Lanz & Precht – Ausgabe Zweiundachtzig
#082

Ausgabe Zweiundachtzig

Lanz & Precht / 31. März 2023 / 25 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Anlässlich des 60. ZDF-Jubiläums tauchen die beiden in ihre Kindheitserinnerungen an das Fernsehen der 1960er ein. Richard David Precht erzählt, wie seine linken Eltern den Fernseher als Verdummungsmedium verbannten und amerikanische Kinderserien wegen des Vietnamkriegs tabu waren — geschaut wurde heimlich bei den Nachbarn, wo der Fernseher noch feierlich aufgeschlossen wurde wie eine Kinoleinwand.

„Dieser ganze Streichelzoo, der da in die deutschen Wohnzimmer kam, all die Lessys und Furies und Skippys und Black Beautys und so weiter, das war halt die gleiche Nation, die da in Vietnam die Bauerndörfer und die Kinder und so weiter umbrachte.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (25)

Lassy

Lassy

· 1948

Lassie ist eine amerikanische Klassiker-Familienserie über einen intelligenten Collie-Hund und seine menschliche Familie auf einer Farm. Die Serie erzählt von ihren Abenteuern und alltäglichen Herausforderungen mit warmherzigem, familienfreundlichem Ton.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:03:36 „Dieser ganze Streichelzoo, der da in die deutschen Wohnzimmer kam, all die Lessys und Furies und Skippys und Black Beautys und so weiter, das war halt die gleiche Nation, die da in Vietnam die Bauerndörfer und die Kinder und so weiter umbrachte.“

Precht erzählt von seiner Kindheit und den Fernsehregeln seiner linken Eltern, die amerikanische Kinderserien ablehnten. Die Tierserien aus den USA wurden als kulturelle Produkte einer kriegführenden Nation betrachtet und waren daher tabu.

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Fury

Fury

Peter Graves · 1955

Fury ist eine amerikanische Western-Fernsehserie, die von 1955 bis 1960 auf NBC ausgestrahlt wurde. Darin ist Peter Graves als Jim Newton zu sehen, der die Broken Wheel Ranch in Kalifornien betreibt; Bobby Diamond als Jims Adoptivsohn Joey Clark Newton und William Fawcett als Rancharbeiter Pete Wilkey.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:03:36 „Dieser ganze Streichelzoo, der da in die deutschen Wohnzimmer kam, all die Lessys und Furies und Skippys und Black Beautys und so weiter, das war halt die gleiche Nation, die da in Vietnam die Bauerndörfer und die Kinder und so weiter umbrachte.“

Precht zählt die amerikanischen Tierserien auf, die seine Eltern ihm verboten hatten. Fury war eine der populären US-Kinderserien der 60er Jahre, die in deutschen Wohnzimmern liefen.

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Skippy, das Känguru

Skippy, das Känguru

· 1968

Australische Tierserie über die Abenteuer eines jungen Kängurus und seiner Familie in der Wildnis. Das familienfreundliche Drama verbindet alltägliche Begegnungen mit aufregenden Erlebnissen und prägt mit Abenteuerlust und Humor Generationen von Zuschauern.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:03:36 „Dieser ganze Streichelzoo, der da in die deutschen Wohnzimmer kam, all die Lessys und Furies und Skippys und Black Beautys und so weiter, das war halt die gleiche Nation, die da in Vietnam die Bauerndörfer und die Kinder und so weiter umbrachte.“

Eine weitere der verbotenen Tierserien aus Prechts Kindheit. Obwohl Skippy eigentlich eine australische Produktion war, wurde die Serie von Prechts Eltern offenbar in dieselbe Kategorie eingeordnet.

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Black Beauty

Black Beauty

· 1972

Welches Kind findet es nicht schön, ein Pferd als Haustier zu haben? Die beiden Geschwister Vicky und Kevin können sich freuen, denn sie gehören zu solchen Kindern. Black Beauty, so der Name des schwarzen Hengst, lebt nun zusammen mit ihnen auf der Farm York Cottage. Und diese Fürsorge kommt dem Tier gerade recht. Schließlich hatte es zuvor keine allzu guten Erfahrungen mit Menschen gemacht. Gemeinsam müssen sie öfters aber auch mal das ein oder andere Abenteuer durchstehen. Der verwitwete Landa

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:03:36 „Dieser ganze Streichelzoo, der da in die deutschen Wohnzimmer kam, all die Lessys und Furies und Skippys und Black Beautys und so weiter, das war halt die gleiche Nation, die da in Vietnam die Bauerndörfer und die Kinder und so weiter umbrachte.“

Die Pferdeserie Black Beauty gehörte ebenfalls zu den englischsprachigen Tierserien, die Prechts politisch linke Eltern während des Vietnamkriegs für ihre Kinder ablehnten.

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W Serie

Wolfgang und Stoffel

Deutsche Kinderserie über einen Mann und das kleine Wesen Stoffel, das in einer Pappschachtel auf seinem Regal wohnt. Eine liebevolle, warmherzige Sendung mit fantastischem Setting im häuslichen Alltag – ein Klassiker der deutschen Kinderunterhaltung.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:04:21 „Das war Wolfgang und Stoffel. Das war ein netter Herr, der hatte eine kleine Pappschachtel im Regal und da drin wohnte ein kleines Wesen namens Stoffel.“

Statt der verbotenen amerikanischen Serien durfte Precht deutsche Kinderproduktionen sehen. Wolfgang und Stoffel war eine der wenigen erlaubten Sendungen – eine deutsche Kinderserie mit einem Mann und einem kleinen Wesen in einer Pappschachtel.

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K Serie

Kaspar und René

Deutsche Kindersendung aus den 1960ern mit einer Marionette und einem Schauspieler, die gemeinsam Kinder in eine bezaubernde Märchenwelt entführen. Die Zuschauer mussten Märchen und deren Schauplätze erraten – ein nostalgisches Ratespielprogramm mit fantastischem Ton und märchenhaftem Charme.

🗣 Richard David Precht empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:04:33 „Und was ich sehr geliebt habe, war Kaspar und René. Und daran konnte sich überhaupt nie jemand erinnern, jemals davon gehört zu haben. Und das war so eine Marionette und ein Schauspieler. Und da ging es so in die Märchenwelt rein.“

Precht schwärmt von einer weiteren deutschen Kindersendung aus den späten 60ern, die niemand sonst zu kennen scheint. Es war eine Sendung mit einer Marionette und einem Schauspieler, in der Kinder Märchen und Märchenschauplätze erraten mussten.

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Dick und Doof

Dick und Doof

Laurel & Hardy · 1970

Seit 1927 brachten der dünne Laurel und der mehr als stämmige Hardy das Publikum mit Slapstick-Abenteuern und untrüglichem Sinn für Situationskomik zum Lachen. Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen 1970-1973

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:05:01 „Und natürlich dick und doof. Als wir einen Fernseher bekamen, wir kriegten dann einen Fernseher, einen Schwarz-Weiß-Fernseher, als das Farbfernsehen kam. Damit war quasi der Abstand zum Verdummungsmedium ja gewahrt.“

Als die Familie Precht endlich einen eigenen (Schwarz-Weiß-)Fernseher bekam, durften die Kinder Dick und Doof (Laurel & Hardy) schauen. Precht beschreibt das als eines der wenigen erlaubten Fernsehvergnügen seiner Kindheit.

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Ein Trio mit vier Fäusten

Ein Trio mit vier Fäusten

· 1984

Die beiden Vietnamkriegsveteranen Cody Allen und Nick Ryder besitzen einen Kabinenkreuzer namens Riptide, ein Speedboat namens Ebbtide und einen Hubschrauber namens Screaming Mimi vom Typ Sikorsky S-58T. Zusammen mit ihrem Freund Murray „Boz“ Bozinsky betreiben sie eine Detektei in King Harbor an der kalifornischen Küste.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:07:49 „Wir wussten aber so gegen 18 Uhr und auch ein bisschen schnell kommt dann Trio mit für Fäusten und solche Dinge. Die haben wir dann immer geguckt. Und das waren so meine Helden.“

Lanz erzählt, wie er als Kind in Südtirol ohne eigenen Fernseher aufwuchs und sich beim abendlichen Milchholen beim Nachbarn heimlich Fernsehen ergaunerte. Die Actionserie 'Ein Trio mit vier Fäusten' gehörte zu seinen Kindheitshelden.

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Ein Colt für alle Fälle

Ein Colt für alle Fälle

· 1981

Colt Seavers ist Stuntman und arbeitet nebenbei als Kopfgeldjäger für eine Firma, die Kautionen für Angeklagte stellt. Unterstützt wird er dabei von seinem Cousin, dem tollpatschigen Schönling Howie Munson, genannt „Kleiner“, und seiner Assistentin Jody Banks, einer blonden kalifornischen Schönheit mit Stuntfrau-Ambitionen. Die meisten Aufträge erhalten die drei von den Kautionshelferinnen Samantha und Terri.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:07:59 „Und haben irgendwann der Bäuerin auch gesagt, sie soll sich ein bisschen Zeit lassen mit dem Melken, damit wir in Ruhe Trio mit für Fäusten oder auch ein Colt für alle Fälle und solche Sachen zu Ende gucken konnten.“

Neben 'Ein Trio mit vier Fäusten' war auch die Actionserie 'Ein Colt für alle Fälle' eines der heimlichen Fernsehvergnügen, die Lanz sich beim Milchholen ergaunerte. Die Kinder baten die Bäuerin sogar, langsamer zu melken.

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Derrick

Derrick

Herbert Reinecker · 1974

Die Serie begleitet den Oberinspektor Stephan Derrick und seinen Assistenten, Inspektor Harry Klein, von der Mordkommission der Münchner Kriminalpolizei bei den Ermittlungen und der Lösung von Mordfällen im Großraum München

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:09:21 „Für mich ist das ZDF ja Derrick. Ja, die toten Augen aus München, der regt das personifizierte ZDF. Ja, wirklich. Das war doch so eine ganz neue Form von Krimi, die da plötzlich um die Ecke kam.“

Lanz bezeichnet Derrick als das personifizierte ZDF seiner Kindheit. Er schwärmt von der psychologischen Tiefe der Serie, während Precht entgegenhält, das Geheimnis von Derrick sei gewesen, einen Krimi zu machen, der nicht verängstigt, sondern beruhigt – ein Beruhigungsmittel statt Spannung. Sie diskutieren den internationalen Welterfolg der Serie, besonders in Japan und Italien.

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W Serie

Was bin ich?

Robert Lembke · 1955

deutsche TV Show

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:10:37 „Also das ist so nach dem Motto, welches Schweinerl hätten es denn gern? Das mit der Brille. Und dann eben diese Derrick-Brille.“

Precht spricht über die Ära der Hornbrillen-tragenden Fernsehpersönlichkeiten der 60er und 70er Jahre und verwendet dabei den berühmten Ausspruch aus Robert Lembkes Quizshow 'Was bin ich?', um die vertrauenserweckende Wirkung dieser Brillen zu illustrieren.

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Dallas

Dallas

· 1978

Familie Ewing lebt auf der Southfork Ranch in der Nähe der Millionenstadt Dallas und hat sich auf den Handel mit Öl spezialisiert. Ewing Oil ist der Name, des von Vater Jock gegründeten Familienbetriebs, der zu mächtigen wie unabhängigen Vertretern in der Öl-Industrie gehört. Mit der Zeit hat Jocks ältester Sohn J.R die Geschäftsführung übernommen. Getrieben von der Gier nach Macht und Geld, leitet J.R.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:11:18 „Das ist so ähnlich wie bei Dallas und bei Denver. Du siehst also, wie Pamela Ewing in ihrem wunderbaren Mercedes Cabrio von der South Fork Ranch fährt. Du siehst aber nicht, dass sie irgendwo hinfährt, sondern die nächste Station ist, dass sie dann vorm Oil Barons Club ist.“

Precht erklärt, warum der berühmte Satz 'Harry, fahr schon mal den Wagen vor' bei Derrick nie fallen konnte. Als Vergleich zieht er Dallas heran: Auch dort wurden Verbindungswege sendungsökonomisch herausgekürzt, weil den Drehbuchautoren dafür nichts einfiel.

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Der Denver-Clan

Der Denver-Clan

· 1981

Blake Carrington aus Denver könnte eigentlich ein schönes Leben führen: Das Öl-Geschäft läuft gut und beschert ihm Millionen, mit seiner zweiten Frau Krystle hat er endlich sein Glück gefunden und die Kinder Fallon, Steven und Adam stehen inzwischen auf eigenen Beinen. Doch sein Konkurrent Matthew Blaisdel und seine Ex-Frau Alexis Colby, die von ihrem zweiten Mann Cecil Colby dessen Öl-Imperium geerbt hat, machen Carington das Leben schwer und mit ihren Intrigen auch vor dessen Familie nicht hal...

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:11:18 „Das ist so ähnlich wie bei Dallas und bei Denver. Du siehst also, wie Pamela Ewing in ihrem wunderbaren Mercedes Cabrio von der South Fork Ranch fährt. Du siehst aber nicht, dass sie irgendwo hinfährt.“

Der Denver-Clan wird zusammen mit Dallas als Beispiel für eine Serien-Konvention genannt: In beiden Serien wurden Szenen des Unterwegsseins weggelassen, genau wie bei Derrick.

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Aktenzeichen XY … ungelöst

Aktenzeichen XY … ungelöst

Eduard Zimmermann · 1967

Mithilfe von Zuschauerhinweisen sollen ungeklärte Verbrechen im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung aufgeklärt werden. Dazu werden den Zuschauern in jeder Sendung drei bis sechs ungelöste Kriminalfälle in Form von etwa zehnminütigen filmischen Rekonstruktionen (Filmfälle) vorgestellt, in denen die polizeilich ermittelten Fakten veranschaulicht werden.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:12:48 „Erinnerst du dich an Konrad Tönns Aktenzeichen? Nee. Das war so. Genau, Ganoven-Ede. Der selber eine kriminelle Vergangenheit hatte. Das ist das Verrückteste daran.“

Lanz sieht eine Verbindung zwischen Derricks emotionslosem Vortragsstil und der Sendung Aktenzeichen XY. Er und Precht diskutieren die Ironie, dass Moderator Eduard Zimmermann ('Ganoven-Ede') selbst eine kriminelle Vergangenheit hatte und im Gefängnis saß – ein Mann vom Fach.

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Die zwölf Geschworenen

Die zwölf Geschworenen

· 1957

Zwölf Geschworene verhandeln im Juryraum in brütender Hitze über das Schicksal eines Jungen, der angeklagt ist, seinen Vater getötet zu haben. Als das Urteil "Schuldig" beinahe feststeht, formuliert der Geschworene Nr. 8 seine Zweifel. Gegen den teils erbitterten Widerstand der Mehrheit entwickelt er nach und nach mit ruhiger Logik seine Argumente. Der Kampf der Meinungen setzt unerwartete Vorurteile und Charakterzüge der zwölf Männer frei, deren Gewissensprüfungen für den Angeklagten ausfallen.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:13:43 „Das war für mich ein Psychologen. Das war so Kammerspiel, so Psychologie. Wie die zwölf Geschworenen in München.“

Lanz vergleicht die psychologische Intensität von Derrick mit dem Kammerspiel-Klassiker 'Die zwölf Geschworenen'. Für ihn war Derrick weniger Krimi als Psychologie – ein Kammerspiel in Münchener Villenvororten.

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Zollfahnder Kressin

Zollfahnder Kressin

Klassische deutsche Krimiserie mit dem Zollfahnder Kressin als Protagonisten. Ein intensives Porträt der Justizwirklichkeit, geprägt von authentischer Charakterzeichnung und durchdringender Spannung. Eine Markstein des deutschsprachigen Fernsehens.

🗣 Richard David Precht empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:13:59 „Was mich das Beste, was es diesbezüglich im deutschen Fernsehen je gegeben hat, war Zollfahnder Kressin. Den hast du nicht mehr erlebt. Mit einem meiner ultimativen Lieblingsschauspieler, Sieghard Rupp. Österreicher.“

Precht bezeichnet Zollfahnder Kressin als das Beste, was es im deutschen Fernsehen je an Krimiserien gab. Er schwärmt von Hauptdarsteller Sieghard Rupp, dessen metallischer Stimme und offensivem Umgang mit Frauen. Precht gesteht sogar, seinen ersten Anmachspruch von dieser Figur übernommen zu haben.

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Unter Geiern

Unter Geiern

· 1964

Baumann wollte eigentlich nur auf die Jagd gehen und mit seinem Sohn Martin einen Bären schießen. Als er zurückkommt steht seine Farm in Flammen, seine Frau ist tot – für ihn eindeutig das Werk der Indianer. Winnetou ist da natürlich anderer Meinung und hält Martin und seinen Vater davon ab, Rache zu nehmen. Dieser Meinung ist auch ein Priester, der auf Baumanns verbliebener Behausung eintrifft, und Annie, die sich offensichtlich sofort in Martin verliebt.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:14:05 „Siegertrup, den Älteren noch bekannt als Schurke in Karl-May-Filmen. Ja, der spielt den Bösen in Untergeiern.“

Precht erwähnt den Karl-May-Film 'Unter Geiern', in dem sein Lieblingsschauspieler Sieghard Rupp den Bösewicht spielte. Die Erwähnung dient als Hintergrund für Prechts Schwärmerei über Rupp und dessen spätere Rolle in 'Zollfahnder Kressin'.

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Monaco Franze – Der ewige Stenz

Monaco Franze – Der ewige Stenz

Helmut Dietl · 1983

Helmut Fischer in seiner Paraderolle als unwiderstehlicher Frauenliebling und sympathischer Schwerenöter: In der Serie "Monaco Franze - Der ewige Stenz" spielte er in den 1980er-Jahren den 50-jährigen Kriminalkommissar Franz Münchinger alias Monaco Franze.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:15:14 „Monaco-Franz ist das Einzige, was ich bedauere, dass das nicht im ZDF-Folgen ist. Ganz, ganz großes Kino. Oder? Absolut. Finde ich auch. Also Monaco, Franz, obwohl viel gelobt, immer noch unterschätzt.“

Lanz bedauert, dass die Kultserie Monaco Franze keine ZDF-Produktion war. Precht stimmt begeistert zu und nennt es 'ganz großes Kino' – beide sind sich einig, dass die Serie trotz viel Lob immer noch unterschätzt ist.

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Dieser Kniefall gefährdet die Demokratie

Dieser Kniefall gefährdet die Demokratie

Georg Altrogge

Der heutige Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Gebührenerhöhung für ARD und ZDF ist mehr als ein Skandal – es gefährdet die Grundfesten der föderalen Demokratie: Den frei gewählten Abgeordneten der Landesparlamente ist nämlich nur noch erlaubt, Ja zu sagen, wenn die Öffentlich-Rechtlichen mehr Geld verlangen.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:26:04 „Und ich habe mir nochmal angesehen, was damals Georg Altrogge, der diesbezüglich sehr viel kommentiert und der für Bild gerade Medienjournalismus kritisiert, wie der losgelegt hat, als es um diese 86 Cent ging. Deswegen reite ich da auch so drauf rum. Kommentar zum Rundfunkbeschluss. Überschrift, dieser Kniefall gefährdet die Demokratie.“

Markus Lanz kritisiert die mediale Berichterstattung des Springer-Verlags über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er zitiert Georg Altrogges Kommentar zum Rundfunkbeschluss des Bundesverfassungsgerichts als Beispiel für eine mutwillig verkürzende und dramatisierende Darstellung, die den komplexen Prozess der Beitragsfestsetzung ignoriere.

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Kommentar zur Gebührenordnung

Kommentar zur Gebührenordnung

Stefan Niggemeier

Es gibt einen Mismatch in den Daten: Der Artikeltitel bezieht sich auf die **Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)**, aber das Zitat und der Kontext handeln von **Rundfunkbeiträgen und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen** – das sind zwei komplett unterschiedliche Themen. Das Zitat von Stefan Niggemeier kritisiert das Beitragsfestsetzungsverfahren für ÖR-Sender, nicht die Ärzte-Gebührenordnung. Kann es sein, dass: - Ein anderer Artikel-Titel gemeint ist, oder - Das Zitat/der Kontext sich auf einen anderen Artikel bezieht? Sonst kann ich keine sinnvolle Beschreibung schreiben, die beide Teile zusammenbringt.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:27:03 „Und Stefan Niggemeier, mit dem ich oft über Kreuz liege und so weiter, hat einen sehr klugen, guten Kommentar dazu geschrieben. Er sagte nämlich, das verkürzt diesen Prozess der Beitragsfestsetzung mutwillig um ganz entscheidende Schritte und sagt, die Abgeordneten stimmen nämlich nicht über das ab, was die Öffentlich-Rechtlichen fordern, sondern sie stimmen über das ab, was die Ministerpräsidenten der Länder gemeinsam beschlossen haben.“

Als Gegenposition zu Altrogges Polemik zitiert Lanz einen Kommentar von Stefan Niggemeier, der die verkürzte Darstellung des Beitragsfestsetzungsverfahrens kritisiert. Lanz hebt hervor, dass Niggemeier trotz sonstiger Meinungsverschiedenheiten hier einen klugen Beitrag geliefert habe, der die mehrstufige Kontrolle durch KEF und Ministerpräsidenten richtig einordnet.

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Anne Will

Anne Will

Anne Will / ARD · 2007

Anne Will ist eine Talkshow mit politischem Schwerpunkt unter dem Motto „Politisch denken, persönlich fragen“ im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:48:04 „Sonntagabend gesetzt für viele Millionen Menschen in diesem Land. Tatort. Und danach kommt ein politisches Gesprächsformat. Anne Will in dem Fall. Früher war es jemand anderer und so weiter.“

Lanz erwähnt die Talkshow Anne Will als Beispiel für ein politisches Gesprächsformat, das vom Tatort-Publikum am Sonntagabend profitiert. Die Sendung dient ihm als Argument dafür, dass unterhaltende Programme eine Brückenfunktion zu politischer Information haben können.

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Tatort

Tatort

ARD · 1970

Unter dem Titel Tatort sind streng genommen Dutzende von Krimiserien vereint. Jede ARD-Anstalt produziert innerhalb der Tatort-Reihe 90 Minuten lange Filme mit eigenen Ermittlern, die in der Regel Mordfälle aufzuklären haben. Auch das Schweizer und das Österreichische Fernsehen schicken eigene Polizisten ins Rennen. Einige Folgen wurden vom ORF außerhalb der offiziellen Tatort-Reihe ohne die ARD produziert und in der Erstausstrahlung nur in Österreich in der Erstausstrahlung gesendet.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:48:18 „Sonntagabend gesetzt für viele Millionen Menschen in diesem Land. Tatort. Und danach kommt ein politisches Gesprächsformat. Anne Will in dem Fall. Früher war es jemand anderer und so weiter. Das kommt dann direkt danach. Wenn 13 Millionen Menschen Tatort gucken, dann ist natürlich so ein Grundrauschen, eine Grundmasse an Menschen da.“

In der Debatte über Fußballübertragungsrechte und deren Kosten nutzt Lanz den Tatort als Gegenbeispiel: Eine Sendung, die mit vergleichsweise geringen Kosten ein Millionenpublikum bindet und zudem als Zuschauer-Brücke zu politischen Formaten im Anschluss dient. Precht stimmt zu, dass der Tatort ein gutes Beispiel für effiziente Zuschauerbindung sei.

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ZDF-Magazin

ZDF-Magazin

Gerhard Löwenthal · 2020

Das ZDF-Magazin war eine von 1969 bis 1988 jede zweite Woche ausgestrahlte Fernsehsendung des ZDF, die von Gerhard Löwenthal geleitet und moderiert wurde. Hauptinhalt des Magazins waren politische Reportagen; bekannt wurde die Sendung wegen ihrer Beiträge über die kommunistischen Regime in Osteuropa, vor allem über die DDR. Sie galt als Gegenstück zur Sendung Der schwarze Kanal mit Karl-Eduard von Schnitzler im DDR-Fernsehen.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:52:18 „Also denkst du jetzt so zurück an die Zeiten vom ZDF Magazin und Löwenthal oder so? Also sozusagen berüchtigte konservative Stimmen gegeben hat oder Hauser, Kienzler oder sowas.“

Precht greift Lanz' Frage nach fehlenden konservativen Stimmen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf und erinnert an das ZDF-Magazin unter Gerhard Löwenthal als historisches Beispiel für eine dezidiert konservative Sendung. Er stellt fest, dass solche klar profilierten Stimmen heute weder von links noch von rechts mehr existieren.

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Hauser & Kienzle

Hauser & Kienzle

Hauser & Kienzle war ein Streitformat des SWR, in dem ein konservativer und ein progressiver Journalist Politiker befragten. Das Format gilt als Vorbild für ausgewogene politische Diskussionen im Fernsehen. Precht nutzt es als Beispiel dafür, wie öffentlich-rechtliche Sender durch kontroverse Debatten zwischen unterschiedlichen politischen Perspektiven mehr Meinungsvielfalt erreichen könnten, statt in einer vagen Mitte zu verharren.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:59:07 „Aber dass es so ist, dass es eine Mitte-Mehrheitsgesellschaft gibt... Also ich würde mir das tatsächlich wünschen, ohne dass ich jetzt wirklich in einem konkreten Format da von Hause und Kienzle hänge. Aber warum nicht eine Befragung eines Politikers, wirklich von einem durchaus konservativen Journalisten auf der einen Seite und von jemand, der sich selbst das Prädikat links noch zutraut, auf der anderen Seite.“

Precht und Lanz diskutieren über fehlende politische Profilierung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Precht verweist auf das frühere SWR-Streitformat 'Hauser & Kienzle', bei dem ein konservativer und ein progressiver Journalist Politiker befragten, als Vorbild für mehr Meinungsvielfalt im heutigen Fernsehen.

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Das Traumschiff

Das Traumschiff

· 1981

Das Traumschiff fährt mit seinen Passagieren zu den schönsten Urlaubsorten der Welt, während sich an Bord alles um bittersüße Liebesgeschichten, Eifersucht und Versöhnung, Freundschaften und gefährdete Ehen dreht.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:59:46 „Und Helene Fischer darf dann trotzdem weiter auftreten und Florian Silbereisen auf dem Traumschiff unterwegs sein?“

Am Ende der Diskussion über die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fragt Lanz augenzwinkernd, ob populäre Unterhaltungsformate wie 'Das Traumschiff' mit Florian Silbereisen weiterhin ihren Platz haben dürfen. Precht antwortet, dass er das ertragen müsse – als Beispiel für die nötige gegenseitige Toleranz unterschiedlicher Geschmäcker.

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