Die sogenannte Gegenwart – Müssen wir uns Amerika aus dem Herzen reißen
#111

Müssen wir uns Amerika aus dem Herzen reißen

Die sogenannte Gegenwart / 21. April 2025 / 9 Medien

Nina Pauer, Ijoma Mangold

Was passiert, wenn das Land, das unsere Popkultur, unsere Jugendträume und unsere Fantasien geprägt hat, plötzlich fremd wird? Die Folge kreist um die emotionale Entfremdung von den USA — nicht nur wegen Zöllen und Sicherheitspolitik, sondern weil Amerika für viele Deutsche eine biografische Projektionsfläche war, verbunden mit Abenteuern und Offenbarungen. Anhand von J.D. Vances "Hillbilly Elegy" wird versucht, das andere Amerika zu verstehen, das diese Entfremdung ausgelöst hat.

„Dieses Land war für viele von uns natürlich auch eine biografische Projektionsfläche. Sie ist verbunden mit Abenteuern, Erlebnissen, Offenbarungen, Erinnerungen und Zugehörigkeiten.“
🗣 Ijoma Mangold

Erwähnte Medien (9)

Monty Python

Monty Python

· 1969

Monty Python’s Flying Circus war eine britische Comedy-Show der Komikergruppe Monty Python.

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:02:43 „Wie bei Monty Python gibt es doch diese Gruppe, die sich Witze erzählt und nur die Zahl sagt.“

Ijoma Mangold verweist beiläufig auf einen bekannten Monty-Python-Sketch, in dem Witze nur noch als Nummern erzählt werden. Er zieht den Vergleich, weil er und Nina Pauer gerade so vertraut miteinander kommunizieren, dass sie ihre Gegenwartscheck-Themen fast nur noch mit Stichworten andeuten müssen.

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The White Lotus

The White Lotus

Mike White · 2021

The White Lotus folgt dem Aufenthalt verschiedener Gäste in exklusiven Resorts der fiktiven Hotelkette "The White Lotus". Jede Staffel spielt an einem anderen Ort und begleitet eine Woche im Leben der Hotelgäste und des Personals – von der Ankunft bis zu einem meist tragischen Ende. Hinter der glamourösen Fassade entspinnen sich persönliche Dramen, zwischenmenschliche Konflikte und gesellschaftliche Spannungen, die langsam eskalieren.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:05:31 „Denn als Nachzügler habe ich erst am vergangenen Wochenende die erste Folge der dritten Staffel von White Lotus gesehen.“

Ijoma Mangold erwähnt die dritte Staffel von White Lotus im Zusammenhang mit dem Gegenwartscheck-Thema 'schiefe Zähne als neues Schönheitsideal'. Er bemerkt, dass eine Figur in der Serie, die aus einfachen Verhältnissen kommt, ebenfalls schiefe Zähne hat, und fragt sich, ob das ein weiterer Beleg für diesen Trend ist.

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Backstreet Boys

Backstreet Boys

Backstreet Boys

Die Backstreet Boys (BSB) sind eine US-amerikanische Gesangsgruppe. Sie wurde 1993 in Orlando, Florida von Lou Pearlman als Boygroup gegründet. Mit mehr als 130 Millionen verkauften Tonträgern ist sie eine der weltweit erfolgreichsten Gesangsgruppen.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:27:17 „Popsongs sind auf Englisch. Wir waren Backstreet Boys Fans, wir haben Akte X geguckt, wir haben Emergency Room geguckt. Also es war einfach klar, dass alles amerikanisch ist.“

Nina Pauer zählt die Backstreet Boys als Beispiel für die kulturelle Hegemonie der USA in ihrer Jugend auf – amerikanische Popkultur war selbstverständlicher Teil des Aufwachsens in Deutschland.

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The West Wing

The West Wing

Aaron Sorkin · 1999

Die Serie handelt von den Ereignissen im Weißen Haus, dem sogenannten „West Wing“, wo die Entscheidungsträger und -berater des Präsidenten der USA arbeiten. Die Verzahnung von Politik, Öffentlichkeitsarbeit und der persönlichen Schicksale der einzelnen Mitarbeiter sind der Inhalt dieser mehrfach prämierten US-Serie.

🗣 Ijoma Mangold zitiert daraus bei ⏱ 00:34:48 „West Wing war so eine sehr, sehr typische für das neoliberale, progressive Amerika, hat sich in dieser Serie von Aaron Sorkin quasi so ein bisschen selbst beweihräuchert. Und da gibt es das Fly-Over-Country interessanterweise eigentlich nur in der einen Form, dass der Präsident, der hat doch diese Leidenschaft für die Nationalparks.“

Mangold nennt The West Wing als Beispiel dafür, wie das progressive, kosmopolitische Amerika sich selbst feierte und die ländlichen Flyover States kaum wahrnahm – höchstens in der romantisierten Form von Nationalparks. Die Serie illustriert für ihn die blinden Flecken der liberalen US-Küstenelite.

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Politikteil

Politikteil

ZEIT Online

Kann die Zeitenwende gelingen? Wie weit geht der Aufstieg der Populisten? Und welche Macht gewinnt KI über unser Leben? Am Ende der Woche sprechen wir über Politik – was sie antreibt, was sie anrichtet, was sie erreichen kann. Jeden Freitag zwei Moderatoren, ein Gast und ein Geräusch. Im Wechsel hören Sie hier Ileana Grabitz, Peter Dausend, Tina Hildebrandt, und Heinrich Wefing.

🗣 Nina Pauer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:43:22 „Ich kann nicht anders, ich muss jedes Mal irgendwie gefühlt in jeder Folge das Politikteil auch empfehlen unseren Leuten, politischen Podcast bei der Zeit, und die hatten auch eine J.D. Vance-Folge aus anderer, aus politischerer Sicht, aber da hatten die das alles auch nochmal zitiert.“

Pauer empfiehlt den ZEIT-Podcast 'Das Politikteil', der eine eigene Folge zu J.D. Vance aus politischer Perspektive gemacht hat. Sie verweist darauf, dass dort die Zitate von Vance' früherer Trump-Kritik ebenfalls aufgearbeitet wurden.

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Kulturelles Heroin

Kulturelles Heroin

J.D. Vance

Kritischer Essay von J.D. Vance aus The Atlantic, in dem er Donald Trump scharf anlysiert. Vance stellt die Frage, ob Trump ein zynischer Machiavellist oder eine existenzielle Bedrohung für Amerika darstellt, und vergleicht dessen Einfluss metaphorisch mit einem kulturellen Rauschgift. Der Artikel dokumentiert Vances ehemals deutlich ablehnende Haltung zu Trump, bevor er sich diesem später politisch anschloss.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:43:31 „Kulturelles Heroin hat er in The Atlantic geschrieben und er hat gesagt, er sei sich nicht sicher, ob Trump ein zynisches Arschloch sei oder Amerikas Hitler.“

Pauer erinnert an einen Artikel von J.D. Vance in The Atlantic, in dem er Trump noch scharf kritisierte – bevor er sich ihm politisch anschloss. Der Artikel wird als Beleg für Vance' radikalen Gesinnungswandel herangezogen.

Zum Artikel bei Theatlantic.com Details
Confessiones

Confessiones

Augustinus

In "Die Bekenntnisse" (Confessiones) gewährt Aurelius Augustinus einen tiefen Einblick in seine spirituelle und intellektuelle Reise. Der literarische Stil ist autobiografisch und zugleich philosophisch, geprägt von einer bewegenden Rhetorik, die theologische Gedanken und persönliche Reflexionen vereint. Augustinus schildert seine Suche nach Wahrheit und Sinn, begonnen in einer von Sinnlichkeit geprägten Jugend und mündend in eine radikale Bekehrung zum Christentum.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:44:12 „Wir kommen nie auf die Idee, dass es ja auch so etwas sein kann wie eine Umkehr, ein Aha-Moment, eine Erkenntnis, so wie irgendwann der heilige Augustinus-Begriff.“

Ijoma Mangold vergleicht J.D. Vances politischen Wandel mit der Bekehrungserfahrung des Augustinus. Er stellt die Frage, ob Vances Hinwendung zu Trump nicht auch eine echte innere Umkehr gewesen sein könnte statt reiner Opportunismus.

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Feuerschwanz (ESC-Bewerbung)

Feuerschwanz (ESC-Bewerbung)

Feuerschwanz

Feuerschwanz ist eine Mittelalterrockband aus Erlangen. Die ersten Ideen zu dem Projekt „Feuerschwanz“ hatte Peter Henrici bereits im Jahr 2000, da er den Boom der Mittelalterszene bei seiner alten Band, The Merlons, hautnah miterlebte. Dabei empfand er einen Großteil davon als zu humorlos und tabuisiert und beschloss, in der Tradition von J.B.O. eine Parodieband zu gründen. Die Realisierung der Pläne begann, als Tobias Heindl, der Geiger der Speedfolk-Band Fiddler's Green, das erste Material hörte und sich sofort dafür begeisterte.

🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:16:18 „Viele Fans hätten sich zwar gerne die Mittelalter-Rocker von Feuerschwanz gewünscht, aber das hat nicht geklappt.“

Nina Pauer erwähnt beiläufig, dass die Mittelalter-Rock-Band Feuerschwanz von vielen ESC-Fans als deutscher Beitrag gewünscht wurde, sich aber nicht durchsetzen konnte.

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Baller

Baller

Arbor und Tynna

"Baller" ist ein Elektropop-Song des österreichischen Duos Arbor und Tynna, der 2025 als deutscher ESC-Beitrag ins Rennen geht. Das Lied steht im Kontext einer Diskussion über die ESC-Musikauswahl, da viele Fans stattdessen einen Mittelalter-Rock-Titel bevorzugt hätten. Die Wahl des modernen Elektropop-Stils zeigt eine Abkehr von alternativen Musikgenres, die von Teilen der Community gewünscht wurden.

🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:16:29 „Und jetzt ist der Elektropop-Song Baller von Arbor und Tynna geht jetzt ins Rennen, ein österreichisches Duo, aber das ist gar nicht so unnormal.“

Im lockeren Abschlussteil der Episode stellt Nina Pauer die ESC-Prognosefrage. Sie erwähnt den deutschen ESC-Beitrag 2025 – einen Elektropop-Song eines österreichischen Duos, der anstelle der von Fans gewünschten Mittelalter-Rocker ins Rennen geht.

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