Theater – B
9 Einträge · Seite 1 von 1
Baal
Bertolt Brecht
Baal ist ein frühes Theaterstück von Bertolt Brecht, das am Berliner Ensemble aufgeführt wurde. Regisseur Volker Schlöndorff verfilmte das Drama, wobei die Witwe von Brecht, Helene Weigel, die künstlerische Kontrolle über die Besetzung und Umsetzung behielt. Das Stück zeigt Brechts experimentelle dramatische Sprache und bleibt ein Klassiker des politischen Theaters.
Back to the Future: The Musical
Das Musical adaptiert den Filmklassiker um einen Teenager, der versehentlich 1955 reist. Mit atemberaubender Bühnen-Trickechnik und einer gelungenen Liebesgeschichte erzählt es die ikonische Science-Fiction-Komödie neu — ein unterhaltsames, technisch brillantes Theaterspektakel mit großem Unterhaltungswert.
Biedermann und die Brandstifter
Max Frisch
Max Frischs Klassiker zeigt, wie Höflichkeit und Konfliktscheue dazu führen, dass wir Unheil in unser Leben einladen – eine Mechanik, die auch beim Klimawandel wirksam ist. Der Artikel stellt die Frage, welche Kraft Literatur hat, solche psychologischen Prozesse sichtbar zu machen und zum Umdenken zu bewegen.
Billy Elliot The Musical
Stephen Daldry
Billy Elliot The Musical ist die erfolgreiche Theateradaption des Tanzfilms von Regisseur Stephen Daldry. Das Musical läuft an mehreren prominenten Spielstätten weltweit gleichzeitig, darunter Hongkong, Shanghai, New York und London. Es gilt als Paradebeispiel für eine extrem profitable Theaterproduktion und demonstriert das enorme wirtschaftliche Potenzial von Broadway- und West-End-Inszenierungen.
Bitterer Honig
Bitterer Honig war das Theaterstück, das Herbert Grönemeyers Einstieg in die Schauspielerei markierte. Der damalige Gymnasiast wurde nach einem Zufallsgespräch in einer Kneipe zum Vorspielen beim Schauspielhaus Bochum eingeladen und erhielt die Rolle. Das Stück führte ihn vom Klavierspiel zur Bühne und legte damit den Grundstein für seine spätere Karriere als Künstler.
Blue Man Group
Die Blue Man Group ist ein Künstlerkollektiv für experimentelle Live-Performances, das Musik, bildende Kunst und visuelle Effekte verbindet. Ihre Shows zeichnen sich durch bunte, vielseitige Inszenierungen aus, die weit über ein reines Konzert hinausgehen. Olli Schulz bezieht sich auf sie als Referenz, um die künstlerische Vielschichtigkeit und Originalität seiner eigenen Live-Show zu verdeutlichen.
Bombenholocaust, das Musical
Die Partei
Böhmermann zeigt einen Video-Sketch der Partei, der ein absurdes Musical über die Bombardierung Dresdens präsentiert. Er nutzt das Beispiel, um die Grenzen politischer Satire zu hinterfragen: Wann wird Ironie so konzentriert, dass sie dem ähnelt, was sie kritisiert? Der Beitrag wirft Fragen über den Punkt auf, an dem Satire ihre kritische Distanz aufgibt.
Bucketlist
Nia Eli
Experimentelles Theaterstück von Nia Eli über Traumatisierung und Orientierungslosigkeit nach dem 7. Oktober. Das Stück verzichtet auf explizite Nennung des Datums, nutzt Bucketlisten-Konzepte, um die emotionalen Nachwirkungen und existenzielle Verunsicherung zu erforschen.
Burgtheater
Elfriede Jelinek
Elfriede Jelinek untersucht in ihrer 1985 uraufgeführten Posse „Burgtheater" die Verstrickungen der Wiener Staatstheater-Institution in der NS-Zeit und deren unkritischen Übergang zur Nachkriegsrepublik. Das Stück nimmt sich der Karrieren von Schauspielern wie Paula Wessely und der Brüder Hörbiger vor, die trotz ihrer NS-Vergangenheit unbeschadet ihre Karrieren fortsetzten. Jelinek zeigt durch verfremdetem Wiener Dialekt und scharfzüngige Satire, wie die Nazi-Propagandasprache nahtlos in die kitschige Heimatfilmästhetik der Fünfzigerjahre überging – ein Sumpf aus Deutschtümelei und Patriotismus, der nach 1945 nie wirklich aufgearbeitet wurde. Die Autorin nutzt das Stück als ideologiekritisches Instrument, um diese sprachliche und moralische Kontinuität bloßzulegen.