam erst im Februar.
„Sag mal, kennst du mich?“
Erwähnte Medien (3)
In the Realm of Hungry Ghosts
Gabor Maté · 2009
#1 NATIONAL BESTSELLER • From the author of When the Body Says No and The Myth of Normal—The definitive book for understanding the roots and behaviours of addiction. Dr. Gabor Maté is one of the world’s most revered thinkers on the psychology of addiction. His radical findings—based on decades of work with patients challenged by catastrophic drug addiction and mental illness—has helped reframe how we view all human development.
🗣 Philip Siefer zitiert daraus bei ⏱ 00:15:39 „Also ich finde ja super dieses Zitat von Gabor Maté, der sagt, was tut die Droge für dich, um rauszukriegen, wie kann ich denn ohne die Droge erstmal rauszukriegen, was macht denn der Alkohol für dich. Und wenn man das dann merkt, ich versuche mich zu entspannen oder ich versuche lockerer zu werden, was ja auch eine Form von Entspannung ist, dann merkt man, wie kann ich denn anders lockerer, wie kann ich es denn ohne diese Abkürzung machen.“
Im Gespräch über Handysucht und die Frage, was Menschen eigentlich in ihren Geräten suchen, zitiert Philip Siefer Gabor Matés Ansatz zur Suchttherapie: Man solle zuerst verstehen, welches Bedürfnis die Droge erfüllt, um es dann auf gesunde Weise zu befriedigen. Er überträgt dieses Prinzip auf die Smartphone-Nutzung als eine Form der Dissoziation und Betäubung.
Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!
RTL · 2004
Zehn bis zwölf Personen des öffentlichen Lebens, zumeist Prominente, die länger nicht in Erscheinung getreten sind, und sogenannte B-Prominente, leben für zwei Wochen in einem sogenannten Dschungelcamp in Australien, ähnlich dem Format Big Brother, unter ständiger Beobachtung. Der Titel der Sendung suggeriert fälschlicherweise, dass die Show-Teilnehmer schnellstens aus dem angeblichen Dschungel entkommen möchten, bezieht sich jedoch eigentlich auf den „Hilferuf“, mit dem die Prominenten ihre Tei
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:27:33 „Es kommt gleich Dschungelcamp. Wir gucken jetzt Fernsehen statt Handy. Ja, ich will doch wissen, ob Gil Ofarim, ob er das schafft oder nicht.“
Am Ende des Gesprächsabschnitts scherzt Matze, dass gleich Dschungelcamp komme und erwähnt den Teilnehmer Gil Ofarim. Die Bemerkung ist humorvoll gemeint und kontrastiert die zuvor geführte ernsthafte Diskussion über Medienkonsum — ausgerechnet eine Reality-TV-Show als Gegenprogramm zum Handy.
Jetzt! Die Kraft der Gegenwart
Eckhart Tolle · 2000
Kennen Sie die sokratische Einstellung, dass alle Menschaen die tiefen Wahrheiten eigentlich kennen und sie, wenn man sie daran er-INNER-t, sofort wiedererkennen werden? Der Autor zeigt uns, wie Recht Sokrates und seine Schule haben. Lassen Sie sich ein auf dieses Abenteuer. Das Schlimmste, das Ihnen passieren kann, ist, dass Sie in einen Spiegel schauen, in dem Sie erwarten, Ihr kleines Ich zu sehen und dabei feststellen, das Ihnen Ihr wahres Selbst entgegenblickt.
🗣 Philip Siefer referenziert bei ⏱ 00:29:16 „Das ist ja immer die Antwort von der, ist ja bei Eckart Tolle auch genauso, erstmal in die Präsenz kommen, dass es so ist. Und dann ist es ja spannend, wenn der Zustand überhaupt erstmal da sein darf, was dann passiert.“
Philip Siefer spricht über den Umgang mit Orientierungslosigkeit und verweist auf Eckhart Tolles zentrale Lehre der Präsenz. Im Kontext von Meditation und dem Annehmen unangenehmer Zustände nennt er Tolle als Referenz dafür, dass man zunächst den gegenwärtigen Moment akzeptieren muss, bevor sich Dinge ordnen können. Ein konkreter Buchtitel wird nicht genannt, aber die beschriebene Kernlehre verweist eindeutig auf Tolles bekanntestes Werk.