Episoden
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Caren Miosga – Wie viel Wahrheit verträgt die Öffentlichkeit
Matze Hielscher & Gäste
Caren Miosga spricht über den Sprung von 17 Jahren Tagesthemen zu ihrer eigenen Politik-Talkshow — und darüber, was gute Fragen ausmacht: Politiker kommen mit vorgefertigten Botschaften, und wenn es gelingt, sie aus diesem Sprachgerüst aufzuscheuchen, war es wahrscheinlich eine gute Frage. Trotz der Dauerkonfrontation mit politischen Inszenierungen bewahrt sie sich eine auffällige Abwesenheit von Zynismus und die Überzeugung, dass es immer Lösungen gibt.
Schiffe versenken
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Michael Kurz, 1952 in Hamburg als Sohn eines Kaffeefabrikanten geboren, machte 20 Jahre lang einen Job, den es nur einmal auf der Welt gab: Er war Schiffsdetektiv, der sogenannte Yachthunter, und jagte gestohlene Luxusyachten für Versicherungen. Daniel Müller zeichnet das Leben eines Mannes nach, der vom Segelprofi über den LKW-Fahrer im Hamburger Hafen zum Jäger millionenschwerer Schiffe wurde — bis das Internet ab 2005 den großen Yachtdiebstählen ein Ende setzte.
Daniel Brühl, wie funktioniert Hollywood
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Daniel Brühl blickt zurück auf *Goodbye Lenin* — beim Jubiläumsscreening in der Kulturbrauerei sah er den Film nach Jahren wieder und findet, er ist gut gealtert. Er erzählt von einer Begegnung mit Maggie Smith, die ihm zur Begrüßung einen Klaps auf den Hintern gab, und formuliert seinen Antrieb, mit Mitte 40 nicht passiv auf Rollen zu warten.
Raus aus den Projekten
Jan Böhmermann & Olli Schulz
Aufgenommen am Tag nach dem Ampel-Aus wird Christian Lindner zum neuen "Deutschlands frechsten Arbeitslosen" gekürt, und die beiden erklären sich kurzerhand per Schattenparagraf zur Übergangsregierung — wie ein Hilfs-Sheriff im Western, dem man den Stern anhängt, weil alle anderen weggeschossen wurden. Zwischendurch gesteht Jan, dass er seit zwei Tagen mit Restschminke rumläuft und für Smoky Eyes gehalten wird, bevor es um Ollis Trip nach New York zu Heidi Klums Party geht.
Trump kommt und Ampel geht
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode entsteht am Morgen nach der US-Wahl 2024: Trump gewinnt überraschend deutlich alle Swing States, während die Demoskopen erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen prognostiziert hatten. Besonders der unerwartet hohe Zuspruch von Hispanics und schwarzen Männern für Trump wird analysiert — getrieben von der simplen Frage, ob es den Menschen wirtschaftlich besser geht als vor vier Jahren.
Der Panther
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In dieser Sonderfolge sprechen Anne Kunze und Sabine Rückert mit Schauspieler Lars Eidinger und Regisseur Jan Bonny über die Verfilmung der Podcast-Folge „Unter Wölfen
Deine Brüder
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In dieser Sonderfolge zur Verfilmung des Podcasts spricht Anne Kunze mit Regisseurin Helene Hegemann und Produzent Benjamin Kantu über den Film Deine Brüder, der auf der Podcast-Folge Helene basiert — einem Fall von Selbstjustiz in Hamburg-Eilbeek, bei dem eine Gruppe junger Männer 2005 ihren psychisch kranken Anführer tötete. Hegemann reizte vor allem die Vielschichtigkeit des Stoffs: sechs eng verbundene Freunde, deren Individualität im Gerichtsverfahren zu einem gesichtslosen Knäuel verschmolz, und ein Richter, der sie nie als Menschen betrachtete.
Dezember
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In dieser Sonderfolge spricht Anne Kunze mit Filmproduzent Jorgo Nalles und Regisseurin Mariko Minoguchi über die Verfilmung von ZEIT Verbrechen — vier Podcast-Fälle, die als fiktionale Kinofilme auf die Leinwand kommen. Im Fokus steht der Film Dezember, basierend auf Folge 110 Bei Anruf Tod, bei dem Mariko Minoguchi Regie führte. Jorgo Nalles, selbst kein True-Crime-Fan, erzählt, wie ihn die gut recherchierten Geschichten mit ihrer gesellschaftspolitischen Tiefe nicht mehr losließen — und er als Produzent bei X-Filme den Schritt vom Podcast zum Spielfilm wagte.
Love by Proxy
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In dieser Sonderfolge zur RTL-Plus-Verfilmung sprechen Anne Kunze und Sabine Rückert mit Regisseur Faraz Shariat und ZEIT-Autor Henning Sußebach über den Film *Love by Proxy* zum Thema Liebesbetrug. Shariat erklärt, wie der Film die Zuschauer bewusst in die Perspektive des Betrogenen zieht — eines etwa 65-jährigen Witwers namens Ralf, dessen Fantasiewelt mit Film-Noir-Ästhetik und überzeichneten Kostümen bebildert wird, bis der Schwindel auffliegt.
Kann man es mit der Meinungsfreiheit auch übertreiben
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Ausgehend vom neuen Schreckgespenst des "Trusted Flaggers" in den sozialen Medien nehmen sich die drei das große Thema Meinungsfreiheit vor: Wo verläuft die Grenze zwischen dem Kampf gegen Hass im Netz und neuen Formen der Zensur? Zuvor liefert ein Spitzenbeamter aus dem Justizministerium den Gegenwartscheck: das beamtenrechtliche Mäßigungsgebot — und das Präfix "Mikro-", das gerade Karriere macht, um alltägliche Situationen wie Mikrosexismus strukturell aufzuladen.