Arbeit lohnt sich - oder nicht
Markus Lanz, Richard David Precht
Die Episode beginnt mit einem Einblick in Prechts Arbeit an einer Performance zu Ludwig Wittgenstein an der Musikhochschule Hans Eisler in Berlin, wo Komponiststudierende Musik zu dessen Spätwerk geschrieben haben. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über Wittgensteins radikale Einsicht, dass Philosophie nicht die Welt erklärt, sondern nur die Sprachspiele offenlegt, in denen wir uns bewegen — unser Erkenntnisapparat sei nicht für objektive Wahrheiten gemacht, sondern dafür, miteinander klarzukommen.
„Die Sprache hat die Funktion, dass Menschen miteinander klarkommen in sehr unterschiedlichen Situationen. Und wenn das die Funktion von Sprache ist, dann kann der Mensch mit seinem Erkenntnisapparat keine höheren Wahrheiten oder Weisheiten erkennen.“
Erwähnte Medien (18)
Philosophische Untersuchungen
Ludwig Wittgenstein · 2001
Posthumously published work by Wittgenstein, in which he came to overthrow some number of his earlier ideas as published in the Tractatus.
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:00:19 „Wir haben uns über lange Zeit mit Ludwig Wittgenstein beschäftigt, dem großen österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein. Und zu dessen Spätwerk haben die Komponisten dazu komponiert.“
Precht beschreibt eine Performance an der Musikhochschule Hans Eisler, die auf Wittgensteins Spätphilosophie basiert. Die Philosophischen Untersuchungen sind das zentrale Spätwerk Wittgensteins über Sprachspiele.
From Dusk Till Dawn
Robert Rodriguez · 1996
Richard Gecko ist ein Psychopath, sein Bruder Seth ein eiskalter Verbrecher. Richard befreit Seth aus dem Gefängnis, sie rauben eine Bank aus und hinterlassen eine Spur aus Blut und Verwüstung. Auf ihrer Flucht entführen sie schließlich einen ehemaligen Baptisten-Prediger, der sein Amt nach dem Tod seiner Frau aufgegeben hat und nun mit seinen beiden Kindern von Ort zu Ort zieht. Richard verspricht ihm, ihn und seine Kinder freizulassen, wenn dieser sie nach Mexiko schmuggelt.
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:04:03 „Weißt du, ein bisschen wie in einem Tarantino-Film. From dust till dawn. Du denkst am Anfang ist es ein Krimi und am bestimmten Punkt ist es ein Vampirfilm. Und so ähnlich musst du dir das auch vorstellen. Also Wittgenstein 1 ist dann noch der klassische Krimi und plötzlich über Nacht, nach Mitternacht, verwandelt sich die Philosophie in einen Vampirfilm.“
Precht nutzt den Film als Analogie, um den radikalen Bruch zwischen Wittgensteins Frühwerk und Spätwerk zu veranschaulichen. So wie der Film unvermittelt vom Krimi- ins Vampirgenre wechselt, habe auch Wittgenstein seine Philosophie grundlegend verändert – von einer Welterklärung hin zur Analyse von Sprachspielen.
Alterspräsidentenrede im 21. Bundestag
Gregor Gysi · 2022
In den Jahren 1989/90 vollzog sich in atemberaubender Dynamik die deutsche Einigung. Über 50 Zeitzeugen, darunter Bürgerrechtler, Botschafter und Diplomaten, Funktionäre und Politiker, Theologen wie auch Akteure aus den Bereichen Banken, Finanzen und Wirtschaft, Gewerkschaften, Industrie, Kommunikation, Medien und Nachrichtendienste, Kulturwissenschaft, Landwirtschaft, Abrüstung, Sicherheit und Verteidigung, Geheimnisträger der Aufklärung, Spionage und Grenzsicherung sowie Oberbürgermeister der ...
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:10:36 „Der große Rhetoriker Gregor Gysi hat sich mit seiner letzten Rede keinen großen Gefallen getan, um es mal ganz neutral zu sagen. Schade.“
Lanz berichtet über die konstituierende Sitzung des neuen Bundestags. Gysi hielt als Alterspräsident die Eröffnungsrede, in der er laut Lanz die Errungenschaften der DDR lobte und eine Entschuldigung gegenüber Ostdeutschen forderte, was Lanz als unglücklich und wenig konstruktiv bewertet.
Il Principe / Der Fürst
Niccolò Machiavelli · 2017
Die vorliegende Ausgabe wurde in Sprache und Schreibweise modernisiert, mit Vorwort und Fu�noten versehen, sowie bebildert. Niccol� Machiavelli schrieb "Der F�rst" (Il Principe) um 1513. Die erste Ver�ffentlichung fand 1532 statt. Machiavelli schrieb dieses Buch, um die Gunst der Medici, die damaligen Regenten Florenz, zu erhalten, in dessen Kerker er eingesperrt war.
🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 00:17:38 „Machiavelli, italienischer Philosoph vor 500 Jahren, il Principe. Ich bin darüber gestolpert, weil der unter anderem schreibt, man kann sein Wort brechen und muss sein Wort nicht halten“
Lanz zitiert Machiavelli, um die Frage zu diskutieren, ob Friedrich Merz' Kurswechsel bei der Schuldenbremse politisch legitim sein könnte.
Il Principe
Niccolò Machiavelli · 1857
Machiavellis klassisches Werk zur Machttheorie erörtert, unter welchen Bedingungen ein Herrscher sein Wort brechen darf, um Macht zu bewahren. Der Podcast diskutiert damit, ob Friedrich Merz' Kehrtwende bei der Schuldenbremse machiavellistisch gerechtfertigt sein könnte. Precht argumentiert jedoch, dass der Glaubwürdigkeitsverlust für die Demokratie größer wäre als der politische Gewinn.
🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 00:19:06 „Aber ist das sozusagen, um jetzt zu einem anderen großen Philosophen zu kommen, Richard, im Sinne des klugen Machthabers Machiavelli, ist das möglicherweise unter Umständen legitim? Machiavelli, italienischer Philosoph vor 500 Jahren, il Principe. Ich bin darüber gestolpert, weil der unter anderem schreibt, man kann sein Wort brechen und muss sein Wort nicht halten, nämlich dann nicht, wenn das dem Machthaber zum Schaden gereichen würde und wenn die Gründe weggefallen sind, die ihn zu seinem Versprechen verantlasst haben.“
Lanz zitiert Machiavellis 'Il Principe', um die Frage aufzuwerfen, ob Friedrich Merz' Kehrtwende bei der Schuldenbremse machiavellistisch legitim sein könnte. Precht ordnet daraufhin Machiavelli historisch ein und argumentiert, dass Machiavelli Merz nicht verteidigen würde, weil der Glaubwürdigkeitsschaden für die Republik größer sei als der politische Nutzen.
Discorsi sopra la prima deca di Tito Livio
Niccolò Machiavelli · 2013
I Discorsi non sono un trattato sistematico, ma un insieme di osservazioni che, in forma di libero commento ai primi dieci libri delle Storie di Livio, investono i grandi problemi connessi alla dinamica della vita storica e politica. Sono inoltre un'opera scritta con impareggiabile vigore di stile e segnata da una straordinaria capacità di analisi.
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:20:55 „Machiavelli hat mehrere Bücher geschrieben und nur in einem seiner Bücher ist von einem Fürsten il Principe die Rede und in anderen ist von einer Republik die Rede. Er wollte hier nicht unbedingt eine Monarchie oder eine Aristokratie verteidigen, sondern er wollte diesen Gedanken eines funktionierenden, starken Staates.“
Precht verweist auf Machiavellis weitere Werke – insbesondere die Discorsi –, um das verbreitete Missverständnis zu korrigieren, Machiavelli sei nur ein zynischer Machttheoretiker gewesen. Precht betont, dass Machiavelli in seinen republikanischen Schriften einen funktionierenden Staat im Sinne des Gemeinwohls anstrebte.
Spiegel-Artikel zum Bürgergeld
Nikolaus Blome
Nikolaus Blomes Kolumne im Spiegel behandelt die kontroverse Debatte rund um die Begrifflichkeit des Bürgergeldes als Bezeichnung für die soziale Grundsicherung. Der Artikel hinterleuchtet die in dieser Diskussion zutage tretenden Irrtümer und ideologischen Lebenslügen, die insbesondere die politische Linke, aber auch darüber hinaus betreffen. Das Bürgergeld fungiert dabei als Symbol für größere Fragen zur Zukunftsausrichtung des deutschen Sozialstaates.
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:21:32 „jemand wie Nikolaus Blome, der vor einiger Zeit im Spiegel gesagt hat, da wird jetzt auch gerade die Mutter aller Schlachten geschlagen, als er einen sehr interessanten Text zum Thema Bürgergeld geschrieben hat“
Lanz verweist auf Blomes Spiegel-Text über das Bürgergeld als Symbol für die Debatte um die Zukunft des Sozialstaats.
Bürgergeld-Artikel im Spiegel
Nikolaus Blome
Nikolaus Blome untersucht in diesem Spiegel-Artikel die Kontroverse um das Bürgergeld und dessen gesellschaftliche Bedeutung. Der Text behandelt die grundsätzliche Frage, ob der deutsche Sozialstaat in seiner aktuellen Form noch finanzierbar und haltbar ist. Die Bürgergeld-Debatte wird als zentraler Schauplatz für diese fundamentale politische Auseinandersetzung dargestellt, die über die bloße Sozialpolitik hinausgeht.
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:21:40 „Jemand wie Nikolaus Blome, der vor einiger Zeit im Spiegel gesagt hat, da wird jetzt auch gerade die Mutter aller Schlachten geschlagen, als er einen sehr interessanten Text zum Thema Bürgergeld geschrieben hat. Das ist ein bisschen zum Symbol dafür geworden, dass ob man diesen Sozialstaat jetzt weiter aufrechterhalten kann, weiter finanzieren kann.“
Lanz erwähnt einen Spiegel-Artikel von Nikolaus Blome über das Bürgergeld, der die Debatte um die Zukunft des Sozialstaats auf den Punkt gebracht habe. Blome beschrieb die Bürgergeld-Frage als 'Mutter aller Schlachten', was Lanz als treffendes Symbol für die grundlegende Auseinandersetzung über die Finanzierbarkeit des Sozialstaats aufgreift.
Nouveaux Principes d'économie politique
Jean Charles Léonard de Sismondi
Sismondis Werk entwickelt eine frühe Kritik des unkontrollierten Kapitalismus und argumentiert, dass angemessene Arbeiterlöhne notwendig sind, damit ein stabiles wirtschaftliches System entsteht. Nur durch ausreichende Kaufkraft der Arbeiter lassen sich Absatzkrisen und Überproduktion vermeiden – eine zentrale These zu den ökonomischen Grundlagen des Sozialstaats.
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:31:39 „Aber die klügsten Gedanken dazu hat sich ein französischer Schweizer namens Simon de Desismondi gemacht, der sehr überzeugend erklärt hat, nur wenn man seine Arbeiter vernünftig bezahlt, kann der Kapitalismus dauerhaft funktionieren.“
Precht erklärt die ökonomischen Ursprünge des Sozialstaats und die Absatzkrisen der frühen Industrialisierung. Er nennt Sismondi als den klügsten Denker zu diesem Problem und gibt dessen zentrale These wieder, dass Kaufkraft der Arbeiter Voraussetzung für funktionierenden Kapitalismus ist.
Von der Pflicht. Eine Betrachtung
Richard David Precht
Richard David Precht fragt in seinem Buch, das während der Covid-19-Pandemie entstand: Was schulden wir einander? Während die meisten Menschen Empathie mit den Schwachen zeigten, entpflichteten sich andere im Namen der Freiheit. Ein philosophischer Appell an Verantwortung und Gemeinsinn.
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:37:01 „Und meine Frage an dich ist, Richard, du hast ja mal ein sehr schönes Buch über die Pflicht gemacht. Ist das die Falle, in die sozusagen auch die SPD letzten Endes getappt ist?“
Lanz leitet über zur Frage, ob der Sozialstaat eine Pflicht-Lücke hat. Er verknüpft Prechts Buch über den Pflichtbegriff mit der SPD-Haltung zum Bürgergeld und fragt, ob die Partei zu naiv an das Gute im Menschen geglaubt hat, statt Pflichten einzufordern.
Das Kapital im 21. Jahrhundert
Thomas Piketty
Wie funktioniert die Akkumulation und Distribution von Kapital? Welche dynamischen Faktoren sind dafür entscheidend? Jede politische Ökonomie umkreist die Fragen nach der langfristigen Evolution von Ungleichheit, der Konzentration von Wohlstand und den Chancen für ökonomisches Wachstum. Aber befriedigende Antworten gab es bislang kaum, weil geeignete Daten und eine klare Theorie fehlten. In "Das Kapital im 21.
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:40:32 „Thomas Piketty, das ist der französische Ökonom, der das Kapital geschrieben hat, der über Nachtwelt berühmt geworden ist mit diesem Buch.“
Lanz erwähnt Piketty neben Michael Sandel als einen der wichtigsten Denker zu Ungleichheit und Aufstiegschancen. Das Buch wird als Referenzwerk genannt, das Piketty weltberühmt gemacht hat, im Kontext der Diskussion über die wachsende Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern seit den 1980er Jahren.
The Tyranny of Merit
Michael Sandel · 2020
A TLS, GUARDIAN AND NEW STATESMAN BOOK OF THE YEAR 2020 The new bestseller from the acclaimed author of Justice and one of the world's most popular philosophers "Astute, insightful, and empathetic...A crucial book for this moment" Tara Westover, author of Educated These are dangerous times for democracy. We live in an age of winners and losers, where the odds are stacked in favour of the already fortunate.
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:41:39 „Sandel bringt einen sehr interessanten Begriff in die Debatte, Meritokratie. Und sagt, eine Meritokratie, also man verdient sich sozusagen etwas. Und die Frage, wie ein Verdienst oder die Idee von Verdienst zu etwas werden kann, was dann schwierig wird, zu einer Art Tyrannei, wie er es nennt, das ist natürlich interessant.“
Lanz führt Sandels These ein, dass das meritokratische Aufstiegsversprechen seit den 1980er Jahren zur Demütigung der Abgehängten geführt hat. Er verbindet Sandels Analyse mit seiner eigenen Biografie als jemand, der ohne akademische Privilegien aufgewachsen ist, und sieht in dieser Frustration einen Motor für den aktuellen Kulturkampf und die AfD.
Hillbilly Elegy
J.D. Vance
From a former marine and Yale Law School graduate, this book is a probing look at the struggles of America's white working class through the author's own story of growing up in a poor Rust Belt town. Hillbilly Elegy is a passionate and personal analysis of a culture in crisis - that of poor, white Americans.
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:44:45 „Du hast ein paar Parallelen mit J.D. Vance, der ja auch diesen Weg ohne Förderung und so weiter gegangen ist. Und natürlich hat es ein ganz anderes Elternhaus, aber du hast einen sehr langen Weg gemacht.“
Precht vergleicht Lanz' Aufstiegsbiografie mit der von J.D. Vance. Der Verweis auf Vances Weg 'ohne Förderung' bezieht sich implizit auf dessen autobiografisches Buch 'Hillbilly Elegy', in dem Vance seinen Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen in Appalachia beschreibt.
Wall Street
Oliver Stone · 1987
Bud Fox, ein strebsamer, junger Börsenmakler, will das schnelle Geld machen. Nachdem er den skrupellosen, millionenschweren Spekulanten Gordon Gekko kennenlernt, scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen. Aber dieser Traum hat seinen Preis. Durch Gekko wird Bud in einen Strudel krimineller Machenschaften gezogen. Als Gekko jedoch die Fluglinie, bei der Buds Vater beschäftigt ist, zu ruinieren droht, erkennt er seinen Irrtum. Es ist die Stunde der Entscheidung von Gier gegen Gewissen.
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:46:50 „Das war auch die Zeit mit Michael Douglas als Börsenmakler, als Gecko. Das war sozusagen die Zeit, wo man sagt, du musst einfach das System ausnutzen. Du musst mit Milliarden jonglieren und du musst der eiskalteste, gerissenste Hund sein.“
Precht nutzt die ikonische Filmfigur Gordon Gecko als Symbol für den Wertewandel der 1980er und 90er Jahre: weg von der klassischen Leistungsgesellschaft, hin zur Erfolgsgesellschaft, in der Skrupellosigkeit und Finanzspekulation mehr bewundert werden als ehrliche Arbeit.
Germany's Next Topmodel
Heidi Klum / ProSieben · 2006
Germany’s Next Topmodel (kurz: GNTM) ist eine deutsche Castingshow im Reality-TV-Format des Senders ProSieben. Die seit 2006 jährlich ausgestrahlte Sendung wird von Heidi Klum moderiert und ist eine glokalisierte Adaption des amerikanischen Next-Topmodel-Formats.
🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:47:46 „Das heißt also, die Leistung einer Pflegekraft, die beharrlich über Jahrzehnte gute Arbeit geleistet zu haben, wird weniger anerkannt als der Erfolg von irgendjemand bei Germany's Next Topmodel, wo keine Leistung hintersteht.“
Precht verwendet die Show als Negativbeispiel für die Umdefinition des Leistungsbegriffs: In der modernen Erfolgsgesellschaft werde mediale Prominenz ohne substanzielle Leistung höher bewertet als jahrzehntelange Pflegearbeit. Das illustriert seine These vom Wandel der Leistungs- zur Erfolgsgesellschaft.
Spiegel-Artikel zur Erbschaftssteuer
Jedes Jahr werden in Deutschland Vermögen im Wert von 200 bis 300 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt. Laut einer neuen DIW-Studie entgehen dem Fiskus dabei Milliardenbeträge - eine radikale Erbschaftsteuerreform sei daher überfällig.
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:50:25 „Kollegen vom Spiegel haben neulich ein großes Stück darüber geschrieben. Es gibt einen herrlichen Satz in diesem Text, der geht so. In Deutschland gibt es sagenumwobene Orte, den Brocken, die Loreley, Den Schwarzwald und Ommas Häuschen.“
Lanz zitiert aus einem Spiegel-Artikel über die Ungerechtigkeiten bei der deutschen Erbschaftssteuer und die Lobby-Arbeit dagegen.
Erbschaftssteuer-Recherche (Ommers Häuschen)
Der Artikel untersucht die Gestaltungslücken in der deutschen Erbschaftssteuer. Während oft kleine Eigenheime als bedroht dargestellt werden, profitieren tatsächlich vor allem Großvermögen von hohen Freibeträgen und Steuerschlupflöchern. Die SPD plant Maßnahmen, um diese Ungerechtigkeit zu beheben und Milliardenvermögen stärker zu besteuern.
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:50:39 „Kollegen vom Spiegel haben neulich ein großes Stück darüber geschrieben. Es gibt einen herrlichen Satz in diesem Text, der geht so. In Deutschland gibt es sagenumwobene Orte, den Brocken, die Loreley, den Schwarzwald und Ommers Häuschen.“
Lanz zitiert ausführlich aus einem Spiegel-Artikel über die Ungerechtigkeit der deutschen Erbschaftssteuer. Der Artikel entlarvt den Mythos, dass vor allem kleine Eigenheime von der Steuer bedroht seien, und zeigt, dass tatsächlich Großvermögen von den Freibeträgen profitieren. Lanz nutzt den Artikel als Beleg für die Feigheit der Politik bei der Vermögensbesteuerung.
Artikel über Erbschaftssteuer und Omas Häuschen
Die verbreitete Erzählung, dass die Erbschaftssteuer vor allem Durchschnittsfamilien mit geerbten Eigenheimen trifft, stimmt laut diesem Spiegel-Stück nicht. Der Artikel dekonstruiert den politisch wirkmächtigen Mythos vom bedrohten 'Omas Häuschen' und zeigt, dass Eigenheime im deutschen Steuerrecht weitgehend geschützt sind. Kernthese: Die Empörung über die Erbschaftssteuer wird gezielt genutzt, um Steuervorteile für große Vermögen zu verteidigen, obwohl die tatsächliche Belastung kleiner Erbschaften minimal ist.
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:50:39 „Kollegen vom Spiegel haben neulich ein großes Stück darüber geschrieben. Es gibt einen herrlichen Satz in diesem Text, der geht so. In Deutschland gibt es sagenumwobene Orte, den Brocken, die Loreley, den Schwarzwald und Ommers Häuschen.“
Lanz spricht über die Ungerechtigkeit bei der Erbschaftssteuer und verweist auf einen ausführlichen Spiegel-Artikel, der die Mythen rund um die Erbschaftssteuer dekonstruiert. Der Artikel zeigt laut Lanz, dass die Erzählung vom bedrohten Eigenheim nicht stimmt — Eigenheime können steuerfrei weitergegeben werden — und dass die tatsächlich vererbten Summen dreimal höher sind als offiziell erfasst.