Neu entdeckte Briefe zwischen Freud und Rilke: Warum Dichter nicht in Therapie ging - Kultur
Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und Rainer Maria Rilke
Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach entdeckte in Rilkes 2022 erworbenen Nachlass zwei unbekannte Briefe von Sigmund Freud an den Dichter Rainer Maria Rilke aus dem Februar 1916. Diese Briefe rahmen ein Schreiben Rilkes an Freud ein, das bislang in der Library of Congress in Washington lag, aber mangels Kontext kaum beachtet wurde. Obwohl der Psychoanalytiker und der Dichter schriftlich in Kontakt standen, kam es zwischen ihnen nie zu einer therapeutischen Beziehung. Die neu gefundenen Briefe werden zum Rilke-Jahrzehnt (Dichter wäre 2026 150 Jahre alt) in der Zeitschrift „Sinn und Form" veröffentlicht und von Ulrich von Bülow, dem Leiter der Marbacher Handschriftenabteilung, kommentiert.
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„Es gab eine ganz interessante Veröffentlichung in einer kleinen Zeitschrift, aber bedeutenden Zeitschrift natürlich, Sinn und Form. Und zwar wurde jetzt zum ersten Mal veröffentlicht der Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und Rainer Maria Rilke. Zwei bedeutende, könnte man wirklich, eine der bedeutendsten Figuren der deutschen Geistesgeschichte, der deutschsprachigen Geistesgeschichte, die hier aufeinandertreffen.“
Als Klassiker der Folge wird ein neu veröffentlichter Briefwechsel in der Zeitschrift Sinn und Form vorgestellt. Der Sprecher ist fasziniert, dass Freud und Rilke sich überhaupt begegnet sind und korrespondiert haben. Die drei erhaltenen Briefe aus dem Februar 1916 zeigen, wie Freud Rilke als möglichen Patienten anspricht und Rilke sich der Psychoanalyse verweigert – ein Thema, das den gesamten Klassiker-Abschnitt der Episode bestimmt.
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