Ilias
Homer
Die Odyssee ist eines der beiden großen Epos-Werke des antiken griechischen Dichters Homer und erzählt die zehnjährige Heimreise des Helden Odysseus nach dem Trojanischen Krieg. Das Werk gilt als Meisterwerk der Weltliteratur und behandelt Themen wie Abenteuer, Treue und menschliche Widerstandskraft, die bis heute faszinieren. Im Podcast-Kontext wurde die Odyssee gegenüber der Ilias bevorzugt, was zeigt, dass sie in der öffentlichen Rezeption eine besondere Anziehungskraft behält.
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Erwähnungen (9)
„Ja, und wie es auch bei Odysseus war, bei der Ilias und bei der Odyssee, diese ganzen großen Sagen der Griechen.“
Sabine Rückert zieht einen Vergleich zwischen der mündlichen Überlieferungstradition der Bibel und den griechischen Epen. Die Ilias wird als Parallele herangezogen, um zu zeigen, dass auch die biblischen Geschichten über Jahrtausende mündlich an Lagerfeuern weitererzählt wurden, bevor sie niedergeschrieben wurden.
„Er fährt los und fährt erstmal mit den Griechen in den Trojanischen Krieg, um die geraubte Frau des Menelaus zurückzuholen, die schöne Helena. Das griechische Heer sitzt dann vor Troja an der kleinen asischen Küste, also an der heutigen Türkei. Und da sitzen sie und belagern Troja zehn Jahre lang.“
Sabine Rückert zieht einen ausführlichen Vergleich zwischen Abraham und Odysseus als geduldige, leidende Figuren. Dabei erzählt sie die Vorgeschichte der Odyssee – den Trojanischen Krieg – nach, der in Homers Ilias geschildert wird: die Entführung Helenas, die zehnjährige Belagerung Trojas und die List mit dem Trojanischen Pferd.
„Aber das ist sozusagen trotzdem die Schnittstelle, ein bisschen auch so wie bei der Ilias, verstehst du? Troja, das auch lange für einen Mythos gehalten wurde und dann hat man es auf einmal ausgegraben und hat gesagt, ja stimmt, da liegt es und es ist Troja.“
Sabine Rückert zieht einen Vergleich zwischen der Moses-Geschichte und Homers Ilias, um die Schnittstelle zwischen Mythos und Historie zu verdeutlichen. So wie Troja lange für reine Legende gehalten wurde, bis Archäologen es tatsächlich fanden, enthält auch die Exodus-Erzählung einen historischen Kern, der durch Ausgrabungen (z.B. der Stadt Piramesse) bestätigt wurde.
„Die Kunst hat immer das Schreckliche gezeigt. Das beginnt bei Homer. Die ersten paar Seiten der Elias ist eine einzige Schlachterei. Die Kunst beschäftigt sich mit dem Bösen.“
Eva Menasse argumentiert, dass Kunst als Überlaufventil der Gesellschaft fungiere und das Schreckliche zeigen müsse. Als ältestes Beispiel nennt sie Homers Ilias, deren Anfangsseiten eine einzige Schlachterei seien – die Kunst habe sich schon immer mit dem Bösen beschäftigt.
„Die Homer-Geschichten sind ja irgendwie 700 Jahre vor Christus ungefähr aufgeschrieben worden. Und das sind schon Zeitgleichheiten. Und wenn du jetzt nach Griechenland gehst, heißen ja die Berggipfel alle Ilias und wahrscheinlich Helios.“
Im Gespräch über den feurigen Wagen des Elia und dessen Parallelen zum griechischen Sonnengott Helios verweist Johanna Haberer auf Homers Epen. Sie diskutiert die Frage, inwieweit griechische Motive und die Hellenisierung die biblischen Texte beeinflusst haben könnten, und sieht zeitliche Überschneidungen zwischen der Niederschrift beider Traditionen.
„Die Ilias ist nichts anderes, Homers Ilias ist nichts anderes als die Entfaltung einer Gefühlswallung, nämlich singe, muse vom Zorn des Achill. Achill fühlt sich durch Agamemnon, den Primus Interpares, den ersten untergleichen der griechischen Fürsten, zurückgesetzt, weil Agamemnon Anspruch erhebt auf die Kriegsbeute, die Brisees von Achill.“
Ijoma Mangold zitiert Homers Ilias als Urtext der literarischen Wutdarstellung. Das gesamte Epos entfalte sich aus einer einzigen Gefühlswallung – dem Zorn des Achill, der sich von Agamemnon zurückgesetzt fühlt. Mangold nutzt dies als Beleg dafür, dass politische und heroische Handlungen stets von tieferliegenden Affektlagen motiviert sind.
„Deswegen waren die Beispiele gar nicht so gut gewählt, weil wenn ich jetzt die Chance habe, meinem Kind zum Einschlafen tatsächlich irgendwas, was ich nicht so gerade noch erinnere, aus Schwabs Zusammenfassung, die ich als Kind gelesen habe.“
Weisbrod relativiert den Vorwurf der Geschichtsferne: Mit der Ilias und ihren Figuren wie Odysseus und Achill kann man ihn durchaus abholen. Er erzählt, wie er seinem Kind die homerischen Helden nacherzählt und sie als 'Quellcode unserer Zivilisation' begreift.
„Die erinnert mich an die große Geschichte des Achilles, dessen Mutter auch eine Prophezeiung bekommt, dass ihr Sohn entweder ein langes, glückliches Leben haben wird oder niemals vergessen werden wird in der Menschheit.“
Sabine Rückert zieht eine Parallele zwischen Maria und der Mutter des Achilles (Thetis), die beide eine Prophezeiung über das Schicksal ihres Sohnes erhalten.
„die Atreiden, du hast das mal in einer anderen Folge schon mal gesagt, ist natürlich geklaut aus der griechischen, aus der omerischen Geschichte.“
Lars Weisbrod erklärt die Namensgebung des Hauses Atreides in Dune und verweist auf die homerische Vorlage aus der griechischen Antike, in der Agamemnon der letzte aus dem Familienstamm der Atreiden war.
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