Die sogenannte Gegenwart – Live free or die
#023

Live free or die

Die sogenannte Gegenwart / 17. Mai 2021 / 8 Medien

Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

In dieser Folge nehmen sich die beiden das ganz große Thema vor: die Freiheit. Doch bevor es philosophisch wird, liefert der Gegenwartscheck Nachhall zum „Fresh

„Glaubt nur nicht, dass mich das nicht treffe. Glaubt nur nicht, dass ich das einfach so wegstecke.“
🗣 Ijoma Mangold

Erwähnte Medien (8)

The End of Fashion (Silhouetten-These)

The End of Fashion (Silhouetten-These)

Business of Fashion

Der Artikel untersucht die Transformation der Modebranche und die wachsende Verbrauchermacht. Business of Fashion vertrat die These, dass Mode zu Ende gehe, weil sich Silhouetten nicht mehr verändern – doch Trends wie die Schlaghose widersprechen dieser Ansicht. Der Text beleuchtet die Verschiebung von exklusiven Designer-Brands zu zugänglicherer Mode sowie die Anpassung des Einzelhandels an verändernde Konsumverhalten.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:14:17 „Es gibt in der Modebranche so eine interessante These, ich glaube Business of Fashion hat das vor ein paar Jahren mal geschrieben, nämlich dass Mode in einem gewissen Sinne vorbei ist, weil sich die Silhouette nicht mehr ändert.“

Lars Weisbrod spricht über den Trend zur Schlaghose und argumentiert, dass sich die Silhouette der Menschen lange nicht verändert habe. Er verweist auf einen Artikel von Business of Fashion, der die These aufstellte, Mode sei vorbei, weil sich der Schattenriss nicht mehr wandle. Die Schlaghose widerlege diese These nun.

Zum Artikel bei Sobrief.com Details
Artikel über das Ende der Mode-Silhouetten

Artikel über das Ende der Mode-Silhouetten

Business of Fashion

Die Modebranche befindet sich in einer Multikrise: Inflation, unterbrochene Lieferketten, steigende Rohstoffkosten und der Boom von Online-Händlern haben bereits zahlreiche etablierte Unternehmen wie Esprit und Peek & Cloppenburg in die Insolvenz getrieben. Hinzu kommt eine anhaltende Konsumflaute, ausgelöst durch wirtschaftliche Verunsicherung und den Angriffskrieg auf die Ukraine, die Ultra-Fast-Fashion-Anbieter wie Shein und Temu begünstigt, die durch extrem niedrige Preise Marktanteile erobern. Während bekannte Marken ihre Kleidung zu hohen Preisen verkaufen, profitieren Arbeiter in Produktionsländern wie Bangladesch und Indien nicht davon: Seit der Rana-Plaza-Katastrophe 2013 haben sich zwar die Sicherheitsbedingungen verbessert, doch die Löhne bleiben bei rund 105 Euro monatlich – ein Hungerlohn, der die dortige Inflation von zehn Prozent nicht widerspiegelt. Die höheren Verkaufspreise der etablierten Marken resultieren nicht aus besseren Arbeitsbedingungen, sondern aus Marketing und höheren Gewinnmargen.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:14:50 „ich glaube Business of Fashion hat das vor ein paar Jahren mal geschrieben, nämlich dass Mode in einem gewissen Sinne vorbei ist, weil sich die Silhouette nicht mehr ändert.“

Lars verweist auf eine These aus dem Modemagazin, dass sich die Silhouette der Menschen lange nicht mehr verändert habe, um seinen Punkt über die Rückkehr der Schlaghose zu untermauern.

Zum Artikel bei tagesschau.de Details
Mutmaßungen über Jakob

Mutmaßungen über Jakob

Uwe Johnson · 1994

Mutmassungen über Jakob ist ein 1959 veröffentlichter Roman des deutschen Autors Uwe Johnson.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:23:48 „Ich kenne das noch aus Uwe Jonsons Mutmaßung über Jakob. Da wurde dieser Satz quasi als so eine Parteitagsorthodoxie immer wieder vorgetragen. Nämlich Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.“

Im Gespräch über den Freiheitsbegriff und Joachim Gaucks Zitat 'Freiheit heißt Verantwortung' zieht Mangold eine Parallele zur kommunistischen Maxime 'Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit'. Er erinnert sich an diesen Satz aus Uwe Johnsons Roman, wo er als Parteitagsorthodoxie zitiert wird. Mangold nutzt das Werk, um zu zeigen, wie ein zu harmonischer Freiheitsbegriff das eigentliche Problem auflöst.

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Freiheitsgrade

Freiheitsgrade

Christoph Möllers · 2020

Freiheitsgrade kennt man aus der Mechanik. Der Begriff bezeichnet dort die Zahl der Richtungen, in die ein Körper sich an einem Gelenk bewegen kann. Bei seinem Versuch, den Liberalismus auf die Höhe der Zeit zu bringen, geht Christoph Möllers weder von der politischen Großwetterlage aus noch vom Gegensatz zwischen Individuum und Gemeinschaft. Vielmehr versucht er, Formen einer Ordnung herauszupräparieren, die Bewegungsfreiheit und soziale Varianz ermöglicht.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:28:02 „Diese Freiheitsgrade, um einen Buchtitel von Christoph Möllers zu zitieren, sind es ja eigentlich, wo man sich ja dann ja politisch verantwortlich fühlt, also wo man quasi auch stolz ist, dass man sich lösen kann, emanzipieren kann von seinem ersten Impuls.“

Ijoma Mangold spricht über die Fähigkeit, sich von seinem politischen Ur-Temperament zu lösen und im Einzelfall anders zu entscheiden. Er zitiert den Buchtitel von Christoph Möllers als treffenden Begriff für diese Spielräume politischer Selbstbestimmung jenseits des eigenen Reflexes.

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Mündig

Mündig

Ulf Poschardt · 2020

Ohne Mündigkeit kann es keine Demokratie, keine offene Gesellschaft geben. Doch Autoritarismus, Moralismus und Technologisierung bedrohen das freie und selbstbestimmte Individuum. Neu ist, dass sich immer mehr Menschen auf diese Entmündigung freuen. Ulf Poschardt zeigt, wie wir uns die Mündigkeit als Abenteuer des Lebens bewahren können.

🗣 Lars Weisbrod empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:35:34 „Ulf Poschert hat letztes Jahr ein Buch geschrieben über, ja man kann schon sagen, seinen Freiheitsbegriff, das Buch heißt Mündig, dieses Konzept spielt eine sehr zentrale Rolle.“

Lars stellt das Buch vor und liest daraus die Skateboard-Metapher für den Liberalen vor, der Hindernisse in der Wirklichkeit als Startrampe nutzt.

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Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht

Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht

Immanuel Kant · 2019

"Der Mensch will Eintracht; aber die Natur weiß besser, was für seine Gattung gut ist: sie will Zwietracht." Immanuel Kant. Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht. Erstdruck in: Berlinische Monatsschrift, S. 385-411, Berlin, November 1784. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2019. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:40:15 „Wie bei Kant heißt es, der Mensch ist aus krummem Holz geschnitzt und das ist erstmal die Ausgangssituation.“

Ijoma Mangold diskutiert die Gemeinsamkeiten von Liberalen und Konservativen in ihrer Skepsis gegenüber utopischen Menschenbildern. Er zitiert Kants berühmtes Diktum vom krummen Holz, um zu illustrieren, dass beide politische Strömungen den Menschen nehmen, wie er ist, statt an seine Perfektionierbarkeit zu glauben.

Zum Artikel bei Projekt-gutenberg.org Details
Live Free or Die

Live Free or Die

· 2014

Stirb langsam 4.0 (Originaltitel Live Free or Die Hard) ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 2007 und der vierte von fünf Teilen der Stirb-langsam-Reihe. Regie führte Len Wiseman.

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:50:22 „Aber auf dem Nummernschild des US-Bundesstaates New Hampshire steht, also auf jedem Auto steht drauf, live free or die. Es gibt auch eine wichtige Breaking Bad-Folge, die heißt so, wenn man da das Nummernschild sieht.“

Lars Weisbrod erwähnt die Breaking Bad-Folge «Live Free or Die» als Beispiel für ein radikales Freiheitsverständnis. Er nutzt das Nummernschild-Motto von New Hampshire und die Serienfolge, um zu illustrieren, dass es Freiheitsvorstellungen gibt, die im heutigen politischen Diskurs kaum noch denkbar erscheinen.

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Breaking Bad

Breaking Bad

Vince Gilligan · 2008

Ein krebskranker Chemielehrer tut sich mit einem ehemaligen Schüler zusammen, um die Zukunft seiner Familie durch die Herstellung und den Verkauf von Meth zu sichern.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:50:37 „Es gibt auch eine wichtige Breaking Bad-Folge, die heißt so, wenn man da das Nummernschild sieht. Und das ist ja so der Endpunkt dieser Freiheitsdebatten, wo man sich denkt, ist es vielleicht im aktuellen politischen Diskurs gar nicht mehr vorstellbar, dass jemand so ein radikales Freiheitsverständnis hat.“

Lars Weisbrod verweist auf Breaking Bad als kulturelle Referenz für radikale Freiheitsvorstellungen. Die Serie dient ihm als Brücke zwischen dem amerikanischen Freiheitsmotto und der Frage, ob solch kompromisslose Freiheitsideen im heutigen Diskurs noch denkbar sind.

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