Die sogenannte Wirklichkeit
Iris Radisch, Adam Soboczynski
In dieser Folge geht es um Helene Hegemanns Roman «Striker», der ein katastrophisches Lebensgefühl in einem trashigen Berlin beschreibt. Anhand des ersten Satzes über Intervalltraining und die ständige Versuchung, alles abzubrechen, entspinnt sich eine Diskussion über Verzweiflung als Lebensmotto und die Frage, ob man jede dritte Sekunde den Impuls haben kann, mit allem aufzuhören, ohne bereits seelisch krank zu sein.
„Wenn das ein Lebensgefühl ist, alle drei Sekunden mit allem aufhören zu wollen, braucht man vielleicht eine Therapie.“
Erwähnte Medien (15)
Striker
Helene Hegemann · 2025
»Striker« ist ein elektrisierender Roman über eine Gegenwart, in der die Grenzen zwischen Verschwörungsmythen, Klassenkampf und roher Gewalt zunehmend verschwimmen. Mit Wucht und Tempo erzählt Helene Hegemann von Kampfsport und Obdachlosigkeit, von Reichtum und Verdrängung. Von dem Moment, in dem die Angst vor Unterdrückung zu Gewalt führt, und der Schwäche, die man zulassen muss, um diese Gewalt zu verhindern.
🗣 Iris Radisch zitiert daraus bei ⏱ 00:04:05 „Es geht um ein katastrophenähnliches Leben in einem sehr trashigen Berlin und der Roman heißt wahrscheinlich, muss man ihn englisch aussprechen, ich weiß es nicht, »Striker«.“
Der Roman wird als Einstieg der Episode über den ersten Satz vorgestellt. Die Sprecher diskutieren das katastrophische Lebensgefühl der Erzählerin, die als Kampfsporttrainerin in einem prekären Berliner Milieu lebt. Der Roman wird als typisch für Hegemanns Stil eingeordnet, extreme Zustände und abgehalfterte Figuren zu beschreiben.
Bungalow
Helene Hegemann · 2018
Während ihre Mutter das letzte Einkaufsgeld versäuft, beobachtet Charlie vom Balkon ihrer Betonmietskaserne die benachbarten Bungalows und deren Bewohner: Sie lernt, dass es mehrere soziale Klassen gibt und sie selbst zur untersten gehört. Dann, kurz nach ihrem zwölften Geburtstag, zieht ein neues Ehepaar ins Viertel.
🗣 Adam Soboczynski zitiert daraus bei ⏱ 00:04:41 „Hat sie auch noch weitere Romane geschrieben, Bungalow zum Beispiel, dann zuletzt ein Erzählungsband, Schlachten Sie.“
Im Kontext der Vorstellung von Hegemanns neuem Roman Striker werden ihre früheren Werke aufgezählt, um ihr bisheriges Schaffen einzuordnen.
Schlachten Sie
Helene Hegemann · 2021
Der Erzählungsband von Helene Hegemann markiert einen wichtigen Punkt in ihrer literarischen Entwicklung zwischen den Romanen Bungalow und Striker. Das Werk demonstriert Hegemanns Vielseitigkeit als Schriftstellerin und ihre Ausdruckskraft in der Kurzprosa-Form. Die Sammlung ermöglicht Lesern einen umfassenden Überblick über ihr Schaffen in verschiedenen literarischen Formaten.
🗣 Adam Soboczynski erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:04:41 „Hat sie auch noch weitere Romane geschrieben, Bungalow zum Beispiel, dann zuletzt ein Erzählungsband, Schlachten Sie.“
Der Erzählungsband wird als Hegemanns letztes Werk vor dem neuen Roman Striker erwähnt, um ihr literarisches Schaffen chronologisch einzuordnen.
Es werden schöne Tage kommen
Zach Williams · 2025
»Diese Erzählungen werden Ihnen nicht mehr aus dem Kopf gehen. Sie werden Sie verändern.« Jonathan Safran Foer Barack Obama's Summer Reading List 2024 The New Yorker's Best Books We've Read in 2024 So Far »Mögen alle die Kunde vernehmen: Zach Williams' ›Es werden schöne Tage kommen‹ gehört zu den Debüts der Superlative in diesem Jahr. Eine gloriose Gruselorgie.« Washington Post Ein Paar wacht in einer Ferienhütte im Wald auf und stellt fest, dass es in der ewig gleichen Idylle gefangen ist.
🗣 Adam Soboczynski zitiert daraus bei ⏱ 00:06:53 „Zach Williams heißt der Autor. Es werden schöne Tage kommen, heißt das Ganze. Stories ist die Gattungsbezeichnung, also amerikanische Erzählungen, könnte man sagen. Übersetzt wurde das Werk von Bettina A. Barbanel und Clemens J. Setz, dem Schriftsteller Clemens J. Setz.“
Das Debüt von Zach Williams ist eines der zwei Hauptbücher der Episode. Die Sprecher sind begeistert von den Erzählungen, die aus banalen US-Alltagssituationen unmerklich ins Unheimliche, Surreale und Paranoische kippen. Sie vergleichen die Kunst der unmerklichen Übergänge mit Kafka und sehen darin einen Kommentar auf die von Verschwörungstheorien und Fake News geprägte amerikanische Gegenwart.
Die göttliche Komödie
Dante Alighieri · 2014
Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie (Originaltitel: Commedia) • Vollständige, ungekürzte Ausgabe • Mit 132 Illustrationen von Gustave Doré • Für die eBook-Ausgabe neu editiert, voll verlinkt, und mit Kindle-Inhaltsverzeichnis • Mit einem aktuellen Vorwort des Herausgebers (Okt/2014) Eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur Die ›Commedia‹, wie sie ursprünglich hieß, ist ein Werk, das ihresgleichen sucht.
🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:18:19 „Der hat darauf hingewiesen, dass Dante eine ganz große Rolle spielt in diesem Buch. Wirklich mit direkten Anspielungen. Auch von Namen von bestimmten Figuren beispielsweise. Also tatsächlich dieses letztlich Endzeitliche und das Göttliche einfach eine ganz große Rolle spielen.“
Im Gespräch über Zach Williams' Erzählungen weist Adam Soboczynski auf eine Rezension hin, die Dantes Einfluss auf das Buch herausarbeitet. Die immer enger ziehenden Ringe zur Hölle werden als strukturgebendes Element identifiziert – eine klare Referenz auf Dantes Inferno.
Wiederholung
Vigdis Hjorth · 2025
Eine Frau läuft durch den Wald. Eigentlich bereitet sie sich auf einen Marathon vor, aber getrieben ist sie von etwas anderem. Alles, was sie vergessen will, kehrt zu ihr zurück, und so nähert sie sich Atemzug für Atemzug dem sechzehnjährigen Mädchen, das sie einmal gewesen ist. Der erste Kuss auf einer Party. Der erste überwältigende Rausch, der den Körper so leicht werden ließ. Die Mutter, die mit Argusaugen über sie wacht und ihren unbändigen Lebenshunger kontrolliert.
🗣 Iris Radisch zitiert daraus bei ⏱ 00:20:38 „Und das passt auch ganz schön, weil ja die Leipziger Buchmesse nicht mehr lange hin ist, wo die Norweger auch zu Gast sein werden und das ist eben eine Autorin, die jetzt schon mehrere, also eigentlich schon sehr viele Romane von ihr wurden und alle sehr schön von Gabriele Heves ins Deutsche übersetzt. Jetzt kommt Wiederholung, heißt das einfach nur.“
Das zweite Hauptbuch der Episode. Der Roman spielt 1975, als die Protagonistin 16 Jahre alt ist, und erzählt von ihrem sexuellen Erwachen unter der erstickenden Kontrolle der Mutter. Die Sprecher diskutieren ausführlich, wie sich hinter dieser Kontrolle ein verdrängtes Familiengeheimnis – eine Missbrauchsgeschichte – verbirgt, und debattieren die problematische Grenze zwischen Autofiktion und Wahrheit in Hjorths Werk.
Ein falsches Wort
Vigdis Hjorth · 2024
Das Schlimmste passiert dort, wo wir uns sicher fühlen: in der eigenen Familie. Was nach dem plötzlichen Tod des Vaters zunächst wie ein Erbstreit zwischen Geschwistern aussieht, wird für die ältere Schwester Bergljot zu einem Kampf um die jahrzehntelang verdrängte Wahrheit. Es geht nicht um Geld und Besitz. Es geht darum, wem die Vergangenheit gehört.
🗣 Iris Radisch zitiert daraus bei ⏱ 00:21:09 „Ein falsches Wort hieß der eine und die Wahrheiten meiner Mutter hieß der andere. Da ist sie eigentlich erst als ganz ernsthafte Autorin bei uns in Deutschland entdeckt worden.“
Der Roman wird als eines der beiden Werke genannt, mit denen Vigdis Hjorth in Deutschland als ernsthafte Autorin wahrgenommen wurde. Die Sprecher ordnen ihn in die Reihe ihrer autofiktionalen Romane ein, in denen sie ihrer Familie schwere Vorwürfe macht, ohne die Grenze zwischen Dichtung und Wahrheit offenzulegen.
Die Wahrheiten meiner Mutter
Vigdis Hjorth · 2023
Ein norwegischer Roman über das tiefe Spannungsfeld zwischen Mutter und Tochter, in dem die Erzählerin versucht, die Wahrheiten hinter dem Leben ihrer Mutter zu enthüllen. Ein psychologisches Drama über Familie, Missverständnisse und gegenseitige Fremdheit, das Fragen nach Authentizität und Identität aufwirft.
🗣 Iris Radisch zitiert daraus bei ⏱ 00:21:09 „Ein falsches Wort hieß der eine und die Wahrheiten meiner Mutter hieß der andere. Da ist sie eigentlich erst als ganz ernsthafte Autorin bei uns in Deutschland entdeckt worden.“
Zusammen mit Ein falsches Wort als das zweite Werk genannt, das Hjorth in Deutschland den Durchbruch als ernsthafte Autorin brachte. Beide Romane kreisen um die gleichen autofiktionalen Themen von Familie, Missbrauch und verdrängter Wahrheit.
Gjentagelsen (Wiederholung)
Søren Kierkegaard · 2017
Die unterschiedlichen Erzählformen der Idylle in der Literatur des deutschsprachigen Realismus stehen im Mittelpunkt dieses Bandes. Spätestens seit Jean Paul hat sich die Idylle aus ihren arkadischen Szenerien herausgelöst und ist in alle Winkel der erzählten Welt eingewandert: heimliche Plätze in Gärten und Wäldern, die Familie, das Haus, Spaziergänge und Küchenherde.
🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:22:56 „Sie ist ja eine Kierkegaard-Leserin und die Wiederholung, das ist ein Motiv, das sie von Kierkegaard übernommen hat und das ihr auch sehr wichtig ist.“
Im Gespräch über Vigdis Hjorths neuen Roman 'Wiederholung' wird erklärt, dass der Titel und das zentrale Motiv der Wiederholung direkt auf Kierkegaards philosophisches Werk zurückgehen, das für die Autorin eine wichtige Inspirationsquelle darstellt.
Min Kamp
Karl Ove Knausgård · 2012
Andra delen av Karl Ove Knausgårds mäktiga autofiktiva roman Min kamp är en studie i extremrealism genom blottläggandet av vardagligheter, av utanförskap och av självförödmjukelsens yttersta fascination. Fadersporträttet i första delen är här utbytt mot ett kompromisslöst sökande efter kärlek och vänskap. I centrum står också det egna författarskapet och konsekvenserna av att lämna Norge för en svensk anonymitet.
🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:29:09 „Und sie steht natürlich auch irgendwie schon in dieser Selbstentblößungsliteratur, die wir aus Norwegen ja kennen, eben natürlich vor allen Dingen von Knausgaard, aber auch von Thomas Espedal und vielen anderen.“
Knausgårds autobiografisches Schreiben wird als Vergleichsfolie für Vigdis Hjorth herangezogen. Iris Radisch grenzt Hjorths Stil jedoch bewusst ab: Während Knausgårds Stil bewusst unelaboriert und down-to-earth sei, schreibe Hjorth angestrengter, existenzieller und atemloser.
Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und Rainer Maria Rilke
Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach entdeckte in Rilkes 2022 erworbenen Nachlass zwei unbekannte Briefe von Sigmund Freud an den Dichter Rainer Maria Rilke aus dem Februar 1916. Diese Briefe rahmen ein Schreiben Rilkes an Freud ein, das bislang in der Library of Congress in Washington lag, aber mangels Kontext kaum beachtet wurde. Obwohl der Psychoanalytiker und der Dichter schriftlich in Kontakt standen, kam es zwischen ihnen nie zu einer therapeutischen Beziehung. Die neu gefundenen Briefe werden zum Rilke-Jahrzehnt (Dichter wäre 2026 150 Jahre alt) in der Zeitschrift „Sinn und Form" veröffentlicht und von Ulrich von Bülow, dem Leiter der Marbacher Handschriftenabteilung, kommentiert.
🗣 Adam Soboczynski zitiert daraus bei ⏱ 00:37:20 „Es gab eine ganz interessante Veröffentlichung in einer kleinen Zeitschrift, aber bedeutenden Zeitschrift natürlich, Sinn und Form. Und zwar wurde jetzt zum ersten Mal veröffentlicht der Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und Rainer Maria Rilke. Zwei bedeutende, könnte man wirklich, eine der bedeutendsten Figuren der deutschen Geistesgeschichte, der deutschsprachigen Geistesgeschichte, die hier aufeinandertreffen.“
Als Klassiker der Folge wird ein neu veröffentlichter Briefwechsel in der Zeitschrift Sinn und Form vorgestellt. Der Sprecher ist fasziniert, dass Freud und Rilke sich überhaupt begegnet sind und korrespondiert haben. Die drei erhaltenen Briefe aus dem Februar 1916 zeigen, wie Freud Rilke als möglichen Patienten anspricht und Rilke sich der Psychoanalyse verweigert – ein Thema, das den gesamten Klassiker-Abschnitt der Episode bestimmt.
Die Sonette an Orpheus
Rainer Maria Rilke · 2025
Die Sonette an Orpheus, verfasst im Februar 1922, gehören zu den letzten vollendeten Dichtungen Rainer Maria Rilkes. In weniger als drei Wochen schrieb er den gesamten Zyklus in zwei Teilen nieder, inspiriert von der gleichzeitigen Fertigstellung der Duineser Elegien und dem Tod der jungen Wera Ouckama Knoop, der er das Werk im Untertitel als "Grab-Mal" widmete.
🗣 Adam Soboczynski zitiert daraus bei ⏱ 00:37:52 „Wir kennen die Dionyser Elegien, die Sonnette an Aufholz, dann diesen ersten modernen deutschsprachigen Roman, die Aufzeichnungen des Maute Laurits Brügge.“
Gemeinsam mit den Duineser Elegien werden die Sonette an Orpheus als Rilkes zweiter großer Gedichtzyklus aufgezählt, um seine literarische Bedeutung zu unterstreichen.
Rilke-Biografie
Sandra Richter · 2025
Offen sein und schreiben – mehr wollte Rilke nicht, ein bescheidener und zugleich anspruchsvoller Wunsch. Als Autor erfuhr er »das ganze Leben [...], als ob es mit allen seinen Möglichkeiten mitten durch ihn durchginge«. Allerdings auch mit all seinen Widersprüchen: Rilke floh vor seinen Musen und brauchte sie doch, beklagte die Folgen des Fortschritts und begeisterte sich für Technik, er liebte das einfache Leben und umgab sich mit schönen Dingen.
🗣 Adam Soboczynski zitiert daraus bei ⏱ 00:38:46 „Und ich hatte mich jetzt ein bisschen auch mit Rilke beschäftigen können, weil es gibt zwei Biografien. Eine kenne ich von Sandra Richter, die das Deutsche Literaturarchiv in Marbach leitet. Die habe ich gelesen und da ist mir ein sehr schönes Buch, das man nur empfehlen kann.“
Der Sprecher empfiehlt Sandra Richters Rilke-Biografie ausdrücklich als ‚sehr schönes Buch'. In der Biografie gibt es ein eigenes Kapitel über Rilkes Überlegung, eine Psychoanalyse zu machen – was direkt zum Thema des Freud-Rilke-Briefwechsels überleitet.
Briefwechsel zwischen Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé
Rilke vertraut Lou Andreas-Salomé in diesem Briefwechsel seine psychologischen Krisen, Unsicherheiten und Symptome an. Salomé, ausgebildete Psychoanalytikerin bei Freud, antwortet mit therapeutischen Einsichten. Der Briefaustausch dokumentiert die intensive intellektuelle Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse.
🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:40:09 „Es gibt ja den Briefechsel zwischen Rainer Maria Rilke und Luandrea Salome, in dem es immer wieder darum geht. Also wo er ihr seine ganzen Symptome, seine Unsicherheiten, seine Krisen und sie ihn immer wieder und durchaus auch aus psychoanalytischer Perspektive berücksichtigt.“
Alexander Cammann verweist auf den publizierten Briefwechsel zwischen Rilke und Lou Andreas-Salomé, um zu zeigen, dass Rilke sich mit der Psychoanalyse durchaus auseinandersetzte – nur eben über seine mütterliche Freundin und nicht direkt bei Freud. Salomé, die sich bei Freud zur Analytikerin hatte ausbilden lassen, fungierte in den Briefen fast wie eine Therapeutin für Rilke.
Nachwort zum Freud-Rilke-Briefwechsel
Ulrich von Bülow
Ulrich von Bülow analysiert im Nachwort zum Freud-Rilke-Briefwechsel Rilkes bewusste Zurückweisung von Freuds Therapieangebot. Der Essay beleuchtet die Gründe für diese Ablehnung und untersucht damit ein zentrales Moment im intellektuellen Dialog zwischen Dichter und Psychoanalytiker.
🗣 Iris Radisch referenziert bei ⏱ 00:45:30 „Das stimmt, da hat eben auch dieses sehr schöne Nachwort von Ulrich von Bülow wirklich recht. Rilke hat sich verweigert. Rilke hat im Grunde dieses, wenn es ein Ansatz zu einem Therapieangebot von Freud war, hat er es zurückgewiesen.“
Alexander Cammann bezieht sich auf den begleitenden Essay von Ulrich von Bülow in der Sinn-und-Form-Veröffentlichung des Briefwechsels. Das Nachwort stützt die These, dass Rilke Freuds Therapieangebot bewusst zurückwies – eine Lesart, die Cammann für überzeugend hält.