Die sogenannte Gegenwart – Wie wichtig ist dir dein IQ?
#117

Wie wichtig ist dir dein IQ?

Die sogenannte Gegenwart / 14. Juli 2025 / 20 Medien

Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Live aufgenommen beim Festival der Zukunft im Deutschen Museum München, widmet sich die Folge dem IQ als Gegenwartsphänomen — nicht wissenschaftsjournalistisch, sondern auf der Meta-Ebene: Wie wird über Intelligenz gesprochen, politisch und gesellschaftlich? Als Einstieg erklären Lars und Ijoma einem teils podcast-unkundigen Publikum ihren Ansatz, bevor sie mit dem Gegenwartscheck ins Thema einsteigen.

„Leute sprechen über ein Thema und wir sprechen darüber, wie die Leute darüber sprechen.“
🗣 Lars Weisbrod

Erwähnte Medien (20)

Lex Fridman Podcast (Folge mit Richard Haier)

Lex Fridman Podcast (Folge mit Richard Haier)

Lex Fridman

Hello! I'm MG, host of Beyond the Venue Podcast and a hospitality professional turned academic. I started this podcast in the Spring of 2021 to elevate stories from my friends in the hospitality and entertainment world whose careers and businesses were impacted by the pandemic. Season 2 features several of my colleagues from the hospitality and event industry, as well as teachers and professors from a variety of disciplines.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:15:42 „Das ist ein Podcast mit dem Intelligenzforscher Richard Heyer, der ist schon zwei, drei Jahre alt, aber trotzdem finde ich ihn extrem gegenwärtig.“

Weisbrod zeigt den Podcast als Beispiel für die Gegenwärtigkeit der IQ-Debatte und die Tabuisierung des Themas

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Lex Fridman Podcast – Episode mit Richard Haier

Lex Fridman Podcast – Episode mit Richard Haier

Lex Fridman

5 minute summaries of Lex Fridman Podcast's episodes. Get the best insights and ideas in much less time. More at owltail.comWritten summaries: https://www.owltail.com/summaries/15281-Artificial-IntelligenceOther podcast summaries in Apple Podcasts: http://bit.ly/5-min-summariesOther podcast summaries In other apps, search 'podcast summaries'.Conversations about science, technology, history, philosophy and the nature of intelligence, consciousness, love, and power.

🗣 Lars Weisbrod empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:16:45 „Das ist ein Podcast mit dem Intelligenzforscher Richard Heyer, der ist schon zwei, drei Jahre alt, aber trotzdem finde ich ihn extrem gegenwärtig. Also für die Zuhörerinnen und Zuhörer, wir sehen hier die beiden, Lex Fridman und den Intelligenzforscher Richard Heyer.“

Lars Weisbrod zeigt dem Live-Publikum ein Bild der Podcast-Episode und beschreibt sie als hochaktuell für die IQ-Debatte. In der Episode geht es um Tabus in der Intelligenzforschung – etwa Gruppenunterschiede und Vererbbarkeit von Intelligenz. Weisbrod findet besonders Lex Fridmans transparente, selbstironische Art bemerkenswert, etwa als dieser zugibt, nicht zu wissen, was eine Regatta ist.

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The Fallacy of Richard Herrnstein's IQ

The Fallacy of Richard Herrnstein's IQ

Noam Chomsky · 2024

“For anyone wanting to find out more about the world we live in . . . there is one simple answer: read Noam Chomsky.” —The New Statesman A sharp indictment of both American foreign policy and the national myths that support it, and an urgent warning of the threat that U.S. power poses to humanity’s future The Myth of American Idealism offers a timely and comprehensive introduction to the incisive critiques of U.S.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:17:29 „Er ist sozusagen einer der wichtigsten Intelligenzforscher und Charles Murray ist ein Politikwissenschaftler... Es gibt einen berühmten Chomsky-Aufsatz, der mal gegen Herrnstein argumentiert und so.“

Lars Weisbrod ordnet die Autoren von 'The Bell Curve' ein und erwähnt dabei, dass es bereits früher eine bekannte intellektuelle Auseinandersetzung mit Herrnsteins Thesen gab – in Form eines berühmten Aufsatzes von Noam Chomsky.

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Crack-Up Capitalism

Crack-Up Capitalism

Quinn Slobodian

'Gonzo brilliance ... unique and highly entertaining' Financial Times 'Revelatory reading' Adam Tooze, author of Crashed 'After reading Quinn Slobodian's new book, you are not likely to think about capitalism the same way' Jacobin Look at a map of the world and you'll see a neat patchwork of nation-states. But this is not where power actually resides.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:19:00 „Der hat ein ganz neues Buch geschrieben und der versucht darin eine Frage zu beantworten, die ich mir auch ganz oft stelle“

Slobodians neues Buch erklärt die Koalition der Rechten aus Libertären und Konservativen über drei Themen: Race, Gold und IQ

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Titelgeschichte über den Flynn-Effekt

Titelgeschichte über den Flynn-Effekt

Der Artikel beschäftigt sich mit dem Flynn-Effekt, dem jahrzehntelangen Anstieg der durchschnittlichen IQ-Werte, und stellt die Frage, ob dieser Trend nun stoppt oder sich umkehrt. Intelligenzforscher James Flynn argumentiert, dass wir möglicherweise einen Wendepunkt erreicht haben und die Menschheit nicht mehr intelligenter, sondern möglicherweise sogar weniger intelligent wird. Als potenzielle Ursachen werden Digitalisierung und die Nutzung von Smartphones diskutiert.

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:22:48 „Das war eine Titelgeschichte von, habe ich vergessen, 2019, glaube ich, von uns, die ein Thema berührt, was die IQ-Frage auch extrem gegenwärtig macht, nämlich, es gibt den sogenannten Flynn-Effekt.“

Lars Weisbrod verweist auf eine Titelgeschichte der ZEIT aus circa 2019, die sich mit dem Flynn-Effekt und der Frage beschäftigt, ob die Menschheit aufhört, schlauer zu werden – oder sogar dümmer wird. Die These, dass Digitalisierung und Smartphones dafür verantwortlich sein könnten, wird als zentrale Fragestellung genannt.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Über das Marionettentheater

Über das Marionettentheater

Heinrich von Kleist · 1810

Kleists philosophisches Essay verhandelt die Grazie als Phänomen, das durch das vollständige Durchschreiten des menschlichen Bewusstseins und seiner Abgründe – Schmerz, Einsamkeit, Todesangst – wiedererlangt wird. Die zentrale Argumentation: Der Verlust der Unschuld führt nicht zum endgültigen Fall, sondern zu einer reflektierten Grazie jenseits des bloßen Bewusstseins.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:23:02 „Wie beim Dornrauszieher bei Kleist. Du kennst die Geschichte natürlich, oder? Nee, ich hätte mich eher ans Marionettentheater von Kleist erinnert.“

Kleists Marionettentheater-Aufsatz wird als Analogie zum Flynn-Effekt herangezogen – Anmut verschwindet durch Selbstbeobachtung

Zum Artikel bei Projekt-gutenberg.org Details
Computing Machinery and Intelligence

Computing Machinery and Intelligence

Alan Turing · 2021

Alan M. Turing war der Erste, der die Frage stellte, ob Maschinen denken können. Damit stieß er die Tür für das Zeitalter moderner Computer auf. Seine bahnbrechende Arbeit sollte jeder kennen, der an der Philosophie des Geistes und der Kognition, Psychologie oder allgemein an den Entwicklungen Künstlicher Intelligenz (KI) interessiert ist. Das für diese Neuauflage überarbeitete Nachwort diskutiert die Rolle moderner Chatbots.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:28:25 „Und das erinnert mich in verblüffender Weise natürlich an den Turing-Test. Weil ein Turing sagt ja auch, okay, wann können wir von künstlicher Intelligenz sprechen? Auch da wieder das Problem, dass wir auch heute, wenn wir über Artificial Intelligence sprechen, haben wir dasselbe Phänomen. Wir wissen überhaupt gar nicht, was Intelligence ist.“

Ijoma Mangold zieht eine Parallele zwischen der operationalen Definition von IQ ('Intelligenz ist das, was ein IQ-Test testet') und Alan Turings berühmtem Ansatz, künstliche Intelligenz nicht essentiell, sondern über ihre beobachtbaren Effekte zu definieren.

Zum Artikel bei Turing.academicwebsite.com Details
The Black Swan

The Black Swan

Nassim Nicholas Taleb · 2007

The most influential book of the past seventy-five years: a groundbreaking exploration of everything we know about what we don’t know, now with a new section called “On Robustness and Fragility.” A black swan is a highly improbable event with three principal characteristics: It is unpredictable; it carries a massive impact; and, after the fact, we concoct an explanation that makes it appear less random, and more predictable, than it was.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:30:06 „Es gibt den, wie heißt der mit Vornamen, diesen Taleb, den Nassim Taleb, der dieses Buch geschrieben hat, The Black Swan und damals die Finanzkrise vorausgesagt hat. Der ist zum Beispiel so ein großer IQ-Kritiker. Es gibt so einen interessanten Blogbeitrag von ihm.“

Lars Weisbrod erwähnt Nassim Taleb als prominenten IQ-Kritiker im Kontext der Debatte über die Vorhersagekraft von IQ-Tests. Taleb hinterfrage die Studien, die angeblich zeigen, dass ein hoher IQ mit Erfolg korreliert, und argumentiere, dass gute Testergebnisse vor allem bedeuten, dass jemand gut Tests machen kann.

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B Artikel

Blogbeitrag über IQ-Kritik

Nassim Taleb

Nassim Talebs kritische Analyse der IQ-Test-Validität als Erfolgsindikator. Der Autor argumentiert, dass die Korrelation zwischen IQ-Testergebnissen und Lebenserfolg ein Messartefakt ist: Menschen, die gut in Tests sind, schneiden auch in anderen Tests besser ab – das sei aber kein echtes Merkmal von Erfolgspotentzial. Taleb hinterfragt damit die grundsätzliche Aussagekraft standardisierter Intelligence-Tests.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:30:18 „Der ist zum Beispiel so ein großer IQ-Kritiker. Es gibt so einen interessanten Blogbeitrag von ihm. Und der sagt zum Beispiel, dieses ganze Studien, dass da angeblich so viel Erfolg rauskommt, das hinterfragt er total und sagt, das seien vor allem Leute, die halt gut Tests machen können, können dann gut andere Tests machen und darauf sei das zurückzuführen.“

Lars Weisbrod verweist auf einen Blogbeitrag von Nassim Taleb, in dem dieser die Validität von IQ-Tests grundsätzlich anzweifelt. Taleb argumentiere darin, dass die Korrelation zwischen IQ und Lebenserfolg ein Artefakt sei – wer gut Tests mache, mache auch andere Tests gut, mehr stecke nicht dahinter. Weisbrod bringt das als Minderheitenmeinung in die Diskussion ein.

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Columbo

Columbo

· 1971

Columbo ist ein unkonventioneller Polizist. Mit seinem zerknautschtem Trenchcoat löst er die auch noch so schwierigsten Fälle auf eine etwas andere Weise. Ganz ohne Gewalt und Drohungen überführt er die Täter mit geschickt platzierten Fragen und detaillierter Recherche, wobei sich die Verbrecher dank seiner scheinbar trotteligen Art fälschlicherweise meist in Sicherheit wiegen.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:42:08 „Mit Blick auf die Uhr spreche ich nicht über mein Lieblingsbeispiel aus der alten Columbo-Folge. Das müssen wir dann anders machen.“

Lars Weisbrod wollte ein Beispiel aus einer Columbo-Episode bringen, um einen Punkt über IQ-Tests zu illustrieren, verzichtet aber aus Zeitgründen darauf.

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Intelligenz — Große Unterschiede und ihre Folgen

Intelligenz — Große Unterschiede und ihre Folgen

Elsbeth Stern, Aljoscha Neubauer · 2013

Warum wir nicht alle gleich intelligent sind Inwieweit Intelligenz erblich ist, wird in der Öffentlichkeit immer wieder heftig diskutiert. Aus wissenschaftlicher Sicht steht jedoch fest, dass es genetisch bedingte Unterschiede gibt. Allerdings wird das Potenzial, das jeder Mensch mitbringt, erst wirksam, wenn es in Familie und Schule nach besten Möglichkeiten gefördert wird.

🗣 Ijoma Mangold empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:46:15 „Dann sage ich kurz, welches Buch hier hochgehalten wurde, das sind zwei Einschläge, deutsche Psychologen und Intelligenzforscher Elsbert Stern und Aljoscha Neubauer, die haben das Buch Intelligenz, große Unterschiede und ihre Folgen geschrieben.“

Ijoma Mangold stellt das Buch vor, aus dem er Lars Weisbrod zuvor ein Zitat geschickt hatte – nämlich die These, dass die verschiedenen Teilbereiche des IQ-Tests (sprachlich, numerisch, räumlich) in signifikanter Weise miteinander korrelieren. Das Buch dient den beiden als zentrale Quelle für die Intelligenzforschung in dieser Episode.

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The Bell Curve

The Bell Curve

Richard Herrnstein, Charles Murray · 1994

The controversial book linking intelligence to class and race in modern society, and what public policy can do to mitigate socioeconomic differences in IQ, birth rate, crime, fertility, welfare, and poverty.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:49:31 „Naja, im Kern ist es halt die harte radikale Position, die sagt, Intelligenz wird vererbt und sie wird dann auch innerhalb bestimmter Gruppen vererbt.“

Weisbrod und Mangold diskutieren ausführlich das 1994 erschienene Buch als Schlüsselwerk der IQ-Debatte, das nie ins Deutsche übersetzt wurde

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The Genetic Lottery: Why DNA Matters for Social Equality

The Genetic Lottery: Why DNA Matters for Social Equality

Kathryn Paige Harden · 2021

A provocative and timely case for how the science of genetics can help create a more just and equal society In recent years, scientists like Kathryn Paige Harden have shown that DNA makes us different, in our personalities and in our health—and in ways that matter for educational and economic success in our current society. In The Genetic Lottery, Harden introduces readers to the latest genetic science, dismantling dangerous ideas about racial superiority and challenging us to grapple with what

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:57:33 „Ich wollte nur kurz dieses Buch nennen, das ist vor ein paar Jahren erschienen, gab auch eine Debatte, eine interessante. Das ist auch eine Intelligenzforscherin und sie schreibt ein Buch, das heißt The Genetic Lottery, Why DNA Matters for Social Equality, also die Genlotterie, warum DNA wichtig ist für soziale, wie übersetzt man Equality?“

Nina Pauer bringt dieses Buch als Gegenposition zu The Bell Curve ins Spiel. Die Autorin teile zwar die empirischen Befunde zur Vererbbarkeit von Intelligenz, ziehe aber den entgegengesetzten politischen Schluss: Gerade weil Intelligenz genetisch mitbestimmt sei, müsse man als Linksliberale für Ausgleich sorgen für diejenigen, die genetisch benachteiligt sind.

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Aufsatz über The Bell Curve

Aufsatz über The Bell Curve

Ned Block

Der Artikel ist eine philosophische Kritik von Ned Block am kontroversen Buch "The Bell Curve" von Charles Murray. Block hinterfragt darin grundlegend das in dem Werk verwendete Konzept der Vererbbarkeit von Intelligenz und argumentiert gegen die biologistischen Thesen des Buches. Der Essay wird als wichtiger intellektueller Gegenpol zu Murrays Thesen betont.

🗣 Lars Weisbrod empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:59:25 „Der hat sich nach Erscheinen von The Bell Curve in einem ganz tollen Aufsatz [...] beschäftigt mit dem Buch von Murray und Ernst.“

Weisbrod empfiehlt begeistert Ned Blocks philosophische Kritik an The Bell Curve, die das Konzept der Vererbbarkeit grundsätzlich hinterfragt

Zum Artikel bei Enotes.com Details
How Heritability Misleads about Race

How Heritability Misleads about Race

Ned Block · 2024

Die Wissenschaftsfreiheit gilt vielerorts als bedroht von Moralismus, Denkverboten und Cancel Culture. Aber ist moralische Empörung angesichts bestimmter wissenschaftlicher Positionen – etwa zu Genetik und IQ, zu Geschlecht und Biologie oder zu Behinderung und Infantizid – immer ein ideologischer, sachfremder Versuch der Bevormundung? Oder gibt es legitime moralische Kritik an wissenschaftlichen Thesen? Der Philosoph Tim Henning geht diesen Fragen in seinem hochaktuellen und originellen Buch auf...

🗣 Lars Weisbrod empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:01:07 „Das ist der Philosoph Ned Block, den in Deutschland leider nur wenige kennen. Der hat sich nach Erscheinen von The Bell Curve in einem ganz tollen Aufsatz, für die Zuhörerinnen und Zuhörer, wir verlinken ihn unten drunter, ich geb den irgendwo im Internet, beschäftigt mit dem Buch von Murray und Herrn Sten. Und einfach eine ganz philosophische Freunde gemacht, die das Ganze auf wunderbare Art infrage stellt.“

Nina Pauer empfiehlt begeistert einen Aufsatz des Philosophen Ned Block, der nach Erscheinen von The Bell Curve die methodische Grundlage der Vererbbarkeitsforschung philosophisch infrage stellte. Block zeige mit einem Gedankenexperiment über rothaarige Kinder, dass statistische Vererbbarkeit nicht bedeute, dass Intelligenz direkt genetisch verursacht werde – ein Gen könne über gesellschaftliche Umwege wirken, die man ändern könnte.

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Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück

Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück

Gottfried Benn · 2024

Die große Liebe, ein sorgenfreies Dasein, wahre Freundschaft – wir alle streben nach Glück. Doch müssen oder können wir immer glücklich sein? Ist ewiges Glück nicht eine Überforderung? Denn das Unglück ist Bestandteil, ist Preis des Glücks, so Wetz in seiner tröstlichen Analyse des Phänomens. Das moderne Glücksprojekt ist hochgradig riskant, störanfällig und es ist keineswegs sicher, dass es gelingt – aber warum sollte es auch?

🗣 Ijoma Mangold zitiert daraus bei ⏱ 01:06:38 „Es gibt diese Gottfried-Benz-Seile, dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück oder so, halte ich für falsch.“

Nina Pauer zitiert beiläufig eine bekannte Zeile von Gottfried Benn, um eine Position zu widerlegen. Der Satz stammt aus Benns Lyrik und wird hier als Gegenposition eingebracht: Die Vorstellung, Dummheit mache glücklich, hält Pauer für falsch.

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Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

Max Weber · 2016

Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus In: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, 20. Bd., Heft 1, S. 1-54, 1904; 21. Bd., Heft 1, S. 1-110, 1905. Erstdruck der vorliegenden, umgearbeiteten Fassung in: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen (Mohr Siebeck) 1920, S. 17-206. Vollständige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016, 2. Auflage.

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:13:04 „Und eine der Antworten war, die geht dann im Grunde rein bis zu Max Webers protestantischer Leistungsethik.“

Ijoma Mangold erwähnt Max Webers Theorie der protestantischen Leistungsethik beiläufig im Kontext der Klimatheorie – der Idee, dass unterschiedliche Umweltbedingungen zu unterschiedlichen kulturellen und zivilisatorischen Entwicklungen führten. Weber wird als Endpunkt einer Denktradition genannt, die Erfolgsunterschiede zwischen Gesellschaften kulturell statt genetisch erklärt.

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Der Mensch als Mängelwesen (Der Mensch: Seine Natur und seine Stellung in der Welt)

Der Mensch als Mängelwesen (Der Mensch: Seine Natur und seine Stellung in der Welt)

Arnold Gehlen · 1950

Gehlens einflussreiche Abhandlung zum Menschen als biologisch unterlegenem Wesen, das seine natürlichen Mängel durch Technik und Innovationen kompensiert. Ein Grundkonzept zum Verständnis von menschlicher Kultur, Intelligenz und technologischer Entwicklung.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 01:13:23 „Arnold Gehlen, der große Soziologe, hat den Menschen immer als ein Mängelwesen beschrieben, der seine genetisch mitgegebenen Mängel, er ist allen anderen Tieren unterlegen, durch technologische Erfindungen kompensiert.“

Ijoma Mangold greift Arnold Gehlens berühmtes Konzept des Menschen als Mängelwesen auf, um die Klimatheorie zu erläutern. Die Idee: In schwierigeren Umgebungen sei der Mensch gezwungen, seine natürlichen Defizite durch technische Erfindungen zu kompensieren, was wiederum die Intelligenz fördere.

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Intelligence: A Very Short Introduction

Intelligence: A Very Short Introduction

"Intelligence: A Very Short Introduction" ist ein Überblick über das Konzept und die Erforschung von Intelligenz aus der renommierten Oxford-Reihe. Das Buch behandelt komplexe Themen wie IQ und die umstrittene Beziehung zu Rasse knapp und wissenschaftlich fundiert, verweist dabei auf Fachliteratur statt einfache Antworten zu geben. Die Lektüre bietet ein zugängliches Verständnis für ein vielschichtiges und sensibles Thema.

🗣 Lars Weisbrod empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:14:54 „Es ist so interessant, wie dieser Schmerzpunkt ist, weil ich liebe diese, kennt ihr die? Das sind diese Oxford Very Short Introductions in so verschiedenen Themen. Da gibt es eins zu Intelligence. Und das sind von den super Fachleuten geschrieben. Und wirklich immer ganz toll.“

Nina Pauer empfiehlt die Oxford-Reihe 'Very Short Introductions' und hebt das Bändchen über Intelligenz hervor. Sie findet es bezeichnend, dass der Autor darin das Thema IQ und Rasse nur anreißt und für Details auf einen APA-Report verweist, anstatt sich selbst dazu zu positionieren — ein Zeichen für die Brisanz des Themas.

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I Studie

Intelligence: Knowns and Unknowns

American Psychological Association

"Intelligence: Knowns and Unknowns" ist ein wissenschaftlicher Report der American Psychological Association, der die Forschung zur menschlichen Intelligenz und ihre Grenzen analysiert. Der Report wird häufig zitiert, wenn es um die umstrittenen Debatten zum Zusammenhang zwischen IQ und Rasse geht. Im Podcast wird erwähnt, dass ein Autor eines Oxford-Buches auf diesen Report verweist, anstatt selbst zu dieser sensiblen Thematik Stellung zu nehmen – ein Ausweichmanöver, das die Verantwortung für kontroverse Aussagen auf externe Quellen verschiebt.

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:15:17 „Und sagt dann, was es dazu zu sagen gibt, steht in einem Report der American Psychology Association, den man im Internet nachgucken kann, und sagt dann nicht was.“

Nina Pauer erwähnt einen Report der American Psychological Association, auf den der Autor des Oxford-Büchleins verweist, anstatt sich selbst zum Zusammenhang von IQ und Rasse zu äußern. Sie findet es bezeichnend, dass der Autor die Verantwortung für die Einordnung an diesen externen Bericht abgibt.

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