Mona Lisa
Leonardo da Vinci
Ölmalerei von Leonardo da Vinci aus dem frühen 16. Jahrhundert. Das berühmte Porträt zeigt eine Frau und folgt den stilisierten Schönheitsidealen der Renaissance mit charakteristischen Merkmalen wie dünnen Augenbrauen und feinen Gesichtszügen. Das Werk exemplifiziert die porträtistische Konvention seiner Epoche, in der viele Frauenporträts einem standardisierten Schönheitskanon folgten. Es zählt zu den weltweit bekanntesten Kunstwerken der Malerei.
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„Es ist so ungefähr, wie wenn du das Bild von der Mona Lisa anschaust und sagst, das taugt aber nicht als Passbild. Also Passbild, das ist sozusagen die naturwissenschaftliche Erkenntnis, die dich genau ablichtet und sieht, wie du älter wirst und so.“
Johanna Haberer nutzt die Mona Lisa als Vergleich, um zu erklären, warum die Schöpfungsgeschichte nicht als naturwissenschaftlicher Bericht gelesen werden sollte. So wie die Mona Lisa kein Passfoto ist, aber das Wesen des Menschen einfängt, so birgt der Schöpfungstext Wahrheit und Weisheit jenseits biometrischer Fakten.
„Und der Hintergrund, wie wir es bei der Mona Lisa kennen, ist, die Natur ist der Hintergrund für den Menschen gewesen. Die Natur ist nicht abbildungswürdig. Da kommt der Naturalismus und vergisst die Mona Lisa und zeigt nur die Natur.“
Christian Boros nutzt die Mona Lisa als kunsthistorisches Beispiel für die traditionelle Hierarchie: Die Natur diente nur als Kulisse für den Menschen. Der Naturalismus habe diese Ordnung umgekehrt und die Natur zum eigenständigen Bildgegenstand gemacht.
„Ich kann jetzt zum Beispiel mit meinem Picasso durch die Innenstadt gehen oder mit der Mona Lisa, dann würde ich angeben. Aber das ist ein Akt, der sehr unnatürlich wäre, wenn ich ein Bild nehmen würde und durch eine Fußgängerzone gehen würde.“
JP Kraemer diskutiert den Unterschied zwischen Autos und Kunstwerken als Statussymbole. Er argumentiert, dass ein Auto erst zum Angeberteil wird, wenn jemand einsteigt und damit handelt – genauso wie die Mona Lisa erst zum Angeben dient, wenn man sie aktiv durch die Fußgängerzone trägt. Die Erwähnung dient als humorvoller Vergleich.
„Und auch Mona Lisa sei, zumindest ist es in dem Roman von Dan Brown, der ja versucht, die Genealogie Jesu dann bis in die heutige Zeit, auch Mona Lisa sei eigentlich das Vorbild für Maria Magdalena.“
Johanna Haberer referiert eine weitere These aus Dan Browns Roman: Auch die Mona Lisa sei als Darstellung Maria Magdalenas zu verstehen. Sie ordnet das klar als romanhafte Fiktion ein, nicht als historische Behauptung.
„Die Mona Lisa zum Beispiel. Wir wissen überhaupt nicht, wie die aussah, weil es gibt sehr, sehr viele Frauen in der Renaissance, die gemalt worden sind, die fast alle genauso aussehen. Die haben so ganz dünne, ganz, ganz hochgezogene Augenbrauen, fast kaum merklich und auch diese spezifischen Nasen wie bei der Mona Lisa.“
Precht erläutert anhand der Mona Lisa, wie stark Renaissance-Porträts einem stilisierten Schönheitsideal folgten – mit schmalen Vogelmund, dünnen Augenbrauen und spezifischer Nasenform. Er argumentiert, dass heute kaum jemand die Mona Lisa als schön empfindet, und kontrastiert sie mit den lebendigeren Madonnen Raphaels, die volkstümliche Bauernmädchen porträtierten.
„was der französische König dafür aufgebracht hat, damit Leonardo am Ende seines Lebens zu ihm nach Frankreich kommt, wo er ja heute auch begraben ist und dann eben die Mona Lisa dann mit im Gepäck hatte.“
Als Beispiel für die Bedeutung der Hofkünstler und die enormen Kosten, die Herrscher auf sich nahmen, um große Künstler an ihren Hof zu holen.
„Und es ist ja so, wenn man an die europäische Renaissance denkt, denkt man meistens, das schreibt er auch, an zwei Dinge, und zwar Leonardo da Vincis Mona Lisa und Shakespeare's Hamlet.“
Die Mona Lisa wird als Kontrastpunkt zur englischen Renaissance erwähnt: Während die italienische Renaissance vor allem für bildende Kunst steht, war die englische Renaissance stärker von Theater und Literatur geprägt.
„Da muss man dann halt wirklich in Großaufnahme, im Close-up, die haarige große Vagina zeigen, damit die anderen merken, oh, hier hat sich jemand was Neues überlegt. Das ist nicht die Mona Lisa.“
Désirée Nick kontrastiert provokante zeitgenössische Kunst mit der klassischen Mona Lisa. Das Gemälde dient als Chiffre für das Konventionelle und Erwartbare, von dem sich Künstlerinnen wie Cindy Sherman bewusst abgrenzen.
„New York gelandet oder auch alle Kunstwerke, die es auf der Welt gibt. Alle Kunstwerke von der Mona Lisa im Louvre bis irgendwie Campbell Soup, Bilder, aber quasi alles zusammen.“
Giulia Enders rechnet vor, was es kosten würde, einen menschlichen Körper nachzubauen – Billionen Euro, vergleichbar mit dem Wert aller Immobilien von London oder New York. Als weiteren Vergleich nennt sie den Gesamtwert aller Kunstwerke der Welt, von der Mona Lisa bis zu Warhols Campbell's Soup. Die Pointe: Ein einzelner Mensch ist mehr wert als all das zusammen.
„Aber die Mona Lisa anfassen. Einfach nur mal so. Einfach nur mal rüberfassen, ob es auch wirklich kein Druck ist und dann man noch so die Farbabsetze und so spürt.“
Olli Schulz spricht über seinen Platz 5 der verbotenen Dinge: Kunstwerke im Museum anfassen. Als Krönung seines Wunsches nennt er die Mona Lisa – er würde gerne einmal über die Oberfläche streichen, um zu fühlen, ob es ein Original oder ein Druck ist und die Farbaufsätze zu erspüren.
„wenn man sich in 5000 Jahren an Kunst erinnern wird, wird einem noch die Sixtinische Kapelle und die Mona Lisa einfallen.“
Lars nennt die Mona Lisa als prototypisches Kunstwerk, das in Jahrtausenden noch als Kunst-Inbegriff gelten wird. Später taucht sie nochmal auf, als Ijoma fragt, ob die Kommunistische Partei Chinas nicht problemlos sagen könnte: 'Wir zeigen die Mona Lisa in Peking.'
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