Für unser Land
"Für unser Land" ist der historische Aufruf von DDR-Intellektuellen aus November 1989, der einen eigenständigen dritten Weg für die DDR forderte, statt sich der Bundesrepublik anzuschließen. Der Appell spiegelt die Hoffnung einer Gruppe von Künstlern und Denkern wider, den Zusammenbruch des SED-Staates zu überwinden, ohne die eigene Identität aufzugeben. Letztendlich blieb dieser Traum unerfüllt: Der dritte Weg wurde nie gefunden, stattdessen folgte die "Abwicklung" und Wiedervereinigung unter westdeutschen Bedingungen.
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„In der Wende, als dann so die Rede für unser Land, es wird schon zugestanden, dass das Ideal nicht ganz verwirklicht war, aber es muss doch möglich sein. Bleibt in unserem Land also dieser Aufruf zu bleiben, lasst uns einen dritten Weg finden.“
Iris Radisch erwähnt den berühmten Aufruf 'Für unser Land' vom November 1989, der von DDR-Intellektuellen unterzeichnet wurde und für einen eigenständigen dritten Weg der DDR warb. Sie sieht im Erpenbeck-Roman genau diese Haltung gespiegelt: die Trauer darüber, dass dieser dritte Weg nie gefunden wurde und stattdessen alles 'abgewickelt' wurde.
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