Die unwürdige Greisin
Bertolt Brecht
Bertolt Brechts Kurzgeschichte erzählt aus der Perspektive eines Enkels von seiner Großmutter, einer 72-Jährigen, die nach dem Tod ihres Mannes ein völlig neues und unkonventionelles Leben beginnt. Die Geschichte feiert die Möglichkeit zur persönlichen Befreiung und Veränderung im Alter und wirkt als mutmachende Gegenperspektive zu düstereren Darstellungen weiblicher Lebensgeschichten.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (1)
„Die heißt Die unwürdige Greisin. Ich finde die ja ganz toll. Die ist wirklich interessant. Da geht es um eine, ist aus der Perspektive eines Enkels geschrieben. Der beschreibt, was mit seiner Großmutter passiert, als ihr Mann, der Großvater, eben stirbt.“
Die Kurzgeschichte von Brecht wird als zweiter Haupttext der Episode ausführlich besprochen. Soboczynski und Radisch diskutieren die Geschichte einer 72-jährigen Frau, die nach dem Tod ihres Mannes ein völlig neues, unkonventionelles Leben beginnt – Brecht feiert darin die Möglichkeit zur Veränderung und Befreiung. Die Geschichte wird als mutmachendes Gegenstück zum zuvor besprochenen, tristeren Text von Katja Lange-Müller gelesen.
Ähnliche Medien
Die Dreigroschenoper
Bertolt Brecht
Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht aus dem Jahr 1928 ist ein Theaterstück, das im viktorianischen London spielt und einen erbitterten Konkurrenzkampf zwischen dem Verbrecherbosse Mackie Messer und dem Bettlermafia-Boss Jonathan Peachum darstellt. Der Konflikt eskaliert, als Mackie heimlich Peachums Tochter Polly heiratet, worauf Peachum plant, Mackie auszuliefern. Nach mehreren Verhaftungen und Fluchtversuchen wird Mackie schließlich zum Tode verurteilt, erhält aber in letzter Minute ein königliches Begnadigungsschreiben und wird sogar in den Adelsstand erhoben. Das Drama verbindet episches Theater mit 21 Liedern von Kurt Weill und kritisiert durch die Kriminalgeschichte die sozialen Verhältnisse der Zeit.
Mutter Courage und ihre Kinder
Bertolt Brecht
Bertolt Brechts Klassiker des epischen Theaters zeigt Mutter Courage, die während des Dreißigjährigen Krieges mit ihren Kindern umherzieht und vom Krieg lebt, indem sie die Armeen versorgt. Das Stück ist eine kritische Darstellung einer ambivalenten Figur, die am Krieg verdient, während sie ihre Kinder verliert – eine sozialkritische Meditation über die menschlichen Kosten von Krieg und wirtschaftliche Ausbeutung.
Der Rundfunk als Kommunikationsapparat
Bertolt Brecht · 1977
Als Radiotheorie bezeichnet man eine auf das Medium Rundfunk, insbesondere den Hörfunk, spezialisierte Medientheorie. Bekannte Radiotheorien wurden verfasst von Bertolt Brecht, Rudolf Arnheim, Walter Benjamin, Gerd Eckert, E. Kurt Fischer und Wolfgang Hagen.
Leben des Galilei
Bertolt Brecht
Brechts Drama über Galileo Galilei und den Konflikt zwischen wissenschaftlicher Wahrheit und gesellschaftlicher Macht. Das Stück hinterfragt moralischen Mut und die Verantwortung des Einzelnen in Zeiten, die Helden brauchen.