Theater – C
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Cabaret
John Kander, Fred Ebb
Cabaret ist das klassische Broadway-Musical über den Aufstieg des Faschismus im Weimar-Berlin der 1930er Jahre. Eine aktuelle Neuinszenierung mit Eddie Redmayne verdeutlicht, wie das fast 50 Jahre alte Stück durch die heutige politische Lage eine beängstigende Aktualität zurückgewonnen hat – die Realität scheint den dramatischen Text des Originals eingeholt zu haben.
Café Müller
Pina Bausch
Pina Bauschs Tanztheater-Klassiker Café Müller berührt Zuschauer durch innovative Bewegungssprache und emotionale Unmittelbarkeit tief. Das Werk verbindet Tanz mit authentischem Gefühlsausdruck und durchbricht traditionelle Ballettkonventionen. Es zeigt die transformative Kraft des modernen Tanztheaters, der sich selbst etablierte Künstler nicht entziehen können.
Cats
Andrew Lloyd Webber
Cats ist Andrew Lloyd Webbers legendäres Musical, das auf T.S. Eliots Gedichtsammlung "Old Possum's Book of Practical Cats" basiert. Das von Trevor Nunn inszenierte und von Gillian Lynne choreographierte Werk hatte 1981 am New London Theatre Uraufführung und spielte dort 21 Jahre lang in fast 9.000 Aufführungen, was es zu einem der erfolgreichsten Musicals der West-End- und Broadway-Geschichte machte. Die Broadway-Produktion lief 18 Jahre und gewann sieben Tony Awards, die Londoner Inszenierung erhielt Olivier und Evening Standard Awards. Das ikonische Lied "Memory" zählt zu den bekanntesten Nummern der Musicalgeschichte und wurde von über 150 Künstlern wie Barbra Streisand und Barry Manilow interpretiert. Die neuere Inszenierung "Cats: The Jellicle Ball" wurde 2026 für die Outer Critics Circle Awards nominiert und läuft an mehreren internationalen Spielstätten sowie einer UK-Tour.
Changes
Thomas Ostermeier
Changes ist eine Theaterinszenierung von Thomas Ostermeier, die sich durch minimalistischen Videoeinsatz auszeichnet. Statt großflächiger Bildschirme nutzt Ostermeier nur drei kleine Fernseher und einen Kühlschrank als installative Elemente. Diese Objekte treten bewusst in den Hintergrund und funktionieren als subtile atmosphärische Impressionen, nicht als dominierendes Bühnenelement.
Chicago
Bob Fosse
Chicago ist ein ikonisches Musical der 1970er Jahre mit Originalchoreographie von Bob Fosse. Das Werk zählt neben Cabaret zu Fosses einflussreichsten Schöpfungen für das Broadway-Theater. Fosses charakteristische Choreographie revolutionierte die Darstellung von Bewegung und Körperausdruck im modernen Musical-Theater und machte beide Werke zu Klassikern der Gattung.
Choral vom großen Baal
Bertolt Brecht
Der "Choral vom großen Baal" ist ein Gedicht aus Bertolt Brechts Frühwerk "Baal", das seine künstlerische Haltung und inspirierende Kraft zeigt. Das Werk verdeutlicht nicht nur Brechts literarisches Schaffen, sondern auch die grundsätzliche Philosophie hinter seinem Denken, die über bloße Imitation hinausgeht. Dieses Frühwerk bleibt relevant, weil es Brechts charakteristische und originale Stimme offenbart.
Christoph Schlingensief (Theaterarbeiten)
Christoph Schlingensief
Christoph Schlingensief war ein Pionier des politischen Reenactment-Theaters und experimenteller Kunstpraxis. Seine provokativ-aktivistische Arbeit etablierte künstlerische Methoden, die später von Künstlern wie Milo Rau weitergeführt wurden. Die Website dokumentiert sein künstlerisches Schaffen und kulturelles Vermächtnis.
Corpus Delicti (Theaterstück)
Juli Zeh
Corpus Delicti ist ein dystopischer Roman von Ulrike Herrmann, der ursprünglich 2007 als Theaterstück geschrieben wurde. Die Geschichte zeigt eine totalitäre Zukunftswelt von 2057, in der ein autoritärer Gesundheitsstaat die vollständige Kontrolle über die Bürger ausübt. Der 2009 veröffentlichte Roman behandelt zentrale Themen wie Überwachung, Freiheit und die Grenzen staatlicher Macht.
Cyrano de Bergerac
Cyrano de Bergerac ist ein französisches Klassiker-Drama, das die Tragödie eines begabten Dichters und Schwertkämpfers erzählt, der an seiner Uneigennützigkeit und physischen Erscheinung leidet. Das Stück verbindet romantische Elemente mit tiefem psychologischem Konflikt und gilt als Meisterwerk des französischen Theaters. Die Erwähnung im Podcast bezieht sich auf eine Aufführung im Hamburger Thalia Theater, die für den Moderator eine prägende Theatererfahrung in der Jugend darstellte.