Lanz & Precht – Trumps Deal-Diplomatie und Frieden in der Ukraine
#180

Trumps Deal-Diplomatie und Frieden in der Ukraine

Lanz & Precht / 14. Februar 2025 / 5 Medien

Markus Lanz, Richard David Precht

Ausgangspunkt ist ein schonungsloser Satz von Christoph Heusgen: Die USA werden Europa diktieren, welche Rolle es im Ukraine-Konflikt zu spielen hat. Precht hält einen schnellen Deal zwischen Trump und Putin für unwahrscheinlich — Russland komme militärisch voran und habe keinen Grund, auf seine Siegesoptionen zu verzichten. Europas zugedachte Rolle sei bereits klar: eine knapp 2000 Kilometer lange Grenze mit über 100.000 Soldaten sichern, ohne bei den Verhandlungen am Tisch zu sitzen.

„Europa, neben China und USA die größte Wirtschaftsmacht der Welt, lässt sich von den USA sagen, was seine künftige Rolle sein soll.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (5)

Tauwetter

Tauwetter

Ilja Ehrenburg · 2008

Der äPrager Frühlingä war Ausgangs- und Orientierungspunkt von Protesten 1968 auch in der DDR. Die Beschreibung der Ursachen, Methoden und Etappen der Revolte zwischen Euphorie und Verzweiflung wird zum Menetekel der DDR-Geschichte insgesamt.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:16:50 „Genau, das ist ein Wort von Ilja Ehrenburg. Das ist ein russischer Schriftsteller, der das für die Khrushchev-Zeit als mit Stalin abgerechnet wurde. Und Russland ein menschlicheres Gesicht zeigte, als zur Stalinszeit genommen hat.“

Lanz erinnert an die Annäherung zwischen Reagan und Gorbatschow in Reykjavik und benutzt das Wort 'Tauwetter'. Precht ordnet den Begriff literaturgeschichtlich ein: Er stammt vom russischen Schriftsteller Ilja Ehrenburg, der damit die Liberalisierung nach Stalins Tod unter Chruschtschow beschrieb. Der Begriff wurde dann zum geflügelten Wort für jede Phase der Entspannung im Kalten Krieg.

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S Artikel

Stück über Kanada und die USA

Joachim Kettner

Der Artikel beleuchtet das historisch gewachsene enge Bündnis zwischen den USA und Kanada, indem er auf einen Gedenkgarten in der Normandie verweist, wo nach dem D-Day gefallene kanadische Soldaten erinnert werden. Vor dem Hintergrund von Trumps aggressiver Rhetorik gegenüber Kanada zeigt der Beitrag die Absurdität von Annexionsforderungen gegenüber einem so eng verbundenen Verbündeten.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:23:00 „Joachim Kettner hat ein sehr gutes Stück dazu geschrieben und hat darauf hingewiesen, was das eigentlich für ein Verhältnis ist und berichtet in diesem Stück von einer Abtei in der Normandie darüber. Da gibt es so einen Garten der Erinnerung.“

Im Gespräch über Trumps aggressive Haltung gegenüber Kanada verweist Lanz auf einen Artikel von Joachim Kettner. Dieser beschreibt das historisch enge Bündnis beider Länder anhand eines Gedenkgartens in der Normandie, wo 156 kanadische Soldaten nach dem D-Day von deutschen SS-Einheiten ermordet wurden. Lanz nutzt den Artikel, um die Absurdität von Trumps Annexionsrhetorik gegenüber einem so engen Verbündeten zu unterstreichen.

Zum Artikel bei Kettner-edelmetalle.de Details
Artikel über Kanada, Trump und die historische Allianz

Artikel über Kanada, Trump und die historische Allianz

Joachim Käppner

Joachim Käppner analysiert in seinem Meinungsartikel die neue Außenpolitik der Trump-Regierung gegenüber Kanada. Er kontrastiert die historisch tiefe Verbundenheit der beiden Länder mit der gegenwärtigen Behandlung Kanadas durch Washington, das die ehemals enge Beziehung jetzt brüskiert behandelt. Käppner erinnert dabei an das historische Kriegsverbrechen in der Normandie 1944, bei dem 156 kanadische Soldaten von deutschen SS-Einheiten nach dem D-Day getötet wurden. Mit diesem historischen Rückblick unterstreicht der Autor, wie beispiellos und zerstörerisch Trumps disruptive Außenpolitik für ein traditionsreiches Bündnis wirkt.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:24:49 „Joachim Kettner hat ein sehr gutes Stück dazu geschrieben und hat darauf hingewiesen, was das eigentlich für ein Verhältnis ist und berichtet in diesem Stück von einer Abtei in der Normandie.“

Lanz zitiert einen Artikel, der das historisch enge Verhältnis zwischen Kanada und den USA beleuchtet und an das Kriegsverbrechen an kanadischen Soldaten nach dem D-Day erinnert.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Artikel oder Analyse von Joachim Käppner

Artikel oder Analyse von Joachim Käppner

Joachim Käppner

Die Novemberrevolution als BetrugsgeschichteJoachim Käppners Darstellung des „Aufstands für die Freiheit“ im Jahr 1918

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:33:31 „Ich muss nochmal Joachim Kepner zitieren, der einen sehr interessanten Verweis macht, weil das, was man dann immer so hört, klingt ja so, da setzen sich jetzt so diese Ego-Shooter durch und Libertär und jeder für sich. Aber der macht nochmal so einen historischen Rückgriff und erinnert nochmal daran, was das eigentlich wirklich im Zweifel bedeuten kann und sagt, dass diese Disruption von Trump, das erinnert an die Zeit nach 1919.“

Markus Lanz zitiert ausführlich den Historiker und Journalisten Joachim Käppner, der eine Parallele zwischen Trumps Isolationismus und der US-Außenpolitik nach 1919 zieht. Käppner argumentiert, dass die USA damals Europa sich selbst überließen und 20 Jahre später ein böses Erwachen folgte. Lanz nutzt diese historische Analyse, um die Gefährlichkeit der aktuellen US-Abwendung von Europa zu unterstreichen.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Artikel über Trumps Disruption und historische Parallelen zu 1919

Artikel über Trumps Disruption und historische Parallelen zu 1919

Joachim Käppner

Joachim Käppner kommentiert in der Süddeutschen Zeitung Trumps geopolitische Disruption und argumentiert, dass die neue US-Administration Verbündete wie Kanada feindselig behandelt, obwohl diese historisch eng mit Amerika verbunden sind. Der Autor sieht in dieser Politik ein historisch beispielloses Szenario, das an die fragile und instabile Weltordnung nach dem Ersten Weltkrieg 1919 erinnert – ein Warnsignal für potenzielle globale Konsequenzen. Die Analyse zeigt, wie der systematische Bruch mit bewährten Bündnisstrukturen und Zollkonflikte die internationale Stabilität fundamental gefährden könnten.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:35:45 „der macht nochmal so einen historischen Rückgriff und erinnert nochmal daran, was das eigentlich wirklich im Zweifel bedeuten kann und sagt, dass diese Disruption von Trump, das erinnert an die Zeit nach 1919.“

Lanz verweist erneut auf Käppner, der Trumps geopolitische Disruption mit der instabilen Nachkriegsordnung nach 1919 vergleicht.

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