Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

Max Weber · 2016

Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus In: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, 20. Bd., Heft 1, S. 1-54, 1904; 21. Bd., Heft 1, S. 1-110, 1905. Erstdruck der vorliegenden, umgearbeiteten Fassung in: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen (Mohr Siebeck) 1920, S. 17-206. Vollständige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016, 2. Auflage.

Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

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Erwähnungen (8)

Alles gesagt?
🗣 Uli Wickert referenziert bei ⏱ 00:12:08
„Während die Deutschen ein protestantisches Land sind. Und Max Weber... der den Protestantismus sozusagen als Beweis geführt hat für den wirtschaftlichen Erfolg bei uns.“

Wickert verweist auf Max Webers berühmte These im Kontext seines Vergleichs zwischen französischer und deutscher Identität. Er kontrastiert Braudels katholischen Gesellschaftsbegriff mit Webers Protestantismus-These, um den unterschiedlichen wirtschaftlichen Charakter beider Länder zu erklären.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:36:27
„Du kennst die Geschichte, hier Max Weber und so weiter, hat das immer protestantische Ethik genannt. Dieses nur noch arbeiten, schlafen ist für Idioten und so weiter.“

Lanz verweist auf Max Webers These der protestantischen Arbeitsethik im Zusammenhang mit der Frage, warum moderne Menschen nicht mehr zum Müßiggang fähig sind. Weber wird als Erklärung dafür herangezogen, dass Kapitalismus und Zufriedenheit sich kategorisch ausschließen.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:38:19
„Naja, Dieter Bohlen war protestantische Leistungsethik, um es mit Max Weber auszudrücken. Man musste was leisten. Und wenn man nichts zu bieten hatte, dann hat einem Dieter Bohlen das reingewirkt und gesagt, von nix kommt nix.“

Mangold nutzt Max Webers berühmte These von der protestantischen Leistungsethik als analytischen Rahmen, um den kulturellen Shift von DSDS zu Queer Eye zu beschreiben: Das Bohlen-Prinzip (Leistung verdient Anerkennung) wird abgelöst durch das Fab-Five-Prinzip (Anerkennung ist bedingungslos verdient).

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:46:18
„Das ist aber als Gedanke jetzt auch keine Neuigkeit von Joseph Henrik, sondern man kann zurückgehen zum Beispiel auf Max Weber. Max Weber, der große Soziologe, hat ja auch schon überlegt, was ist da eigentlich passiert, dass plötzlich der Kapitalismus sich durchgesetzt hat und auch er findet gewissermaßen kulturelle Gründe.“

Ijoma Mangold stellt Henrichs These in eine ideengeschichtliche Tradition und verweist auf Max Weber, der ebenfalls kulturelle Erklärungen für den Aufstieg des Kapitalismus suchte. Webers berühmte These über den Zusammenhang von Protestantismus und Kapitalismus wird als Vorläufer zu Henrichs Argument über das katholische Eheprogramm herangezogen.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:20:00
„Daraus erklärt sich ja auch zum Beispiel der Max Weber die ganze protestantische Arbeitsethik. Ich muss zeigen, dass Gott mir wohlgesonnen ist und deswegen habe ich hoffentlich 500 Esel und 500 Schafe und 1000, was weiß ich, und 5 Mercedes und 3 Tesla.“

Johanna Haberer verweist auf Max Webers berühmte These zum Zusammenhang von Kalvinismus und Kapitalismus, um den Tun-Ergehens-Zusammenhang in die Neuzeit zu übersetzen: Wohlstand als sichtbares Zeichen göttlicher Gnade. Sie nutzt das humorvoll, um zu zeigen, wie tief diese Hiob-Logik in der westlichen Kultur verankert ist.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:49:35
„Und sagt, dieses Buch ist im Grunde eine Fortsetzung von Max Weber, die protestantische Ethik. Weil Weber, so argumentiert er, hat 1914 schon, also kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, richtig erkannt, dass der Aufstieg des Westens im Grunde auf den Aufstieg des Protestantismus in der Welt zurückzuführen ist.“

Weber wird im Kontext von Emmanuel Todds Buch erwähnt. Lanz referiert Todds Argument, dass Weber bereits vor dem Ersten Weltkrieg richtig erkannt habe, wie eng der Aufstieg des Westens mit dem Protestantismus verknüpft ist – durch Bildung, Alphabetisierung und die Idee, dass materieller Erfolg Ausdruck göttlicher Gnade sei.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:13:04
„Und eine der Antworten war, die geht dann im Grunde rein bis zu Max Webers protestantischer Leistungsethik.“

Ijoma Mangold erwähnt Max Webers Theorie der protestantischen Leistungsethik beiläufig im Kontext der Klimatheorie – der Idee, dass unterschiedliche Umweltbedingungen zu unterschiedlichen kulturellen und zivilisatorischen Entwicklungen führten. Weber wird als Endpunkt einer Denktradition genannt, die Erfolgsunterschiede zwischen Gesellschaften kulturell statt genetisch erklärt.

Alles gesagt?
🗣 Marietta Auer referenziert bei ⏱ 02:18:26
„Den haben sie in den angelsächsischen Ländern, da gibt es ja den berühmten Text von Weber über die Ethik des Kapitalismus geschrieben, die eben aus diesen kalvinistischen Richtungen des Protestantismus rausgekommen seien, nicht aber aus dem deutschen Lutheranismus.“

Marietta Auer erklärt, warum Deutschland kein liberales Land ist und vergleicht die deutsche Wirtschaftskultur mit der angelsächsischen. Sie verweist auf Webers berühmte These, dass der Kapitalismus in den angelsächsischen Ländern aus dem Kalvinismus hervorgegangen sei, während der deutsche Lutheranismus einen anderen Weg genommen habe.

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