Nikomachische Ethik

Aristoteles · 1876

Die Nikomachische Ethik (altgriechisch ἠθικὰ Νικομάχεια, ēthikà Nikomácheia) ist die bedeutendste der drei unter dem Namen des Aristoteles überlieferten ethischen Schriften. Da sie mit der Eudemischen Ethik einige Bücher teilt, ist sie möglicherweise nicht von Aristoteles selbst in der erhaltenen Form zusammengestellt worden. Weshalb die Schrift diesen Titel trägt, ist unklar. Vielleicht bezieht er sich auf seinen Sohn oder seinen eigenen Vater, die beide Nikomachos hießen.

Nikomachische Ethik

Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.

Erwähnungen (4)

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:52:43
„Aristoteles hat schon gesagt, sich aufzuregen ist einfach. Aber sich zur richtigen Zeit über das Richtige aufzuregen, das ist schwierig. Das setzt Urteilskompetenz voraus.“

Precht zitiert Aristoteles' bekannte These über den angemessenen Umgang mit Emotionen im Kontext der Diskussion über Erregungskultur und die Fähigkeit zur Urteilskompetenz. Er argumentiert, dass diese Kompetenz im Bildungssystem am stärksten vernachlässigt werde.

Hotel Matze
🗣 Barbara Bleisch zitiert daraus bei ⏱ 00:19:12
„Bei Aristoteles gibt es diese ein bisschen altertümliche Formulierung, aber ich finde sie schön, dass das Glück etwas zu tun hat, dass man sozusagen in Einklang mit der Tüchtigkeit der eigenen Seele ist.“

Barbara Bleisch spricht über das Gefühl des Erblühens in der Mitte des Lebens und darüber, herauszufinden, was einem wirklich entspricht. Sie zitiert Aristoteles' Konzept der Eudaimonia, wonach Glück im Einklang mit der Tugend der Seele besteht.

Was liest du gerade?
🗣 Thea Dorn referenziert bei ⏱ 00:07:07
„Ist wahrscheinlich eins der Bücher, da habe ich inzwischen die dritte Ausgabe und die fällt auch auseinander, ist, Achtung Bildungsbürgerin, Nikomachische Ethik von Aristoteles. Das ist das Buch, was ich wahrscheinlich am meisten in meinem Leben durchgeackert habe und immer wieder.“

Adam Soboczynski fragt Thea Dorn nach dem prägendsten Sachbuch ihres Lebens. Sie nennt die Nikomachische Ethik als das Buch, das sie seit ihrem Philosophiestudium immer wieder aus dem Regal nimmt – ihre dritte Ausgabe fällt bereits auseinander.

Hotel Matze
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 01:32:37
„Und deswegen stand auf dem Türsturz des Delphischen Orakels Medenagan. Nichts im Übermaß. Und die aristotelische Tugendlehre heißt so, die Tugend ist die richtige Mitte zwischen einem zu viel und einem zu wenig, zwischen Übermaß und Mangel.“

Kretschmann erklärt, warum Deutschlands Perfektionismus sich ins Gegenteil verkehrt hat. Er zieht die aristotelische Tugendlehre heran, wonach die Tugend die richtige Mitte zwischen Übermaß und Mangel ist, um zu zeigen, dass Überbürokratisierung aus übertriebenem Perfektionismus entsteht.

Ähnliche Medien

Politik

Politik

Aristoteles · 1880

Die Politik (altgriechisch Πολιτικά Politiká „die politischen Dinge“) ist die wichtigste staatsphilosophische Schrift des Aristoteles. Das in acht Bücher aufgeteilte Werk behandelt hauptsächlich verschiedene real existierende und abstrakte Verfassungen. In diesem Werk stellt Aristoteles vier Thesen auf, die „jahrhundertelang widerspruchslos anerkannt“ wurden.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Poetik

Poetik

Aristoteles · 1860

Die Poetik (altgriechisch ποιητική [τέχνη] poietike [techne], deutsch ‚die schaffende, dichtende [Kunst]‘) ist ein wohl um 335 v. Chr. als Vorlesungsgrundlage verfasstes Buch des Aristoteles, das sich mit der Dichtkunst und deren Gattungen beschäftigt. Aristoteles gliedert die Wissenschaften in drei große Gruppen (theoretische, praktische und poietische); die Poetik behandelt einen Teil des poietischen, d. h. ‚hervorbringenden‘ menschlichen Wissens in deskriptiver und präskriptiver Weise.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Poetik (Zweites Buch, über die Komödie)

Poetik (Zweites Buch, über die Komödie)

Aristoteles · 2008

Es gibt kaum einen literaturtheoretischen Text, der über Jahrhunderte hin eine solche Autorität ausgeübt hat wie Aristoteles' kleiner Traktat "Über die Dichtkunst". Die "Poetik" gilt seit der Renaissance als Text, der einen "neuen", der Welt zugewandeten Aristoteles zeigt, der der Dichtung die Aufgabe zugewiesen habe, die empirische Wirklichkeit selbst nachzuahmen. Dem Dichter war dadurch eine rationale Aufgabe gestellt: Er sollte die Ordnung der Welt erkennen und darstellen.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Politik (Politika)

Politik (Politika)

Aristoteles · 1879

Die Politik (altgriechisch Πολιτικά Politiká „die politischen Dinge“) ist die wichtigste staatsphilosophische Schrift des Aristoteles. Das in acht Bücher aufgeteilte Werk behandelt hauptsächlich verschiedene real existierende und abstrakte Verfassungen. In diesem Werk stellt Aristoteles vier Thesen auf, die „jahrhundertelang widerspruchslos anerkannt“ wurden.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details