Unter Pfarrerstöchtern – Der Versuch, sich Geist zu kaufen
#156

Der Versuch, sich Geist zu kaufen

Unter Pfarrerstöchtern / 25. Juli 2025 / 10 Medien

Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler

Im Mittelpunkt steht Apostelgeschichte Kapitel 8 und der Apostel Philippus, der in die samaritanische Hauptstadt zieht und dort predigt. Der Episodentitel spielt auf Simon Magus an — einen Magier aus Samaria, der nach seiner Taufe versuchte, den Aposteln die Kraft des Heiligen Geistes abzukaufen und damit dem Begriff 'Simonie' seinen Namen gab. Daneben planen die beiden Hosts im Herbst mehrere Live-Auftritte, darunter eine gemeinsame Veranstaltung beim Zürcher RevLab.

„Die gehen durch die christliche Dogmatik und schmeißen raus, was nicht mehr zeitgemäß ist.“
🗣 Sabine Rückert

Erwähnte Medien (10)

Was muss raus?

Was muss raus?

RefLab

Der Podcast des RefLab-Laboratoriums der Schweizerischen Evangelischen Kirche setzt sich kritisch mit christlicher Dogmatik auseinander und hinterfragt, welche überlieferten Glaubensinhalte in der modernen Zeit noch relevant sind. Ein Forum für zeitgemäße Religionsdebatte.

🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:02:24 „Einen zum Beispiel, was muss raus? Also da gehen sie durch die christliche Dogmatik und schmeißen raus, was nicht mehr zeitgemäß ist. Also ganz nett.“

Johanna Haberer erwähnt den RefLab-Podcast im Zusammenhang mit der Live-Veranstaltung in Zürich. RefLab ist ein Laboratorium für Religionsfragen der Schweizerischen Evangelischen Kirche, das verschiedene Podcasts und Sendungen produziert.

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Die Zauberflöte

Die Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts "Die Zauberflöte" ist eine der meistaufgeführten Opern der Welt und verbindet Musiktheater mit zeitloser Geschichte. Der Artikel bietet einen informativen Überblick über Handlung, Charaktere und praktische Details wie Spieldauer. Relevant ist hier die persönliche Perspektive: Das Opernwerk hat generationenübergreifende Kraft, wie Guido Maria Kretschmers Erlebnis zeigt – die inszenierte Erfahrung, zunächst nur die Musik zu erleben, bevor die visuelle Pracht der Bühne folgt, prägte sein ganzes Leben. Der Artikel dokumentiert somit ein kulturelles Klassiker-Werk und dessen emotionale Wirkung auf Zuschauer.

🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:11:54 „Also du kennst vielleicht in der Mozart-Oper die Zauberflöte. Diese große Arie in diesen heiligen Hallen, kennt man das Böse nicht. Das ist der heilige Zarathustra. Der kommt aus dieser Religion. Mozart war auch fasziniert von diesen Zoroasten.“

Johanna Haberer erklärt die Zoroaster-Religion und deren Einfluss auf Judentum, Christentum und Islam. Sie verweist auf Mozarts Zauberflöte als bekanntes Beispiel für die kulturelle Wirkung dieser Religion – die Figur des Sarastro in der Oper ist vom Religionsgründer Zarathustra inspiriert.

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Ein perfektioniertes Frauengefängnis

Ein perfektioniertes Frauengefängnis

Marleen Schulz · 2025

Kommentar zur Hochzeit von Jeff Bezos und Lauren Sanchez: Marleen Schulz analysiert Bezos' Versuch, sich durch Geld Geschichte und Bedeutung zu erkaufen. Der Text zieht eine Parallele zur biblischen Simonie-Geschichte und kritisiert Sichtbarkeitsdruck als selbstgebautes Gefängnis für Wohlhabende.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:20:27 „Und auch er hat versucht, sich Geist zu kaufen und hat eine Hochzeit gefeiert in Venedig, im alten, schönen Venedig. Mit seiner großen Tradition hat er die Lauren Sanchez geheiratet. Und darüber hat meine Kollegin Marleen Schulz eine Geschichte geschrieben oder einen Kommentar geschrieben, den wollte ich mal schnell vorlesen.“

Sabine Rückert liest einen Kommentar ihrer Kollegin Marleen Schulz vor, der die Hochzeit von Jeff Bezos und Lauren Sanchez in Venedig analysiert. Der Text zieht eine Parallele zur biblischen Simonie-Geschichte: So wie Simon der Magier versuchte, den Heiligen Geist zu kaufen, versuche Bezos, sich Geschichte, Bedeutung und Tiefe zu erkaufen. Der Kommentar kritisiert die Selbstinszenierung und den Sichtbarkeitsdruck als selbstgebautes Gefängnis.

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Du contrat social (Der Gesellschaftsvertrag)

Du contrat social (Der Gesellschaftsvertrag)

Jean-Jacques Rousseau

*The Social Contract*, originally published as *On the Social Contract; or, Principles of Political Right* (French: *Du contrat social; ou, Principes du droit politique*), is a 1762 French-language book by the Genevan philosopher Jean-Jacques Rousseau. The book theorizes about the best way to establish a political community in the face of the problems of commercial society, which Rousseau had already identified in his *Discourse on Inequality* (1755). *The Social Contract* helped inspire poli...

🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 00:24:03 „Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau sagte einst, der Mensch ist frei geboren, doch überall liegt er in Ketten. Damit meinte er, dass die Menschen sich ihre sozialen Gefängnisse selbst bauen.“

Im vorgelesenen Kommentar von Marleen Schulz wird Rousseaus berühmter Eröffnungssatz aus dem Gesellschaftsvertrag zitiert, um die Selbstverstrickung von Lauren Sanchez zu illustrieren. Trotz all ihres Reichtums baue sie sich ein eigenes soziales Gefängnis aus Sichtbarkeit und Selbstkontrolle.

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Wer liebt hier eigentlich das Leben?

Wer liebt hier eigentlich das Leben?

Matthias Iken

Matthias Ikens Artikel aus dem Hamburger Abendblatt zum 90. Geburtstag seines Vaters kontrastiert die Lebensfreude der älteren Generation mit moderner Selbstoptimierungskultur. Der Text hinterfragt, ob Gesundheitsfanatismus und Körperkult wirklich zu Lebensqualität führen oder ob sie sie vielmehr erschweren.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:26:04 „Aber ich habe jetzt noch was anderes, was sehr gut zu Besos passt, das wollte ich auch nur vorlesen. Und das heißt, wer liebt hier eigentlich das Leben? Und ein Autor, der heißt Matthias Iken aus dem Hamburger Abendblatt, der hat einen wunderbaren Text geschrieben über den 90. Geburtstag seines Vaters.“

Sabine Rückert liest einen Text von Matthias Iken aus dem Hamburger Abendblatt vor, der als Gegenstück zum Bezos-Kommentar fungiert. Iken beschreibt die Feierfreude der Generation seiner Eltern und kontrastiert sie mit der heutigen Selbstoptimierungskultur. Der Text fragt, ob Gesundheitsfanatismus und Körperkult wirklich glücklicher machen – und schlägt den Bogen zur biblischen Frage, ob man sich Lebensqualität durch Regeleinhaltung erkaufen kann.

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Was kann mir schon geschehen (Ich liebe das Leben)

Was kann mir schon geschehen (Ich liebe das Leben)

Vicky Leandros

Vicky Leandros (griechisch Βίκυ Λέανδρος; * 23. August 1948, in Paleokastritsa auf Korfu; gebürtig Βασιλική Παπαθανασίου Vassiliki Papathanasiou), bürgerlich seit 1986 Freifrau von Ruffin, ist eine Sängerin aus Griechenland mit deutscher und griechischer Staatsbürgerschaft, die über 55 Millionen Tonträger weltweit verkaufte. Leben Durch die Unterstützung ihres Vaters Leandros Papathanasiou, der bereits in Griechenland und Deutschland als Leo Leandros erfolgreich war

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:27:57 „Diese Generation konnte feiern. Ihre Hymne, die mir noch im Ohr klingt, kam von Vicky Leandros. Was kann mir schon geschehen? Glaub mir, ich liebe das Leben. Eine Leichtigkeit, die wir heute im Süden suchen, eine Lässigkeit, die uns fremd geworden ist.“

Im vorgelesenen Text von Matthias Iken wird Vicky Leandros' Lied als Hymne der Nachkriegsgeneration zitiert. Es steht symbolisch für die Lebensfreude und Leichtigkeit dieser Generation, die im Kontrast zur heutigen Selbstoptimierungskultur steht.

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Viele junge Männer leben gesünder und sind fitter als ihre Vorgänger

Viele junge Männer leben gesünder und sind fitter als ihre Vorgänger

Der Artikel der FAZ untersucht das Phänomen junger Männer, die zwar körperlich fitter und gesünder leben als frühere Generationen, gleichzeitig aber mit deutlich größeren psychischen Problemen kämpfen. Der Text dokumentiert einen Widerspruch: intensive Körperoptimierung korreliert mit erhöhter seelischer Belastung. Die Analyse zeigt, wie Perfektionismus im Fitnessbereich zu psychischen Belastungen führen kann.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:30:04 „Kürzlich titelte die FAZ, viele junge Männer leben gesünder und sind fitter als ihre Vorgänger. Andererseits haben sie deutlich größere psychische Probleme als die Generation vor ihnen.“

Sabine Rückert zitiert innerhalb des Matthias-Iken-Textes eine FAZ-Schlagzeile, die den Widerspruch zwischen körperlicher Fitness und psychischen Problemen junger Männer thematisiert. Der Artikel wird als Beleg für die These herangezogen, dass Körperoptimierung auf Kosten der seelischen Gesundheit gehen kann.

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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Michael Ende · 1960

Jim Knopf ist ein kleiner schwarzer Junge, der auf der winzigen Insel Lummerland lebt. Als Jim größer wird, reicht der Platz einfach nicht mehr. Also muss jemand gehen, beschließt König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte. Aber soll das ausgerechnet Emma sein, die Lokomotive von Jims bestem Freund Lukas? Das kann Jim nicht zulassen.

🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:36:48 „Du kannst dich vielleicht noch an Jim Knopf erinnern, oder? Ja, Herr Pipapo. Ja, genau. Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer.“

Im Gespräch über Eunuchen als hohe Hofbeamte in verschiedenen Kulturen erinnert Johanna Haberer an die Kinderbuchfigur Herr Pipapo aus Jim Knopf, der als oberster Hofbeamter in China (bzw. Mandala) dargestellt wird. Die Referenz dient als anschauliches Beispiel für die historische Rolle von Eunuchen an Königshöfen.

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Die Taufe des Kämmerers

Die Taufe des Kämmerers

Rembrandt van Rijn

Rembrandt van Rijn malte die biblische Szene der Taufe des äthiopischen Kämmerers in mehreren Versionen, wobei die Darstellung des Kämmerers unterschiedliche Hautfarben aufweist. Diese Gemälde sind kunsthistorisch bedeutsam, da sie zeigen, wie europäische Kunstgeschichte die biblische Geschichte des Kämmerers aus Äthiopien rezipiert und interpretiert hat. Die Variationen in der Darstellung reflektieren gesellschaftliche Perspektiven auf Ethnizität und Identität in der frühen Neuzeit.

🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:38:30 „Rembrandt hat ihn gemalt und hat tatsächlich ein berühmtes Bild. Er hat mehrere gemalt. Einer ist weiß und einer ist schwarz.“

Johanna Haberer erwähnt Rembrandts Gemälde der Taufe des äthiopischen Kämmerers, als sie über dessen Hautfarbe sprechen. Rembrandt hat das Motiv mehrfach gemalt, einmal mit weißer und einmal mit schwarzer Darstellung des Kämmerers. Das Werk wird als kunsthistorischer Beleg für die Rezeption dieser biblischen Geschichte herangezogen.

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Bibel. 100 Seiten: Die zeitgemäße Einführung in das Buch der Bücher

Bibel. 100 Seiten: Die zeitgemäße Einführung in das Buch der Bücher

Johanna Haberer · 2025

Kompakter Einstieg in die Bibel für Anfänger aus der Reclam-Reihe '100 Seiten'. Johanna Haberer bietet auf knapp 100 Seiten einen gut zugänglichen Überblick über die wichtigsten Inhalte und Themen der Bibel. Das Büchlein ist ideal für Leser, die sich ohne großen Zeitaufwand mit dem grundlegenden Wissen rund um die Bibel vertraut machen möchten.

🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:48:12 „Und jetzt will ich nochmal darauf hinweisen, dass bestimmte Teile dieses Podcasts aus der Sicht meiner Schwester in ein Büchlein eingeflossen sind, das vielleicht lesenswert ist für unsere Hörer und Hörerinnen. Das heißt »Bibel 100 Seiten«. Die zeitgemäße Einführung in das Buch der Bücher von Johanna Haberer von meiner Schwester.“

Am Ende der Folge empfiehlt Sabine Rückert das Buch ihrer Schwester Johanna Haberer, in das Teile des Podcasts eingeflossen seien. Es handelt sich um eine kompakte Einführung in die Bibel, die Sabine Rückert nach eigener Aussage lektoriert hat.

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