Studien – M
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Magisterarbeit über den Frieden von Brest-Litowsk
Marie-Agnes Strack-Zimmermann
Die Magisterarbeit untersucht den Frieden von Brest-Litowsk als zentralen Friedensabschluss des Ersten Weltkriegs. Im Fokus steht die politisch unterschiedliche Bewertung dieses Friedensvertrags durch zeitgenössische Zeitungen verschiedener politischer Richtungen. Die Studie zeigt auf, wie das gleiche historische Ereignis von verschiedenen Medienakteuren je nach politischer Ausrichtung unterschiedlich wahrgenommen und dargestellt wurde.
Magisterarbeit über den jungen Marx und Hegel
Sahra Wagenknecht
Magisterarbeit untersucht die Entwicklung des jungen Marx als Junghegeleaner und seine Kritik an Hegel. Wagenknechts These: Marx lag in seiner Hegelkritik falsch – Hegel war progressiver und kapitalismuskritischer als die marxistische Tradition anerkennt. Der späte Marx kehrte letztlich zu Hegelianischen Positionen zurück.
Masterarbeit über den Fall Hamelmann
Lilli Heinemann
Lilli Heinemanns Masterarbeit untersucht den Mordfall Hamelmann aus ihrer Familiengeschichte durch systematische Archiv- und Staatsarchivrecherche sowie Familieninterviews. Die Arbeit durchbricht das jahrzehntelange Familiengeheimnis und dokumentiert ein historisches Trauma wissenschaftlich.
Masterarbeit über Spinoza
Vivienne Kurpiella
Masterarbeit untersucht Spinozas Theorie des Irrtums. Zentrale These zieht originelle Parallele zu Social-Media-Algorithmen: Wie fragmentarische Informationen durch den Algorithmus zur Verwirrung führen, erklärt Spinoza Irrtum durch unvollständige Wahrnehmung und Erkenntnis.
MEDEM-Studie (Affektive Polarisierung in Deutschland)
Die MEDEM-Studie untersucht das Ausmaß affektiver Polarisierung in Deutschland und analysiert, wie stark Menschen emotionale Ablehnung gegenüber politischen Gegnern empfinden. Zentrale Erkenntnisse: Hochgebildete zeigen die stärkste emotionale Polarisierung. Die Forschung widerlegt damit das Stereotyp, dass höhere Bildung automatisch zu weniger Polarisierung führt.
Mensch und Maschine – Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz
Deutscher Ethikrat
Stellungnahme des Deutschen Ethikrats zu ethischen Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz. Untersucht Manipulation in sozialen Medien, deren Einfluss auf öffentliche Debatten und gesellschaftliche Polarisierung. Formuliert Empfehlungen zur Regulierung digitaler Plattformen und öffentlich finanzierter Alternativstrukturen.
Meta-Analysen zu Alkohol und Krebsrisiko
Meta-Analysen zeigen den wissenschaftlichen Konsens: Alkoholkonsum erhöht das Krebsrisiko für verschiedene Krebsformen signifikant. Die Forschung liefert unwidersprochene Evidenz gegen die Bagatellisierung moderater Alkoholmengen bezüglich Krebsentstehung.
Metastudie zu Wasserstoff
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Metastudie, die 12 aktuelle Wasserstoffstudien zusammenfasst. Untersucht die wirtschaftlich und technisch vielversprechendsten Anwendungsbereiche für Wasserstoff. Zentrale Erkenntnis: Wasserstoff ist besonders für Industrie und Energiewirtschaft geeignet – nicht aber für Privathaushalte oder PKW-Antriebe.
MHG-Studie (Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige)
Die Studie untersucht das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige in Deutschland. Sie wurde 2014 von der katholischen Kirche in Auftrag gegeben und dokumentierte zwischen 1946 und 2014 insgesamt 1.670 beschuldigte Kirchenmänner und 3.677 betroffene Personen. Die Ergebnisse wurden 2018 veröffentlicht und bilden eine wichtige Grundlage für die Aufarbeitung institutioneller Missbrauchsfälle in der Kirche.
Miedem-Studie
Große repräsentative Studie zur affektiven Polarisierung in Deutschland. Untersucht die emotionale Distanz zwischen Wählern verschiedener Parteien und deren Offenheit gegenüber Andersdenkenden. Zentrale Erkenntnis: Hochgebildete sind am stärksten affektiv polarisiert; besonders Wähler von SPD und Grünen zeigen geringste Nähe zum anderen politischen Lager.
Milgram-Experiment
Stanley Milgram
Das Experiment von Stanley Milgram untersucht, wie weit Versuchspersonen gehen, wenn eine Autoritätsperson ihnen Befehle erteilt. Teilnehmer sollten vermeintlich andere bestrafen, wobei die Mehrheit bis zur höchsten Stromstufe ging. Dies zeigt, dass gewöhnliche Menschen unter sozialem Druck zu extremem Verhalten fähig sind.
Millennium Ecosystem Assessment
Umfassendes wissenschaftliches Assessment zur Bewertung von Ökosystemleistungen. Die Studie erfasst neben wirtschaftlichen Werten auch kulturelle und erholungsbezogene Aspekte der Natur – ein ganzheitlicher Ansatz, der über reine Verwertungslogik hinausgeht.
Monkeys reject unequal pay
Frans de Waal
Bahnbrechende Experimente von Frans de Waal an der Emory University mit Kapuzineraffen, in denen unterschiedliche Belohnungen (Gurken vs. Weintrauben) für gleiche Arbeitsleistung gegeben werden. Die Studie demonstriert ein angeborenes Fairness-Empfinden bei Primaten: benachteiligte Affen verweigern die Arbeit als Protest gegen unfaire Belohnung.
Monopoly-Experiment zur Privilegien-Blindheit
Paul Piff
Das Experiment untersucht, wie strukturelle Vorteile die Wahrnehmung von Erfolg beeinflussen. Durch ein gezinktes Monopoly-Spiel mit ungleichen Startbedingungen zeigte sich, dass privilegierte Spieler ihren Erfolg eigenen Strategien zuschrieben, statt systemische Vorteile zu erkennen – ein zentraler Mechanismus der Privileg-Blindheit.
Monument Lab Studie
Monument Lab
Systematische Analyse von fast 50.000 öffentlichen Denkmälern in den USA, die dokumentiert, wem Amerika Statuen setzt. Die Studie zeigt, dass Denkmäler fast ausschließlich weiße, wohlhabende Männer darstellen und offenbart damit Muster von historischer Sichtbarkeit und kultureller Erinnerung.
Moral Machine Experiment
Das MIT-Experiment befragte über eine Million Menschen weltweit, wie autonome Fahrzeuge in moralischen Dilemma-Situationen entscheiden sollten. Die Ergebnisse zeigten große kulturelle Unterschiede in ethischen Bewertungen: Während schwangere Frauen überall Vorrang hatten, bewerteten Länder den Wert von Obdachlosen, Tieren und anderen Gruppen völlig unterschiedlich. Die Studie offenbart, dass KI diese fundamentale menschliche Uneinigkeit nicht automatisch lösen kann.
Mozart-Effekt-Studie (University of California, Irvine)
Bahnbrechende Studie der UC Irvine zum Mozart-Effekt: Forscher untersuchten, ob das Hören von Mozarts Streichmusik die kognitiven Leistungen von Studenten vor Prüfungen verbessert. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante IQ-Steigerung durch Mozarts Streichmusik – speziell die Instrumentation, nicht Gesang oder andere Musikformen.