Monaco Franze – Der ewige Stenz
Helmut Dietl · 1983
Helmut Fischer in seiner Paraderolle als unwiderstehlicher Frauenliebling und sympathischer Schwerenöter: In der Serie "Monaco Franze - Der ewige Stenz" spielte er in den 1980er-Jahren den 50-jährigen Kriminalkommissar Franz Münchinger alias Monaco Franze.
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„Ich kenne das auch aus Südtirol. Da gibt es das Wort immer dieses Geraunze. In Monaco, Franze war es früher immer das Geschiss mit der Elli.“
Im lockeren Gesprächseinstieg über die Melancholie der Wiener und Tiroler fällt Lanz die berühmte Münchner TV-Serie ein. Er zitiert das Motiv des ständigen Genörgels und zieht eine humorvolle Parallele zwischen dem Wiener Raunzen und dem typischen Geschimpfe in Helmut Dietls Kultserie.
„Du kennst Monaco Franze, ne? Großartig. Finde ich auch. Großer Fan. Monaco Franze, so großartig. Und es gibt eine Szene, da sitzt Monaco mit dem Kopf weg, Manni, in der Polizeikantine. Und die essen zu Mittag. Und der Kopfwerk Manni sagt zu Monaco, schau Monaco, das Essen, das ist immer anders. Aber die Sauce, die ist immer gleich. Und dann kommt der großartige Satz, verstehst Manni. Da steckt ja unheimliche Kontinuität drin.“
Im Gespräch über den Tod von Queen Elizabeth II. und die Faszination ihrer Dauerhaftigkeit zieht Markus Lanz eine humorvolle Parallele zur bayerischen Kultserie. Die Szene mit der immer gleichen Sauce bei wechselndem Essen dient als Metapher für die Queen: Die Premierminister kamen und gingen, aber die Königin blieb immer – wie die Sauce in der Polizeikantine.
„Monaco-Franze kann man sich übrigens auf Netflix angucken. Der hat es inzwischen nach Netflix geschafft. Ich habe ihn mir kürzlich angeguckt. Er ist bezaubernd.“
Sabine Rückert empfiehlt Monaco Franze als bezaubernde Serie, die nun auch auf Netflix verfügbar ist. Sie hat sie sich selbst kürzlich angesehen und zeigt damit, dass Dietls Werk auch Jahrzehnte nach der Erstausstrahlung noch sehenswert ist.
„Monaco-Franz ist das Einzige, was ich bedauere, dass das nicht im ZDF-Folgen ist. Ganz, ganz großes Kino. Oder? Absolut. Finde ich auch. Also Monaco, Franz, obwohl viel gelobt, immer noch unterschätzt.“
Lanz bedauert, dass die Kultserie Monaco Franze keine ZDF-Produktion war. Precht stimmt begeistert zu und nennt es 'ganz großes Kino' – beide sind sich einig, dass die Serie trotz viel Lob immer noch unterschätzt ist.
„Und es ist immer wieder Monaco-Franze. Man merkt, wie viel Lebensklugheit da drin steckt. Da steckt eine unheimliche Kontinuität drin. Die schöne Szene in der Polizeikantine. Weil das Essen ist immer anders, aber die Sauce ist immer gleich.“
Markus Lanz zitiert eine Szene aus der Kultserie Monaco Franze als Metapher für Kontinuität und Lebensklugheit. Er nutzt das Bild der Polizeikantine – das Essen wechselt, die Sauce bleibt gleich – als augenzwinkernde Überleitung zu Richard David Prechts gleichbleibendem Stil.
„Von Helmut Dietl, aber hast du die anderen Serien, also Chia Royale und Monaco Franz, hast du die gesehen damals?“
Im selben Atemzug wie Kir Royal fragt Christoph Amend nach Monaco Franze. Charles Schumann berichtet, dass er die Wiederholungen heute regelmäßig und mit Vergnügen schaut.
„Wie in Monaco-Franze. Du kennst die berühmte Szene aus der Polizeikantine, wo Monaco sagt, du, das Essen hier, das ist immer anders, aber die Sauce, die ist immer gleich. Und da steckt eine unheimliche Kontinuität drin.“
Lanz nutzt die berühmte Kantinenszene aus der Serie als Metapher für die katholische Kirche: Das Essen – also die äußere Erscheinung – ändert sich mit der Zeit, aber die Soße – die Kernbotschaft, die Werte – bleibt immer gleich. Das Bild wird im weiteren Gespräch zum Leitmotiv für kirchliche Kontinuität in einer relativistischen Welt.
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