Flüchtlingsgespräche
Bertolt Brecht · 1963
Bertolt Brechts Flüchtlingsgespräche sind klassische Meditationen über die existenzielle Abhängigkeit von Geflüchteten von Ausweispapieren und Dokumenten. Sie behandeln die Absurdität einer Bürokratie, die Menschenleben von einem Pass abhängig macht, sowie deren unmenschliche Konsequenzen. Das Werk bleibt hochaktuell für die Diskussion über Asylpolitik und die Verletzlichkeit von Staatlosen.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (2)
„Brecht hat dazu ja auch etwas ganz Wunderbares geschrieben, was ist eigentlich das Leben, der Pass. Also dieses Pass haben, ein Dokument haben, das alles kenne ich, seit ich ein kleines Kind bin.“
Michel Friedman spricht über die Bürokratie der Ausländerbehörden und die Bedeutung von Ausweispapieren für Geflüchtete. Er verweist auf Bertolt Brecht, der über die absurde Bedeutung des Passes geschrieben hat – vermutlich die 'Flüchtlingsgespräche', in denen der berühmte Satz steht: 'Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen.' Friedman verbindet dies mit seiner eigenen Erfahrung als staatenloses Kind.
„Er zitiert also Berthold Brecht, der 1940 in Finnland sitzt in seiner Immigration und über den Pass geschrieben hat. Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch.“
Im Gespräch über Ursula Krechels Essay wird Brechts berühmtes Zitat über den Pass aus den Flüchtlingsgesprächen angeführt, um den Topos des weggeworfenen Passes und die Bedeutung von Ausweispapieren für Geflüchtete historisch einzuordnen.
Ähnliche Medien
Die Dreigroschenoper
Bertolt Brecht
Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht aus dem Jahr 1928 ist ein Theaterstück, das im viktorianischen London spielt und einen erbitterten Konkurrenzkampf zwischen dem Verbrecherbosse Mackie Messer und dem Bettlermafia-Boss Jonathan Peachum darstellt. Der Konflikt eskaliert, als Mackie heimlich Peachums Tochter Polly heiratet, worauf Peachum plant, Mackie auszuliefern. Nach mehreren Verhaftungen und Fluchtversuchen wird Mackie schließlich zum Tode verurteilt, erhält aber in letzter Minute ein königliches Begnadigungsschreiben und wird sogar in den Adelsstand erhoben. Das Drama verbindet episches Theater mit 21 Liedern von Kurt Weill und kritisiert durch die Kriminalgeschichte die sozialen Verhältnisse der Zeit.
Mutter Courage und ihre Kinder
Bertolt Brecht
Bertolt Brechts Klassiker des epischen Theaters zeigt Mutter Courage, die während des Dreißigjährigen Krieges mit ihren Kindern umherzieht und vom Krieg lebt, indem sie die Armeen versorgt. Das Stück ist eine kritische Darstellung einer ambivalenten Figur, die am Krieg verdient, während sie ihre Kinder verliert – eine sozialkritische Meditation über die menschlichen Kosten von Krieg und wirtschaftliche Ausbeutung.
Der Rundfunk als Kommunikationsapparat
Bertolt Brecht · 1977
Als Radiotheorie bezeichnet man eine auf das Medium Rundfunk, insbesondere den Hörfunk, spezialisierte Medientheorie. Bekannte Radiotheorien wurden verfasst von Bertolt Brecht, Rudolf Arnheim, Walter Benjamin, Gerd Eckert, E. Kurt Fischer und Wolfgang Hagen.
Leben des Galilei
Bertolt Brecht
Brechts Drama über Galileo Galilei und den Konflikt zwischen wissenschaftlicher Wahrheit und gesellschaftlicher Macht. Das Stück hinterfragt moralischen Mut und die Verantwortung des Einzelnen in Zeiten, die Helden brauchen.