Annalena Baerbock, wie grün ist Deutschland wirklich
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Annalena Baerbock spricht 23 Tage nach ihrer Nominierung zur Kanzlerkandidatin über den Zustand ihrer Partei, die Gefahr durch die AfD und ihr Ringen mit dem Klischee, Klimaschutz bedeute Verzicht. Sie wehrt sich gegen die Dystopie, grüne Politik mache alles schlechter, und wirbt für das genaue Gegenteil: Vieles werde besser werden.
„Daher hadere ich so mit dieser Dystopie, dass Klimaschutz bedeutet Verzicht und alles wird schlechter, sondern eher im Gegenteil. Vieles wird dadurch besser werden.“
Erwähnte Medien (14)
Nena
Nena
Nena (bürgerlich Gabriele Susanne Kerner; * 24. März 1960 in Hagen) ist eine deutsche Popmusikerin. Durch den Hit 99 Luftballons der Band Nena wurde sie Mitte der 1980er Jahre international bekannt. 1960 bis 1987 Gabriele Susanne Kerner wurde im Hagener Marien-Krankenhaus geboren, als ihre Eltern in Breckerfeld wohnten, und wuchs dort sowie in Hagen auf. Seit ihrem dritten Lebensjahr nach einem Spanienurlaub nannte man sie Nena. Die Spanier riefen sie „nena“, dem spanischen Wort für „kleines Mädchen“.
🗣 Christoph Amend zitiert daraus bei ⏱ 00:09:27 „Sie erzählt in Interviews gelegentlich, dass sie gerne Nena hört und ist Spezialistin für Atemtechnik. Darüber müssen wir auch noch reden nachher.“
In der Vorstellung von Annalena Baerbock erwähnt Christoph Amend, dass die Kanzlerkandidatin in Interviews erzählt hat, gerne die Musik von Nena zu hören. Im A-oder-B-Spiel bestätigt Baerbock dies später mit der Wahl 'Nena' bei der Frage 'Nena oder Nina?'.
Robert Habeck Interview nach der Kanzlerkandidatur-Entscheidung
Annalena Baerbock spricht sich in diesem ZEIT-Artikel für Robert Habeck als Kanzlerkandidat der Grünen bei der Bundestagswahl 2025 aus. Ein Interview mit Habeck, das kurz nach Baerbocks Nominierung entstand, zeigt ihn nachdenklich und emotional belastet von dieser parteiinternen Entscheidung. Der Artikel beleuchtet damit die persönliche Dimension des grünen Kandidaten-Findungsprozesses.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:33:10 „Robert Habeck hat auch ein sehr interessantes Interview in der Zeit gegeben, kurz nachdem die Entscheidung gefallen war, wo er auch so ein bisschen seine, also er schien mir auch leicht verletzt und grüblerisch zu sein.“
Im Gespräch über den Findungsprozess der Kanzlerkandidatur zwischen Baerbock und Habeck verweist Wegner auf ein Interview, das Habeck kurz nach Baerbocks Nominierung der ZEIT gab. Wegner beschreibt Habeck darin als nachdenklich und leicht verletzt, was einen Einblick in die emotionale Dimension dieser parteiinternen Entscheidung gibt.
Jahresbericht der Weltorganisation für Meteorologie zur CO2-Konzentration
World Meteorological Organization
Der jährliche Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) dokumentiert die atmosphärische CO2-Konzentration weltweit. Der Bericht zeigt, dass trotz der pandemiebedingten Lockdowns und des massiv reduzierten Flugverkehrs die CO2-Emissionen nur um etwa sieben Prozent sanken – eine erschreckend geringe Auswirkung unter extremen Bedingungen. Dies veranschaulicht die Herausforderung der Klimapolitik: Selbst beispiellose Maßnahmen hinterlassen kaum sichtbare Spuren in den Emissionskurven.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:40:04 „Es gab einen Bericht der Meteorologenorganisation, den es jedes Jahr gibt über CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Der war so klein, dass man wirklich mit der Lupe suchen musste. Also der Effekt des ersten Jahres Pandemie waren, glaube ich, sieben Prozent weniger CO2-Ausstoß weltweit.“
Wegner zitiert den jährlichen WMO-Bericht zur atmosphärischen CO2-Konzentration, um zu verdeutlichen, wie erschreckend gering der Effekt der Pandemie auf die Klimakurve war. Trotz weltweitem Lockdown und massiv reduziertem Flugverkehr war die Delle in der CO2-Kurve kaum sichtbar – was er als Argument nutzt, um nach der nötigen Radikalität der Klimapolitik zu fragen.
Was nun, Frau Baerbock?
In dieser Video-Sendung diskutieren die Moderatoren Bettina Schausten und Anne Gellinek über Außenministerin Annalena Baerbocks Entscheidung, sich bei einer UN-Resolution zum Nahost-Konflikt zu enthalten, anstatt für Israel zu stimmen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die deutsche Solidarität mit Israel unter bestimmten Bedingungen Grenzen haben darf und welche außenpolitischen Ziele Baerbock mit diesem Abstimmungsverhalten verfolgte. Die Sendung hinterfragt damit die Konsistenz deutscher Außenpolitik zwischen dem Anspruch unbedingter Unterstützung Israels und pragmatischen diplomatischen Überlegungen bei internationalen Abstimmungen.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:47:37 „Sie haben das auch gerade gesagt, wir nehmen übrigens auf, heute ist Dienstag, der 11. Mai, Sie waren gestern bei Was nun, Frau Baerbock und da ging es auch um die Frage, naja, also Ihre Gespräche haben ergeben, wir brauchen Elektroautos relativ schnell, relativ flächendeckend.“
Wegner bezieht sich auf Baerbocks Auftritt in der ZDF-Sendung 'Was nun?' vom Vortag, um ihre Position zur Elektromobilität aufzugreifen. Er nutzt ihre dort getätigten Aussagen als Überleitung zur Frage, wie schnell der Umstieg auf Elektroautos gelingen muss.
Deutschlandfunk-Interview mit der Spitzenkandidatin der Linken
Verstehen, was Deutschland und die Welt bewegt – mit dem „Deutschlandfunk aktuell“-Podcast. Welche Themen bestimmen den Tag? Warum sind sie relevant und was bedeuten sie für mich? Hier finden Sie aktuelle Informationen, einordnende Berichte und hintergründige Gespräche mit Korrespondentinnen, Politikern und Expertinnen im In- und Ausland, ergänzt durch aktuelle Wirtschaftsberichte.
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:05:30 „Weil ich habe heute Morgen, ich weiß nicht, ob Sie heute Morgen auch im Deutschlandfunk das Interview gehört haben mit der Spitzenkandidatin der Linken, die auch dann nochmal gesagt hat, sie ist dafür, die NATO aufzulösen.“
Im Gespräch über die NATO-Position der Grünen erwähnt Christoph Amend ein aktuelles Deutschlandfunk-Interview mit der Spitzenkandidatin der Linken, in dem diese die Auflösung der NATO forderte. Er nutzt das Interview als Aufhänger, um Baerbock nach ihrer eigenen NATO-Haltung zu fragen und den Kontrast zwischen Grünen und Linken herauszuarbeiten.
Die Grüne Macht
Ulrich Schulte · 2021
In einer Zeit, in der die politische Landschaft im Umbruch ist und die Volksparteien zerfallen, werden ausgerechnet die Grünen zum Hort der Stabilität, staatstragend und seriös. Habeck und Baerbock sind die Stars der deutschen Politik und versprechen, Antworten auf die Megafragen des 21. Jahrhunderts zu geben. Sogar das Kanzleramt ist in Reichweite.
🗣 Annalena Baerbock referenziert bei ⏱ 01:31:58 „Uli Schulte, der jetzt ja als größter Grünenkenner gilt, ist wahrscheinlich auch so, ein Buch geschrieben hat und in dem Kapitel, wo er über mich schreibt“
Baerbock erzählt, dass der Journalist Uli Schulte eine Anekdote über ihre Käsespätzle-Bestellung bei den Jamaika-Sondierungen in seinem Buch beschrieben hat
Robert Habeck Interview in der Zeit
Robert Habeck äußert sich in diesem Zeit-Interview kritisch zur politischen Situation nach der Entscheidung für Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin. Er kritisiert den unehrlichen Wahlkampf, spricht über verlorenes Vertrauen und seinen Frust mit Kanzler Scholz. Der Grünen-Politiker wirkt nachdenklich und reflektiert über die persönliche Belastung durch sein Spitzenamt.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:33:42 „Robert Habeck hat auch ein sehr interessantes Interview in der Zeit gegeben, kurz nachdem die Entscheidung gefallen war, wo er auch so ein bisschen seine, also er schien mir auch leicht verletzt und grüblerisch zu sein.“
Wegner erwähnt ein Zeit-Interview mit Robert Habeck nach der Entscheidung zur Kanzlerkandidatur von Baerbock
Interview mit Boris Palmer
Artikel über die Kontroverse um rassistische Äußerungen von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Der Grünen-Politiker verwendete bei einer Universitätsveranstaltung das N-Wort und verglich die folgende Kritik mit der Verfolgung von Juden in der NS-Zeit. Das ZEIT-Interview behandelt die Krise und Palmers umstrittene Reaktion darauf.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:34:59 „Wie man jetzt in den letzten Tagen mitbekommen hat, an den Äußerungen von Boris Palmer, dem Oberbürgermeister von Tübingen, der ja auch in einem Interview in der Zeit diese Woche, sehr lesenswert, sie geradezu dafür lobt, dass sie sich nach dem Shitstorm, nach dem Wirbel um seine Äußerungen, ihm werden ja rassistische Äußerungen vorgeworfen, ihn angerufen haben und sehr offen mit ihm darüber gesprochen haben.“
Christoph Amend leitet eine Frage zum Krisenmanagement der Grünen ein und verweist auf ein aktuelles ZEIT-Interview mit Boris Palmer, dem Tübinger Oberbürgermeister. Palmer lobt darin Baerbocks Umgang mit dem Skandal um seine als rassistisch kritisierten Facebook-Äußerungen. Amend bezeichnet das Interview als sehr lesenswert und nutzt es als Ausgangspunkt, um Baerbock nach ihrer Reaktion auf die Krise zu fragen.
Boris Palmer Interview in der Zeit
Nicht die Polizei ist die Bedrohung, sondern die Verwahrlosung, sagt Tübingens Bürgermeister Boris Palmer im ZEIT-Interview. Und klingt dabei so gar nicht wie ein Grüner.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:36:04 „der ja auch in einem Interview in der Zeit diese Woche, sehr lesenswert, sie geradezu dafür lobt, dass sie sich nach dem Shitstorm, nach dem Wirbel um seine Äußerungen, ihm werden ja rassistische Äußerungen vorgeworfen, ihn angerufen haben“
Amend verweist auf ein aktuelles Zeit-Interview mit Boris Palmer über die Kontroverse um seine Äußerungen und den Umgang von Baerbock damit
Schnelles Denken, langsames Denken
Daniel Kahneman · 2012
Der Weltbestseller, der das Denken von Millionen Menschen verändert hat - jetzt als hochwertige Erfolgsausgabe Dieses Buch hat die Welt erobert und die Art und Weise, wie wir über unser Verhalten nachdenken, revolutioniert. Ein Kompass für den Alltag, ein Handbuch für Entscheider - ein Bestseller, der von einer jüngeren Generation immer wieder aufs Neue entdeckt wird.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:16:05 „Wir wollen das schnelle System in Ihrem Gehirn aktivieren, nicht das langsame, wo Sie jetzt eine Minute drüber nachdenken. Sie wissen schon, ne?“
Jochen Wegner erklärt Annalena Baerbock die Regeln des A-oder-B-Spiels und verweist dabei implizit auf Daniel Kahnemans Konzept von System 1 (schnelles Denken) und System 2 (langsames Denken), um zu verdeutlichen, dass sie intuitiv und ohne langes Nachdenken antworten soll.
Dookie
Green Day
Dookie ist das dritte Studioalbum der US-amerikanischen Punkrock-Band Green Day und ihr erstes bei einem Major-Label (Reprise Records). Es wurde am 28. Januar 1994 in Deutschland und am 1. Februar in den USA veröffentlicht. Es zählt mit über 24 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit meistverkauften Musikalben.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:24:24 „Dookie oder American Idiot? Ich kenne das nicht. Aber ich will mein Weiter nicht vergeuden. Dann sage ich Duki in Unkenntnis dessen.“
Im schnellen A-oder-B-Spiel stellt Jochen Wegner die Wahl zwischen zwei Green-Day-Alben. Baerbock kennt beide nicht, entscheidet sich aber spontan für Dookie, um keinen ihrer limitierten Weiter-Joker zu verbrauchen.
American Idiot
Green Day
American Idiot (englisch für „Amerikanischer Idiot“) ist das siebte Studioalbum der US-amerikanischen Punkrock-Band Green Day. Es erschien am 17. September 2004 bei Reprise Records. Nachdem die Band das letzte Album Warning allein produziert hatte, setzte sie bei American Idiot wieder auf die Unterstützung ihres langjährigen Produzenten Rob Cavallo. American Idiot erreichte international hohe Chartpositionen.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:24:24 „Dookie oder American Idiot? Ich kenne das nicht. Aber ich will mein Weiter nicht vergeuden. Dann sage ich Duki in Unkenntnis dessen.“
Das siebte Studioalbum von Green Day wird als Alternative zu Dookie im A-oder-B-Spiel angeboten. Baerbock gibt offen zu, keines der beiden Alben zu kennen — eine Musikbildungslücke, die sie mit Humor nimmt.
Star Wars
George Lucas · 1977
Seit der Vernichtung der Jedi-Ritter steht die Galaxie unter der grausamen Herrschaft des Imperiums. Nur eine kleine Gruppe von Rebellen, angeführt von der schönen Prinzessin Leia, widersetzt sich der dunklen Macht. Als es ihnen gelingt, die geheimen Baupläne für den gefährlichen Todesstern zu entwenden, gerät das Imperium in Aufruhr. Durch Zufall gelangen die Pläne ausgerechnet in die Hände des Farmerjungen Luke Skywalker, der spürt, dass er sein bisheriges Leben hinter sich lassen muss. Gemein
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:26:15 „Luke Skywalker oder Han Solo? Ach so, Luke, Skywalker. Wie viel Wählerstimme ich hier verliere, weil ich so breiten Fernsehen gucke. Star Wars ist eine Bildungslücke bei ganz vielen Menschen. Das ist völlig okay.“
Wegner fragt im A-oder-B-Spiel nach Luke Skywalker oder Han Solo. Baerbock versteht die Frage zunächst nicht und braucht die Erklärung, dass es um Star Wars geht. Wegner tröstet sie damit, dass Star Wars bei vielen Menschen eine Bildungslücke sei.
Porträt über Annalena Baerbock
Tina Hildebrandt
Porträt von Tina Hildebrandt über Annalena Baerbock in der ZEIT. Das Porträt untersucht das Verhältnis zwischen Baerbock und Kanzlerin Angela Merkel und enthält ein prägendes Bild der beiden Politikerinnen, auf dem Merkels Blick Einblicke in ihre Beziehung gewährt.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:37:15 „Ich glaube, ich habe mal in einem Porträt in der Zeit über Sie gelesen von Tina Hildebrandt, einer sehr verehrten Kollegin, mit der ich natürlich auch gesprochen habe, bevor wir jetzt sprechen. Ich meine, in dem Porträt stand, es gibt ein Bild von Ihnen, wo Sie miteinander sprechen und die Kanzlerin wirft einen Blick zu, für den manche in der CDU töten würden.“
Wegner zitiert ein Porträt seiner Zeit-Kollegin Tina Hildebrandt über Baerbock, um das Verhältnis zwischen Baerbock und Angela Merkel zu thematisieren. Er erinnert sich an eine besondere Passage über einen Blick, den die Kanzlerin Baerbock zugeworfen habe, und nutzt das als Gesprächsanlass, um nach der persönlichen Gesprächsebene zwischen den beiden zu fragen.