ZEIT Bühne – Die Vorstellung, uns nicht verteidigen zu müssen, hat Putin zerbombt
#047

Die Vorstellung, uns nicht verteidigen zu müssen, hat Putin zerbombt

ZEIT Bühne / 30. Juli 2024 / 4 Medien

Roman Pletter & Annalena Baerbock

Annalena Baerbock über Außenpolitik, den Ukraine-Krieg, Verteidigung und die Zeitenwende.

Erwähnte Medien (4)

Interview des ehemaligen US-Botschafters Grenell zur NATO

Interview des ehemaligen US-Botschafters Grenell zur NATO

Richard Grenell

Der Artikel dokumentiert ein Interview mit Richard Grenell, dem ehemaligen US-Botschafter unter Donald Trump, in dem dieser seine früheren kritischen Äußerungen zur NATO relativiert. Grenell argumentiert entgegen bisheriger Wahrnehmung für eine Stärkung der NATO-Position. Das Interview zeigt, dass selbst im Trump-Umfeld die Positionen zur NATO differenzierter ausfallen als öffentlich oft wahrgenommen wird.

🗣 Annalena Baerbock erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:22:35 „Ich habe jetzt ein jüngstes Interview gelesen, wo der ehemalige US-Botschafter unter Trump erklärt hat, nee, das hätte er gar nicht so gemeint mit der NATO.“

Baerbock erwähnt ein kürzlich gelesenes Interview, in dem der ehemalige US-Botschafter Richard Grenell seine früheren Aussagen zur NATO relativiert habe. Sie nutzt das als Beleg dafür, dass selbst im Trump-Lager die Positionen zur NATO-Unterstützung nicht so absolut seien, wie öffentlich oft dargestellt.

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Rede auf dem Grünen-Sonderparteitag in Bielefeld (Kosovo-Debatte)

Rede auf dem Grünen-Sonderparteitag in Bielefeld (Kosovo-Debatte)

Joschka Fischer · 2014

Essay aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Sozialwissenschaften allgemein, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Rhetorik und Politik, Sprache: Deutsch, Abstract: Joschka Fischers Kosovo-Rede wurde von der Universität Tübingen zur Rede des Jahres 1999 gekürt.

🗣 Annalena Baerbock referenziert bei ⏱ 00:36:11 „Wo er eine bekannte Rede auf dem Grünen-Parteitag gehalten hat, genau zu der Frage, aber das war halt vor über 20 Jahren, als wir Grünen diese Frage gestellt haben, wo er gesagt hat, Joschka Fischer, unsere Verpflichtung ist, nie wieder Krieg, aber auch nie wieder Auschwitz.“

Baerbock zeichnet die sicherheitspolitische Entwicklung der Grünen nach und verweist auf Joschka Fischers berühmte Rede auf dem Sonderparteitag 1999, in der er das Dilemma zwischen Pazifismus und dem Schutz vor Völkermord auf dem Balkan formulierte. Sie nutzt diese historische Parteigeschichte, um zu erklären, warum die Grünen heute die militärische Unterstützung der Ukraine mittragen.

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Z Rede

Zitat über Neutralität und Unterdrückung

Desmond Tutu

Desmond Tutus Zitat zur moralischen Absurdität von Neutralität gegenüber Aggression: Neutralität im Konflikt zwischen Angreifer und Opfer bedeutet faktisch Unterstützung des Aggressors. Das Zitat wird in der Ukraine-Debatte verwendet, um südafrikanische Partner von ihrer NATO-Skepsis abzubringen und die moralische Notwendigkeit der Ukraine-Unterstützung zu begründen.

🗣 Annalena Baerbock referenziert bei ⏱ 00:38:01 „Habe ich dann nicht die deutsche Verfassung im Zweifel zitiert, sondern Desmond Tutu, der auch damals gesagt hatte, im Falle von einer Aggression oder einem Angreifer und einem Opfer, bedeutet Neutralität, Unterstützung des Angreifers.“

Baerbock beschreibt Gespräche mit südafrikanischen Partnern über die Ukraine-Unterstützung. Um deren historische Skepsis gegenüber der NATO zu adressieren, zitiert sie Desmond Tutu statt die deutsche Verfassung, um das moralische Argument für die Unterstützung der Ukraine zu untermauern.

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Chauvinistisches System Putin

Chauvinistisches System Putin

Sabine Fischer · 2023

Russlands aggressiver Vernichtungskrieg gegen die Ukraine lässt sich nicht begreifen und stoppen, ohne den russischen Chauvinismus zu verstehen. Der speist sich aus nationalistischen und misogynen Ideen und dient dem autokratischen Putin-Regime zur Selbstlegitimation. Die chauvinistische Politik Russlands greift nicht nur die Ukraine an. Sie bedroht auch signifikante Teile der russischen Gesellschaft und will die auf Regeln und Werten basierende europäische Sicherheitsordnung zerstören.

🗣 Annalena Baerbock zitiert daraus bei ⏱ 00:41:57 „Und wenn ich mal einen Buchtipp geben darf hier an dieser Stelle. Wir sind ja schließlich bei einer Zeitung. Sabine Fischer hat genau darüber ein Buch geschrieben mit dem Titel Chauvinistisches System Putin, so ungefähr.“

Baerbock spricht über die systematische Diffamierung von Frauen in Machtpositionen durch das russische Regime – sie selbst, Merkel, von der Leyen und die isländische Premierministerin seien gezielt angegriffen worden. Sie empfiehlt Sabine Fischers Buch, das den Zusammenhang zwischen Imperialismus, Kriegstreiberei und Sexismus im Putin-System analysiert. Für Baerbock belegt das Buch ihre These, dass Frauenrechte ein Gradmesser für den Zustand von Demokratien sind.

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