Die Himmelfahrt des Propheten Elija
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Die Episode erzählt die dramatische Himmelfahrt des Propheten Elija: König Ahasja stürzt durch ein Gitter in seinem Palast, schickt Boten zum Baalsgott statt zu Jahwe — und Elija verkündet ihm dafür den Tod. Am Jordan teilt Elija mit seinem Mantel das Wasser, bevor er in einem feurigen Wagen gen Himmel fährt und seinen Geist an Elisa weitergibt. Die Schwestern verfolgen das Sonnenwagen-Motiv quer durch die Kulturen — von Helios über hinduistische Mythologie bis zu einem Fresko im Libanon — und schlagen überraschend den Bogen zu Karl Ove Knausgård und Greta Thunberg: alle drei Texte kreisen um die Frage, wie Ewigkeit und radikale Gegenwart zusammenfallen.
„Ehrlich gestanden glaube ich, dass der auch die Mehrheit hatte. Und zwar eine deutliche Mehrheit. Wir befinden uns hier mit unseren kleinen Jachwe-Anhängern wahrscheinlich in einer Minderheit, die umso wütender ist. Und deswegen auch umso drastischer erzählt immer wieder.“
Erwähnte Medien (15)
Herr der Fliegen
William Golding · 2024
Die große Graphic-Novel-Adaption des Weltklassikers von William Golding Ein Flugzeugabsturz auf einer Insel. Die einzigen Überlebenden: eine Gruppe Schuljungen. Schnell finden sie heraus, dass die Insel unbewohnt ist. Tagsüber erkunden sie die paradiesischen Strände. Nachts werden sie von der Furcht vor wilden Tieren und von Heimweh geplagt. Komplett auf sich allein gestellt errichten sie eine primitive Zivilisation, frei von den Vorschriften ihrer Lehrer und Eltern.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:10:11 „Und Baal-Zebub heißt wiederum auf Hebräisch Herr der Fliegen. Es gibt ein Buch, das heißt Herr der Fliegen. Da geht es um eine Gruppe Jugendlicher, die an einen Strand gespült wird und die dort eine darwinistische Gesellschaft errichten.“
Sabine Rückert erklärt die Etymologie des Namens Beelzebub und kommt über die hebräische Bedeutung 'Herr der Fliegen' auf William Goldings Roman zu sprechen. Die Erwähnung dient als kulturelle Brücke zwischen dem biblischen Begriff und der modernen Literatur.
Medea
Euripides
Griechische Tragödie von Euripides über die verlassene Zauberin Medea, die ihre Kinder ermordet, um sich an ihrem untreuen Ehemann Jason zu rächen. Das Meisterwerk thematisiert Liebe, Betrug und die zerstörerische Kraft der Rache. Medea entkommt am Ende übernatürlich in einem Sonnenwagen – ein Symbol ihrer magischen Natur und Überlegenheit über die sterblichen Männer um sie herum.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:27:37 „Die Medea wird mit einem Sonnenwagen entführt nach der Ermordung ihrer Kinder. Im Hinduismus gibt es den Sonnenwagen, der über den Himmel fährt. Auch in der chinesischen Mythologie gibt es ihn auch.“
Sabine Rückert vergleicht das Motiv des feurigen Wagens, mit dem Elia in den Himmel entrückt wird, mit ähnlichen Sonnenwagen-Motiven in verschiedenen Kulturen – darunter die Flucht der Medea auf dem Sonnenwagen des Helios in der griechischen Mythologie.
Homer-Geschichten (Ilias/Odyssee)
Homer · 2016
Homer: Ilias Entstanden in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr. Der Text folgt der Übersetzung von Johann Heinrich Voß. Vollständige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Textgrundlage ist die Ausgabe: Homer: Ilias / Odyssee. Übers. v. Johann Heinrich Voß, München: Winkler Verlag, 1976. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt.
🗣 Johanna Haberer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:28:10 „Die Homer-Geschichten sind ja irgendwie 700 Jahre vor Christus ungefähr aufgeschrieben worden.“
Wird als zeitliche Parallele zu den biblischen Texten erwähnt, um die Frage der Hellenisierung und den kulturellen Austausch zwischen griechischer und hebräischer Tradition zu diskutieren
Ilias
Homer
Die Odyssee ist eines der beiden großen Epos-Werke des antiken griechischen Dichters Homer und erzählt die zehnjährige Heimreise des Helden Odysseus nach dem Trojanischen Krieg. Das Werk gilt als Meisterwerk der Weltliteratur und behandelt Themen wie Abenteuer, Treue und menschliche Widerstandskraft, die bis heute faszinieren. Im Podcast-Kontext wurde die Odyssee gegenüber der Ilias bevorzugt, was zeigt, dass sie in der öffentlichen Rezeption eine besondere Anziehungskraft behält.
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:28:38 „Die Homer-Geschichten sind ja irgendwie 700 Jahre vor Christus ungefähr aufgeschrieben worden. Und das sind schon Zeitgleichheiten. Und wenn du jetzt nach Griechenland gehst, heißen ja die Berggipfel alle Ilias und wahrscheinlich Helios.“
Im Gespräch über den feurigen Wagen des Elia und dessen Parallelen zum griechischen Sonnengott Helios verweist Johanna Haberer auf Homers Epen. Sie diskutiert die Frage, inwieweit griechische Motive und die Hellenisierung die biblischen Texte beeinflusst haben könnten, und sieht zeitliche Überschneidungen zwischen der Niederschrift beider Traditionen.
Artikel über Pferde in Religionen
Von der Domestikation im Neolithikum bis zur mythologischen Verehrung: Das Pferd hatte in indoeuropaeischen Religionen grosse Bedeutung. Viele Goetter waren beritten oder wurden in Pferdegestalt dargestellt, bei Sumerern, Iranern, Griechen und Roemern fuhr der Sonnengott vierspaennig ueber den Himmel. In der hinduistischen Mythologie zogen sieben Pferde den Wagen des Sonnengottes Surya, in der Edda wird Sol von Arvakr und Alsvidr gezogen. Pferde galten zudem als Traeger der Seelen Verstorbener. Der Text basiert auf einem Eintrag aus dem dtv-Lexikon von 1992.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:30:59 „Ich habe aber auch was gefunden in der Taz. Und da steht, von Alters her hatte das Pferd in vielen, besonders den indoeuropäischen Religionen, große Bedeutung. Viele Götter waren beritten, andere wurden in Pferdegestalt dargestellt.“
Sabine Rückert zitiert einen Artikel aus der taz, um die These zu untermauern, dass das Motiv des Sonnenwagens mit Pferden keine exklusiv biblische Idee ist, sondern in vielen Kulturen vorkommt – von Sumerern über Griechen bis hin zu skandinavischen Bronzezeitfunden.
Sonnenwagen von Trundholm
Bronzener Kultwagen aus der Bronzezeit (ca. 1500 v.Chr.), gefunden bei Trundholm in Skandinavien. Ein Pferd zieht eine vergoldete Sonnenscheibe – ein Kunstwerk, das das universelle Motiv des Sonnenwagens in europäischer Mythologie und Kultur dokumentiert.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:31:24 „Auf einem bei Trondholm gefundenen, bronzenen Kultwagen zieht ein Pferd die goldene Sonnenscheibe 1500 vor Christus. Also Trondholm ist natürlich Skandinavien.“
Sabine Rückert liest aus einem Artikel vor und erwähnt den bronzezeitlichen Kultwagen von Trundholm als Beleg dafür, dass das Motiv des Sonnenwagens – wie bei Elias Himmelfahrt – eine fast globale kulturelle Erscheinung ist.
Artikel über Pferde in Religionen und Mythologien
Von Alters her hatte das Pferd in indoeuropaeischen Religionen grosse Bedeutung: Bei Sumerern, Iranern, Griechen und Roemern fuhr der Sonnengott vierpaennig ueber den Himmel, im Hinduismus zogen sieben Pferde den Wagen des Sonnengottes Surya, in der Edda die Pferde Arvakr und Alsvidr die Sol. Das Pferd wurde im ausgehenden Neolithikum domestiziert und revolutionierte als Streitwagen- und Reittier die Kriegsfuehrung. In vielen Kulturen galten Pferde als Traeger der Seelen Verstorbener, zahlreiche Goetter wurden beritten oder in Pferdegestalt dargestellt. Ein bei Trundholm gefundener bronzener Kultwagen aus 1500 v. Chr. zeigt ein Pferd, das eine goldene Sonnenscheibe zieht.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:31:47 „Ich habe aber auch was gefunden in der Taz. Und da steht, von Alters her hatte das Pferd in vielen, besonders den indoeuropäischen Religionen, große Bedeutung.“
Sabine Rückert zitiert einen Taz-Artikel über die Bedeutung von Pferden und Sonnenwagen in verschiedenen Religionen und Kulturen
Der Himmelreiter
Rüdiger Schaper
Der Tagesspiegel-Artikel von 2008 dokumentiert eine Reise auf den Spuren des Propheten Elia in das syrische Gebirge des Alt-Libanon. Der Autor Rüdiger Schaper besucht ein Kloster, das auf einem Vorsprung 80 Kilometer nördlich von Damaskus liegt, um eine ungewöhnliche künstlerische Darstellung des Propheten zu erforschen. In Fresken aus dem 11. bis 13. Jahrhundert wird Elia auf einem roten Pferd reitend gezeigt, eine kulturelle Variante der biblischen Streitwagen-Vision. Der Text illustriert die unterschiedliche religiöse und künstlerische Erinnerung an Elia in verschiedenen Kulturräumen.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:32:19 „Ich wollte, habe noch was gefunden und zwar im Tagesspiegel von 2008. Ein Text von Rüdiger Schaper, der Himmelreiter. Und da hat er eine Reise gemacht auf den Spuren des Propheten Elia und kommt 80 Kilometer nördlich von Damaskus im Gebirge des Alt-Libanon an einen Vorsprung, auf dem ein Kloster sitzt.“
Sabine Rückert zitiert einen Tagesspiegel-Artikel von Rüdiger Schaper aus dem Jahr 2008, in dem dieser eine Reise auf den Spuren des Propheten Elia beschreibt. Der Artikel führt zu einem Kloster in Syrien, in dem Fresken aus dem 11. bis 13. Jahrhundert den Propheten Elia auf einem roten Pferd reitend zeigen — eine ungewöhnliche Darstellung, die von der biblischen Streitwagen-Version abweicht. Rückert nutzt den Text, um die lebendige Erinnerung an Elia in verschiedenen Kulturräumen zu illustrieren.
Fresken von Deir Mar Musa el Habashi
Der Artikel behandelt die Fresken des Klosters Deir Mar Musa nördlich von Damaskus, die aus dem 11. bis 13. Jahrhundert stammen und sich in gutem Zustand erhalten haben. Eine besonders ungewöhnliche Darstellung zeigt den Propheten Elia auf einem roten Pferd, wie er zum Himmel aufsteigt – eine seltene ikonographische Variante der biblischen Himmelfahrt. Die zwischen zwei Bögen in griechischen Buchstaben eingravierte Inschrift identifiziert die Figur eindeutig als Elia und dokumentiert die kulturelle und künstlerische Bedeutung dieser mittelalterlichen Kirchenausstattung.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:32:55 „Da sind Fresken drin und diese datieren aus dem 11. bis 13. Jahrhundert, also nach Christus. Sie sind in gutem Zustand, zwischen zwei Bögen in griechischen Buchstaben der Name Elia. Der Prophet sitzt auf einem roten Pferd und reitet gen Himmel.“
Sabine Rückert zitiert aus dem Tagesspiegel-Artikel von Rüdiger Schaper und beschreibt die Fresken in der Kirche des Klosters Deir Mar Musa nördlich von Damaskus, die den Propheten Elia ungewöhnlicherweise auf einem roten Pferd reitend gen Himmel zeigen.
Min Kamp
Karl Ove Knausgård · 2012
Andra delen av Karl Ove Knausgårds mäktiga autofiktiva roman Min kamp är en studie i extremrealism genom blottläggandet av vardagligheter, av utanförskap och av självförödmjukelsens yttersta fascination. Fadersporträttet i första delen är här utbytt mot ett kompromisslöst sökande efter kärlek och vänskap. I centrum står också det egna författarskapet och konsekvenserna av att lämna Norge för en svensk anonymitet.
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:39:03 „Das ist ein Mensch, der seinen Lebensablauf geschrieben hat und dadurch berühmt wurde. Der hat also geschrieben, was er den ganzen Tag macht. Das hat er aber so gut getan, dass die Leute ihn massenweise gekauft haben.“
Sabine Rückert beschreibt Knausgårds autobiographisches Werk, durch das er berühmt wurde, bevor sie auf seinen neuen Roman 'Der Morgenstern' zu sprechen kommt. Sie kannte den Autor vorher nicht und ordnet ihn als jemanden ein, der durch die detaillierte Beschreibung seines Alltags Massenleser gewonnen hat.
Der Morgenstern
Karl Ove Knausgård · 2022
Es ist Sommer in Norwegen. Eigentlich eine beschauliche, sonnengetränkte Zeit. Doch nun scheint etwas aus den Fugen geraten zu sein. Krabben spazieren an Land, Ratten tauchen an überraschenden Stellen auf, eine Katze kommt unter seltsamen Umständen ums Leben. Kurzum: Die Tiere verhalten sich wider ihre Natur.
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:39:18 „Ich habe kürzlich ein Buch gelesen, das von einem sehr bekannten skandinavischen, also norwegischen Schriftsteller geschrieben worden ist. Der heißt Karl-Owe Knausgaard. Und der hat jetzt ein neues Buch geschrieben, das heißt Der Morgenstern. Und es handelt von der Apokalypse.“
Sabine Rückert stellt Knausgårds Roman 'Der Morgenstern' ausführlich vor, der von einer modernen Apokalypse handelt. Sie liest mehrere lange Passagen daraus vor, darunter eine Spinnen-Betrachtung und eine zentrale Passage über Kierkegaard, Stille und das Reich Gottes. Rückert zieht Parallelen zwischen Knausgårds mystischer Weltsicht und der Elia-Geschichte — das Losreißen von allem Irdischen, die prophetische Einsamkeit und die Erwartung der Apokalypse verbinden beide Texte.
Werke Kierkegaards
Søren Kierkegaard · 2004
Soren Kierkegaard (1813-1855) liess seine philosophischen Werke unter wechselnden Pseudonymen erscheinen, um ihren gedanklich-experimentellen Charakter anzudeuten. Zur gleichen Zeit jedoch verfasste er auch spirituelle Abhandlungen, die er, in Sammlungen zusammengefasst, in eigenem Namen herausgab, um ihnen existenziellen Ernst und hochste Verbindlichkeit zu bescheinigen.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:43:33 „Er stößt also auf ein Band von dem christlichen Philosophen Kierkegaard und liest da drin herum. Und es geht um die Stille Gottes.“
In der langen Passage aus 'Der Morgenstern' liest die Romanfigur Egil Kierkegaard und wird durch dessen Gedanken über die Stille in der Natur, das Gebet als Schweigen und die Formel 'Was dem Vogel widerfährt, geht ihn nichts an' transformiert. Rückert verbindet dies direkt mit der Elia-Geschichte, in der Gott nicht im Sturm, sondern in der Stille erscheint.
Lilien auf dem Felde und der Vogel unter dem Himmel
Søren Kierkegaard · 1885
Ein theologischer Diskurs über das Vertrauen auf Gottes Stille und die Weisheit, im Augenblick zu leben. Das Werk reflektiert die paradoxe Schönheit der Lilie und des Vogels als Metaphern für Gehorsam, Glaube und das Reich Gottes. Eine Meditation über innere Ruhe und Hingabe im christlichen Glauben.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:43:33 „Er stößt also auf ein Band von dem christlichen Philosophen Kierkegaard und liest da drin herum. Und es geht um die Stille Gottes.“
Im Roman 'Der Morgenstern' von Knausgård liest die Figur Egil aus Kierkegaards Diskurs über die Lilie auf dem Felde und den Vogel unter dem Himmel, in dem es um Stille, Gottvertrauen und das Leben im Augenblick geht. Die langen zitierten Passagen über Stille, Gehorsam und das Reich Gottes stammen aus diesem spezifischen Werk Kierkegaards.
Interview mit Greta Thunberg
Das Interview mit Greta Thunberg behandelt ihre Gedanken zu Klimawandel, Zukunftsangst und ihrer radikalen Gegenwartsorientierung. Thunberg äußert sich dazu, dass das, was mit ihr geschieht, nicht wichtig ist, und will nicht länger als sechs Monate in die Zukunft planen. Der Artikel verbindet ihre Aussagen mit philosophischen Konzepten von prophetischer Haltung und Kierkegaards Gedanken.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:51:37 „Und ich habe noch was dabei, was kürzlich ich in der Zeit entdeckt habe. Ich habe nämlich ein Interview gelesen, das zum Teil ziemlich rätselhaft ist und mir jetzt auch nicht so furchtbar gut gefallen hat, das aber tolle Passagen enthält. Ein Interview mit Greta Thunberg.“
Sabine Rückert liest ausführlich aus einem Zeit-Interview mit Greta Thunberg vor, in dem es um Klimawandel, Zukunftsangst und radikale Gegenwärtigkeit geht. Thunbergs Aussagen — 'Es ist nicht wichtig, was mit mir geschieht' und ihre Weigerung, mehr als sechs Monate vorauszudenken — werden als moderne Parallele zur prophetischen Haltung Elias und zu Knausgårds Kierkegaard-Lektüre gedeutet.
Das Klimabuch
Greta Thunberg · 2022
Greta Thunberg hat die Welt aufgerüttelt und tief bewegt. Mit dem Klima-Buch schafft sie nun ein unverzichtbares Werkzeug – für alle, die sich für die Rettung unseres Planeten einsetzen wollen. Die Aufgabe scheint geradezu unmöglich: eine Zukunft für das Leben auf unserem Planeten zu sichern. So schnell und umfassend zu handeln wie noch nie zuvor.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:51:50 „Und es geht darum, dass sie ein Buch geschrieben hat über den Klimawandel und über die schrecklichen Daten und Fakten in diesem Buch. Es ist also letztlich eine Art wissenschaftliche Apokalypse, hat sie geschrieben, mit Wissenschaftlern zusammen.“
Sabine Rückert erwähnt Greta Thunbergs Klimabuch als Anlass für ein Interview in der Zeit, das sie ausführlich zitiert. Sie verbindet Thunbergs radikale Gegenwartsfokussierung — nicht über die Zukunft nachdenken, sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren — mit der Elia-Geschichte und Knausgårds Morgenstern. Alle drei Texte teilen laut den Sprecherinnen eine besondere Zeitwahrnehmung: die Ewigkeit in der Gegenwart.