Alles gesagt? – Monika Hauser, wie helfen Sie Frauen im Krieg
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Monika Hauser, wie helfen Sie Frauen im Krieg

Alles gesagt? / 04. Dezember 2023 / 14 Medien

Christoph Amend, Jochen Wegner & Monika Hauser

Monika Hauser, Ärztin, Gründerin von medica mondiale und Trägerin des Alternativen Nobelpreises, spricht über ihren jahrzehntelangen Kampf gegen sexualisierte Gewalt an Frauen in Kriegsgebieten. Sie zieht eine direkte Linie zwischen Gewalt im Frieden und der Eskalation im Krieg und schildert, wie sie als junge Frau den Impuls spürte, sich einzumischen — ein Antrieb, der sie bis heute nicht losgelassen hat.

„Die Gewalt im Krieg in diesem Maß ist möglich, weil wir eben auch so viel sexualisierte Gewalt im Frieden haben.“
🗣 Monika Hauser

Erwähnte Medien (14)

M Theater

Max-Ernst-Museum Brühl

Max Ernst

Das Max-Ernst-Museum in Brühl zeigt Werke des Surrealisten Max Ernst und wechselnde Ausstellungen. Es ist ein kultureller Ort zur Erkundung dadaistischer und surrealistischer Kunstrichtungen.

🗣 Monika Hauser empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:08:29 „Es gibt aber auch das Max-Ernst-Museum. Ja, sehr sehenswert. Mit tollen wechselnden Ausstellungen. Dadaistisch, surrealistisch, sehr spannend.“

Christoph Amend erwähnt das Phantasialand in Brühl, woraufhin Monika Hauser auf das Max-Ernst-Museum hinweist und dessen wechselnde Ausstellungen lobt. Dies führt zu einem längeren Exkurs über Max Ernsts Biografie und Flucht vor den Nazis.

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Netflix-Serie über Varian Fry

Netflix-Serie über Varian Fry

Dramatisierung des Lebens von Varian Fry, dem amerikanischen Fluchthelfer, der während des Zweiten Weltkriegs Künstler und Intellektuelle aus dem besetzten Frankreich rettete. Das Historiendramas zeigt seinen mutigen Einsatz gegen die Nazi-Besatzung und die Gründung einer Hilfsorganisation.

🗣 Monika Hauser erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:09:54 „die ganze Geschichte mit Marianne Frey, über den ja auch letztendlich eine Netflix-Serie gedreht wurde. Varian Frey sozusagen hat die erste NGO gegründet“

Monika Hauser erwähnt eine Netflix-Serie über den Fluchthelfer Varian Fry im Kontext der Fluchtgeschichte von Max Ernst aus dem besetzten Frankreich

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Transatlantik

Transatlantik

Anna Seghers / Netflix · 2023

Im Marseille der 1940er gründen zwei Amerikaner und Verbündete eine Rettungsaktion, um den hellsten Köpfen Europas die Flucht während des 2. Weltkriegs zu ermöglichen.

🗣 Monika Hauser erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:11:50 „Varian Frey sozusagen hat die erste NGO gegründet, wenn wir so wollen, um gefährdete jüdische Menschen aus dem besetzten Frankreich rauszuholen und darüber konnte auch Max Ernst fliehen.“

Monika Hauser erzählt die Fluchtgeschichte von Max Ernst aus dem besetzten Frankreich über Varian Fry. Christoph Amend ergänzt, dass über Varian Fry eine Netflix-Serie gedreht wurde. Gemeint ist die Netflix-Serie 'Transatlantik' (2023), die auf der wahren Geschichte von Varian Fry und dem Emergency Rescue Committee basiert.

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W Magazin

Weltkunst

Weltkunst ist ein monatliches Kunstmagazin, das sich der zeitgenössischen und klassischen Kunst widmet. Die Publikation arbeitet mit international renommierten Kunstexperten wie Hans-Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery zusammen und bietet fundierte Beiträge zur Kunstwelt.

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:12:56 „Vor allem, was viele ja nicht wissen, Christoph ist ja Hausgeber der Weltkunst. Der wichtigsten Kunstzeitschrift in Deutschland.“

Jochen Wegner erwähnt die Kunstzeitschrift Weltkunst im Zusammenhang mit Christoph Amends Rolle als Herausgeber

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Sternbericht über vergewaltigte Frauen im Bosnienkrieg

Sternbericht über vergewaltigte Frauen im Bosnienkrieg

Der Stern-Artikel berichtet über Recherchen des Autors Ezio Gavazzeni zum Bosnienkrieg. Das zentrale Thema sind Vorwürfe gegen wohlhabende Westler, die während des Krieges Zivilisten gejagt und ermordet haben sollen – angeblich gegen erhebliche Geldbeträge. Der Artikel dokumentiert diese schwierigen historischen Recherchen und ihre Auswirkungen auf Zeitzeugen wie Monika Hauser, die sich durch solche Berichte zu ihrem Engagement gegen Kriegsverbrechen bewogen fühlte.

🗣 Monika Hauser referenziert bei ⏱ 00:14:06 „Ja, dieser Sternbericht, der läuft mir jetzt halt seit 30 Jahren nach, so ist es. Aber die Geschichte stimmt.“

Monika Hauser beschreibt einen Artikel im Stern über vergewaltigte Frauen im Bosnienkrieg als einen der Auslöser für ihr Engagement

Zum Artikel bei Stern Details
Stern-Bericht über vergewaltigte Frauen im Bosnienkrieg

Stern-Bericht über vergewaltigte Frauen im Bosnienkrieg

Reiche Westler sollen im Bosnienkrieg Jagd auf Zivilisten gemacht haben – für viel Geld. Der Autor Ezio Gavazzeni erzählt im Interview von den schwierigen Recherchen für sein Buch.

🗣 Monika Hauser referenziert bei ⏱ 00:14:40 „Ja, dieser Sternbericht, der läuft mir jetzt halt seit 30 Jahren nach, so ist es. Blut, Tränen, es ging wirklich um ein Schlüssellochblick auf die Frauen. Was haben sie erlebt? Noch ein Detail, noch ein Detail. Aber diese sensationsheischende Art und Weise der Berichterstattung über die Frauen.“

Christoph Amend spricht an, dass Monika Hausers Lebensweg mit einem Bericht im Stern begann. Hauser erklärt, dass die sensationsheischende Berichterstattung des Stern über vergewaltigte Frauen im Bosnienkrieg sie empörte und sie dazu bewegte, selbst nach Bosnien zu reisen. Der konkrete Artikel war einer der Auslöser für die Gründung von Medica Mondiale.

Zum Artikel bei Stern Details
Mona Lisa

Mona Lisa

Maria von Welser · 2026

ML Mona Lisa war ein von April 1988 bis Juli 2017 im ZDF ausgestrahltes Gesellschaftsmagazin; bis Mai 2011 eine Informationssendung hauptsächlich für Frauen, ab dann sollten verstärkt auch männliche Zuschauer angesprochen werden. Die Redaktion saß in München. Laut ZDF wurden als Kosten rund 57.000 Euro pro Ausgabe veranschlagt.

🗣 Monika Hauser referenziert bei ⏱ 00:44:54 „Sprich, die ZDF-Mona Lisa-Sendung hat darüber berichtet. Diese Sendung hat mit als Erste im Herbst über das berichtet, was sich da in Bosnien zuträgt.“

Monika Hauser erzählt, wie sie Anfang der 1990er Jahre Unterstützung für ihr Projekt in Bosnien fand. Die ZDF-Sendung Mona Lisa war eine der ersten, die über die Situation der Frauen in Bosnien berichtete. Über den zugehörigen Mona-Lisa-Hilfsfonds erhielt Hauser erste Gelder für den Aufbau von Medica Zenica. Christoph Amend ergänzt, dass er sich gut an die Moderatorin Maria Welser erinnert.

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Artikel über Mals in Geo

Artikel über Mals in Geo

Die südtiroler Gemeinde Mals mit 5.000 Einwohnern liegt im Zentrum Europas größten Apfelanbaugebiets, das mit intensivem Pestizideinsatz von 55 kg pro Hektar arbeitet. Um ihre Gesundheit und Felder vor Pestizid-Abdrift zu schützen, stimmten die Malser im September 2014 für ein Verbot EU-weit zugelassener chemisch-synthetischer Pestizide auf ihrem Gemeindegebiet. Der Gemeinderat lehnte sich zunächst gegen diesen Bürgerwillen auf, einigte sich dann aber auf eine Verordnung mit Übergangsfrist: Neubetriebe müssen sofort pestizidfrei arbeiten, bestehende ab Frühjahr 2018. Der Bauernbund und die Landesregierung bekämpfen diese Verordnung, während Filmemacher Alexander Schiebel als Neu-Malser den Widerstand dokumentiert und damit überregionale Aufmerksamkeit schafft.

🗣 Monika Hauser erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:59:15 „Malz hat sich ja pestizidfrei erklärt vor ein paar Jahren. Da gibt es auch eine super Doku drüber. In Geo wurde das gross und breit erklärt.“

Im Zusammenhang mit ihrer Erzählung über das pestizidfreie Dorf Mals in Südtirol erwähnt Monika Hauser, dass das Magazin Geo ausführlich über das Projekt berichtet hat. Der konkrete Artikeltitel wird nicht genannt, aber die Erwähnung unterstreicht die überregionale Aufmerksamkeit für das Malser Modell.

Zum Artikel bei Deutschlandfunknova.de Details
Die Misfits

Die Misfits

Die Misfits waren ein deutsches Entertainment-Duo, das Monika Hauser 1993 einlud, bei einer ihrer Shows in NRW über ihre humanitäre Arbeit in Bosnien zu berichten. Dies war Hausers erster öffentlicher Auftritt und ein Wendepunkt: Sie erkannte erstmals, dass ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen Menschen tiefgreifend emotional erreichen und bewegen können. Der Moment, als die ersten Zuschauer zu weinen begannen, zeigte ihr die Kraft ihrer Botschaft.

🗣 Monika Hauser referenziert bei ⏱ 02:12:59 „Kennt ihr noch die Misfits? Die Misfits haben mir, ich wüsste jetzt nicht mehr den exakten Zeitpunkt, aber ich würde mal sagen, Zweites Halbjahr 1993 haben sie in NRW eben von unserer Arbeit gehört und haben mich gefragt, ob ich nicht bei einem ihrer Auftritte kommen will, um darüber zu berichten, was wir vor Ort tun. Das war sozusagen mein erster öffentlicher Auftritt.“

Monika Hauser erzählt von ihrem allerersten öffentlichen Auftritt in einem Entertainment-Rahmen. Das Comedy-Duo Die Misfits lud sie 1993 ein, bei einer ihrer Shows über die Arbeit in Bosnien zu berichten. Der Moment, als die ersten drei Reihen im Publikum zu weinen begannen, war für Hauser die Erkenntnis, dass sie mit ihren Schilderungen Menschen erreichen und bewegen kann.

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Germany's Next Topmodel

Germany's Next Topmodel

Heidi Klum / ProSieben · 2006

Germany’s Next Topmodel (kurz: GNTM) ist eine deutsche Castingshow im Reality-TV-Format des Senders ProSieben. Die seit 2006 jährlich ausgestrahlte Sendung wird von Heidi Klum moderiert und ist eine glokalisierte Adaption des amerikanischen Next-Topmodel-Formats.

🗣 Monika Hauser erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:27:18 „Viel schwieriger finde ich, dass diese ganze Heidi Klum-Geschichten und Schönheitsideale einen so massiven Einfluss auf junge Frauen haben. Wir wissen, dass Bulimie, Anorexie, sonstige Essstörungen wirklich ein großes Problem sind.“

Im Gespräch über junge Feministinnen kommt Monika Hauser auf die schädlichen Schönheitsideale zu sprechen, die durch Formate wie die von Heidi Klum transportiert werden. Sie sieht darin einen massiven Druck auf junge Frauen, der zu Essstörungen führt und dem feministischen Anliegen entgegensteht.

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Ausstellung Flucht und Vertreibung

Ausstellung Flucht und Vertreibung

Haus der Geschichte

Die Ausstellung im Haus der Geschichte Bonn dokumentiert eines der größten Leidensgeschichten des 20. Jahrhunderts: Zwischen 60 und 80 Millionen Menschen wurden in Europa zur Flucht gezwungen, wobei der Zweite Weltkrieg eine beispiellose Dimension erreichte. Mit bis zu 14 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen waren Deutsche am stärksten betroffen, deren Eingliederung in der Nachkriegszeit eine zentrale Herausforderung darstellte. Die Wechselausstellung zeigt nicht nur das unmittelbare Geschehen von Flucht und Vertreibung, sondern auch die vielfältigen Integrationsprozesse in Bundesrepublik und DDR. Durch Zeitzeugen-Interviews, biografische Lebensläufe von 150 Personen und persönliche Exponate – etwa ein Kommunionkleid aus Mullbinden aus einem Lager in Dänemark – werden die individuellen Schicksale und die kulturelle Rezeption in Literatur, Film und Wissenschaft lebendig gemacht.

🗣 Monika Hauser referenziert bei ⏱ 03:38:28 „Das war zum 60. Jahr nach Kriegsende. Da hat das Haus der Geschichte eine Ausstellung gemacht, Flucht und Vertreibung.“

Monika Hauser erzählt von einer Ausstellung des Hauses der Geschichte, bei der das Thema Vergewaltigungen im Zweiten Weltkrieg fehlte, wogegen sie protestierte

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Flucht und Vertreibung

Flucht und Vertreibung

Haus der Geschichte

Die Ausstellung "Flucht und Vertreibung" des Hauses der Geschichte thematisiert die Folgen des Zweiten Weltkriegs mit Fokus auf sexualisierte Gewalt gegen Frauen – ein lange vernachlässigtes Kapitel der Erinnerungskultur. Sie dokumentiert Vertreibungserfahrungen und deren psychologische Traumata und trägt zu einer vollständigeren Aufarbeitung der Kriegsfolgen bei.

🗣 Monika Hauser referenziert bei ⏱ 03:39:35 „Das war zum 60. Jahr nach Kriegsende. Da hat das Haus der Geschichte eine Ausstellung gemacht, Flucht und Vertreibung. Und ich habe damals dem Kurator geschrieben, als ich das mitgekriegt habe, dass er diese Ausstellung plant, habe ich geschrieben, er darf auf keinen Fall die Frauen und die Vergewaltigungen, die im Zweiten Weltkrieg passiert sind, vergessen.“

Monika Hauser erzählt, wie sie anlässlich der Ausstellung 'Flucht und Vertreibung' im Haus der Geschichte den Kurator kontaktierte, um auf die fehlende Darstellung sexualisierter Gewalt im Zweiten Weltkrieg hinzuweisen. Die Vergewaltigungen kamen in der Ausstellung dennoch nicht vor, was viele betroffene Frauen erneut traumatisierte – ein Beispiel für das systematische Schweigen über diese Gewalterfahrungen.

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Anfrage

Anfrage

Christian Geißler · 2023

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Detlef Grumbach Christian Geissler untersucht in seinem Romandebüt "Anfrage" (1960) die Schuld der Väter am Holocaust und greift die "Wir haben von allem nichts gewusst"-Haltung der Adenauer-Ära an. Das war neu und stieß nicht gerade auf Gegenliebe in der Nachkriegsgesellschaft. Der Roman erzählt vom Physiker Klaus Köhler, der herausfinden will, was mit der jüdischen Familie Valentin geschehen ist.

🗣 Monika Hauser referenziert bei ⏱ 03:43:45 „Ich lese gerade von Christian Geissler die Anfrage. Das ist sehr spannend, weil er hat dieses Buch «58» geschrieben und das Buch ist dann völlig untergegangen und jetzt vor kurzem im Verbrecherverlag neu aufgelegt worden.“

Monika Hauser spricht über die deutsche Nachkriegsgesellschaft und die Unfähigkeit, über Schuld und Scham zu reden. Christian Geißlers Buch 'Anfrage' (1960) stellt die Frage, wo die Väter sind, die so viel Unheil angerichtet haben und nun mit der jungen Generation darüber sprechen müssten. Das Buch wurde damals totgeschwiegen und ist erst kürzlich im Verbrecherverlag neu aufgelegt worden – für Hauser ein Schlüsseltext zum Verständnis der deutschen Verdrängungsgeschichte.

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Aufräumen mit Marie Kondo

Aufräumen mit Marie Kondo

Marie Kondo · 2019

Die japanische Entrümpelungsexpertin Marie Kondo stellt in dieser Doku-Serie die KonMari-Methode vor. Mit ihr lässt sich das Zuhause und das Leben gekonnt ausmisten und die Lebensqualität steigern.

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:01:16 „Ich habe das einmal gesehen und wusste, nee, hilft doch nicht. Das hilft mir nicht, was sie da macht. Ich habe auf Netflix mal eine Sendung gesehen.“

Jochen Wegner spricht über Marie Kondos Netflix-Sendung zum Thema Aufräumen, die er einmal gesehen hat

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