Chemnitz-Chatprotokolle: Verabredung zu Hetzjagden - Politik
Recherchen zu den Hetzjagden in Chemnitz
Süddeutsche Zeitung
Das sächsische Landeskriminalamt bestätigt in einem vertraulichen Bericht, dass es bei den Chemnitz-Ausschreitungen 2018 tatsächlich zur gezielten Jagd auf Migranten kam – eine Einschätzung, die Recherchen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR stützen. In Mobilfunk-Chats von Rechtsextremen aus der Region finden sich explizite Verabredungen zu Gewalt gegen vermeintliche Migranten, wobei die Täter selbst vom Begriff „Jagd" sprachen – noch bevor die öffentliche Debatte darüber entstand. Der mutmaßliche Rädelsführer der Gruppe „Revolution Chemnitz", Christian K., prahlte in mehreren Nachrichten damit, Migranten „erwischt" und Übergriffe begangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat gegen K. inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet, während sich die Verteidiger der Beteiligten zu den Vorwürfen nicht äußern möchten. Diese Chatprotokolle klären erstmals systematisch die lange umstrittene Frage, ob es an den Chemnitzer Demonstrationen zu organisierten Hetzjagden kam – und trugen ehemals zur Entlassung des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen bei.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (1)
„Da hat sich die Süddeutsche Zeitung sehr verdient gemacht mit einigen Recherchen, die auch Videos ausgegraben haben, die das bewiesen.“
Daniel Müller spricht über den Streit um den Begriff 'Hetzjagd' nach den Chemnitzer Ausschreitungen 2018. Er verweist auf Recherchen der Süddeutschen Zeitung, die durch ausgegrabene Videos belegten, dass es tatsächlich Jagden auf Menschen gegeben hatte — entgegen der Behauptung von Verfassungsschutzpräsident Maaßen.
Ähnliche Medien
Artikel über Standbilder für reiche weiße Männer
Süddeutsche Zeitung
Eine Analyse von fast 50.000 Statuen in den USA zeigt ein einseitiges Gedenklandschaft: Die überwiegende Mehrheit erinnert an weiße, wohlhabende Männer, häufig Generäle oder Präsidenten, viele davon Sklavenhalter. Besonders auffällig ist das Geschlechter-Ungleichgewicht: Nur drei Frauen schaffen es unter die 50 am häufigsten dargestellten Personen, während es mehr Meerjungfrauen-Statuen (22) gibt als Denkmäler für weibliche Kongress-Abgeordnete (2). Die Andrew-W.-Mellon-Stiftung reagiert mit 250 Millionen Dollar, um Statuen zu ersetzen und die Geschichte gerechter zu repräsentieren. Laut Stiftungspräsidentin Elizabeth Alexander ist die Auswahl historischer Denkmäler weniger eine Frage von Verdienst als vielmehr von Macht und Ressourcen zur Geschichtsschreibung.
Titanic
Titanic, British luxury passenger liner that sank on April 14–15, 1912, during its maiden voyage, en route to New York City from Southampton, England, killing about 1,500 people. One of the most famous tragedies in modern history, it inspired numerous works of art and has been the subject of much scholarship.
Geheimplan gegen Deutschland
Correctiv
Die Recherche von Correctiv aus Januar 2024 enthüllte ein geheimes Treffen in Potsdam, bei dem Remigrationspläne diskutiert wurden. Der Bericht löste intensive öffentliche Debatten über Grenzen des politischen Spektrums aus und markierte für viele einen Wendepunkt in der Wahrnehmung des gesellschaftlichen Klimas in Deutschland. Die Enthüllung intensivierte die Angst in betroffenen Communitys erheblich.
Der Stürmer
Julius Streicher
Julius Streicher war ein prominenter Nazi-Propagandist und Herausgeber der Hetzschrift "Der Stürmer", die sich durch extreme antisemitische Hetze auszeichnete. Als einer der Angeklagten bei den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg stand Streicher vor Gericht, da er durch die ideologische Propaganda seines Blattes wesentlich zur Verbreitung des Antisemitismus im Dritten Reich beitrug. Der Artikel dokumentiert anhand der Stadtarchive in der Metropolregion Nürnberg die Geschichte dieser Figur und ihre Bedeutung für die Aufarbeitung der NS-Zeit.