Der Begriff des Politischen
Carl Schmitt · 2009
Klassisches Werk der Politischen Theorie, das das Politische über die Freund-Feind-Unterscheidung definiert. Die zentrale These: Die Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen Freund und Feind macht die Essenz des Politischen aus. Das Werk wird als Extremposition im Spektrum politischer Theorien herangezogen und dient als Kontrastfolie zu deliberativen Demokratiemodellen.
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„Ich will es möglichst mit Karl Schmidt ausdrücken, die Verfeinschaftungsenergien ihr Maximum erreicht haben.“
Ijoma Mangold greift auf Carl Schmitts Freund-Feind-Unterscheidung zurück, um die Polarisierung in der Maskendebatte zu beschreiben. Er verwendet den Begriff 'Verfeinschaftungsenergien', der direkt auf Schmitts politische Theorie verweist.
„Wichtige Begriffsunterscheidung Gegner oder Feind, also die Carl-Schmidt-Unterscheidung, also wo die These grob wäre, weil wir es nicht gelernt haben, vernünftig als Gegner miteinander auf dem politischen Feld umzugehen und Leute vielleicht sogar vorschnell als Feinde, die man vom Feld schlagen muss.“
Im Gespräch über Svenja Flaßpöhlers Buch 'Streiten' wird Carl Schmitts berühmte Freund-Feind-Unterscheidung herangezogen, um die Eskalationsdynamik im öffentlichen Diskurs zu erklären. Die Unterscheidung stammt aus Schmitts Werk 'Der Begriff des Politischen'.
„Sie ist eine Anti-Karl-Schmidt-Politikerin, wie es im Buche steht. Kein Freund, kein Feind, sondern eher den Feind dem einhegen. Aber am Ende landet man wieder bei Carl Schmitt und sagt, es gibt einen wirklichen Feind, der sich nicht mehr einhegen lässt.“
Bude nutzt Carl Schmitts Freund-Feind-Unterscheidung als Kontrastfolie zu Merkels Politikstil. Merkel habe stets versucht, Gegner einzuhegen statt zu konfrontieren – doch angesichts Russlands und der aktuellen Weltlage komme man am Ende doch wieder bei Schmitts Erkenntnis an, dass es einen echten Feind gibt, der sich nicht einhegen lässt.
„Das ist ja auch die Politik von Karl Schmitt, Freund-Feind-Scheidung. Politik ist die Unterscheidung zwischen Freund und Feind. Das ist dieser Machiavellismus, dieses Stärke zeigen und so weiter, keine Schwächen zeigen.“
Im Rahmen seiner Analyse rechter Sprache verweist Kemper auf Carl Schmitts Freund-Feind-Unterscheidung als theoretisches Fundament rechter Politik. Schmitts These, dass Politik im Kern die Trennung von Freund und Feind sei, dient Kemper als Erklärung für die Funktion rechter Abgrenzungsbegriffe.
„Jedenfalls kommt dann Karl Schmitt mit seiner berühmten Freund-Feind-Unterscheidung, die hier im Podcast ja auch schon mal vorkam und die Thiel zitiert. Und man sagt, also bei Karl Schmitt ist es so, naja, letztlich, wir leben in einer politischen Welt und solange wir in einer politischen Welt leben, ist es eigentlich immer so, dass das Politische darauf beruht, dass man irgendwann auch mal sagen muss, das ist unser Feind.“
Im Rahmen der Analyse von Thiels Essay 'The Straussian Moment' wird Carl Schmitts Freund-Feind-Unterscheidung diskutiert. Thiel erwägt laut Pauer, ob man nach 9/11 'Schmittianer' werden müsse, verwirft dies aber, weil der Westen dann seine eigenen Werte verraten würde. Die Freund-Feind-Unterscheidung stammt aus Schmitts zentralem Werk.
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