The Trolley Problem

Judith Jarvis Thomson · 2020

Ein unscheinbarer Aufsatz mit dem Titel "The Trolley Problem" aus dem Jahr 1985 beschäftigt uns bis heute: Angenommen, ein Mensch muss sich entscheiden, ob er eine Straßenbahn ("Trolley") geradeaus fahren lässt, so dass sie fünf Gleisarbeiter tötet, oder ob er sie auf einen anderen Arbeiter umlenkt. Welche Entscheidung wäre zulässig, und weshalb? Die Frage deutet auf ethische Grundprobleme hin, die im Zeitalter der Maschinenethik – etwa beim autonomen Fahren – ganz neue Aktualität gewinnen.

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The Trolley Problem

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Erwähnungen (1)

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:37:35
„Es gibt ja dieses berühmte Beispiel aus der Philosophie, schon aus den 60er Jahren, von Judith Jarvis Thompson. Eine Geschichte, die viele Hörer dieses Podcasts bestimmt kennen. Das ist so eine moralische Dilemma-Frage.“

Precht nutzt Thomsons berühmtes Trolley-Problem, um die sinnlich-affektive Tötungshemmung des Menschen zu erklären: Die meisten Menschen würden einen Weichenhebel umlegen, um fünf statt einem zu retten, aber kaum jemand würde einen Menschen eigenhändig von einer Brücke stoßen. Er überträgt diesen Unterschied auf den Drohnenkrieg – das Töten per Knopfdruck gleicht dem abstrakten Hebel, nicht dem direkten Kontakt.

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