Was liest du gerade? – Eine Liebe, die den Schmerz besiegt
#017

Eine Liebe, die den Schmerz besiegt

Was liest du gerade? / 04. Mai 2024 / 19 Medien

Iris Radisch, Adam Soboczynski

Salman Rushdies autobiografisches Buch »Knife« über den Messerangriff auf ihn liefert das provokante Zitat der Woche — und den Anlass für eine Diskussion über Unterwerfung, freien Willen und die Zumutungen eines selbstbestimmten Lebens. Außerdem auf dem Programm: George Saunders' Erzählungsband »Tag der Befreiung«, Madame Nielsens »Mein Leben unter den Großen« und Anna Seghers' Klassiker »Der Ausflug der toten Mädchen«.

„Das Leben ist ja eine Zumutung, weil man von morgens bis abends irgendwelche Entscheidungen trifft, die folgenreich sind.“
🗣 Adam Soboczynski

Erwähnte Medien (19)

Tag der Befreiung

Tag der Befreiung

George Saunders · 2024

Wie den Verstand bewahren in einer außer Rand und Band geratenen Welt? »Diese Geschichten sind jetzt schon klassisch. Sie werden schon morgen, übermorgen dazu beitragen, sich in dem Amerika zurechtzufinden, das derzeit ebenso im Dunkeln tappt wie die Leser dieser Storys.« Gustav Seibt, SZ Mit schwindelerregender Klarsicht erzählt George Saunders von einer zutiefst verunsicherten Gesellschaft: Da ist der Großvater, der in einer nicht allzu fernen dystopischen Zukunft einen Brief mit einer zärtlic...

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:00:30 „Danach sprechen wir über einen grandiosen Amerikaner, der heißt George Saunders und sein Erzählungsband, sein Storyband »Tag der Befreiung«.“

Erzählungsband mit dystopischen Kurzgeschichten, der ausführlich besprochen wird. Aus dem Englischen übersetzt von Frank Heibert.

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Der Ausflug der toten Mädchen

Der Ausflug der toten Mädchen

Anna Seghers · 1947

Der Ausflug der toten Mädchen ist eine um 1944 entstandene und 1946 in New York in dem gleichnamigen Band erschienene Erzählung von Anna Seghers mit autobiographischen Bezügen. Sie handelt von den Erinnerungen der im mexikanischen Exil lebenden Erzählerin „Netty“ an einen Schulausflug vor dem Ersten Weltkrieg und an die Schicksale der Mädchen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Dadurch entsteht ein breites Bild der Gesellschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:00:55 „Dann kommen wir zu Madame Nielsen, Mein Leben unter den Großen heißt das Buch und schließlich unseren Klassiker Anna Segers, Der Ausflug der toten Mädchen.“

In der Vorschau zu Beginn der Episode kündigt Soboczynski den Klassiker der Folge an. Anna Seghers' Erzählung wird als eines der vier besprochenen Bücher genannt, die inhaltliche Diskussion folgt vermutlich im zweiten Abschnitt des Transkripts.

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Knife. Gedanken nach einem Mordversuch

Knife. Gedanken nach einem Mordversuch

Salman Rushdie · 2024

Das Weltereignis: Salman Rushdie erzählt die Geschichte des Attentats auf ihn und schafft daraus große Literatur Im August 2022 wird Salman Rushdie während einer Lesung auf offener Bühne mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Mehr als dreißig Jahre nachdem das iranische Regime wegen seines Romans »Die satanischen Verse« eine Fatwa gegen ihn ausgesprochen hat, holt ihn die Bedrohung ein.

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:01:55 „es steht in einem Buch und zwar in dem viel diskutierten, zu Recht viel diskutierten Buch von Salman Rushdie. Knife heißt das. Gedanken nach einem Mordversuch heißt es im Untertitel.“

Das Buch wird ausführlich besprochen. Rushdie beschreibt darin den Messerangriff auf ihn 2022 und reflektiert über Tod, Leben und Freiheit. Das Zitat der Woche stammt aus diesem Buch.

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S Buch

Die satanischen Verse

Salman Rushdie · 2006

Die satanischen Verse (englischer Originaltitel The Satanic Verses) ist ein Roman des Schriftstellers Salman Rushdie, der von indisch-muslimischen Immigranten in Großbritannien handelt und teilweise vom Leben des islamischen Propheten Mohammed inspiriert ist. Das Erscheinen des Buches am 26. September 1988 im Verlag Viking Press löste eine Reihe von Protesten und Gewalttaten von fundamentalistischen Muslimen aus. Der iranische „Oberste Führer“ Chomeini rief am 14.

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:01:55 „Er hat einen Roman geschrieben, satanische Verse, der vom Ayatollah Khomeini, dem religiösen Führer des Iran, verschmäht worden ist“

Erwähnt als der Roman, der zur Fatwa gegen Rushdie führte.

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Mitternachtskinder

Mitternachtskinder

Salman Rushdie · 2013

Weltbestseller und Meilenstein der Weltliteratur Am 15. August 1947, Schlag Mitternacht, wird Saleem Sinai geboren - begrüsst von Fanfaren und Feuerwerken, denn in genau diesem Moment erlangt Indien seine Unabhängigkeit. Fortan ist Saleems Leben untrennbar mit dem Schicksal des neugeborenen Staates verbunden.

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:03:42 „Er kommt aus Bombay, so hieß früher Mumbai, bevor es sozusagen entkolonialisiert worden ist und das Land nah am Bürgerkrieg war. Indien entstand, Pakistan entstand, in dieser Zeit ist Rushdie aufgewachsen, zählte dann zu einer ganz großen internationalen Stimme mit seinem Roman Mitternachtskinder.“

Im Rahmen der biografischen Einordnung Rushdies erwähnt Soboczynski den Roman als das Werk, das Rushdie zur internationalen literarischen Stimme machte. Es dient als Kontextualisierung vor der Darstellung der Fatwa-Geschichte.

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Fetzen

Fetzen

Philippe Lançon · 2022

Die Studie stellt die Frage nach dem Beitrag erzählender Literatur zu einem Dialog über Formen der Gewalt im gesellschaftlichen Raum Frankreich zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Unter Rückgriff auf Bourdieu’sche Konzepte literatursoziologischer Theorie diskutiert sie zunächst die für ein sozialwissenschaftlich relevantes Erfassen des Wissens von Literatur notwendige Perspektive auf erzählte Gewalt.

🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:12:26 „Da gibt es ja ein großes, ich will nicht sagen Gegenbuch, aber Parallelbuch. Von Philippe Lançon, Fetzen, der war Opfer des Attentats Charlie Hebdo, dem wurde auch der ganze Kiefer weggeschaut und ganz furchtbar. Und dessen Buch hat nun genau diese existenzialistische Kodierung.“

Radisch stellt Lançons Buch als Parallelbuch zu Rushdies 'Knife' vor – beide handeln von der Verarbeitung eines terroristischen Angriffs, aber mit gegensätzlicher Haltung. Während Rushdie zum alten Leben zurückwill, nutzt Lançon die Todesnähe als existenzialistischen Neuanfang. Radisch findet beide Wege gleichermaßen überzeugend.

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Lincoln im Bardo

Lincoln im Bardo

George Saunders · 2018

Während des amerikanischen Bürgerkriegs stirbt Präsident Lincolns geliebter Sohn Willie mit elf Jahren. Laut Zeitungsberichten suchte der trauernde Vater allein das Grabmal auf, um seinen Sohn noch einmal in den Armen zu halten. Bei George Saunders wird daraus eine allumfassende Geschichte über Liebe und Verlust, wie sie origineller, faszinierender und grandioser nicht sein könnte.

🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:14:31 „Saunders ist ein Geschichtenerzähler, ein Short-Story-Erzähler. Er hat nur einen einzigen Roman geschrieben, der auch großartig ist und gleich den Booker-Preis bekommen hat, Lincoln im Bardo. Aber jetzt ist er zu den Erzählungen zurückgekommen.“

Radisch ordnet Saunders' Werk ein und erwähnt seinen einzigen Roman, der den Booker Prize gewann, um zu zeigen, dass Saunders primär Short-Story-Autor ist und mit dem neuen Band zu seiner eigentlichen Stärke zurückkehrt.

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Zehnter Dezember

Zehnter Dezember

George Saunders · 2014

George Saunders, der unumstrittene Meister der zeitgenössischen Shortstory, hat mit seinen neuen Erzählungen nicht nur die literarische Welt im Sturm genommen. Sein Band »Zehnter Dezember« war das Buchereignis des Frühjahrs 2013 und sprang sofort auf die oberen Ränge der New-York-Times-Bestsellerliste. In Frank Heiberts kongenialer Übersetzung liegen diese brillanten, einzigartigen, witzigen, zärtlichen und übermütigen Erzählungen jetzt auch auf Deutsch vor.

🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:14:45 „Dieser Band ähnelt auch durchaus den beiden großen Erzählungsbänden, die wir auch hier alle schon, jetzt nicht im Podcast, aber in Deutschland, in der deutschen Literaturkritik, gefeiert haben. 10. Dezember, Pastoralien.“

Radisch nennt den Erzählungsband als einen der beiden früheren, in der deutschen Literaturkritik gefeierten Bände von Saunders, um den neuen Band 'Tag der Befreiung' einzuordnen.

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Pastoralien

Pastoralien

George Saunders · 2002

Erzählungsband mit satirischen und melancholischen Geschichten über Alltag und menschliche Abgründe. Zählt neben „Zehnter Dezember" zu den gefeierten Erzählungswerken in der deutschen Literaturkritik.

🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:14:45 „Dieser Band ähnelt auch durchaus den beiden großen Erzählungsbänden, die wir auch hier alle schon, jetzt nicht im Podcast, aber in Deutschland, in der deutschen Literaturkritik, gefeiert haben. 10. Dezember, Pastoralien.“

Radisch erwähnt Pastoralien zusammen mit 'Zehnter Dezember' als die beiden großen, in Deutschland gefeierten Erzählungsbände von Saunders, als Vergleichsrahmen für den neuen Band.

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10. Dezember

10. Dezember

George Saunders

Handwritten deposition of George Saunders of Epsom, New Hampshire stating the value of a tract of land in Chichester, NH. Signed by John McClary, justice of the peace.

🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:16:21 „Dieser Band ähnelt auch durchaus den beiden großen Erzählungsbänden, die wir auch hier alle schon, jetzt nicht im Podcast, aber in Deutschland, in der deutschen Literaturkritik, gefeiert haben, 10. Dezember, Pastoralien.“

Erwähnt als einer der beiden früheren gefeierten Erzählungsbände von Saunders.

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In der Strafkolonie

In der Strafkolonie

Franz Kafka · 2018

"In der Strafkolonie" ist eine Erzählung von Franz Kafka, die im Oktober 1914 entstand und 1919 veröffentlicht wurde. Einem Forschungsreisenden wird das Rechtssystem einer Strafkolonie vorgeführt. Es besteht darin, dass jeder Angeklagte nach Festlegung des Urteils, das nicht angezweifelt werden kann, von einem Apparat in minutiösem Ablauf stundenlang gefoltert und dann getötet wird. Was er zu beherzigen habe, wird ihm in den Leib eingeschrieben.

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:16:21 „Erinnert ein bisschen an Folterinstrumente, wie man sie von Franz Kafka natürlich auch ganz gut. Hatten wir ja hier schon unseren Klassiker in der Strafkolonie.“

Kafkas Erzählung wird als Vergleich zu Saunders' dystopischen Erzählungen herangezogen, weil beide Schrift und Erzählen mit körperlicher Züchtigung verknüpfen.

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Ein Schwimmbad aus Tränen. Über die russische Seele

Ein Schwimmbad aus Tränen. Über die russische Seele

George Saunders · 2004

George Saunders analysiert in seinen aus Vorlesungen entstandenen Essays die großen russischen Klassiker wie Gogol, Tolstoi und Tschechow. Das Buch zeigt seine literarische Philosophie: Literatur als radikales, trostloses Medium ohne Fluchtpunkt – eine letzte Botschaft vom Rand der menschlichen Existenz. Durch intensive Textanalysen erschließt Saunders die psychologische Tiefe und existenzielle Wucht der russischen Seele.

🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:21:52 „Er hat ja eine große Vorlesung für seine Literaturstudenten über russische Klassiker geschrieben. Ja, ein tolles Buch auch. Ja, ganz, ganz, ganz toll. Also über Gogol, Tolstoi und, und, und, und. Tschechow vor allen Dingen.“

Radisch erwähnt Saunders' Buch über russische Klassiker, das aus seinen Vorlesungen an der Syracuse University entstand. Sie nutzt es, um seine literarische Haltung zu belegen: Literatur sei 'ein letzter Gruß vom Schafott' – radikal und ohne tröstliche Rettung.

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A Swim in a Pond in the Rain

A Swim in a Pond in the Rain

George Saunders · 2021

From the Man Booker Prize-winning, New York Times-bestselling author of Lincoln in the Bardo, a literary masterclass on how to become both a better writer and reader, on what makes great stories work, and what they can tell us about how to live

🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:22:04 „er hat ja eine große Vorlesung für seine Literaturstudenten über russische Klassiker geschrieben. Ja, ein tolles Buch auch. Ja, ganz, ganz, ganz toll. Also über Gogol, Tolstoi und, und, und, und. Tschechow vor allen Dingen.“

Saunders' Buch über russische Klassiker für seine Literaturstudenten wird als weiteres tolles Werk von ihm erwähnt.

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Endspiel

Endspiel

Samuel Beckett

Becketts "Endspiel" ist ein absurdistisches Drama über zwei Figuren in einem verschlossenen Raum, die sich wiederholende, sinnlose Gespräche führen. Das Theaterstück thematisiert die existenzielle Absurdität und Wiederholung menschlicher Kommunikation. Precht nutzt das Motiv, um die Sinnlosigkeit sich wiederholender Gedankenmuster zu illustrieren und damit fundamentale philosophische Fragen zu stellen.

🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:25:39 „Also wie so Becketsche Figuren, die in Mülltonnen stecken. Da hat man Mitleid, aber dieses Mitleid wird nie sozusagen direkt erzeugt.“

Iris Radisch vergleicht die gefangenen, erbarmungswürdigen Figuren in George Saunders' Dystopien mit Becketts Figuren aus Endspiel (Nagg und Nell in ihren Mülltonnen). Der Vergleich dient dazu, die radikale Ausweglosigkeit bei Saunders zu unterstreichen.

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Mein Leben unter den Großen

Mein Leben unter den Großen

Madame Nielsen · 2024

Vor langer Zeit, als Madame Nielsen vielleicht noch ein junger Mann war, kommt er aus der Provinz nach Kopenhagen, um Künstler zu werden und den großen Autorinnen und Autoren seines Landes zu begegnen. Doch aus der Nähe zeigen auch die Großen ihre allzu menschlichen Seiten ... Dieser Roman mit seiner unnachahmlichen Mischung aus Hans Christian Andersen, Samuel Beckett und Buster Keaton zementierte Madame Nielsens Ruf als eine der bedeutendsten dänischen Autorinnen der Gegenwart und war für den w...

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:29:04 „Und zwar zu einer interessanten Autorin aus Dänemark, die heißt Madame Nielsen. Das Buch heißt Mein Leben unter den Großen, ist im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen. Ist aus dem Dänischen übersetzt worden von Hannes Langendörfer.“

Soboczynski stellt das Buch der dänischen Autorin und Performance-Künstlerin Madame Nielsen vor, die als Klaus Beck Nielsen geboren wurde und sich 2013 in einer Performance-Beerdigung für tot erklären ließ. Die Diskussion kreist um ihre Identität jenseits klassischer Transgender-Kategorien.

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Fräulein Smillas Gespür für Schnee

Fräulein Smillas Gespür für Schnee

Peter Høeg · 2014

Peter Høegs Weltbestseller – von Bille August mit Julia Ormond in der Hauptrolle verfilmt – führt mitten in Eis und Finsternis. Wenige Tage vor Weihnachten wird im Kopenhagener Hafenviertel ein sechsjähriger Junge gefunden: tot. Er ist offenbar vom Dach eines Lagerhauses gestürzt, und da man nur seine Spuren und die keines anderen auf dem Dach sieht, scheint der Fall klar: ein Unfall.

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:36:19 „Der hat dieses berühmte Buch geschrieben, Frau Smillers gespielt für Schneewald. Wahrscheinlich einer der bekanntesten dänischen.“

Im Kontext der Diskussion über Madame Nielsens literarische Vorbilder wird Peter Høeg als die zentrale Überfigur herausgestellt. Iris Radisch und Adam Soboczynski beschreiben ihn als den Autor, den der junge Klaus Beck Nielsen am meisten bewunderte und selbst werden wollte — ein Welterfolg mit etwa 20 Millionen verkauften Exemplaren.

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Hunger

Hunger

Knut Hamsun · 1890

Knut Hamsuns Roman »Hunger« ist ein Klassiker der Moderne, der die existenzielle Krise eines mittellosen Schriftstellers in Oslo schildert. Das Werk gilt als psychologischer Meilenstein der Literaturgeschichte und erforscht innere Zerreißproben, Armut und den Kampf um künstlerische Integrität. Hamsun gehört zu den meistdiskutierten Autoren des 20. Jahrhunderts. Der Roman bleibt zeitlos relevant für das Verständnis von künstlerischem Scheitern und sozialer Marginalisierung.

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:37:39 „Es gibt den Kult des Armen auch so ein bisschen bei Hamsun. Genau.“

Im Gespräch über Madame Nielsens bohemianhaftes, teils wohnungsloses Künstlerleben in Kopenhagen zieht Adam Soboczynski eine Parallele zu Knut Hamsuns literarischem Motiv des hungernden Künstlers, das als skandinavische Traditionslinie eingeordnet wird.

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Transit

Transit

Anna Seghers · 2013

Menschen auf der Flucht. Marseille im Sommer 1940: Am Rande Europas versammeln sich die von den Nazis Verfolgten und Bedrohten. Sie hetzen nach Visa, Bescheinigungen und Stempeln, um nach Übersee ins rettende Exil zu entkommen. Im Chaos der Stadt, in den Cafés, auf dem Gang von Behörde zu Behörde kreuzen sich ihre Wege – und für kurze Zeit sind fremde Leben durch Hoffnungen, Träume und Leidenschaften miteinander verbunden. »Ein zeitaktueller Roman.« Hanjo Kesting, NDR.

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:41:43 „Dazu zählen auch ihre großen Romane. Transit, Das siebte Kreuz war bei uns auch auf dem katholischen Gymnasium Schuldektüre gewesen und mochte das damals auch schon sehr.“

Adam Soboczynski ordnet Anna Seghers als herausragende kommunistische Schriftstellerin ein und nennt ihre beiden bekanntesten Romane, bevor er zur eigentlichen Empfehlung — der weniger bekannten Erzählung 'Der Ausflug der toten Mädchen' — überleitet.

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Das siebte Kreuz

Das siebte Kreuz

Anna Seghers · 2009

Das siebte Kreuz ist ein Roman von Anna Seghers über die Flucht von sieben Häftlingen aus einem Konzentrationslager während der Zeit des Nationalsozialismus. 1938 begann Anna Seghers die Arbeit an ihrem Roman im Exil in Südfrankreich. Da sie keine Recherchen an den Örtlichkeiten des Romans durchführen konnte, griff sie auf eine Region als Schauplatz zurück, die sie als gebürtige Mainzerin kannte.

🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:41:43 „Transit, Das siebte Kreuz war bei uns auch auf dem katholischen Gymnasium Schuldektüre gewesen und mochte das damals auch schon sehr.“

Soboczynski erwähnt den Roman als Schullektüre, die er bereits auf dem Gymnasium mochte. Er nutzt die beiden bekannten Seghers-Romane als Kontrast, um zu zeigen, dass ihm die viel kürzere Erzählung 'Der Ausflug der toten Mädchen' lange verborgen blieb, obwohl er sie für ihr eindringlichstes Werk hält.

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