Jüdische Lebenswelten
Die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten" in Berlin präsentierte erstmals in Deutschland jüdische Kultur und Geschichte außerhalb des Holocaust-Kontextes. Sie zeigte künstlerische und literarische Werke von Juden aus verschiedenen Epochen und Regionen, etwa Gemälde und Romane von Juden aus Shanghai. Dieser Perspektivwechsel war kulturpolitisch bedeutsam und prägte das Verständnis für jüdisches Leben als aktive Kulturpraxis jenseits von Verfolgungsgeschichte.
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„Kam ausgerechnet in dem Augenblick nach Berlin zurück, als hier die Ausstellung Jüdische Lebenswelt ihre Tore öffnete, die eben das erste Mal war in Deutschland, dass von Juden nicht im Zusammenhang mit Holocaust die Rede war, sondern im Zusammenhang mit, was haben Juden in Shanghai für Bilder gemalt, für Romane geschrieben und so weiter.“
Lau beschreibt ihren Einstieg bei der taz nach der Rückkehr aus den USA. Die Berliner Ausstellung sei für sie persönlich und kulturpolitisch bedeutend gewesen, weil sie Juden erstmals nicht primär als Holocaust-Opfer, sondern als lebendige Kulturträger zeigte — ein Perspektivwechsel, der ihre Arbeit prägte.
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