Kunstgeschichte
60 Medien · 1 Episoden · Seite 1 von 2
Medien (60)
Anselm
Wim Wenders · 2023
In Anselm zeichnet Wim Wenders das Porträt eines der innovativsten und bedeutendsten bildenden Künstler unserer Zeit: Anselm Kiefer. Gedreht in 3D und in einer Auflösung von 6K erlaubt der Film seinem Publikum eine filmische Reise durch das Werk eines Künstlers, dessen Kunst die menschliche Existenz und die zyklische Natur der Geschichte erforscht, inspiriert von Literatur und Poesie, Geschichte, Philosophie, Wissenschaft, Mythologie und Religion.
Apeshit
Beyoncé und Jay-Z (The Carters)
Das ikonische Musikvideo »Apeshit« von Beyoncé und Jay-Z wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Louvre gedreht. Das Video steht als Sinnbild für exklusive Orte und Erlebnisse, die normalerweise für die Masse unzugänglich sind — ein Vergleich, der die Exklusivität von Privilege und besonderen Erfahrungen verdeutlicht.
Art (Zeitschrift)
Die Kunstzeitschrift art beleuchtet die Bedeutung des Simson-Motivs in Rembrandts Werk und erklärt die Häufigkeit dieser Darstellungen aus dem kalvinistischen Weltbild der Niederlande. Der Artikel zeigt, wie die Reformation zur Ablehnung heidnisch-antiker Themen führte, während die biblische Simson-Geschichte ideal in die protestantische Bilderwelt passte. Damit wird deutlich, wie religiöse und kulturelle Überzeugungen die künstlerischen Entscheidungen der Frühen Neuzeit prägte. Die Analyse verbindet Kunstgeschichte mit Religionsgeschichte und bietet Einblick in die ideologischen Grundlagen niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts. Die aktuelle Ausgabe steht als ePaper im iKiosk zur Verfügung.
Artikel über das bedingungslose Grundeinkommen
Rainer Hank
Rainer Hank kritisiert in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens. Er greift auf das Bild von Pieter Brueghels Gemälde 'Schlaraffenland' (1567) zurück, um zu illustrieren, was passiert, wenn Menschen ohne Gegenleistung versorgt werden: Trägheit und Passivität statt produktiver Teilhabe. Der Artikel setzt sich kritisch mit der Idee auseinander, jedem Bürger ein garantiertes Einkommen zu zahlen, und argumentiert gegen eine solche Umverteilungspolitik.
Artikel über den Isenheimer Altar und Schmerzgesellschaft
Jörg Scheller
Jörg Schellers Feuilleton-Text behandelt den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald als künstlerische Auseinandersetzung mit dem Leiden am Kreuz. Der Text interpretiert diese klassische christliche Ikonografie als Gegenpol zur modernen gesellschaftlichen Tendenz der totalen Schmerzvermeidung und stellt die künstlerische Darstellung von Leid als kulturelle und philosophische Notwendigkeit dar. Der Isenheimer Altar, eines der bedeutendsten Werke der deutschen Kunstgeschichte, dient Scheller als Reflexionspunkt für die Frage, wie eine Gesellschaft mit Leiden und Schmerz umgeht und welche Bedeutung deren künstlerische Darstellung hat. Das Werk wird damit nicht nur kunsthistorisch betrachtet, sondern als zeitlose Mahnung gegen eine Kultur der Schmerzverleugnung verstanden.
Augen zu
Florian Illies
Spanisch-Vokabeln wie im Schlaf zu lernen! Willkommen bei unserem Podcast "Augen zu und Lernen - Spanisch"! In dieser Podcast-Reihe geht es darum, Spanisch-Vokabeln mühelos und im Schlaf zu lernen. Wusstest du, dass das Lernen in einem entspannten Zustand besonders effektiv ist? Dieser Zustand wird als Alphawellen-Zustand bezeichnet. In jeder Episode präsentieren wir dir kleine Alltagsgeschichten, die voller nützlicher Spanisch-Vokabeln stecken.
Augen zu – der Kunstpodcast der Zeit
Giovanni Di Lorenzo, Florian Elias
Spanisch-Vokabeln wie im Schlaf zu lernen! Willkommen bei unserem Podcast "Augen zu und Lernen - Spanisch"! In dieser Podcast-Reihe geht es darum, Spanisch-Vokabeln mühelos und im Schlaf zu lernen. Wusstest du, dass das Lernen in einem entspannten Zustand besonders effektiv ist? Dieser Zustand wird als Alphawellen-Zustand bezeichnet. In jeder Episode präsentieren wir dir kleine Alltagsgeschichten, die voller nützlicher Spanisch-Vokabeln stecken.
Ausstellung von Günter Uecker
Günter Uecker
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt die erste Ausstellung nach dem Tod des Künstlers Günther Uecker und gleichzeitig die letzte, an der er noch selbst mitwirkte. Die Schau „Die Verletzlichkeit der Welt" (8. Februar – 14. Juni 2026) würdigt Uekers künstlerisches Erbe: Der 1930 geborene Künstler revolutionierte mit seinen charakteristischen Nagelbildern und -reliefs die Kunstgeschichte der Nachkriegszeit und prägte als Mitglied der Künstlergruppe ZERO die moderne Kunstentwicklung grundlegend. Sein Werk „Bett zum Aufwachen" von 1965 gehört zur Sammlung des Museums, mit dem Uecker eng verbunden war.
Bonsai-Bildband
· 1995
Der Hugo Award (eigentlich: Science Fiction Achievement Award) ist ein seit 1953 verliehener Leserpreis. Er ist nach Hugo Gernsback, einem Begründer des Begriffs Science-Fiction, benannt.
Das Wunder von Borja
Amrei Kohn
Feuersbrunst, Flut und Himmelskrieger: Das "Wunderzeichenbuch" aus dem 16. Jahrhundert zeigt Szenen des Weltuntergangs. Es war jahrhundertelang verschollen und ist erst kürzlich wieder aufgetaucht. Jetzt wurde es als Druck herausgegeben. Seine Geschichte gibt Rätsel auf.
Das letzte Abendmahl und seine Portionen
Dieser Artikel aus dem Hamburger Abendblatt untersucht künstlerische Darstellungen des letzten Abendmahls über tausend Jahre hinweg. Wissenschaftler analysierten 52 Gemälde und entdeckten, dass die dargestellten Portionsgrößen und Tellerausmaße kontinuierlich zunahmen. Die Studie fragt, welche Aussagen diese visuellen Veränderungen über die jeweilige Zeit und Kultur treffen.
Der Meisterfälscher
Ein ehemaliger Kunstfälscher portraitiert prominente Gäste im Stil berühmter Maler und erschafft dabei kunstvolle Werke. Die Serie lebt von der unterhaltsamen Dynamik zwischen dem mürrischen Künstler und hochkarätigen Besuchern sowie deren Reaktionen auf ihre Porträts. Ein originelles Unterhaltungsformat, das Malerei und Talkshow-Elemente verbindet.
Der Wald und der Fluss
Karl Ove Knausgard · 2023
Karl Ove Knausgaard untersucht in diesem Essayband das Werk des deutschen Malers Anselm Kiefer und dessen Auseinandersetzung mit apokalyptischen Themen. Der renommierte norwegische Autor verbindet kunsthistorische Analyse mit philosophischen Reflexionen über die Rolle der Kunst in der modernen Welt. Das Buch beleuchtet, wie Kiefers Malerei existenzielle Fragen und gesellschaftliche Krisen verhandelt.
Der zwölfjährige Jesus im Tempel
Max Liebermann
Max Liebermanns Gemälde von 1879 entfesselte einen massiven Kunstskandal, als es auf der Ersten Internationalen Kunstausstellung in München gezeigt wurde. Der Kunstkritiker Friedrich Pecht griff das Werk als blasphemisch und antisemitisch an und beschrieb die Figuren mit Hasspropaganda, worauf auch antisemitische Politiker wie der Hofprediger Adolf Stoecker gegen den preußisch-liberalen Künstler mobil machten. Als Reaktion auf den Proteststurm übermalte Liebermann die Figur des jungen Jesus grundlegend: Aus einem barfuß, kurzharig und mit stereotypisch jüdischen Zügen dargestellten Jungen wurde ein nachdenkliches, blondes Kind mit europäischen Gesichtszügen. Trotz dieser dramatischen Überarbeitung versöhnte sich mit dem Kunstwerk kaum einer seiner Kritiker – das Gemälde verschwand aus der Öffentlichkeit und wurde erst 1907 zur Berliner Sezessions-Ausstellung wieder gezeigt.
Die Geburt der Venus (La nascita di Venere)
Sandro Botticelli
Sandro Botticellis Renaissance-Meisterwerk wird im Rahmen eines US-amerikanischen Schulskandals als nicht unterrichtstauglich eingestuft, weil es weibliche Nacktheit zeigt. Der Fall verdeutlicht die Absurdität, mit der klassische Kunstwerke in einigen US-Bundesstaaten zensiert werden. Das Gemälde steht exemplarisch für die Spannung zwischen künstlerischem Erbe und restriktiver Schulpolitik.
Die Kunst des Überlebens oder das Überleben der Kunst
Jutta Allmendinger
Jutta Allmendingers Orchesterstudie untersucht vergleichend die Strukturen und Managementmethoden von Orchestern in den USA, Großbritannien und Deutschland. In Zusammenarbeit mit dem Harvard-Sozialpsychologen Richard Hackman analysiert sie, wie Orchester als Organisationen funktionieren und unter welchen Bedingungen künstlerische Exzellenz entsteht. Die Studie bietet wichtige Erkenntnisse für das Management von künstlerischen Institutionen.
Die Perspektive als symbolische Form
Erwin Panofsky · 2005
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Kunsthistorisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: „Die Perspektive als ‚symbolische Form’", einer der bedeutendsten Texte Erwin Panofskys und eine der grundlegenden Schriften der Kunstgeschichte, ist keine leicht zugängliche und widerspruchsfreie Schrift.
Eichenrelief (Nazi-Auftragsarbeit)
Ludwig Gies
Relief des Künstlers Ludwig Gies als Nazi-Auftragsarbeit, das im Foyer der Firmenzentrale von Ernsting's Family hing. Das Werk wurde zum Symbol eines Familienstreits über den Umgang mit NS-Kunstschätzen und reflektiert die problematische Kontinuität deutscher Kunstsammlungen nach 1945.
Eldorado
Benjamin Kantu · 2012
„Eldorado" ist eine Dokumentation des Regisseurs Benjamin Kantu über die queere Szene Berlins in den 1920er Jahren. Die Doku dokumentiert diesen wichtigen historischen Aspekt der Berliner Kulturgeschichte – eine Zeit großer künstlerischer und sozialer Freiheit vor dem historischen Bruch der NS-Zeit. Das Werk zeigt Kantus dokumentarisches Schaffen an einem exemplarischen historischen Beispiel.
Engel-Gemälde
Marc Chagall
Marc Chagall malte zahlreiche Engel-Motive, die sich durch ihre spirituelle und poetische Ausstrahlung auszeichnen. Im Podcast wird eines dieser Werke als Gedankenbrücke genutzt: Wie Schüler im Religionsunterricht ein Bild zunächst beschreiben und dann interpretieren, wird dieselbe Methode auf die Analyse von Wahlplakaten übertragen. Chagalls Engel symbolisieren hier ein methodisches Prinzip – das bewusste Trennen von Beschreibung und Deutung als analytischer Ansatz.
Entartete Kunst (Ausstellung 1937)
Die Ausstellung „Entartete Kunst" war eine NS-Propagandaschau von 1937, die moderne Kunstwerke absichtlich verunglimpfend präsentierte, um die Kunstideologie des Regimes zu verbreiten. Die als „degeneriert" diffamierten Werke wurden anschließend verkauft oder zerstört. Der Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung dokumentiert dieses wichtige Kapitel der Kunstzensur und seine Auswirkungen auf die Kunstgeschichte.
Es reitet der Tod
Wilhelm Petersen
Es reitet der Tod ist ein Gemälde des SS-Malers Wilhelm Petersen, das die dunkelste Periode der deutschen Geschichte widerspiegelt. Das Werk hing im Arbeitszimmer eines hochrangigen SS-Mitglieds auf Sylt und wurde zum Zeugnis der künstlerischen Verherrlichung durch das Naziregime. Für die Familiengeschichte des Eurotrash-Erzählers steht das Bild stellvertretend für die tiefe Verstrickung der eigenen Familie in die NS-Ideologie. Das Gemälde dokumentiert die kunsthistorische und ethische Dimension einer belasteten Vergangenheit.
Falsche Bilder, echtes Geld
Tobias Timm, Stefan Koldehoff · 2012
Neues vom Fälscher: Ein Doku-Krimi enthüllt jetzt die ganze Wahrheit. Kaum begonnen, ging der spektakulärste Kunstfälscherprozess Europas mit einem strafmildernden Deal auch schon zu Ende. Über 25 Jahre hatten der erfolglose Maler Wolfgang Beltracchi und seine Komplizen selbst gemalte Bilder als verschollene Kunstwerke großer Maler der Moderne (Max Ernst, Georges Braque, Fernand Léger u. a.) ausgegeben und für Millionensummen verkauft.
Fotografie aus Brüssel (zwei Männer am Bauzaun)
Henri Cartier-Bresson
Henri Cartier-Bressons Fotografie aus den 1930er Jahren zeigt zwei Männer, die durch ein Loch in einem Bauzaun in Brüssel schauen. Das Bild ist ein Paradebeispiel für dokumentarische Fotografie, die ohne künstlerische Manipulation unmittelbare Wirkung entfaltet. Es war ausschlaggebend für die Karrieredecision eines Fotografen und steht exemplarisch für Kunstwerke, die durch ihre authentische Präsenz eine unvergessliche emotionale Kraft besitzen.
Fränzi
Ernst Ludwig Kirchner
Der Artikel behandelt Ernst Ludwig Kirchners Aktdarstellungen des Mädchens Fränzi, das als Muse und Modell für Kirchner und weitere expressionistische Künstler diente. Andreas Sentker analysiert diese Werke und ordnet sie in die kunsthistorische Tradition der erotisierten Darstellung von Kindern ein. Der Fokus liegt auf der offenen künstlerischen Praxis dieser Epoche und ihrer kunstgeschichtlichen Bedeutung.
Gemälde von Peter Paul Rubens (Barockabteilung)
Peter Paul Rubens
Rubens' Barock-Gemälde zeigen üppige Frauengestalten, die den modernen Schlankheitsidealen (symbolisiert durch Kate Moss) diametral entgegengesetzt sind. Damit belegt der barocke Meister, dass Schönheitsideale nicht unveränderlich sind, sondern jede Epoche ihre eigenen ästhetischen Normen hervorbringt. Ein klassisches Beispiel dafür, dass Körperideale kulturell und zeitlich bedingt sind.
Gotthard-Tunnel-Zeichnungen
H.R. Giger · 1993
Kunstbuch von H.R. Giger mit Zeichnungen zum Gotthard-Tunnel, einem der gefährlichsten Bauprojekte der Schweizer Geschichte mit vielen Todesfällen während des Baus. Gigers künstlerische Besonderheit liegt im konträren Farbgebrauch: Während das Thema düster und tragisch ist, nutzt er ausschließlich helle, lebendige Farben wie Gelb. Das Werk zeigt Gigers unerwartete Herangehensweise an ein historisches Desaster.
Gurlitt-Ausstellung
Die Gurlitt-Ausstellung in Potsdam präsentiert Werke aus der bedeutenden Kunstsammlung Gurlitt und zählt zu den anspruchsvolleren Kulturzielen im deutschsprachigen Raum. Sie war besonders am Jahreswechsel ein populäres Ausflugsziel für Familien, die sich zwischen kunsthistorisch wertvollen und unterhaltsamen Alternativen wie der Harry-Potter-Ausstellung entscheiden mussten. Die langen Wartezeiten von teilweise über drei Stunden unterstreichen die hohe Attraktivität dieser Sammlung in der Öffentlichkeit.
Günter Uecker Ausstellung in Rostock
Günter Uecker
Günter Uecker Ausstellung in Rostock" behandelt den renommierten Künstler Günter Uecker, der für seine charakteristischen Nagel-Kunstwerke bekannt ist. Der Text beschreibt eine Begegnung bei der Ausstellungseröffnung in Rostock, wo Uecker mit 90 Jahren noch werkte. Es wird erörtert, was Besucher wie Gauck an Ueckers Schaffenswerk fasziniert: die schöpferische Kraft im hohen Alter und die Fähigkeit, aus einfachen Materialien wie rostigen Nägeln emotional ergreifende Kunstwerke zu schaffen.
Hofkünstler. Zur Vorgeschichte des modernen Künstlers
Martin Warnke · 1985
Kunsthistorische Untersuchung über die Ursprünge künstlerischer Autonomie. Warnkes These widerlegt die gängige Annahme, dass künstlerische Unabhängigkeit erst mit dem Bürgertum entstand – sie reicht zurück zu den Renaissance-Höfen, wo Künstler bereits privilegierte Positionen hatten und ihre Werke selbstbestimmt schaffen konnten.
Im Vikan Sino
This first comprehensive study in English of Romanesque sculpture in Campania places the material in the context of South Italian medieval culture. Although medieval Campania was part of the Norman kingdom, which at its zenith included almost all of South Italy, it has distinguishable characteristics that set it apart from its neighbors: the emphatic imprint of the Roman past, a long-lived Lombard settlement, the authoritative conservatism of the abbey of Monte Cassino, the lack of Byzantine dom...
Isenheimer Altar
Matthias Grünewald
Der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald (1512-1516) zeigt eine drastische Darstellung des sterbenden Christus und wird als kulturelles Gegenbild zu einer modernen, schmerzfreien Gesellschaft diskutiert. Die intensive Leidenssymbolik des Altars wirkt erhellend in einer Zeit, die jeden Schmerz eliminieren möchte und dadurch möglicherweise an Intensität und Tiefe verliert. Das Werk hinterfragt, welchen Preis die Abschaffung von Leiden hat.
Judith und Holofernes
· 2021
Das illustrierte Manuskript zur gleichnamigen Vortragsreihe (erweiterte Neuauflage) Das Thema von Judith und Holofernes in der bildenden Kunst vom Mittelalter bis zum Barock. Abhängig von der Nachfrage könnte ein weiteres Kapitel mit einem Ausblick bis zur Moderne geplant werden. Die wechselhafte Darstellung der Hauptfiguren dieser biblischen Geschichte und die überraschende, damit verbundene Symbolik werden anhand von herausragenden Kunstwerken aus ganz Europa beleuchtet.
Jüdische Lebenswelten
Die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten" in Berlin präsentierte erstmals in Deutschland jüdische Kultur und Geschichte außerhalb des Holocaust-Kontextes. Sie zeigte künstlerische und literarische Werke von Juden aus verschiedenen Epochen und Regionen, etwa Gemälde und Romane von Juden aus Shanghai. Dieser Perspektivwechsel war kulturpolitisch bedeutsam und prägte das Verständnis für jüdisches Leben als aktive Kulturpraxis jenseits von Verfolgungsgeschichte.
Knausgårds Buch über Munch
Karl Ove Knausgård · 2019
Wie wurde Edvard Munch zu einem der berühmtesten Künstler der Welt? Wie wurde Edvard Munch zu einem der berühmtesten Künstler der Welt? In einer höchst persönlichen Weise nähert sich Karl Ove Knausgård bekannten wie unbekannten Bildern Munchs - in dem Versuch zu ergründen, was in ihnen auf dem Spiel steht und auf welche Art sie in unserer Kultur weiterleben.
La Distinction (Die feinen Unterschiede)
Pierre Bourdieu · 2015
Wie vollzieht sich eine symbolische Revolution? Wann hat sie Erfolg? Am Beispiel des Begründers der modernen Malerei, Édouard Manet, geht Pierre Bourdieu diesen Fragen in seinen bahnbrechenden Vorlesungen am Collège de France aus den Jahren 1998 bis 2000 nach. Bourdieu situiert Manets Malerei in der Krise der Kunst Mitte des 19. Jahrhunderts. Manet bricht mit den Regeln der akademischen Malerei und revolutioniert die gesamte ästhetische Ordnung.
Last Supper Portion Sizes Study
Brian Wansink, Craig Wansink
Kunsthistorische Analyse von 52 Abendmahl-Gemälden aus 1000 Jahren: Portionsgrößen stiegen um 69%, Tellergrößen um 66%. Die Studie untersucht kulturelle Verschiebungen in der Esskultur durch ikonographische Daten und wurde im International Journal of Obesity veröffentlicht.
Los desastres de la guerra (Die Schrecken des Krieges)
Francisco de Goya
Goyas ikonische Druckgrafik-Serie kritisiert die Gräuel und das Leid des Krieges durch expressive, düstere Bildsprache. Die Radierungen zeigten den Katalanischen Krieg und wurden zum Symbol gegen Kriegsgewalt. Später inspirierte die Serie Susan Sontags philosophisches Werk über Leiden und Fotografie.
Louis Vuitton-Kooperation
Takashi Murakami · 2003
Takashi Murakamis Kollektion für Louis Vuitton kombiniert das klassische LV-Monogram mit seinen charakteristischen farbenfrohen Blütenmotiven und spielerischen visuellen Elementen auf Handtaschen und Accessoires. Die Zusammenarbeit aus den frühen 2000er Jahren etablierte einen neuen Standard für künstlerische Kooperationen zwischen zeitgenössischen Künstlern und Luxusmarken und eröffnete eine zentrale Debatte über die Grenzen zwischen autonomer Kunstpraxis und Kommerz.
Lust for Life
Irving Stone
Eine fiktionalisierte Biografie über Vincent van Goghs Leben: Von Holland über Belgien bis Frankreich verfolgt das Buch seine künstlerische Entwicklung, seine inneren Kämpfe mit psychischen Erkrankungen, seine Armut und seinen ständigen Drang nach künstlerischem Ausdruck. Die Romanbiografie verbindet historische Genauigkeit mit literarischer Erzählkunst.
MoMA-Ausstellungskatalog Wolfgang Tillmans
Wolfgang Tillmans / MoMA · 2010
Catalogue includes essays by Michael Bracewell and Josef Strau, and an interview with the artist by the curators, Julia Peyton-Jones and Hans Ulrich Obrist.
Mütter Europas
Karin Beuys · 2014
»Shaman as superstar« – Jim Morrison und Joseph Beuys entwarfen sich selbst als indigene religiöse Spezialisten. Wie kam es dazu? Mit dieser Frage beginnt eine spannende historische Reise entlang der auf erstaunliche Weise diskursiv verknüpften Entstehungswege der Konzepte »Künstler« und »Schamane«. Sie mündet in eine detailreiche Analyse der höchst individuellen und kreativen Weisen, auf die die beiden Künstler sich die Figur des Schamanen und ihren semantischen Kontext aneigneten und in ihre W...
Puppkultur
Martin Reinl
Puppkultur von Martin Reinl untersucht die deutsche Puppenspiel-Tradition und deren kulturelle Bedeutung. Das Projekt beleuchtet Puppenspiel als künstlerisches Medium und erforscht seine historische und zeitgenössische Rolle in der deutschen Kunstlandschaft.
Rembrandt als Erzieher
Julius Langbehn · 2012
August Julius Langbehn wurde am 26. M�rz 1851 in Hadersleben in Schleswig-Holstein geboren und starb 30. April 1907 in Rosenheim. Er war ein deutscher Schriftsteller und Kulturkritiker.
Rembrandt-Gemälde zu Simson (fünf Werke)
Rembrandt van Rijn
Fünf Gemälde von Rembrandt van Rijn, die die biblische Figur Simson in verschiedenen Lebensphasen darstellen. Die Serie zeigt Rembrandts intensive künstlerische Auseinandersetzung mit diesem dramatischen Stoff und demonstriert die Entwicklung des Motivs über sein Werk hinweg. Ein Meisterwerk der Kunstgeschichte und Bibelinterpretation der Frühen Neuzeit.
Sakrileg (The Da Vinci Code)
Dan Brown · 2010
Auf der Suche nach dem Da Vinci Code ... Robert Langdon, Symbolologe aus Harvard, befindet sich aus beruflichen Gründen in Paris, als er einen merkwürdigen Anruf erhält: Der Chefkurator des Louvre wurde mitten in der Nacht vor dem Gemälde der Mona Lisa ermordet aufgefunden. Langdon begibt sich zum Tatort und erkennt schon bald, dass der Tote durch eine Reihe von versteckten Hinweisen auf die Werke Leonardo da Vincis aufmerksam machen wollte - Hinweise, die seinen gewaltsamen Tod erklären und auf...
Schwabinger Kunstfund (Focus-Titelgeschichte)
Der Focus-Bericht über den Schwabinger Kunstfund: Im November 2013 berichtete das Magazin zuerst von der Entdeckung der wertvollen Kunstsammlung des Sammlers Cornelius Gurlitt und setzte mit einer Milliarden-Schlagzeile weltweite Aufmerksamkeit auf den Fund. Die tatsächliche Bewertung der Sammlung lag deutlich unter dieser Summe, da ein großer Teil der Werke aus Papierarbeiten bestand. Der Artikel wurde später als Beispiel für übertriebene Berichterstattung kritisiert.
Six Years: The Dematerialization of the Art Object
Lucy Lippard · 2023
In Six Years Lucy R. Lippard documents the chaotic network of ideas that has been labeled conceptual art. The book is arranged as an annotated chronology into which is woven a rich collection of original documents—including texts by and taped discussions among and with the artists involved and by Lippard, who has also provided a new preface for this edition.
Staying Alive
Alex Solmann / Gideon Klug
Illustriertes Buch mit Karikaturen und humorvollen Texten über verstorbene Persönlichkeiten aus Kunst, Musik und Wissenschaft. Eine witzige grafische Hommage an bekannte Kunstschaffende und Denker.
Susanna im Bade
Peter Paul Rubens
Ölgemälde von Peter Paul Rubens, das das klassische Motiv "Susanna im Bade" darstellt. Das Werk exemplifiziert die kunsthistorische Tradition, in der sexuelle Übergriffe durch ästhetische Meisterschaft verharmlost werden – die Figur der Susanna blickt die Voyeure verführerisch an statt Angst oder Abwehr zu zeigen. Als Paradigma der europäischen Aktmalerei verdeutlicht es, wie Gewalt gegen Frauen durch künstlerische Virtuosität normalisiert wurde.