Warten ohne Ablenkung ist besser als gedacht
Eine Studie der Uni Tübingen mit 260 Probanden untersucht, wie Menschen Wartezeiten wahrnehmen und erleben. Das Experiment zeigt, dass Menschen ohne Smartphone-Ablenkung Wartezeiten angenehmer empfinden als vorher erwartet. Die Forschung demonstriert den Reichtum innerer Erfahrung im Vergleich zu permanenten Außenreizen.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (1)
„Eine Studie in der SZ mit der schönen Überschrift »Warten ohne Ablenkung ist besser als gedacht«. Also ein Mann von der Uni Tübingen hat ein Experiment gemacht mit 260 Leuten ungefähr und die Probanden sollten vor einer Wartezeit von 20 Minuten einschätzen, wie sich das Alleinsein anfühlen würde.“
Lanz bringt eine in der Süddeutschen Zeitung besprochene Studie der Uni Tübingen ins Gespräch, die zeigt, dass Menschen es angenehmer finden, ohne Smartphone und Ablenkung zu warten, als sie vorher erwartet hatten. Dies führt zu einer ausführlichen Diskussion über den Reichtum an innerer Welt, die Auswirkungen permanenter Außenreize und die Frage, ob Meditation und Kontemplation in der Schule gelehrt werden sollten.
Ähnliche Medien
Die Grenzen des Wachstums
Club of Rome / Dennis Meadows
Der Bericht „Die Grenzen des Wachstums" aus dem Jahr 1972 ist ein Meilenstein der Umweltbewegung und entstand unter federführender Beteiligung des Club of Rome. Der Bericht warnte vor den ökologischen Folgen unbegrenzten wirtschaftlichen Wachstums und legte damit einen wesentlichen Grundstein für das entstehende Umweltbewusstsein in der Gesellschaft. Seine Analysen inspirierten die Gründung der Grünen und die Aktivitäten von Umweltorganisationen wie Greenpeace in den 1970er und 1980er Jahren.
The Future of Employment: How Susceptible Are Jobs to Computerisation?
Carl Benedikt Frey, Michael A. Osborne
Einflussreiche Studie der Universität Oxford untersucht, welche Berufe durch Automatisierung und Computerisierung gefährdet sind. Frey und Osborne prognostizieren mit bemerkenswert hoher Genauigkeit den massiven Jobverlust durch Robotisierung und künstliche Intelligenz.
Pentagon Papers
Daniel Ellsberg
Die Pentagon Papers sind eine umfassende Untersuchung der US-Militärpolitik im Vietnamkrieg, basierend auf klassifizierten Regierungsdokumenten. Das Werk deckt die Diskrepanzen zwischen öffentlicher Darstellung und tatsächlichen Militäreinsätzen auf und offenbarte ein System systematischer Fehlinformation. Ellsbergs Veröffentlichung gilt als Meilenstein für politische Transparenz und Accountability.
PISA-Studie
Andreas Schleicher / OECD
PISA-Studie der OECD untersucht die Schulleistungen von 15-Jährigen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Zentrale Erkenntnis: Deutschland hat trotz Reformbemühungen seit dem "PISA-Schock" vor 20 Jahren keine wesentlichen Verbesserungen erzielt; die Leistungen stagnieren oder verschlechtern sich teilweise.