Nahostkonflikt
34 Medien · 2 Episoden
Medien (34)
Amerikanische Außenpolitik und Palästina
Hannah Arendt · 2024
Arendts diplomatisch-strategische Analyse der Palästina-Frage und Amerikanischen Außenpolitik im Nahen Osten (1944). Ein kühler, diagnostischer Essay, der die regionale Lage während des Zweiten Weltkriegs untersucht und Politikempfehlungen formuliert.
Artikel über Israels Reaktion im Gaza-Krieg
Ein Redakteur von Spiegel oder Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung argumentiert, dass Israels militärische Reaktion im Gaza-Krieg überzogen und unverhältnismäßig ausfällt. Der Artikel diskutiert die Frage, wie angemessen die israelische Militäroperation ist.
Artikel über Zwei-Staaten-Lösung und Marwan Barghouti
Daniel Cohn-Bendit
Daniel Cohn-Bendit analysiert im Spiegel die Zwei-Staaten-Lösung des Nahostkonflikts und die zentrale Rolle von Marwan Barghouti – zu einer Zeit, als dieser Name in Deutschland noch völlig unbekannt war. Der Artikel belegt Cohn-Bendits langjährige Expertise in Nahostfragen.
Artikelserie über Israel in der FAZ
Diener
Artikelserie von Diener in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum israelisch-palästinensischen Konflikt. Mit Bezügen zu Camus und Hannah Arendt sowie zum Konzept der Natalität erörtert Diener Lösungsmöglichkeiten des Nahostkonflikts.
Baklava aus Gaza
Shahak Shapira
Stand-up-Comedy über den Israel-Gaza-Konflikt von Shahak Shapira. Die Performance verbindet intelligenten Humor mit kritischer Reflexion eines komplexen geopolitischen Themas und behandelt es auf pointierte, zugängliche Weise. Verfügbar auf Englisch und Deutsch.
CNN-Berichterstattung aus Teheran
Frederik Pleitgen
CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen berichtet aus Teheran über die tatsächlichen Folgen von Militärschlägen. Er dokumentiert die Zerstörung von Wohnblöcken durch zwei-Tonnen-Bomben und widerlegt damit offizielle Verlautbarungen von vermeintlich präzisen Angriffen. Pleitgens Reportagen zeigen die Kluft zwischen militärischer Rhetorik und ziviler Realität im Konflikt.
Darf Israel das?
Hamed Abdel-Samad, Philipp Peyman Engel
Gesprächsbuch zur israelischen Nahostpolitik. Ein Dialog zwischen zwei Perspektiven über die Grenzen und Legitimität der israelischen Außenpolitik im Nahostkonflikt und der zentralen Frage nach ethischen und politischen Grenzen einer Außenpolitik.
Das Problem der palästinensischen Flüchtlinge
Hannah Arendt · 2024
Kollektives Memorandum von 1958 mit Hannah Arendt und 15-19 weiteren Denkern. Es entwickelt pragmatische Lösungsansätze für die palästinensische Flüchtlingskrise: Rückkehroptionen, Staatsbürgerschaft, Entschädigung. Kernthese: Praktische Lösungen sind realisierbar, wenn moralische Schuldfragen bewusst ausgeklammert werden.
Der große Bazar
Daniel Cohn-Bendit · 2023
Autobiografisches Werk von 1975, das sich mit gesellschaftspolitischen Themen und historischen Konflikten auseinandersetzt. Das Buch analysiert zentrale politische Debatten – etwa zum Nahostkonflikt – anhand persönlicher Erfahrungen und wird für seine provokative, kontroverse Auseinandersetzung mit sensiblen Themen kontrovers diskutiert.
Eine Nebensache
Adania Shibli · 2022
Adania Shiblis Roman wurde nach dem Hamas-Angriff 2023 zum Gegenstand politischer Kontroversen. Ein geplanter Literaturpreis für das Werk wurde verschoben, was der PEN Berlin mit einer symbolischen Aktion auf der Frankfurter Buchmesse beantwortete: Eine Lesung, bei der ausschließlich jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus dem umstrittenen Buch vorlasen. Die Aktion demonstrierte Solidarität mit der Autorin und setzte sich gegen Zensurdruck ein.
Flower Thrower (Love is in the Air)
Banksy
Banksys ikonisches Graffiti eines vermummten Palästinensers auf der israelischen Mauer, der einen Blumenstrauß wirft statt eines Molotowcocktails. Das Werk kontrastiert Gewalt und Friedfertigkeit und wurde zur prophetischen Friedensbotschaft des gewaltlosen Widerstands.
Hamlet in Palestine
Thomas Ostermeier · 2013
Hamlet in Palestine ist ein Dokumentarfilm von Regisseur Thomas Ostermeier, der seine persönlichen Erfahrungen in Palästina verarbeitet. Der Film wurde international veröffentlicht, ist aber in Deutschland nicht verfügbar. Ostermeier setzt sich mit den politischen und menschlichen Dimensionen des Konflikts auseinander und nutzt dabei Bezüge zu Shakespeares Hamlet als thematischen Rahmen.
Hymne des Friedens (Shir LaShalom)
Shir LaShalom (Hymne des Friedens) ist ein israelisches Lied, das zum Symbol der Friedensbewegung wurde. Seine weltweite Bekanntheit verdankt es vor allem der Friedenskundgebung vom 4. November 1995 in Tel Aviv, bei der der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin das Lied öffentlich sang – kurz vor seiner Ermordung. Das Lied steht seither als kraftvolles Zeichen für Friedenssehnsucht und die historische Chance einer Friedensregelung im Nahost-Konflikt.
Jaffa Road
· 2021
Nach dem Erfolg von »Piccola Sicilia« nun der neue Roman von Bestseller-Autor Daniel Speck. »Jaffa Road« macht die menschliche Dimension eines der größten Konflikte der Welt emotional erfahrbar. »Es ist schlicht meisterhaft, wie Daniel Speck den hochkomplizierten Nahostkonflikt mit großer Kenntnis als packende und anrührende Familiengeschichte erzählt – ein absolutes Leseerlebnis.« Peter Münch, Süddeutsche Zeitung »Der Roman ist eine riesige Weltgeschichtsstunde und dabei so unangestrengt, so le...
Jerusalem: Die Biografie
Simon Sebag Montefiore · 2024
»Montefiore erzählt so lebendig, dass man wie bei einem Krimi das Buch nicht aus der Hand legen kann.« Deutschlandfunk Aktualisierte Ausgabe mit einem zusätzlichen Kapitel zum Palästina-Konflikt Die Geschichte Jerusalems ist die Geschichte der Welt. In seinem Weltbestseller erzählt Simon Sebag Montefiore die epische Geschichte von dreitausend Jahren Glauben, Fanatismus, Blutvergießen und Koexistenz: von König David bis zum 21.
Judenhass
Michel Friedman · 2024
Ein Übermaß an Hass ist das Ende der Demokratie Brandanschläge auf Synagogen. Hetze an Schulen. Ein Mob, der das Existenzrecht Israels verneint: Judenhass, in Deutschland. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel zeigt sich einmal mehr, wie wenig das Versprechen des »Nie wieder« gilt und wie sehr Antisemitismus von verschiedenen Seiten gesellschaftsfähig geworden ist.
Kommentar zu Israels Libanon-Krieg in der Süddeutschen Zeitung
Bernd Dörries
Der Kommentar des SZ-Korrespondenten Bernd Dörries analysiert Israels Militäroffensive im Libanon und kritisiert Netanyahus Strategie. Im Unterschied zu früheren kurzen, gezielten Kriegseinsätzen führt die aktuelle Eskalation zu willkürlichen Zieldeklarationen, die auch Zivilisten und Unbeteiligte treffen. Der Text wirft Fragen zu völkerrechtlichen Aspekten der israelischen Kriegsführung auf.
Kommentar zu Israels Vorgehen in Gaza
Ronan Steinke
Der Artikel dokumentiert eine kritische Analyse des israelischen Vorgehens in Gaza aus der Perspektive eines Journalisten mit jüdischem Hintergrund. Ronan Steinke von der Süddeutschen Zeitung argumentiert, dass dabei grundlegende internationale Normen verletzt worden sind. Die Stimmen jüdischer Kritiker des israelischen Handelns sind wichtig für eine differenzierte Debatte, da sie zeigen, dass Kritik am israelischen Vorgehen und die Anerkennung jüdischer Perspektiven nicht im Widerspruch stehen.
Memoiren
Chaim Weizmann · 1937
Memoiren mit einer prophetischen Warnung: Im Gespräch mit Ben-Gurion wird die Notwendigkeit eines neuen Verhältnisses zu den arabischen Völkern betont. Ohne Aussöhnung in den kommenden Jahrzehnten drohe Israel zu scheitern.
Mit dem Rücken zur Wand
Arthur Koestler · 2021
Am 14. Mai 1948 endete das Britische Mandat über Palästina, und David Ben Gurion unterzeichnete noch am selben Tag die israelische Unabhängigkeitserklärung. Unmittelbar darauf erklärten die Nachbarstaaten Israel den Krieg. Die Zukunft des jungen Staates schien mehr als ungewiss.
Offener Brief an Palästinenser und Israelis
Marek Edelman
Offener Brief des Warschauer-Ghetto-Aufständischen Marek Edelman, veröffentlicht in der New York Times und Le Monde. Der Brief verteidigt das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat und mahnt gleichzeitig, dass Frauen und Kinder nicht angegriffen werden dürfen. Edelman verweist auf die ethischen Grundsätze des Widerstands im Ghetto und verbindet die jüdische Befreiungsgeschichte mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt.
Text über Dehumanisierung im Nahostkonflikt
Joanna Osman
Die deutsch-palästinensische Journalistin Joanna Osman untersucht Dehumanisierung im Nahostkonflikt. Ihre zentrale These: Der Konflikt wird nicht zwischen Zivilbevölkerungen ausgetragen, sondern zwischen Menschen, die Sieg wollen, und solchen, die Frieden suchen – beide Gruppen existieren auf beiden Seiten. Ein versöhnlicher Text, der die menschliche Komplexität jenseits von Narrativen aufzeigt.
Textstrecke über Mythen der Nahost-Debatte
Artikelreihe der Zeit über Mythen und Missverständnisse im Nahostkonflikt, erschienen kurz nach dem 7. Oktober. Ein Text argumentiert überzeugend, dass der Konflikt nicht zwangsläufig verfahren sein muss – es gab bereits historische Momente, in denen Frieden greifbar nahe war.
The Birth of the Palestinian Refugee Problem
Benny Morris · 2004
Benny Morris' The Birth of the Palestinian Refugee Problem was published in 1988. Its startling revelations about how and why 700,000 Palestinians left their homes and became refugees during the Arab-Israeli war in 1948 undermined traditional interpretations as to whether they left voluntarily or were expelled as part of a systematic plan. This book represents a revised edition of the earlier work, compiled on the basis of newly-opened Israeli military archives.
Träume für 2024
Edith Ohel
Edith Ohel schreibt in der ZEIT-Neujahrsausgabe 2024 über ihren Traum für das neue Jahr. Die Mutter eines von der Hamas entführten Pianisten reflektiert, wie sie trotz tiefsten Leids an Freundlichkeit und Licht festhält. Ein Beitrag, der innere Widerstandskraft angesichts von Tragödie bezeugt.
Umfrage zur Berichterstattung über Israel im Sonntagsblatt vom 20. November 2025
Umfrage aus dem Sonntagsblatt, die die öffentliche Wahrnehmung von Medienbias bei der Israel-Berichterstattung abbildet. 43 Prozent der Befragten sehen deutsche Medien als zu pro-israelisch, 31 Prozent kritisieren eine Parteinahme. Die Ergebnisse illustrieren die Diskrepanz zwischen Bevölkerungsmeinung und Medienberichterstattung zu einem gesellschaftlich umstrittenen Thema.
Unbenannter Kinofilm über die Zwei-Staaten-Lösung
Der Film behandelt die Zwei-Staaten-Lösung als Lösungsansatz für den Nahostkonflikt und zeigt die komplexen historischen sowie politischen Hintergründe der fortdauernden Kriege in der Region. Obwohl inhaltlich verstörend, vermittelt das Werk wichtiges Verständnis für die geopolitischen Spannungen und die Schwierigkeiten einer Friedenslösung. Der Film eignet sich für die Auseinandersetzung mit dem Thema Nahostkonflikt und den verschiedenen Perspektiven auf mögliche Lösungsansätze.
Unterscheidung Gaza-Linke / Schoah-Linke
Eva Illouz
Die israelische Soziologin Eva Illouz unterscheidet zwischen der Gaza-Linken (Linkspartei) und der Schoah-Linken (Grüne), um fundamentale Verschiebungen im deutschen Linken-Spektrum zu erklären. Die Kategorisierung zeigt, dass Israelkritik heute nicht mehr aus der gesellschaftlichen Mitte kommt, sondern vom politischen Rand. Dies führt dazu, dass solche Positionen schneller als radikal wahrgenommen und damit an Durchsetzungskraft einbüßen.
Verdrehte Moral – Europas Blick auf Israels Krieg
Jacques Schuster
Jacques Schuster, Chefredakteur der Welt am Sonntag, kritisiert in seinem Leitartikel die deutsche Medienberichterstattung zum Israel-Hisbollah-Konflikt. Er argumentiert, dass hierzulande die Rollen von Täter und Opfer beim israelischen Militäreinsatz im Libanon verdreht werden und widerlegt damit eine in der deutschen Öffentlichkeit verbreitete Sichtweise. Der Artikel nimmt eine gegen die deutsche Mehrheitsmeinung gerichtete Position zur Nahost-Geopolitik ein.
ZAPP Medienmagazin Umfrage zur Gaza-Berichterstattung
ZAPP-Umfrage zum Vertrauen der Deutschen in die deutsche Berichterstattung zum Nahostkonflikt. Kernfindung: 50% vertrauen der Berichterstattung nicht, 31% werfen deutschen Medien Parteinahme für Israel vor, nur 5% sehen Parteinahme für Palästina.
Zwei Aufsätze über Palästina
Hannah Arendt · 2024
Palästina, Israel und die Suche nach der Lösung Über Palästina vereint zwei neu entdeckte, bisher unbekannte Texte von und mit Hannah Arendt. Der Aufsatz »American Foreign Policy and Palestine« wurde 1944 von Arendt vor der Staatsgründung Israels verfasst und erst jetzt in einem Archiv gefunden. 14 Jahre später ist sie Mitglied eines Expert:innen-Rats, der in dem Bericht »The Palestine Refugee Problem« eine Lösung für die Situation der Geflüchteten im Nahen Osten formulierte.
Zwei Völker, ein Land
Amos Oz · 2019
Der Titel "Wie alle Völker ...?" geht auf eine Broschüre von Judah L. Magnes, des ersten Rektors der Hebräischen Universität in Jerusalem, zurück. Dieser betrachtete 1930 erstmals die Problematik im Verhältnis zwischen Moderne und Tradition, zwischen Politik und Religion auf, die sich seither durch die Geschichte des Staates Israel zieht.
Über Israel reden
Meron Mendel · 2023
Über kaum ein anderes Land wird in Deutschland so viel geredet und gestritten: Zu Israel hat jeder eine Meinung. Warum ist das so? Wieso hat der Nahostkonflikt eine solche Bedeutung? Und warum ist die Debatte so emotional – und oft so vergiftet? Als Meron Mendel vor zwanzig Jahren nach Deutschland kam, stellte er überrascht fest, welche Bedeutung sein Heimatland Israel hier im öffentlichen Diskurs hatte.
Über Palästina
Hannah Arendt
Sammlung zweier Essays aus den Jahren 1944 und 1958 über die Zukunft Palästinas und die damit verbundene Flüchtlingskrise. Die Texte analysieren die amerikanische Außenpolitik und regionale Spannungen mit prophetischer Schärfe und wirken bis heute erschreckend aktuell.