Studien – F
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Familienbericht der Bundesregierung
Der aktuelle Familienbericht der Bundesregierung untersucht die sogenannte Care Gap – den Unterschied zwischen Männern und Frauen bei unbezahlter Sorgearbeit wie Kinderbetreuung und Haushalt. In Deutschland liegt dieser Unterschied bei über 50 Prozent, während skandinavische Länder eine deutlich ausgeglichenere Verteilung aufweisen. Der Bericht dokumentiert strukturelle Ungleichgewichte in der Geschlechtergerechtigkeit und dient als empirische Grundlage für den Vergleich sozialpolitischer Modelle.
Fasting Mimicking Diet (Forschung)
Walter Longo
Forschung von Walter Longo zur Fasting Mimicking Diet – einem Scheinfasten-Konzept für Langlebigkeit. Longo zeigte durch Experimente, dass periodisches Fasten bei verschiedenen Organismen die Lebensspanne verlängert. Die FMD ist eine praktikable Variante dieses Konzepts für Menschen.
Food in the Anthropocene: the EAT–Lancet Commission on healthy diets from sustainable food systems
EAT-Lancet Commission
Eine bahnbrechende Studie der EAT-Lancet Commission von 2019 untersucht die Auswirkungen unserer Ernährung auf die Klimakrise. Die umfassende Analyse der globalen Lebensmittelsysteme zeigt, dass Europäer und Amerikaner ihren Fleischkonsum um 90% und den Milchproduktkonsum um 60% reduzieren müssen, um katastrophale Klimafolgen zu vermeiden. Die Studie begründet damit eine zentrale Forderung der modernen Klimapolitik: Die Transformation unserer Ernährungsgewohnheiten ist essentiell für den Schutz unseres Planeten.
Forsa-Umfrage zu Eltern-Burnout 2024
Forsa
Die Forsa-Umfrage von 2024 zeigt, dass 70 Prozent aller Eltern sich ausgebrannt oder erschöpft fühlen. Die Studie dokumentiert die weit verbreitete emotionale und körperliche Überlastung von Familien und dient als Basis für die Diskussion über strukturelle Defizite in der Familienunterstützung. Das Ergebnis verdeutlicht, dass Eltern-Burnout kein Einzelfall ist, sondern ein massives gesellschaftliches Problem darstellt.
Forsa-Umfrage zu psychischer Gewalt unter Lehrkräften
Die Forsa-Umfrage untersucht psychische Gewalt gegen Lehrkräfte und dokumentiert häufige Formen wie Beschimpfungen, Beleidigungen und Herabsetzen. Sie zeigt, dass solche Formen der Gewalt nicht neu sind, sondern bereits längerfristig zum Schulalltag gehören. Die Umfrage hilft, die Diskussion über zunehmende Jugendgewalt zu differenzieren und zu verdeutlichen, dass vermeintlich neue Phänomene bereits etablierte Probleme darstellen.
Forschung zur Scham als Wächterin der menschlichen Würde
Leon Wurmser
Psychoanalytische Forschung von Leon Wurmser zur Scham als fundamentale Emotion und Regulator menschlicher Würde. Zentrale These: Scham fungiert als Wächterin der menschlichen Würde und wirkt als gesellschaftliches Korrektiv. Die Forschung untersucht die schützende und regulierende Rolle von Scham in der menschlichen Psyche und Gesellschaft.
Forschung zur Vagusnerv-Stimulation bei Depression und chronischen Schmerzen
Forschung zur Wirksamkeit der elektrischen Vagusnerv-Stimulation am Ohrläppchen als therapeutisches Verfahren. Untersucht wurden mögliche Effekte bei Depression und chronischen Schmerzen. Aktuelle Daten deuten auf therapeutische Vorteile für beide Indikationen hin.
Forschungsarbeiten über Schimpansen
Jane Goodall
Jane Goodalls revolutionäre Langzeitforschung an Schimpansen zeigt, dass Partnerwahl bei unseren nächsten Verwandten deutlich komplexer ist als simple biologische Hierarchien. Ihre Beobachtungen widerlegen die These, dass Weibchen grundsätzlich die stärksten Alpha-Männchen bevorzugen, und demonstrieren stattdessen individuelle und situative Wahlkriterien. Dies hat tiefgreifende Implikationen für unser Verständnis von Geschlechterbeziehungen auch in der menschlichen Evolution.
Fragebogenstudie zur ärztlichen Leichenschau in Westfalen
Bernhard Brinkmann
Eine bahnbrechende Studie des Rechtsmedizin-Direktors Bernhard Brinkmann aus den 1990ern untersuchte die Unabhängigkeit von Leichenschau-Ärzten in Westfalen. Der Fragebogen an 1.100 Ärzte enthüllte ein erschreckendes Ergebnis: Die Hälfte der Befragten bestätigte, von Polizeibeamten unter Druck gesetzt worden zu sein, natürliche Todesursachen einzutragen. Die Studie dokumentiert damit ein systemisches Problem, das die Glaubwürdigkeit von Totenscheinen in Frage stellt.
Freundliches Desinteresse
"Freundliches Desinteresse" ist eine Studie zur Haltung der deutschen Bevölkerung gegenüber der Bundeswehr. Sie beschreibt eine wohlwollende, aber gleichgültige Ignoranz – ein Phänomen, das zeigt, wie Deutschland Gewalt und Militär systematisch aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verdrängt hat. Die Studie ist relevant für das Verständnis deutscher Sicherheitspolitik und gesellschaftlicher Werte.