Rezension – „Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich“
Kommentar/Analyse zur 39-Prozent-Regel und FCC
Ronan Steinke
Der Artikel analysiert die FCC-39-Prozent-Regel und ihre Auswirkungen auf die Unabhängigkeit von Medienkonzernen. Am Beispiel der Absetzungen von Late-Night-Showmastern wird aufgezeigt, wie politische Akteure regulatorische Mittel zur Kontrolle von Medienmacht einsetzen können. Die Analyse verdeutlicht, wie solche Machtverhältnisse die Vielfalt in der Berichterstattung gefährden und Demokratien durch konzentrierte Meinungsmacht bedrohen.
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„Und das wurde dann, darauf hat Steinke eben hingewiesen, allgemein so interpretiert, dass man sagt, die Sache lösen heißt, wir nehmen euch die Lizenzen weg. [...] Es bewahrt eine Demokratie davor, so beschreibt das auch Steinke, das Meinungsmacht allzu sehr in der Hand von ein paar Medienkartellen.“
Markus Lanz erklärt die Mechanismen hinter der Absetzung von Jimmy Kimmel und Stephen Colbert und beruft sich dabei mehrfach auf eine Analyse von Steinke zur 39-Prozent-Regel der FCC und zur Erpressbarkeit von Medienkonzernen durch die Trump-Administration.
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